China: Reiseführer

China Reisen

Der China-Reiseführer: die wichtigsten Informationen auf einen Blick (Sicherheit, Impfungen, Zeitunterschied, Flugdauer und vieles mehr).

China: Länderdaten

China Reisen

Region: Asien
Sprachen: Mandarin (Hochchinesisch)
Hauptstadt: Beijing (Peking)
Zeitunterschied: +7 Std. (UTC +8 Std.)
Währung: 1 Renminbi Yuan = 10 Jiao = 100 Fen zum Währungsrechner
Vorwahl: +86
Flugzeit: 10 Std.

China: Aktuelles

  • siehe Fachinformationen aktuell

China: Allgemeine Informationen

Feiertage
  • Nationalfeiertag: 1. Oktober: Nationalfeiertag (1949).
  • Weitere Feiertage 2010: 1. Januar: Neujahrstag, 14.-16. Februar: Chinesisches Neujahrsfest, 1.-3. Mai: Tag der Arbeit, 1.-3. Oktober: 1949 - Nationalfeiertage. 
 Geographische Einordnung
  • China ist flächenmäßig das drittgrößte Land der Welt. Im Norden grenzt es an Kasachstan, die Mongolei und die Russische Föderation, im Osten an Nordkorea, das Gelbe Meer und das Ostchinesische Meer (mit Macau an der Südostküste), im Süden an Vietnam, Laos, Myanmar, Indien, Bhutan und Nepal und im Westen an Pakistan, Indien, Afghanistan, Kirgisistan und Tadschikistan.
 Netzspannung
  • 220 V, 50 Hz. Adapter empfohlen.
 Regierungsform
  • Sozialistische Volksrepublik.
 Religion
  • Verschiedene Religionen und Lehren, unter denen Konfuzianismus (Ahnen - Kult), Taoismus Islam und Buddhismus grundlegend sind.
 Sprachen
  • Die offizielle Landessprache ist das moderne Hochchinesisch (Mandarin). Neben zahlreichen regionalen Dialekten sprechen größere Gruppen Kantonesisch, Fukienesisch, Xiamenhua und Hakka. Die autonomen Regionen haben ihre eigenen Sprachen, wie z. B. Tibetisch und Mongolisch.
 Infrastruktur
  • Die wichtigsten internationalen Flughäfen sind der Peking (BJS/PEK), der Guangzhou/Kanton (Baiyun) International Airport, der Shanghai Hongqiao (SHA) sowie der Shanghai Pudong (PVG). Weitere Flughäfen sind vorhanden.
  • Fährverbindungen gibt es auf allen größeren Flüssen sowie entlang der Küste. Züge stellen, neben Flugzeugen, ein Hauptverkehrsmittel dar.
  • Das Straßennetz ist recht gut ausgebaut, jedoch sind nicht alle Straßen gut. Busse, Taxis und Mietwagen sind in allen größeren Städten vorhanden, teils gibt es auch U-und Straßenbahnen.
 Währung
  • 1 Renminbi ¥uan (RMB.¥) = 10 Jiao = 100 Fen. 1 € = 9,78 RMB.¥ (Stand Januar 2010).
 Wichtige Verhaltensregeln
  • Pünktlichkeit ist in China Pflicht! Chinesen empfinden auffallende Gefühlsausbrüche (wie Schreien oder Schimpfen) als peinlich. Naseputzen in der Öffentlichkeit ist tabu. Trinkgeldverlangen ist nicht offiziell - doch darum kümmert sich in China niemand. Lassen Sie sich auf keinen Fall darauf ein, wenn Ihnen jemand etwas heimlich (z. B. "Antiquitäten") verkaufen will.
 Statistische Daten

 

China: Sicherheit

Sicherheitshinweise

  • Örtlich muss mit erhöhten Sicherheitsrisiken gerechnet werden.

China: Kontaktadressen

Die Kontaktdaten der Botschaften und der Konsulate erhalten Sie auf folgenden Seiten:

Aktuelle Einfuhr- und Einreisebestimmungen finden Sie auf den Seiten der Außenministerien:

China: Links

China: Hygiene

Wasser:

  • Sicheres Trinkwasser ist abgekocht (Beispiel: Tee) oder kommt aus verschlossenen Flaschen.
  • Wasser aus Leitungen oder Handpumpen ist nicht zum Trinken geeignet.
  • Süßwasser ist häufig belastet durch Keime oder Schadstoffe.

Nahrung:

  • Sichere Nahrung wurde erhitzt (Beispiel: Pfannengericht) oder stammt aus (selbst)abgeschälten Früchten.
  • Feuchtheißes Klima begünstigt das Wachstum von Krankheitserregern.
  • Die Hygiene der Nahrungsmittelzubereitung kann sehr unterschiedlich sein: Vorsicht!

Luft:

  • Smog in Ballungsräumen.
  • Einatmung von Nebel aus alten, ggf. rostigen Duschleitungen oder Klimaanlagen birgt Infektionsrisiken.
  • Luft in geschlossenen Innenräumen kann stark herabgekühlt sein und Schadstoffe enthalten (Insektizide).

Gesundheitswesen:

  • Qualitativ gute Gesundheitsversorgung ist nur in größeren Städten erreichbar: Reiseversicherung!
  • Vom Gesundheitswesen können Gefahren ausgehen: Infektionsübertragungen oder Fehlbehandlungen.
  • Viele angebotene Medikamente (auch pflanzlicher Herkunft) sind gefälscht, schadstoffbelastet, unbrauchbar.

China: Klima

Aufgrund der Größe des Landes sehr unterschiedlich; tropisch im Süden und subarktisch im Norden. Chinas Klima teilt man in sieben Klimazonen:

  • (1) Der Nord-Osten Chinas mit kalten Wintern und warmen, regenreichen Sommern;
  • (2) Zentral-China mit warmen, nassen Sommern, wobei die Küstenregionen gelegentlich von Wirbelstürmen und Taifunen heimgesucht werden;
  • (3) Südchina, dort sind die Sommer heiß und feucht;
  • (4) Süd-West-China mit gemäßigten Sommern und milden, relativ trockenen Wintern;
  • (5) das Hochplateau der Tibet-Region mit Schnee und Frost im Winter und warmen Sommern mit starken Regenfällen und extremen Temperaturabfällen in der Nacht;
  • (6) das Landesinnere im Westen, dort herrscht ein trockenes Wüstenklima mit kalten Wintern (Niederschlag ganzjährig);
  • (7) die Bergregionen und Halbwüsten der inneren Mongolei mit kontinentalem Klima, kalten Wintern und warmen Sommern.


Die Durchschnittstemperaturen liegen in Shanghai zwischen 1 und 8 °C im Januar und 23 und 32 °C im Juli oder August.

       





Nachfolgend finden Sie hier Klimadaten ausgewählter Wetterstationen des Landes:


Klimastation BEIJING (PEKING)
Höhe über NN in m: 55
geographische Position: 116° 17’ E, 39° 56’ N

 
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Temp. ø Max. (°C)
1,6
4,0
11,3
19,9
26,4
30,3
30,8
29,5
25,8
19,0
10,1
3,3
Temp. ø Min. (°C)
-9,4
-6,9
-0,6
7,2
13,2
18,2
21,6
20,4
14,2
7,3
-0,4
-6,9
Regentage
1
2
2
3
4
6
10
9
4
3
1
1
Niederschlag (mm)
3
6
9
26
29
71
176
182
49
19
6
2
Sonnenstunden ø
6,5
6,8
7,8
8,2
9,3
9,1
7,2
7,4
8,1
7,3
6,4
6,0
Wasser-Temp. ø (°C)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Klimabelastung*
--
--
--
--
--
zs
s
s
--
--
--
--


Klimastation HONGKONG (Observatorium)

Höhe über NN in m: 33
geographische Position:
114° 10’ E, 22° 18’ N

 
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Temp. ø Max. (°C)
18,6
18,6
21,3
24,9
28,7
30,3
31,5
31,3
30,3
27,9
24,2
20,5
Temp. ø Min. (°C)
13,6
13,9
16,5
20,2
23,9
25,9
26,6
26,3
25,5
23,1
19,2
15,4
Regentage
4
5
6
8
11
16
14
15
12
6
4
2
Niederschlag (mm)
23
48
67
162
317
376
324
391
300
145
35
27
Sonnenstunden ø
4,9
3,5
3,1
3,6
5,0
5,4
7,5
6,7
6,1
6,3
6,1
5,9
Wasser-Temp. ø (°C)
18
17
18
21
25
27
27
27
27
26
23
20
Klimabelastung*
--
--
zs
s
ss
ss
ss
ss
ss
s
zs
--


* Klimabelastung:
-- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken


Frühwarnungen bezüglich Wettergefahren können Sie den folgenden Seiten entnehmen:

World Meteorological Organization
HEWS - Humanitarian Early Warning Service
Institut für Meteorologie und Klimaforschung

Zuletzt aktualisiert: 22.05.2012

Informationen des Reisemedizinisches Zentrums am Bernhard-Nocht-Institut
Telefonische Hotline für Gesundheitsfragen zum Thema Reisen: 0900-1234 999 (€ 1,86/Min.) Hier können Sie den Newsletter des Reisemedizinischen Zentrums abonnieren: http://www.gesundes-reisen.de/newsletter Haben Sie Hinweise oder Verbesserungsvorschläge zu den Informationen auf diesen Seiten? Wir würden uns über einen Hinweis an rmz@md-medicus.net

China-Informationen aus dem GEO-Themenlexikon

China ist der viertgrößte (nach Russland, Kanada und den USA) und bevölkerungsreichste Staat der Erde. Das ostasiatische Land erstreckt sich von Nord nach Süd über rund 4050km Länge und von West nach Ost über eine Entfernung von 4400Kilometern. Das chinesische Staatsgebiet ist überwiegend ein Gebirgsland – nur 16% des Landes liegen weniger als 500m ü.M., fast 20% in Höhen von über 5000 Metern. Das in zahlreiche Plateaus, Ebenen, Becken und zum Teil steil aufragende Gebirgszüge gegliederte Relief Chinas hat zur Isolierung vieler Räume beigetragen, die bis in die Gegenwart oft un­tereinander kaum Verbindung hatten.

Die Landfläche fällt in drei deutlich ge­geneinander abgesetzten Stufen vom hoch ge­legenen Westen zu den Ebenen im Osten ab. Das Hochland von Tibet und Qinghai ist die größte zusammenhängende Hochfläche der Erde mit einer Durchschnittshöhe von 4500m; nur im Norden ist zwischen Kunlun Shan, ­Altun Shan und Nan Shan das wüstenartige Qaidambecken mit Höhen um 2700m eingesenkt. Östlich davon liegt der Qinghai Hu, der größte See Chinas, ein ab­flussloser Salzsee; er liegt in einer Höhe von 3200m, ist bis zu 38m tief und ­be­deckt–je nach Wasserstand–eine Fläche zwischen 4200 und 5000 Quadratkilometern. Im Südwesten und Süden wird das Hochland von Tibet vom Transhimalaja und Himalaja begrenzt. Im Himalaja, an der Grenze zu Nepal, erhebt sich der Mount Everest, mit 8850m ü.M. der höchste Berg der Erde. In Richtung Süd­osten fällt das Hochland mit dem Hengduan Shan zum Yunnan-Guizhou-Plateau hin ab.

Die zweite Landstufe, 1000–2000m ü.M., umfasst neben dem Yunnan-Gui­zhou-Plateau mit seinen Turm- und Kegelkarstlandschaften das nördlich davon gelegene Sichuanbecken am Jangtsekiang, das wegen des verbreiteten roten Sandsteins auch »Rotes Becken« genannt wird, eine der am dichtesten besiedelten Regionen Chinas. Im Norden gehören die Löss­ebenen, die Steppen und Wüsten (Gobi) der Inneren Mongolei, im Nord­osten der Gebirgszug des Großen Chingan zu dieser Stufe. Im Nordwesten liegen in Sinkiang das Dsungarei- und das Tarimbecken mit der Wüste Takla-Makan; beide werden durch den Tienschan voneinander getrennt, in dessen östlichen Ausläufern die Turfansenke liegt, mit 154m u.M. eine der am tiefsten gelegenen Landflächen der Erde. Nord- und Südchina werden durch das Qinlinggebirge, einen östlichen Ausläufer des Kunlun Shan, getrennt.

Die dritte Landstufe bildet den am dichtesten besiedelten und wirtschaftlich am intensivsten genutzten Teil Chinas; sie erstreckt sich bis an die pazifische ­Küste und reicht von der nordostchinesischen Ebene der Mandschurei über die vom Unterlauf des Hwangho durchströmte »Große Ebene« und das Tiefland am Mittel- und Unterlauf des Jangtsekiang bis zum bis 2000m hohen südostchinesischen Bergland.

Die großen Ströme Asiens Weitgehend unabhängig von der Laufrichtung der Gebirge ist das Gewässernetz der von Westen nach Osten fließenden Ströme Amur, Hwangho, Jangtse­kiang und Xi Jiang ausgebildet; mit großen Bogen und vielen Änderungen der Laufrichtung haben diese Flüsse zum Teil gewaltige Durchbruchstäler geschaffen (z.B. die Jangtseschluchten). Der rund 6000km lange Jangtse­kiang ist nach dem Amazonas und dem Nil der drittlängste Strom der Erde. Er entspringt im Kunlun Shan im Nordosten Tibets, formt in Mittelchina die faszinierenden Jangtseschluchten und mündet nördlich von Schanghai in das Ostchinesische Meer. Der Hwangho (4845km lang) strömt in tief eingeschnittenen Tälern durch die Lössgebiete des Nordens. Der rund 2100km lange Xi Jiang ist der Hauptfluss Südchinas; er bildet gemeinsam mit verschiedenen anderen Flüssen eine Deltamündung, deren Hauptarm der Perlfluss (Zhu Jiang) ist, in das Südchinesische Meer.

Die nach Süd- und Südostasien fließenden Ströme Indus, Brahma- putra, Salween und Mekong folgen jedoch der jungen Gebirgsfaltung des Himalaja und seiner Aus­läufer. Da die Verteilung des Oberflächenwassers regional und jahreszeitlich extrem un­terschiedlich ist, war die Entwicklung der Wasserbautechniken seit jeher eine zentrale Aufgabe der chinesischen Zi­vi­lisa­tion.

Der Gelbe Fluss – der »Sorgenfluss« Der Hwangho, der »Gelbe Fluss«, entspringt im Nordosten des Hochlands von Tibet und strömt in großen Windungen am Südrand der Gobi und um das Ordos-Plateau herum in die Große Ebene. Von allen Flüssen der Erde hat der Hwangho die höchste Schlammführung. Seine gelbe Farbe rührt von den Sinkstoffen her, die er auf seinem Lauf durch die Lössprovinzen Gansu, Shaanxi und Shanxi aufnimmt – jährlich fast 1 Mrd. m3 – und im Unterlauf in der Großen Ebene ablagert oder ins Meer führt. Dadurch liegt der eingedeichte Fluss stellenweise bis zu 10m über dem benachbarten Land; er hat wiederholt in der chinesischen Geschichte sein Umland verheerend überschwemmt und seinen Lauf mehrfach verlegt. Seine Mündung in das Gelbe Meer lag manchmal nördlich und manchmal südlich der Halbinsel Shandong.

Seit 1949 wurden umfangreiche Regulierungsbauten durchgeführt, die neben der Energiegewinnung auch der Flussschifffahrt dienen. Um die Verschlammung einzudämmen, wurden Uferbefestigungen errichtet und Wälder am Oberlauf aufgeforstet. Im Hwanghobogen liegt die Wiege der chinesischen Kultur (6.–4. Jahrtausend v. Chr.), die durch die besonderen Probleme, die dieser »Sorgenfluss« den Menschen breitete, seit jeher vom Wasserbau geprägt war.

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