Kamerun: Reiseführer

Kamerun Reisen

Der Kamerun-Reiseführer: die wichtigsten Informationen auf einen Blick (Sicherheit, Impfungen, Zeitunterschied, Flugdauer und vieles mehr).

Kamerun: Länderdaten

Kamerun Reisen

Region: Afrika
Sprachen: Französisch, Englisch
Hauptstadt: Yaoundé
Zeitunterschied: 0 Std. (UTC +1 Std.)
Währung: 1 CFA-Franc = 100 Centimes zum Währungsrechner
Vorwahl: +237
Flugzeit: 7-8 Std.

Kamerun: Aktuelles

  • siehe Fachinformationen aktuell

Kamerun: Allgemeine Informationen

Feiertage
  • Nationalfeiertag: 20. Mai: Nationalfeiertag/Gründungstag (1972).
  • Weitere Feiertage 2010: 1. Januar: Neujahrstag 11. Februar: Tag der Jugend, 2. April: Karfreitag, 13. Mai: Christi Himmelfahrt, 15. August: Mariae Himmelfahrt, 1. Oktober: 1960 - Staatsfeiertag, 1. November: Allerheiligen, 17. November: Islamisches Opferfest/Berg Arafat Tag, 25. Dezember: Weihnachtsfeiertag.
  • Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr.
 Geographische Einordnung
  • Kamerun liegt am Golf von Guinea und grenzt im Süden an Äquatorialguinea, Gabun und Kongo, im Osten an die Zentralafrikanische Republik und im Norden an Tschad und Nigeria.
 Netzspannung
  • 220 V, 50 Hz.
 Regierungsform
  • Präsidialrepublik (im Commonwealth) seit 1972.
 Religion
  • Ca. 25 % Katholiken, 25 % Protestanten, 20 % Muslime, Übrige sind Anhänger lokaler traditioneller Religionen.
 Sprachen
  • Amtssprachen sind Englisch und Französisch. Außerdem gibt es ca. 230 lokale Sprachen und Dialekte.
 Infrastruktur
  • Kamerun hat 3 große Flughäfen: Douala (DLA), Yaoundé-Nsimalen (NSI) sowie Garoua (GOU), CHarterflüge werden angeboten.
  • Dann Bahnnetz ist recht gut ausgebaut, der Straßenzustand ist generell weniger gut. Busse, Taxis und Sammeltaxis stehen zur Verfügung.
 Währung
  • 1 CFA-Franc = 100 Centimes. 1 € = 655,96 CFA-Fr (fixer Wechselkurs).
Wichtige Verhaltensregel
  • Fotografierverbot besteht für offizielle Gebäude (z.B. Ministerien und Präsidentenpalast in Jaunde), Flughäfen, Häfen, militärische Einrichtungen oder Polizeistationen, Telekommunikationsanlagen sowie alles, was dem Ansehen Kameruns schaden könnte.
  • Bei Polizei- und Gendarmeriekontrollen darf nicht von europäischen Maßstäben ausgegangen werden.
  • Für Touren entlang der Küstenregion, dürfen Sie einen Regenschutz nicht vergessen: Es erwarten Sie dort etwa 240 regnerische Tage im Jahr, bei hohen Temperaturen und einer hohen Luftfeuchtigkeit. Im Hochland werden auch warme Sachen benötigt, ansonsten genügt leichte Sommerbekleidung.
 Statistische Daten

 

Kamerun: Sicherheit

Sicherheitshinweise

Update: Aktuelle Sicherheitshinweise finden Sie in der Länderdatenbank fortan unter der Rubrik "Fachinformationen aktuell".

 

  • Landminen stellen in vielen Gebieten eine große Gefahr dar.

Kamerun: Kontaktadressen

Die Kontaktdaten der Botschaften und der Konsulate erhalten Sie auf folgenden Seiten:

Aktuelle Einfuhr- und Einreisebestimmungen finden Sie auf den Seiten der Außenministerien:

Kamerun: Links

Kamerun: Hygiene

Wasser:

  • Sicheres Trinkwasser ist abgekocht (Beispiel: Tee) oder kommt aus verschlossenen Flaschen.
  • Wasser aus Leitungen oder Handpumpen ist nicht zum Trinken geeignet.
  • Süßwasser ist häufig belastet durch Keime oder Schadstoffe.

Nahrung:

  • Sichere Nahrung wurde erhitzt (Beispiel: Pfannengericht) oder stammt aus (selbst)abgeschälten Früchten.
  • Feuchtheißes Klima begünstigt das Wachstum von Krankheitserregern.
  • Die Hygiene der Nahrungsmittelzubereitung kann sehr unterschiedlich sein: Vorsicht!

Luft:

  • Smog in Ballungsräumen.
  • Einatmung von Nebel aus alten, ggf. rostigen Duschleitungen oder Klimaanlagen birgt Infektionsrisiken.
  • Luft in geschlossenen Innenräumen kann stark herabgekühlt sein und Schadstoffe enthalten (Insektizide).

Gesundheitswesen:

  • Qualitativ gute Gesundheitsversorgung ist nur in größeren Städten erreichbar: Reiseversicherung!
  • Vom Gesundheitswesen können Gefahren ausgehen: Infektionsübertragungen oder Fehlbehandlungen.
  • Viele angebotene Medikamente (auch pflanzlicher Herkunft) sind gefälscht, schadstoffbelastet, unbrauchbar.

Kamerun: Klima

Kamerun hat drei Klimazonen:

1. Im Süden dominiert tropischer Regenwald mit viel Regen und einer hohen Luftfeuchtigkeit. Die Höchsttemperaturen
liegen hier bei 30 °C, die Regenzeit dauert von März bis Oktober;

2. Das trockenere Hochland im Zentrum des Landes mit Temperaturen von 10 bis 35 °C;

3. Der Norden mit Steppenklima und heftigen Regenfällen von Juni bis September.

Die beste Reisezeit ist von Dezember bis Mai.

Nachfolgend finden Sie hier Klimadaten ausgewählter Wetterstationen des Landes:


Klimastation YAOUNDE (JAUNDE)
Höhe über NN in m: 751
geographische Position:
11° 31' E, 3° 50' N

  Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Temp. ø Max. (°C) 28,9 30,6 30,0 29,5 28,7 27,5 26,2 26,3 27,2 27,6 28,2 28,3
Temp. ø Min. (°C) 19,1 20,0 19,4 19,7 19,5 19,3 19,0 19,0 19,0 18,9 19,2 19,1
Regentage 2 4 10 13 16 12 7 11 18 21 9 2
Niederschlag (mm) 17 51 140 180 220 162 70 102 254 296 111 25
Sonnenstunden ø 5,5 6,3 5,5 5,5 5,4 4,2 3,1 2,8 3,4 4,2 5,6 5,9
Wasser-Temp. ø (°C)                        
Klimabelastung* s s s s s s s s s s s s

Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken


Frühwarnungen bezüglich Wettergefahren können Sie den folgenden Seiten entnehmen:

World Meteorological Organization
HEWS - Humanitarian Early Warning Service
Institut für Meteorologie und Klimaforschung

Zuletzt aktualisiert: 01.05.2014

Informationen des Reisemedizinisches Zentrums am Bernhard-Nocht-Institut
Telefonische Hotline für Gesundheitsfragen zum Thema Reisen: 0900-1234 999 (€ 1,86/Min.) Hier können Sie den Newsletter des Reisemedizinischen Zentrums abonnieren: http://www.gesundes-reisen.de/newsletter Haben Sie Hinweise oder Verbesserungsvorschläge zu den Informationen auf diesen Seiten? Wir würden uns über einen Hinweis an rmz@md-medicus.net

Kamerun-Informationen aus dem GEO-Themenlexikon

Die Portugiesen, die als erste Europäer im 15.Jh. in der Kamerunbucht, dem Mündungstrichter des Wouri, eintrafen, waren erstaunt über die Fülle von Krabben (portu­giesisch = camarães) und benannten das Gewässer danach; der Name übertrug sich später auf das ganze Land.

Das fast dreieckförmige Gebiet bildet den Übergang von West- nach Zentralafrika. Es reicht vom Kongobecken und der Guineaküste, an der es einen Anteil von 320km hat, über die Niederguineaschwelle bis zum Tschadsee. Das Küs­tentiefland hat tropisches Regenwaldklima mit hohen Temperaturen und hohen Niederschlägen (z.B. in Douala 4000mm). An der Küste finden sich feinsandige Strände, unterbrochen von Flussmündungen, in denen Mangroven wachsen. Einer der beliebtesten Badeorte ist Limbe an der Mündung des gleichnamigen Flusses, eingebettet in die tropische Vegetation am Südfuß des Kamerunbergs. Limbe (33000Einwohner) hieß bis 1983 Victoria und hat ansehnliche Gebäude im Kolonialstil aufzuweisen.

Mit dem Kamerunberg beginnt das Westkameruner Bergland. Es gehört zu einer jungen Vulkanzone, die sich von den Guineainseln (São Tomé, Príncipe, Bioko) nach Nordosten erstreckt. Dieses ganze Bergland mit seinen hohen Niederschlägen (Bamenda 2700mm, extrem am Kamerunberg mit 11000mm) und seinen fruchtbaren Vulkanböden weist eine blühende Landwirtschaft auf mit Kaffee- und Bananenplantagen sowie Pflanzungen mit Ölpalmen. In Richtung Osten schließt sich ein Savannenhochland an – Völkerkundler und Kunstkenner sprechen vom Kameruner Grasland –, das von Hackbauern und Händlern dicht besiedelt ist.

Im Zentrum des Landes erstreckt sich das Adamaua-Gebirge von Ost nach West und bis nach Nigeria hinein. Es ist ein welliges Hochland mit mittleren Höhen um 1000mü.M., aus dem schroffe Granitmassive und Inselberge aufsteigen, von denen einige 2400m Höhe überschreiten. Durch die hohen Nie­derschläge (Ngaoundéré 1450mm) ergibt sich eine Feuchtsavanne mit Galeriewäldern in den tief eingeschnittenen Flusstälern. Auf den Höhen wachsen Trockenwälder. Ada­maua, eines der bes­­­­ten Weidegebiete Zentralafrikas, hat wegen der niedrigen Bevölke­rungsdichte nicht unter Über­­­wei­­dung zu leiden. Zentrum ist Ngaoundéré (50000 Einwohner), End­­­punkt der Transkamerunbahn.

Vom fruchtbaren, feuchten Süden zur trockenheißen Sahelzone Während sich das Gebirge nach Süden hin sanft abdacht, bricht es nach Norden in einer steilen Stufe zur Benuesenke (200mü.M.) ab, die dann in das Tschadbecken mit dem abflusslosen Tschadsee (281mü.M.) übergeht. Seiner Höhe entsprechend wirkt das Adamaua-Gebirge als Klimascheide. Die feuchten Winde vom Atlantik können nicht in den trockenen Norden Kameruns gelangen, der schon zum Sahel gehört. Die dortigen Viehzüchter müssen mit fünf trockenen Monaten und einem Jahresniederschlag von 550mm rechnen.

Den einzigen Höhenzug des Landes im Norden bilden die Mandara­berge; sie sind die letzten Ausläufer der Kameruner Vulkan­zone. Das Granitplateau von etwa 800m ü.M. ist von felsigen, bis 1350m hohen Vulkannadeln durchsetzt. Hier wird an stark terrassierten Hängen eine intensive kleinbäuerliche Landwirtschaft betrieben.

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