Indien: Reiseführer

Indien Reisen

Der Indien-Reiseführer: die wichtigsten Informationen auf einen Blick (Sicherheit, Impfungen, Zeitunterschied, Flugdauer und vieles mehr).

Indien: Länderdaten

Indien Reisen

Region: Asien
Sprachen: Hindi, Englisch
Hauptstadt: Neu-Delhi
Zeitunterschied: +4.30 Std. (UTC +5.30 Std.)
Währung: 1 Rupie = 100 Paise zum Währungsrechner
Vorwahl: +91
Flugzeit: 7-8 Std.

Indien: Aktuelles

  • siehe Fachinformationen aktuell

Indien: Allgemeine Informationen

Feiertage
  • Nationalfeiertag: 26. Januar: Proklamation der Republik (1950).
  • Weitere Feiertage 2010: 1./14./15./28. Januar, 26./28. Februar, 2./14.15. April, 27. Mai, 4./26. Juni, 17.-19./25. Juli, 10./15./21./23. August, 5./10./12. September, 2./14. Oktober, 3./11./17./21. November, 1./15./25. Dezember. Hier sind Feiertage aller Regionen angegeben.
  • Die oben angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr.
 Geographische Einordnung
  • Indien grenzt im Nordwesten an Pakistan, im Norden an China, Nepal und Bhutan und im Osten an Bangladesch und Myanmar. Das Land hat 5.000 km Küstenlinie und wird von drei Meeren umsäumt: Golf von Bengalen im Osten, Arabisches Meer im Westen und Indischer Ozean im Süden.
 Netzspannung
  • 220 V, 50 Hz; in einigen Gegenden auch Gleichstrom. Mitnahme von Adaptern notwendig.
 Regierungsform
  • Bundesrepublik (im Commonwealth) seit 1950.
 Religion
  • Ca 81 % der Bevölkerung sind Hindus, ca. 13 % Moslems , ca. 2 % Christen und 1 % Buddhisten und andere Glaubensrichtungen.
 Sprachen
  • Hindi und Englisch als Landessprachen; es existieren noch 21 weitere anerkannte Sprachen, u. a. Bengali, Gujarati, Marathi, Punjabi, Sanskrit und Urdu im Norden sowie Tamil und Telegu im Süden.
 Infrastruktur
  • Die wichtigstens internationalen Flughäfen in Indien sind: Bangalore, Bengaluru International Airport  (BLR), Chennai (MAA), Cochin International Airport (COK), Delhi (DEL) (Delhi Indira Gandhi International), Hyderabad, Rajiv Gandhi International Airport (RGIA), Kolkata (ehemals Kalkutta) (CCU) (Netaji Subhash Chandra Bose International), Mumbai (BOM) (Chhatrapati Shivaji International) sowie Thiruvananthapuram International (TRV); Inlandsflüge werden angeboten.
  • Fähren sowie Züge sind wichtiges Transportmittel. Das Straßennetz ist recht gut ausgebaut, ein umfangreiches Busnetz verbindet alle Landesteile und ist besonders nützlich in den Bergregionen ohne Bahnverkehr. 
 Währung
  • 1 Rupie (Rs) = 100 Paise. 1 € = 65,57 Rs (Stand Januar 2010).
 Wichtige Verhaltensregeln
  • Als schwere Beleidigung gilt, Tempel oder Moscheen der Hindus, Moslems, Sikhs oder Jainas mit Schuhen zu betreten. Die linke Hand wird als unrein angesehen, da sie vielfach das Toilettenpapier ersetzt. Das Niederlassen zur Toilette in aller Öffentlichkeit ist üblich. Streng verboten ist allerdings nacktes Baden, "Oben-ohne" wird verachtet. Bitte Trinkgelder vorsichtig verteilen: Wer zu großzügig ist, wird die hilfreichen Hände nicht mehr los.
  • Je nachdem, zu welcher Religion die Heiligtümer gehören, sind unterschiedliche Verhaltensregeln zu beachten. Aber meist sind Gebots- oder Verbotstafeln ausgehängt. Generell gilt, dass Sie bei Betreten von Gedenkstätten und Heiligengräbern sowie Kirchen geschlossene Schuhe oder zumindest Socken tragen sollten. An den heiligen Stätten der Sikhs ist eine Kopfbedeckung erwünscht. Lederwaren (z. B. Schuhe, Gürtel oder Taschen) sind in einigen Tempeln verboten.
Statistische Daten

Indien: Sicherheit

Sicherheitshinweise

Update: Aktuelle Sicherheitshinweise finden Sie in der Länderdatenbank fortan unter der Rubrik "Fachinformationen aktuell".

  • Örtlich muss mit erhöhten Sicherheitsrisiken gerechnet werden.

Indien: Kontaktadressen

Die Kontaktdaten der Botschaften und der Konsulate erhalten Sie auf folgenden Seiten:

Aktuelle Einfuhr- und Einreisebestimmungen finden Sie auf den Seiten der Außenministerien:

Indien: Links

Indien: Hygiene

Wasser:

  • Sicheres Trinkwasser ist abgekocht (Beispiel: Tee) oder kommt aus verschlossenen Flaschen.
  • Wasser aus Leitungen oder Handpumpen ist nicht zum Trinken geeignet.
  • Süßwasser ist häufig belastet durch Keime oder Schadstoffe.

Nahrung:

  • Sichere Nahrung wurde erhitzt (Beispiel: Pfannengericht) oder stammt aus (selbst)abgeschälten Früchten.
  • Feuchtheißes Klima begünstigt das Wachstum von Krankheitserregern.
  • Die Hygiene der Nahrungsmittelzubereitung kann sehr unterschiedlich sein: Vorsicht!

Luft:

  • Smog in Ballungsräumen.
  • Einatmung von Nebel aus alten, ggf. rostigen Duschleitungen oder Klimaanlagen birgt Infektionsrisiken.
  • Luft in geschlossenen Innenräumen kann stark herabgekühlt sein und Schadstoffe enthalten (Insektizide).

Gesundheitswesen:

  • Qualitativ sehr gute Gesundheitsversorgung ist erreichbar.
  • Vom Gesundheitswesen können Gefahren ausgehen: Infektionsübertragungen oder Fehlbehandlungen. Die Qualität der Versorgung kann sehr unterschiedlich sein.
  • Viele angebotene Medikamente (auch pflanzlicher Herkunft) sind gefälscht, schadstoffbelastet, unbrauchbar.
  • Central Bureau of health Intelligence (Government of India)

Indien: Klima

Tropisches Klima mit den höchsten Temperaturen von April bis Juni. Im Binnenland herrscht trockene Hitze, an den Küsten ist es feucht-heiß. Überschwemmungen in der Monsunzeit von Juni bis September.

Die beste Reisezeit ist November bis März.

Nachfolgend finden Sie hier Klimadaten ausgewählter Wetterstationen des Landes:


Klimastation (Mumbai) BOMBAY-COLABA, Maharashtra
Höhe über NN in m: 11
geographische Position: 72° 49’ E, 18° 54’ N

 
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Temp. ø Max. (°C)
29,6
29,6
31,1
32,3
33,4
32,0
30,1
29,6
30,5
32,5
32,9
31,6
Temp. ø Min. (°C)
19,3
20,0
22,6
25,0
27,0
26,3
25,3
24,9
24,9
24,8
23,0
20,9
Regentage
< 1
< 1
< 1
< 1
1
17
25
24
15
5
2
< 1
Niederschlag (mm)
< 1
1
1
1
10
569
703
459
284
55
16
4
Sonnenstunden ø
8,7
9,1
8,8
9,5
9,6
5,0
2,4
2,4
5,5
7,7
8,2
8,2
Wasser-Temp. ø (°C)
25
26
26
27
28
29
28
27
27
27
27
26
Klimabelastung*
s
s
ss
ss
ss
ss
ss
ss
ss
ss
ss
s


Klimastation NEU-DELHI-SAFDARJUNG (Flughafen)

Höhe über NN in m: 211
geographische Position: 77° 12’ E, 28° 35’ N

 
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Temp. ø Max. (°C)
21,0
23,5
29,2
36,0
39,2
38,8
34,7
33,6
34,2
33,0
28,3
22,9
Temp. ø Min. (°C)
7,6
10,1
15,3
21,6
25,9
27,8
26,8
26,3
24,7
19,6
13,2
8,5
Regentage
2
3
3
2
3
6
13
12
6
2
< 1
1
Niederschlag (mm)
17
20
15
16
24
69
225
254
124
17
6
11
Sonnenstunden ø
6,9
7,6
7,7
8,7
8,5
6,6
5,4
5,7
7,3
8,7
8,2
7,0
Wasser-Temp. ø (°C)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Klimabelastung*
--
--
--
h + t
zs
s
ss
ss
s
zs
--
--


Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken


Frühwarnungen bezüglich Wettergefahren können Sie den folgenden Seiten entnehmen:

World Meteorological Organization
HEWS - Humanitarian Early Warning Service
Institut für Meteorologie und Klimaforschung

Zuletzt aktualisiert: 03.05.2014

Informationen des Reisemedizinisches Zentrums am Bernhard-Nocht-Institut
Telefonische Hotline für Gesundheitsfragen zum Thema Reisen: 0900-1234 999 (€ 1,86/Min.) Hier können Sie den Newsletter des Reisemedizinischen Zentrums abonnieren: http://www.gesundes-reisen.de/newsletter Haben Sie Hinweise oder Verbesserungsvorschläge zu den Informationen auf diesen Seiten? Wir würden uns über einen Hinweis an rmz@md-medicus.net

Indien-Informationen aus dem GEO-Themenlexikon

Vor etwa 20Mio. Jahren traf in Asien eine riesige Insel auf den Südrand des Kontinents und drückte ihn im Laufe der nachfolgenden Jahrmillionen immer weiter ein – der Vorgang dauert bis in unsere Zeit an. Bei der Insel handelt es sich um den größten Teil des Indischen Subkontinents, der neben Indien noch Sri Lanka, Bangladesh und Pakistan umfasst. Der Zusammenprall hat ein eindrucksvolles Zeugnis hinterlassen: den Himalaja.

Westlich des Himalaja schließt sich das Karakorum an. An beiden Gebirgsketten hat der Norden Indiens Anteil. Mit dem 8586m hohen Kangchendzönga im Himalaja liegt der dritthöchste Berg der Erde auf indischem Gebiet. Die Inder selbst entdecken diese für indische Verhältnisse relativ dünn besiedelte Region zurzeit selbst neu. In den im Winter verschneiten Hochgebirgsregionen profilieren sich immer mehr Siedlungen als Skiorte.

Südlich der Gebirge schließen sich weite, dicht besiedelte Ebenen an, die von zahlreichen Flüssen durchzogen werden. Der mächtigste Strom Indiens ist der Ganges, aber auch der Brahmaputra, der Hauptfluss von Bangladesh, sowie der Indus, der überwiegend durch Pakis­tan fließt, strömen zum Teil durch indisches Gebiet. Brahmaputra und Ganges bilden an der Grenze zu Bangladesh mit einem riesigen Delta eine bemerkenswerte Naturlandschaft: Die so genannten Sundarbans sind der größte Gezeitenwald der Erde.

Im Nordwesten hat Indien Anteil am Pandschab, dem überwiegend zu Pakis­tan gehörenden Fünfstromland. Es ist Indiens ältester Kulturraum und einer der ältesten der Erde überhaupt. Nach Süden geht diese Ebene in die Wüste Thar über, ein kaum be­­­wohn­tes Gebiet, in dem auch Indiens Atomtestge­lände liegt.

Eingerahmtes Südindien Südlich der Millionenmetropolen Bhopal und Indore steigt das Gelände an. Das Vindhyagebirge und das Satpuragebirge sind Mittelgebirge. Sie verlaufen von Osten nach Westen, und zwischen ihnen liegt das Tal des Flusses Narmada, der als Landschaftsgrenze zwischen Nord- und Südindien gilt.

Der Süden wird überwiegend vom Hochland von Dekhan eingenommen. Diese rund 500000km² umfassende Landschaft ist vulkanisch geprägt, die etwa 800 bis 1000m ü.M. gelegenen Ebenen sind sehr fruchtbar. Eingerahmt wird der Dekhan von zwei Gebirgen, den Ghats, was auf Sanskrit »Stufen« bedeutet. Die Westghats fallen in einer einzigen steilen Bruchstufe zum Arabischen Meer ab. Die Ostghats senken sich über mehrere Stufen zum Golf von Bengalen. Jenseits der Gebirge erstrecken sich Küstentiefländer, die schmale Malabarküste im Westen und die breitere, durch viele Buchten und Flussdeltas kompliziert gezeichnete Koromandelküste im Osten.

Gefährliche wie gefährdete Natur In den feuchten Gebieten entlang der Westküste, aber auch am oberen Gangesdelta sowie im südlichen Südindien gibt es noch tropische, immergrüne Regenwälder. Die Monsunwälder Nordindiens hingegen sind fast verschwunden, da fast die gesamte nordindische Ebene Kulturland ist. Insgesamt ist nur noch ein ­Viertel des indischen Territoriums bewaldet. Im Himalaja soll die Abholzung mit allen Mitteln eingedämmt werden. Die häufigen katastrophalen Überschwemmungen in den nordindischen Ebenen und in Bangladesh sind Folgen der Rodungen: Mit den Bäumen verschwinden die Wurzeln, die den Boden festhalten, der normalerweise Wasser speichert. Das überschüssige Wasser lässt dann die großen Ströme in den Ebenen über die Ufer treten und bringt so Vernichtung und Tod.

In den weiten Savannen des Dekhan kommt noch der Indische Elefant vor, Affen sind im Süden zahlreich. Indische Löwen leben in Schutzgebieten im nordwestindischen Gujarat, den Königstigern ist ein großes Rettungsprojekt gewidmet.

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