Neuseeland: Reiseführer

Neuseeland Reisen

Der Neuseeland-Reiseführer: die wichtigsten Informationen auf einen Blick (Sicherheit, Impfungen, Zeitunterschied, Flugdauer und vieles mehr).

Neuseeland: Länderdaten

Neuseeland Reisen

Region: Australien und Ozeanien
Sprachen: Englisch, M?ori, Neuseeländische Gebärdensprache
Hauptstadt: Wellington
Zeitunterschied: + 11 Std. (UTC +12 Std.)
Währung: 1 Neuseeländischer Dollar = 100 Cents zum Währungsrechner
Vorwahl: +64
Flugzeit: 27 Std.

Neuseeland: Aktuelles

  • siehe Fachinformationen aktuell

Neuseeland: Allgemeine Informationen

Feiertage
  • Nationalfeiertag: 6. Februar: Waitangi Tag (1840).
  • Weitere Feiertage 2010: 1. und 2. Januar: Neujahrstage, 2. April: Karfreitag, 5. April: Ostermontag, 25. April: ANZAC Day, 26. September: 1907 - Unabhängigkeitstag, 25. Oktober: Tag der Arbeit, 25./26. Dezember: Weihnachtsfeiertage.
 Geographische Einordnung
  • Neuseeland liegt im südlichen Pazifik, etwa 1.600 km östlich von Australien; es gibt eine Nordinsel und Südinsel.
 Netzspannung
  • 230/240 V, 50 Hz. Adapter erforderlich.
 Regierungsform
  • Parlamentarische Monarchie (im Commonwealth) seit 1907.
 Religion
  • 55 % Christen verschiedener Glaubensrichtungen, 5 % andere Religionen, 35 % konfessionslos.
 Sprachen
  • Amtssprachen sind Englisch und Maori.
 Infrastruktur
  • Die wichtigsten internationalen Flughäfen Neuseelands sind Auckland International (AKL), Christchurch International (CHC) und Wellington International (WLG); Inlandsflüge werden angeboten, ebenfalls Schiffs- und Fährverbindungen sowie Zugverbindungen.
  • Das Straßennetz ist gut ausgebaut, Busse, Taxis und Mietwagen sind fast überall vorhanden. Linksverkehr.
 Währung
  • 1 Neuseeländischer Dollar (NZ$) = 100 Cents. 1 € = 1,95 NZ$ (Stand Januar 2010).
 Wichtige Verhaltensregeln
  • Die Einfuhr von Tieren unterliegt strengen Quarantänevorschriften, ebenfalls bestehen strenge Einfuhrrichtlinien für diverse Lebensmittel, Pflanzen und Gegenstände.
  • Trinkgelder sind unüblich, nur im Taxi wird der Fahrpreis aufgerundet. Hüllenloses (Sonnen -) Baden ist verpönt, allerdings in einer der zahlreichen einsamen Buchten durchaus möglich.
 Statistische Daten

 

Neuseeland: Sicherheit

Sicherheitshinweise

Update: Aktuelle Sicherheitshinweise finden Sie in der Länderdatenbank fortan unter der Rubrik "Fachinformationen aktuell".

Neuseeland: Kontaktadressen

Die Kontaktdaten der Botschaften und der Konsulate erhalten Sie auf folgenden Seiten:

Aktuelle Einfuhr- und Einreisebestimmungen finden Sie auf den Seiten der Außenministerien:

Neuseeland: Links

Neuseeland: Hygiene

Wasser:

  • Keine Besonderheiten.
  • Dennoch: Leitungswasser ist ggf. nicht immer zum Trinken geeignet.

Nahrung:

  • Keine Besonderheiten.
  • Dennoch: Die Hygiene der Nahrungsmittelzubereitung kann sehr unterschiedlich sein.

Luft:

  • Smog in Ballungsräumen.

Gesundheitswesen:

  • Qualitativ gute Gesundheitsversorgung.
  • Dennoch: Vom Gesundheitswesen können auch Gefahren ausgehen: Qualität kritisch hinterfragen.

Neuseeland: Klima

Neuseeland hat ein gemäßigtes Klima: Die Nordinsel ist eher subtropisch, die Südinsel mehr mitteleuropäisch. Der Sommer dauert von Dezember bis Februar, der Winter von Juni bis August. Das ganze Jahr über ist es feucht, während in den Bergen Schnee liegt.

Die durchschnittlichen Temperaturen in Wellington liegen zwischen 6 und 12 °C im Juli und 13 bis 21 °C im Januar.

Nachfolgend finden Sie hier Klimadaten ausgewählter Wetterstationen des Landes:


Klimastation WELLINGTON-KELBURN
Höhe über NN in m: 125
Geographische Position:
174° 46’ E, 41° 17’ S

  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Temp. ø Max. (°C) 20,4 20,5 19,2 16,6 13,9 11,9 11,2 11,8 13,5 15,2 16,8 18,8
Temp. ø Min. (°C) 13,4 13,4 12,6 10,7 8,5 6,7 5,9 6,4 7,5 8,9 10,3 12,2
Regentage 7 7 8 10 12 13 14 13 11 12 10 9
Niederschlag (mm) 78 60 96 107 121 139 142 135 104 99 94 91
Sonnenstunden ø 7,6 7,1 5,9 5,0 3,7 3,5 3,5 4,1 5,4 6,3 7,0 7,1
Wasser-Temp. ø (°C) 17 18 18 17 14 14 13 13 120 14 14 17
Klimabelastung* -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- --

Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken


Frühwarnungen bezüglich Wettergefahren können Sie den folgenden Seiten entnehmen:

World Meteorological Organization
HEWS - Humanitarian Early Warning Service
Institut für Meteorologie und Klimaforschung

Zuletzt aktualisiert: 18.06.2018

Informationen des Reisemedizinisches Zentrums am Bernhard-Nocht-Institut
Telefonische Hotline für Gesundheitsfragen zum Thema Reisen: 0900-1234 999 (€ 1,86/Min.) Hier können Sie den Newsletter des Reisemedizinischen Zentrums abonnieren: http://www.gesundes-reisen.de/newsletter Haben Sie Hinweise oder Verbesserungsvorschläge zu den Informationen auf diesen Seiten? Wir würden uns über einen Hinweis an rmz@md-medicus.net

Neuseeland-Informationen aus dem GEO-Themenlexikon

Der Inselstaat im südwestlichen Pazifik zählt geografisch zu Ozeanien, einem etwas schwammigen Begriff für die Inseln und Inselgruppen des Pazifiks zwischen Amerika, den Philippinen und Australien, die geologisch gesehen keinem bestimmten Kontinent zugerechnet werden können.

Aotearoa, Land der langen weißen Wolke, wie die Maori, die Ureinwohner Neuseelands, ihr Land nennen, umfasst die beiden rund 1600km südöstlich von Australien gelegenen Hauptinseln sowie eine Reihe kleinerer Inseln, darunter Stewart Island und die Chat­ham Islands. Die Kermadecinseln sind unbewohnt, ebenso die subantarktischen Antipodes Islands, Auckland Islands, Bounty Islands, Campbell Island und Snares Islands.

Überseeisches Territorium Neuseelands sind die Tokelau Islands; Niue und die Cookinseln sind assoziierte Gebiete mit Selbstverwaltung.

Das Staatsgebiet umfasst insgesamt 270534Quadratkilometer. Davon ent­fallen fast 99% auf die Nordinsel und Süd­insel genannten Haupt­inseln, die durch die rund 35km breite Cookstraße getrennt sind. Die Nordinsel ist mit 114597 km² etwa so groß wie Bayern und Baden-Württemberg, die Südinsel mit 151757km² wie Bayern und Österreich zusammengenommen. Mit rund 4,1Mio. Einwohnern leben in Neuseeland aber gerade einmal halb so viele Menschen wie in Öster­reich.

Bewegter Untergrund, zahlreiche Vul­kane Neuseeland liegt im Bereich des zirkumpazifischen Gebirgsgürtels über einem kompliziert strukturierten, geologisch aktiven Grenzbereich zwischen der Indisch-Australischen und der Pazifischen Platte. Daher sind die Hauptinseln durch junge Gebirgsbildungen und auf der Nordinsel durch anhaltende vulkanische Tätigkeit sowie durch häufige Erdbeben, die jedoch im Allgemeinen wenig Schaden anrichten, gekennzeichnet. Sowohl die Nord- als auch die Südinsel sind überwiegend gebirgig, wobei die Gebirge der Nordinsel niedriger und stärker gegliedert sind.

Die Nordinsel besteht in ihrem Zentralbereich aus einem vulkanischen Hochland mit den Vulkanen des Mount Ruapehu (2797m), des Mount Egmont (2518m), des Mount Ngauruhoe (2287m) und des Mount Tongariro (1967m) – Ruapehu und Ngauruhoe sind ständig aktiv – und zahlreichen postvulkanischen Erscheinungen wie Thermalquellen und Geysiren. Im Vulkangebiet liegt auch der 606km² große Lake Taupo, einer der größten Kraterseen der Erde und gleichzeitig größter See Neuseelands. An das zentrale Hochland schließt sich im Osten ein bis zu 1750m hoher Gebirgszug an, der die Nordinsel von Süden nach Nord­osten durchzieht. Im Wes­ten und Süden grenzen Bergländer an. Diese sind von zahlreichen kleineren Flüssen zerschnitten; größere Flüsse gibt es in Neuseeland nicht, ist doch kein Punkt des Landes mehr als 110km vom Meer entfernt.

Die Südinsel wird fast in ihrer ganzen Länge von den Neuseeländischen Alpen durchzogen, die nach Nordwesten steil zur Tasmansee abfallen und sich nach Süd­osten zu weiten Ebenen abdachen. Insgesamt 18 Gipfel der jungen, stark vergletscherten Gebirgskette erreichen Höhen von mehr als 3000m ü.M.; der höchste von ihnen – und zugleich der höchste Berg Neuseelands – ist der 3754m hohe Mount Cook, den die Maori Aoraki, »Wolkenbohrer«, nennen. Zu­sammen mit dem Tasmangletscher, mit 29km Länge und bis zu 9km Breite der größte der 360 Gletscher, ist er in den 699km² großen Mount-Cook-Nationalpark einbezogen. Die durch die Erosion der Gletscher während der Eiszeit ausgehobelte Täler der Neuseeländischen Alpen wurden infolge des nacheiszeitlichen Meeresspiegelanstiegs überflutet. Dadurch entstand im Südwesten der Insel das Fjordland mit insgesamt 14 großen Fjorden, das mit 12000 km² Neuseelands größten Nationalpark bildet. Nach Osten breitet sich die von den Schwemm­land­ebenen im Süden durch Bergländer getrennte Canterburyebene aus, ein weiter fruchtbarer Schwemmfächer der Gebirgsflüsse.

Getrennt durch die 26km breite Foveauxstraße ist der Südinsel im Süden Stewart Island vorgelagert, mit 1746km² und etwa 500 Einwohnern die drittgrößte Insel Neuseelands.

Kiwis und Keas, Kaninchen und Kängurus Neuseeland war im Mesozoikum Teil des aus Australien, Afrika, Südamerika, Indien und der Antarktis bestehenden Südkontinents Gondwana, der vor rund 150Mio. Jahren zu zerbrechen begann und gegen Ende des Mesozoikums vollständig in die heutigen Kontinente zerfiel. Seit dieser Zeit ist Neuseeland von anderen Landmassen isoliert, und daher konnten sich zahlreiche Tier- und Pflanzenarten entwickeln, die heute nur auf den neuseeländischen Inseln vorkommen.

So sind etwa 35% der Flechten, Moose und Farne, etwa 85% der Blütenpflanzen und sämtliche Nacktsamer endemisch. Für die Vegetation Neuseelands ist neben einer Nord-Süd-Gliederung eine ausgeprägte Höhenstufendifferenzierung charakteristisch. Im Norden der Nord­insel finden sich Mangroven und sub­tropischer immergrüner Regenwald. In den warmfeuchten Tieflandgebieten der Nord­insel herrschen immergrüne Lorbeer-Koniferen-Wälder vor. Hier wachsen unter anderem Palmen, die Kaurifichte, mit bis zu 50 m Höhe der größte einheimische Baum, und bis zu 10m hohe baumförmige Farne. Die höheren Lagen der Südinsel sind von immergrünem temperiertem, von der Scheinbuche dominiertem Regenwald bestanden, die Flachländer des trockeneren Ostens von steppenähnlichem Grasland, vorwiegend mit Tussockgräsern.

Ursprünglich waren drei Viertel der Landesfläche bewaldet, heute bedecken Wälder mit heimischem Baumbestand nur noch ein knappes Fünftel Neuseelands – zwischen 1870 und 1920 wurden zur Schaffung von Weideflächen große Areale von den europäischen Einwan­derern gerodet. Um der fortschreitenden Bo­­­­­den­­erosion entgegenzuwirken, hat man erfolgreich begonnen, die Hoch­länder vor allem im Innern der Nordinsel mit der kalifornischen Montereykiefer aufzufors­ten.

Auch die neuseeländische Fauna war vor der Besiedlung stark endemisch geprägt. Von zwei Fleder­mausarten abgesehen gab es keine Säugetiere, aber dafür war für die Vogelwelt eine große Mannigfaltigkeit kennzeichnend. Größte Vögel waren die Moas, strau­- ßenähnliche, flug­unfähige Laufvögel, von denen einige Arten über 3m groß waren. Noch vor Ankunft der Europäer wurden sie von den Maori ausgerottet. Viele andere flug­unfähige Arten sind ebenfalls stark bedroht, so die Kiwis und der Kakapo oder Eulenpapagei sowie der Takahe, eine mit den Purpurhühnern verwandte Rallenart, die als ausgestorben galt und erst 1948 wieder entdeckt wurde. Besonders die eingeführten Säugetiere – Ratte und Hund von den Maori sowie Iltis, Marder, Katze, Fuchs oder Igel von den Europäern – sind eine große Gefahr für die Bestände dieser Tiere. Streng geschützt ist die einige kleine Inseln vor der Küste der Nordinsel bewohnende Brücken­echse – als letzte Art einer seit der Triaszeit bekannten Kriechtierordnung ein »lebendes Fossil«.

Zu den tierischen Neubewohnern Neuseelands zählen heute Nutztiere wie Rinder, Schafe, Ziegen und Schweine, außerdem zahlreiche, häufig auch als Nutztiere gehaltene Hirscharten, Gämsen, Kaninchen, mehrere Känguruarten und der Fuchskusu, ein in Australien heimischer, dem Opossum ähnlicher Kletterbeutler.

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