Jemen: Reiseführer

Jemen Reisen

Der Jemen-Reiseführer: die wichtigsten Informationen auf einen Blick (Sicherheit, Impfungen, Zeitunterschied, Flugdauer und vieles mehr).

Jemen: Länderdaten

Jemen Reisen

Region: Vorderer Orient
Sprachen: Arabisch
Hauptstadt: Sanaa
Zeitunterschied: +2 Std. (UTC +3 Std.)
Währung: 1 Jemen-Rial = 100 Fils zum Währungsrechner
Vorwahl: +967
Flugzeit: 7.5 Std.

Jemen: Aktuelles

  • siehe Fachinformationen aktuell

 

 

 

Jemen: Allgemeine Informationen

Feiertage
  • Nationalfeiertag: 22. Mai: Tag der Vereinigung (1990).
  • Weitere Feiertage 2010: 25. Februar: Geburtstag des Propheten Muhammad (Mouloud/Mevlid), 1. Mai: Tag der Arbeit, 7. Juli: Siegestag, 10.-12. September: Islamischer Fastenmonat – Ende, 26. September: Revolutionstag Nordjemens, 14. Oktober: früherer Nationalfeiertag Südjemens, 17.-19. November: Islamisches Opferfest, 30. November: Unabhängigkeitstag.
  • Islamische Feiertage werden nach dem Mondzyklus bestimmt und wechseln von Jahr zu Jahr.
 Geographische Einordnung
  • Der Jemen liegt im Südwesten der arabischen Halbinsel, begrenzt im Westen vom Roten Meer, im Süden vom Golf von Aden, im Osten von Oman und im Norden von Saudi-Arabien.
 Netzspannung
  • 220 V, 50 Hz.
 Regierungsform
  • Islamische Präsidialrepublik seit 1991.
 Religion
  • Die offizielle Religion ist der Islam (sunnitische Schafeiten, schiitische Zaiditen, sowie ismailitische Minderheit).
 Sprachen
  • Arabisch ist Amtssprache.
 Infrastruktur
  • Der Jemen hat 4 internationale Flughäfen: Sana’a International (SAH) (El-Rahaba), Aden Khormakasar (ADE), Ta’izz (TAI) (al-Janad) und Hodeida (HOD). Inlandsflüge werden angeboten.
  • Fährverkehr zwischen den Hafenstädten ist vorhanden.
  • Das Straßennetz ist recht gut ausgebaut. Busse, Taxis und Mietwagen sind in allen größeren Städten vorhanden.
 Währung
  • 1 Jemen-Rial (YER) = 100 Fils. 1 € = 283,01 YER (Stand Februar 2010).
 Wichtige Verhaltensregeln
  • Der Islam bestimmt den öffentlichen Alltag und verdient Respekt. In Zeiten des Ramadan (Fastenmonat) ist das öffentliche Leben stark beeinflusst; dann sollten auch Sie in der Öffentlichkeit nicht essen oder rauchen und keine Zärtlichkeiten austauschen.
  • Die Kleidung von Reisenden sollten nicht figurbetont sein und zudem Arme und Beine bedecken. Von westlichen Besucherinnen wird nicht erwartet, dass sie ihr Haupt mit einem Kopftuch bedecken.
  • Militärische Anlagen dürfen nicht fotografiert werden.
 Statistische Daten

 

Jemen: Sicherheit

Sicherheitshinweise

Update: Aktuelle Sicherheitshinweise finden Sie in der Länderdatenbank fortan unter der Rubrik "Fachinformationen aktuell".

  • Örtlich muss mit einer sehr labilen Sicherheitslage gerechnet werden.
  • Landesweit muss mit einer Bedrohung durch terroristische Akte gerechnet werden.
  • Landminen sind in grenznahen Landesteilen.

Jemen: Kontaktadressen

Die Kontaktdaten der Botschaften und der Konsulate erhalten Sie auf folgenden Seiten:

Aktuelle Einfuhr- und Einreisebestimmungen finden Sie auf den Seiten der Außenministerien:

Jemen: Links

Jemen: Hygiene

Wasser:

  • Sicheres Trinkwasser ist abgekocht (Beispiel: Tee) oder kommt aus verschlossenen Flaschen.
  • Wasser aus Leitungen oder Handpumpen ist nicht zum Trinken geeignet.
  • Süßwasser ist häufig belastet durch Keime oder Schadstoffe.

Nahrung:

  • Sichere Nahrung wurde erhitzt (Beispiel: Pfannengericht) oder stammt aus (selbst)abgeschälten Früchten.
  • Feuchtheißes Klima begünstigt das Wachstum von Krankheitserregern.
  • Die Hygiene der Nahrungsmittelzubereitung kann sehr unterschiedlich sein: Vorsicht!

Luft:

  • Smog in Ballungsräumen.
  • Einatmung von Nebel aus alten, ggf. rostigen Duschleitungen oder Klimaanlagen birgt Infektionsrisiken.
  • Luft in geschlossenen Innenräumen kann stark herabgekühlt sein und Schadstoffe enthalten (Insektizide).

Gesundheitswesen:

  • Qualitativ gute Gesundheitsversorgung ist nur in größeren Städten erreichbar: Reiseversicherung!
  • Vom Gesundheitswesen können Gefahren ausgehen: Infektionsübertragungen oder Fehlbehandlungen.
  • Viele angebotene Medikamente (auch pflanzlicher Herkunft) sind gefälscht, schadstoffbelastet, unbrauchbar.

Jemen: Klima

Die Höhenlage Sanaas (über 2.000 m), das in einigen Landesteilen vorherrschende Wüsten- bzw. feucht-heiße Tropenklima und die starke Sonneneinstrahlung sind nicht zu unterschätzen. Der Küstenstreifen im Westen entlang des Roten Meeres, bestehend aus Sandwüste und Buschsteppe, ist ganzjährig durch tropisch-feuchtes Klima gekennzeichnet. Das zentrale Hochland, welches von gemäßigtem Klima und Bergmassiven über 3.600 m Höhe geprägt ist, geht Richtung Osten in eine trocken-heiße Steppen- und Wüstenregion über. Die jährliche Niederschlagsmenge variiert von 500 bis 910 mm /Jahr je nach Region. In Aden liegen die Durchschnittstemperaturen im Januar bei 22 bis 28 °C und im Juli bei 29 bis 37 °C. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge beträgt ca. 40 mm im Jahr.

Die beste Reisezeit ist zwischen Oktober und Februar. Vor allem in den Küstenregionen wird es außerhalb dieser Monate außerordentlich schwül und heiß, Aden wird im Sommer am besten gemieden.

Nachfolgend finden Sie hier Klimadaten ausgewählter Wetterstationen des Landes:


Klimastation ADEN-CHORMAKSAR
Höhe über NN in m: 4
geographische Position:
45° 1’ E, 12° 50’ N

 
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Temp. ø Max. (°C)
28,5
28,6
30,2
32,2
34,1
36,6
35,9
35,3
35,4
33,0
30,7
28,9
Temp. ø Min. (°C)
22,6
23,2
24,0
25,6
27,7
28,8
28,0
27,5
27,8
24,6
23,2
22,9
Regentage
< 1
< 1
< 1
< 1
< 1
< 1
< 1
< 1
< 1
< 1
< 1
1
Niederschlag (mm)
6
3
5
2
1
< 1
3
3
5
1
3
5
Sonnenstunden ø
7,8
7,2
7,0
8,0
9,8
9,4
7,8
8,7
9,0
9,5
9,5
8,3
Wasser-Temp. ø (°C)
25
25
26
27
29
30
29
29
30
28
27
25
Klimabelastung*
s
s
s
ss
ss
ss
ss
ss
ss
s
s
s



Klimastation SANA’A

Höhe über NN in m: 2206
geographische Position:
44° 12’ E, 15° 23’ N

 
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Temp. ø Max. (°C)
23,0
24,6
25,7
25,6
27,2
29,1
29,0
28,5
27,4
24,9
22,8
22,6
Temp. ø Min. (°C)
2,8
4,4
6,7
8,4
9,7
10,6
12,0
11,4
8,1
3,8
2,0
1,0
Regentage
< 1
2
4
6
3
< 1
4
7
1
< 1
< 1
< 1
Niederschlag (mm)
4
6
14
47
31
3
25
55
3
6
9
3
Sonnenstunden ø
10,1
9,7
8,9
9,5
8,9
10,0
7,3
8,3
9,6
10,5
9,8
9,9
Wasser-Temp. ø (°C)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Klimabelastung*
--
--
--
--
--
--
--
--
--
--
--
--


Klimabelastung:
-- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken


Frühwarnungen bezüglich Wettergefahren können Sie den folgenden Seiten entnehmen:

World Meteorological Organization
HEWS - Humanitarian Early Warning Service
Institut für Meteorologie und Klimaforschung

Zuletzt aktualisiert: 08.05.2014

Informationen des Reisemedizinisches Zentrums am Bernhard-Nocht-Institut
Telefonische Hotline für Gesundheitsfragen zum Thema Reisen: 0900-1234 999 (€ 1,86/Min.) Hier können Sie den Newsletter des Reisemedizinischen Zentrums abonnieren: http://www.gesundes-reisen.de/newsletter Haben Sie Hinweise oder Verbesserungsvorschläge zu den Informationen auf diesen Seiten? Wir würden uns über einen Hinweis an rmz@md-medicus.net

Jemen-Informationen aus dem GEO-Themenlexikon

Mit einer Fläche von rund 537000 km² ist Jemen etwa so groß wie Frankreich. Nachbarstaaten des Landes im Süden der Arabischen Halbinsel sind im Norden Saudi-Arabien, im Osten Oman, wobei der genaue Verlauf der Grenze zu Saudi-Arabien erst seit dem Jahr 2000 geklärt ist. Im Süden grenzt Jemen an den Indischen Ozean und den Golf von Aden, im Westen an das Rote Meer; die Gesamtlänge seiner Küste beträgt etwa 1900 Kilometer. Zum Staatsgebiet gehören die Koralleninseln Kamaran und der (auch von Eritrea beanspruchte) Hanisch-Archipel im Roten Meer, die Vulkaninsel Perim in der Meerenge Bab el-Mandeb sowie die Inselgruppe Sokotra vor der Ostspitze Afrikas. Wegen seiner Fruchtbarkeit und seines Reichtums nannte der römische Schriftsteller Plinius das Gebiet des heutigen Jemen »Arabia felix« – »glück­liches Arabien«.

Wüstengebirge Naturräumlich lässt sich Jemen in die Küs­tenebenen am Roten Meer und am Golf von Aden, in ein gebirgiges Hochland im Westen und in ein Tafelland im Osten untergliedern.

Längs der Küste des Roten Meeres zieht sich die halbwüstenhafte, von Sanden und Kiesen bedeckte Ebene der Tihama hin, ein 40 bis 70km breiter Tieflandstreifen. Am Golf von Aden ist die Küstenebene mit höchs­tens 30km schmaler; an vielen Stellen reichen Randschollen des Gebirges bis zum Meeresufer, sodass Steil- und Flachküsten einander ablösen.

Aus den Küstenebenen im Westen erhebt sich mit einem mächtigen, zertalten Steilanstieg das größtenteils aus bis zu 1500m dicken tertiären Basaltdecken aufgebaute 2000 bis 2500m hohe Gebirgsland, das im Nabi Schuaib, der höchs­ten Erhebung der Arabischen Halbinsel, bis 3760m ü.M. aufragt. Nach Osten schließt sich das überwiegend aus tertiärem Kalkstein aufgebaute, bis 2185m hohe Tafelland des Djol an, das nach Norden hin einfällt und dort allmählich in die Sandwüste Rub al-Chali, die Große Arabische Wüste, übergeht. Im Süden bricht es mit markanten Steilstufen zum Golf von Aden hin ab. In dieses Hochplateau sind der bis 4km breite, 300m tiefe Talzug des Wadi Hadramaut sowie einige steilwandige Seiten­täler eingetieft.

Jemen ist in weiten Teilen aus vulkanischen Gesteinen aufgebaut. Zwar gibt es keine tätigen Vulkane mehr, doch zahlreiche heiße Quellen zeugen von vulkanischer Aktivität auch in der jüngeren Vergangenheit. Als Teil der Arabischen Platte, die sich pro Jahr 2cm von der Afrikanischen Platte entfernt, ist Jemen umrahmt von tektonisch aktiven Plattengrenzen, den Bruchzonen des Roten Meeres im Westen und des Golfs von Aden im Süden. Häufig auftretende meist jedoch nur minder schwere Erdbeben sind die Folge.

Von den wenigen Flüssen an der West- und Südflanke des Landes ist keiner schiffbar; und nur wenige führen ständig Wasser, und fast alle versiegen, bevor sie die Küste erreichen. Die nach Osten entwässernden Wadis führen im Sommer zeitweilig Wasser, das in den Wüstengebieten am Gebirgsrand aber schnell versickert.

Abgeholzt und ausgerottet Die ursprüngliche Vegetation Jemens mit den im Gebirge einst weit verbreiteten Trockenwäldern ist aufgrund jahrtausendelanger Besiedlung und Nutzung nahezu völlig verschwunden. Nur noch knapp 1% der Landesfläche ist bewaldet, weniger als 3% werden von Buschland mit Dornsträuchern, Tamarisken und Akazien eingenommen. Lediglich entlang der Wadis hat sich eine üppigere Vegetation mit Palmen und Ficus-Arten erhalten; im Südosten finden sich verschiedene Arten von Weihrauchbäumen und -sträuchern. Weit verbreitet sind Wasser speichernde Sukkulenten wie Euphorbien, Opuntien und Aloen.

Von den in Jemen heimischen Groß­säugern wurden zahlreiche Arten im 20.Jh. ausgerottet, so der Leopard, die Oryxantilope und der Nubische Steinbock. Selten geworden sind Hyänen sowie Wild- und Zibetkatze, häufiger anzutreffen sind Schakale, Wölfe, Wüstenfüchse und Paviane. Zu den etwa 40 vorkommenden Arten von Nagetieren zählen Wüstenspringmaus und Stachelschwein. Sehr zahlreich vertreten sind Reptilien mit 90 Echsenarten, u.a. der bis 1,5m lange Wüstenwaran, und 40 Schlangenarten, darunter etwa ein Dutzend Giftschlangen wie Kobras, Vipern und die gefährliche Puff­otter.

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