Italien-Informationen aus dem GEO-Themenlexikon
d’Italia 2912m ü.M. und setzt sich in einem Bogen bis Sizilien fort. Dicht besiedelte Längstäler und Becken liegen zwischen den einzelnen Kämmen. Der Apennin trennt die breite, reich gegliederte feuchte Westseite der Halbinsel mit ihren Beckenlandschaften – Toskana, Umbrien – von der trockeneren, schmalen und hafenarmen Ostseite. Zu Italien gehören auch die großen Mittelmeerinseln Sizilien und Sardinien sowie mehrere kleinere Inselgruppen.
Abwechslungsreiche Landschaften Die Vielseitigkeit macht den landschaftlichen Reiz Italiens aus: Schroffe Berggipfel in den Dolomiten, die zwischen hohen Bergen eingeschlossenen oberitalienischen Seen, die Weite der Poebene, die Mittelgebirgslandschaft des Apennin, die sanften Hügelketten Mittelitaliens, weitläufige Flusslandschaften sowie eine überaus abwechslungsreiche Küste bestimmen das Bild.
Im Westen sind die Küsten meist flach und leicht gebuchtet; im Osten gibt es vor allem Längsküsten mit kilometerlangen Sandstränden, im Nordosten Nehrungsküsten. Schroffe Gebirgsküsten charakterisieren die Halbinsel Sorrent und die Kalabrische Halbinsel. Größter See Italiens ist der Gardasee in den Alpen mit 368 Quadratkilometern. Unter den Flüssen sind Po – mit 652km und 75000km² Einzugsgebiet der größte Fluss des Landes –, Etsch, Arno und Tiber die bedeutendsten, wegen der unregelmäßigen Wasserführung als Schifffahrtswege aber kaum von Nutzen. Gefürchtet sind die Herbsthochwasser des Po. Im Sommer liegen die schuttgefüllten Flussbetten hingegen trocken.
Etwa 10% der Landesfläche Italiens stehen unter Naturschutz; dazu gehören große Teile – jeweils über ein Fünftel der Fläche – der Abruzzen, Kampaniens und der Lombardei, außerdem der Stilfser-Joch-Nationalpark in Südtirol, der Parco Nazionale del Gran Paradiso im Aostatal, der Parco Nazionale del Gargano in Apulien und der Parco Nazionale d’Aspromonte im Süden Kalabriens.
Typische Vegetation: die Macchie Macchie, die in Italien wie überhaupt im ganzen Mittelmeergebiet in feuchteren küstennahen Hügellagen verbreitete Vegetation, ersetzt die ursprünglich vorhandenen Wälder. Macchie besteht aus niedrigen, etwa 1 bis 5m hohen Bäumen und Sträuchern mit meist kleinen immergrünen und derben Blättern, vor allem Hartlaubgehölze, Lorbeer, Zistrose, Dornsträucher und Stauden. Mit zunehmender Trockenheit geht die Macchie in die niedere, heideartige Garrigue über.