Nepal: Reiseführer

Nepal Reisen

Der Nepal-Reiseführer: die wichtigsten Informationen auf einen Blick (Sicherheit, Impfungen, Zeitunterschied, Flugdauer und vieles mehr).

Nepal: Länderdaten

Nepal Reisen

Region: Asien
Sprachen: Nepali
Hauptstadt: Kathmandu
Zeitunterschied: +4.45 Std. (UTC +5.45 Std.)
Währung: 1 Nepal-Rupie = 100Paisa zum Währungsrechner
Vorwahl: +977
Flugzeit: 25 Std.

Nepal: Aktuelles

  • siehe Fachinformationen aktuell

Nepal: Allgemeine Informationen

Feiertage
  • Nationalfeiertag: 29. Mai: Ausrufung der Republik.
  • Weitere Feiertage 2010: 1. und 14. Januar: Holi/in Nepal Fagu, 8. März: Internationaler Tag der Frau, 7. Juli: 1945 - Geburtstag des Königs, 17.-19. Juli: Dussehra, 10. August: Bhai Duj/Tihar-Fest, 11 August: Islamischer Fastenmonat - Beginn, 9. November: 1990 - Gründungstag, 15. Dezember: Maha Shivaratr, 25. Dezember: Weihnachtsfeiertag.
  • Die oben angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr.
 Geographische Einordnung
  • Nepal liegt an der Südflanke des mittleren Himalaja; und grenzt im Norden und Nordwesten an China sowie im Westen, Süden und Osten an Indien.
 Netzspannung
  • 220 V, 50 Hz.
 Regierungsform
  • Parlamentarische Mehrparteien-Demokratie.
 Religion
  • Die offizielle Religion ist der Hinduismus, dem 80 % der Bevölkerung angehören, außerdem 15 % Buddhisten, 3 % Moslems und 2 % Christen.
 Sprachen
  • Nepalesisch ist offizielle Nationalsprache, daneben existieren rund 50 Minderheitensprachen beziehungsweise -dialekte.
 Infrastruktur
  • Nepal hat den internationalen Flughafen Kathmandu (KTM) (Tribhuvan), Inlandsflüge werden jedoch ebenfalls angeboten.
  • Bahnverkehr existiert derzeit in Nepal nicht, die Qualität der Straßen ist recht unterschiedlich und das Straßennetz ist nicht sehr gut ausgebaut. Linksverkehr.
 Währung
  • 1 Nepal-Rupie (NR) = 100 Paisa. 1 € = 106,44 NR (Stand Januar 2010).
 Wichtige Verhaltensrege
  • Bettelnden Kindern sollte man kein Geld geben, denn sonst werden die Eltern verführt, diese statt in die Schule auf die Straße zu schicken. Man sollte jedoch Dienstleistungen, ob Koffertragen oder Bergführen, zusätzlich entlohnen, denn die Menschen sind oft davon abhängig. Beim Fotografieren von Menschen ist es ein Akt der Höflichkeit, zuvor um Erlaubnis zu bitten.
  • Religion ist der zentrale Aspekt des nepalesischen Lebens. Als Zeichen der Achtung sollten vor Betreten einer heiligen Stätte (Tempel oder Stupas) die Schuhe ausgezogen werden. Miniröcke, Shorts und knappe Sonnentops gelten bei Frauen als ungehörig, ebenso wie nackte Oberkörper und kurze Hosen bei Männern. Die linke Hand sollte weder zur Begrüßung noch beim Essen benutzt werden, sie gilt als unrein.
 Statistische Daten

 

Nepal: Sicherheit

Sicherheitshinweise

  • Örtlich muss mit erheblich erhöhten Sicherheitsrisiken gerechnet werden.

Nepal: Kontaktadressen

Die Kontaktdaten der Botschaften und der Konsulate erhalten Sie auf folgenden Seiten:

Aktuelle Einfuhr- und Einreisebestimmungen finden Sie auf den Seiten der Außenministerien:

Nepal: Links

Nepal: Hygiene

Wasser:

  • Sicheres Trinkwasser ist abgekocht (Beispiel: Tee) oder kommt aus verschlossenen Flaschen.
  • Wasser aus Leitungen oder Handpumpen ist nicht zum Trinken geeignet.
  • Süßwasser ist häufig belastet durch Keime oder Schadstoffe.

Nahrung:

  • Sichere Nahrung wurde erhitzt (Beispiel: Pfannengericht) oder stammt aus (selbst)abgeschälten Früchten.
  • Feuchtheißes Klima begünstigt das Wachstum von Krankheitserregern.
  • Die Hygiene der Nahrungsmittelzubereitung kann sehr unterschiedlich sein: Vorsicht!

Luft:

  • Smog in Ballungsräumen.
  • Einatmung von Nebel aus alten, ggf. rostigen Duschleitungen oder Klimaanlagen birgt Infektionsrisiken.
  • Luft in geschlossenen Innenräumen kann stark herabgekühlt sein und Schadstoffe enthalten (Insektizide).

Gesundheitswesen:

  • Qualitativ sehr gute Gesundheitsversorgung ist erreichbar.
  • Vom Gesundheitswesen können Gefahren ausgehen: Infektionsübertragungen oder Fehlbehandlungen. Die Qualität der Versorgung kann sehr unterschiedlich sein.
  • Viele angebotene Medikamente (auch pflanzlicher Herkunft) sind gefälscht, schadstoffbelastet, unbrauchbar.

Nepal: Klima

Variiert von subtropischen Sommern mit milden Wintern im Süden bis zu alpinem Klima in den Bergen mit kühlen Sommern und strengen Wintern. Die durchschnittlichen Temperaturen in Katmandu liegen zwischen 2 und 20 °C im Januar und 20 bis 29 °C im Juli. Schwere Gewitter und Überschwemmungen mit Erdrutschen, abhängig von der Intensität und Dauer des Sommer-Monsuns. Juni bis September ist im Süden Nepals die regenreichste Zeit. In der trockenen Zeit können dagegen Dürreperioden und Hungersnöte auftreten. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge liegt bei 1.328 mm / Jahr. Die beste Reisezeit für das Tal von Katmandu und Pokhara ist Oktober bis März, für Tiger Top-Meghauli November bis Juni, und für Trekking-Touren Oktober und November sowie Februar bis April.

Nachfolgend finden Sie hier Klimadaten ausgewählter Wetterstationen des Landes:


Klimastation KATHMANDU (Flughafen)
Höhe über NN in m: 1.337
geographische Position: 85° 22’ E, 27° 42’ N

 
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Temp. ø Max. (°C)
16,6
19,1
23,7
26,8
27,7
27,4
27,0
27,2
25,9
24,6
21,3
18,3
Temp. ø Min. (°C)
2,2
3,3
7,5
11,6
15,5
19,0
19,8
19,6
18,1
13,4
6,9
2,1
Regentage
2
2
3
6
10
16
22
20
14
5
1
1
Niederschlag (mm)
14
17
33
48
97
227
383
295
196
88
6
12
Sonnenstunden ø
6,6
7,6
7,9
7,1
7,7
5,9
3,9
4,5
5,4
6,3
7,9
6,2
Wasser-Temp. ø (°C)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Klimabelastung*
--
--
--
--
zs
s
s
s
s
zs
--
--


Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken


Frühwarnungen bezüglich Wettergefahren können Sie den folgenden Seiten entnehmen:

World Meteorological Organization
HEWS - Humanitarian Early Warning Service
Institut für Meteorologie und Klimaforschung

Zuletzt aktualisiert: 22.05.2012

Informationen des Reisemedizinisches Zentrums am Bernhard-Nocht-Institut
Telefonische Hotline für Gesundheitsfragen zum Thema Reisen: 0900-1234 999 (€ 1,86/Min.) Hier können Sie den Newsletter des Reisemedizinischen Zentrums abonnieren: http://www.gesundes-reisen.de/newsletter Haben Sie Hinweise oder Verbesserungsvorschläge zu den Informationen auf diesen Seiten? Wir würden uns über einen Hinweis an rmz@md-medicus.net

Nepal-Informationen aus dem GEO-Themenlexikon

Der Binnenstaat im Himalaja hat die Form eines lang gestreckten Rechtecks. Er grenzt im Norden an das von China verwaltete Tibet, im Westen, Süden und Osten an Indien. Acht von 14 Achttausendern, darunter der höchste Berg der Erde, liegen in Nepal. Der vergletscherte Hohe Himalaja mit seinen tief eingeschnittenen Flusstälern zieht sich mitten durch die westliche Landeshälfte. Die höchsten Gipfel sind dort der Dhaulagiri mit 8167m und der AnnapurnaI mit 8091 Meter. Der 8163m hohe Manaslu in Zentral­nepal hat schon eine geringere Entfernung zur nördlichen Landesgrenze. Grenz­berge zu Tibet sind die höchs­ten Erhebungen in Ostnepal: der Mount Everest mit 8850m, der Lhotse mit 8516m, der Makalu mit 8463m und der Cho Oyu mit 8201m; an der Grenze zu Indien befindet sich der 8586m ho­he Kangchendzönga.

Im niedrigeren Vorderhimalaja, an dessen Südrand sich die Mahabharatkette durch das ganze Land zieht, finden sich das von einem Gebirgsring eingefasste Kathmandutal und das Tal von Pokhara. Das durchschnittlich 1340m hoch gelegene, nur rund 30km lange und 20km breite Kathmandutal ist der zentrale Siedlungsraum des Landes. Parallel zur Mahabharatkette erstrecken sich im Süden des Landes die Siwalikketten, vor denen die 15–50km breite, einst malariaverseuchte Schwemmlandebene des Tarai liegt, die in Nordindien in die Ganges-Brahmaputra-Ebene übergeht. Dort liegt mit 70m ü.M. der tiefste Punkt Nepals.

Im gesamten Himalajagebiet können starke Erdbeben auftreten, weil hier nach der Theorie der Plattentektonik die Indische Platte unter die Eurasische Platte abtaucht. Eine weitere ständige Bedrohung ist das Wegbrechen der Uferbereiche von Gletscherseen. Infolge der globalen Klimaerwärmung füllen sich außerdem immer mehr Hohlformen mit Schmelzwasser. In Nepal und Bhutan gibt es insgesamt 44 Gletscherseen, bei denen in absehbarer Zeit ein kritischer Punkt erreicht sein wird.

Bedrohte Wälder Die in Resten erhaltenen immergrünen Monsunwälder und die Grasfluren des Tarai werden höhenwärts von Falllaubwäldern, vereinzelt auch von Bam­bus­­beständen abgelöst. In den höheren Gebirgslagen folgen Rhododendron und Nadelwälder, oberhalb der Waldgrenze Krüppel- holz, Flechten und Moose. Im trockenen Nordwesten herrschen alpine Steppen vor. Durch Brandrodungen sowie durch die unkontrollierte Brennholzgewinnung sind große Waldgebiete im Süden ver­schwun­den – mit der Folge beträchtlicher Ero­sionsschäden. Neben der Wiederauf­forstung wirken ein konsequenter Terrassenfeldbau, der den Menschen noch ein zusätzliches Auskommen gewährt, der Bodenabtragung entgegen.

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