Bolivien: Reiseführer

Bolivien Reisen

Der Bolivien-Reiseführer: die wichtigsten Informationen auf einen Blick (Sicherheit, Impfungen, Zeitunterschied, Flugdauer und vieles mehr).

Bolivien: Länderdaten

Bolivien Reisen

Region: Amerika
Sprachen: Spanisch
Hauptstadt: Sucre
Zeitunterschied: -5 Std. (UTC -4 Std.)
Währung: 1 Boliviano = 100 Centavos zum Währungsrechner
Vorwahl: +591
Flugzeit: 22 Std.

Bolivien: Aktuelles

  • siehe Fachinformationen aktuell

Bolivien: Allgemeine Informationen

Feiertage
  • Nationalfeiertag: 6. August: Unabhängigkeitstag (1825).
  • Weitere Feiertage 2010: 1. Januar: Neujahrstag, 8./9. Februar: Karneval, 10. Februar: Oruro-Tag (nur in Oruro), 2. April: Karfreitag, 15. April: Tarija-Tag (nur in Tarija), 1. Mai: Tag der Arbeit, 25. Mai: Sucre-Tag (nur in Sucre), 3. Juni: Fronleichnam, 16. Juli: La-Paz-Tag (nur in La Paz),  14. September: Cochabamba-Tag (nur in Cochabamba), 24. Septmeber: Pando-Tag (nur in Pando), 24. September: Santa-Cruz-Tag (nur in Santa Cruz), 11. Oktober: Potosi-Tag (nur in Potosi), 1. November: Allerheiligen, 18. November: Beni-Tag (nur in Beni), 25. Dezember: Weihnachtsfeiertag.
 Geographische Einordnung
  • Bolivien ist ein Binnenland im Tropengürtel Südamerikas. Es grenzt im Westen an Peru, im Norden und Osten an Brasilien, im Südosten an Paraguay, im Süden an Argentinien und im Südwesten an Chile.
 Netzspannung
  • 220 V, 50 Hz.
 Regierungsform
  • Präsidialrepublik seit 1967.
 Religion
  • Katholiken 80 % (Staatsreligion); evangelisch 10 % und 10 % andere Konfessionen.
 Sprachen
  • Obwohl Spanisch die offizielle Sprache ist, spricht etwa ein Drittel der Bevölkerung Quechua und Aymara oder andere indigene Sprachen.
 Infrastruktur
  • Bolivien hat die beiden internationaen Flughäfen La Paz (LPB) (El Alto) sowie Santa Cruz (VVI) (Viru-Viru). Inlandsflüge werden angeboten.
  • Schiffsverkehr ist vorhanden, jedoch keine Zugverbindungen.
  • Das Straßennetz ist verhältnismäßig schlecht ausgebaut. Busse, Taxis und Mietwagen sind jedoch in allen größeren Städten vorhanden.
 Währung
  • 1 Boliviano (Bs) = 100 Centavos. 1 € = 9,98 Bs (Stand Januar 2010).
Wichtige Verhaltensregeln
  • Es wird davon abgeraten, Mate de Coca (Coca-Tee) mit nach Deutschland zu nehmen.
  • Bei Verkehrsunfällen mit Verletzten muss der Fahrer – unabhängig von der Schuldfrage – zunächst mit Untersuchungshaft rechnen.
 Statistische Daten

 

Bolivien: Sicherheit

Sicherheitshinweise

Update: Aktuelle Sicherheitshinweise finden Sie in der Länderdatenbank fortan unter der Rubrik "Fachinformationen aktuell".

Bolivien: Kontaktadressen

Die Kontaktdaten der Botschaften und der Konsulate erhalten Sie auf folgenden Seiten:


Aktuelle Einfuhr- und Einreisebestimmungen finden Sie auf den Seiten der Außenministerien:

Bolivien: Links

Bolivien: Hygiene

Wasser:

  • Sicheres Trinkwasser ist abgekocht (Beispiel: Tee) oder kommt aus verschlossenen Flaschen.
  • Wasser aus Leitungen oder Handpumpen ist nicht zum Trinken geeignet.
  • Süßwasser ist häufig belastet durch Keime oder Schadstoffe.

Nahrung:

  • Sichere Nahrung wurde erhitzt (Beispiel: Pfannengericht) oder stammt aus (selbst)abgeschälten Früchten.
  • Feuchtheißes Klima begünstigt das Wachstum von Krankheitserregern.
  • Die Hygiene der Nahrungsmittelzubereitung kann sehr unterschiedlich sein: Vorsicht!

Luft:

  • Smog in Ballungsräumen.
  • Einatmung von Nebel aus alten, ggf. rostigen Duschleitungen oder Klimaanlagen birgt Infektionsrisiken.
  • Luft in geschlossenen Innenräumen kann stark herabgekühlt sein und Schadstoffe enthalten (Insektizide).

Gesundheitswesen:

  • Qualitativ sehr gute Gesundheitsversorgung ist erreichbar: Reiseversicherung dennoch sinnvoll!
  • Vom Gesundheitswesen können auch Gefahren ausgehen.
  • Angebotene Medikamente (auch pflanzlicher Herkunft) können risikobehaftet sein.

Bolivien: Klima

Die beiden Hauptregionen Boliviens, das Hochland und Tiefland, stehen mit Klima, Vegetation und Einwohnertypus in scharfem Kontrast zueinander und sind regional sehr unterschiedlich. Für La Paz gilt: Die Trockenzeit (Winter!) dauert von April/Mai bis Oktober/November. Sie bringt wüstenhaft trockene Luft, extreme Temperaturschwankungen - nachts bis unter den Gefrierpunkt - und so gut wie keinen Regen. Tagsüber werden in der Sonne bis zu 30 °C (gleichzeitig im Schatten aber nur 8 bis 10 °C) erreicht. Während der übrigen Monate des Jahres (Sommer!) herrscht Regenzeit mit oft dichter Wolkendecke. Die durchschnittlichen Tagestemperaturen steigen auf etwa 20 bis 22 °C an; die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sind in dieser Zeit geringer. Es regnet lange und oft heftig.


Überflutungen kommen im Nordosten im März bis April vor.
Nachfolgend finden Sie hier Klimadaten ausgewählter Wetterstationen des Landes:

Klimastation LA PAZ (Stadt, Obs.)
Höhe über NN in m:  3.632
geographische Position:
  68° 8’ W, 16° 30’ S

 
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Temp. ø Max. (°C)
17,9
17,6
17,9
18,6
17,3
17,3
16,5
17,3
17,6
18,7
19,2
18,7
Temp. ø Min. (°C)
5,8
6,3
5,8
5,0
3,3
1,7
1,3
2,2
3,4
4,8
5,5
5,7
Regentage
19
17
15
8
4
2
2
3
9
9
11
16
Niederschlag (mm)
120
104
68
33
13
8
9
13
29
40
48
91
Sonnenstunden ø
4,5
4,3
5,4
7,0
9,0
10,8
9,1
8,3
8,3
7,5
6,2
5,7
Wasser-Temp. ø (°C)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Klimabelastung*
--
--
--
--
--
--
--
--
--
--
--
--


Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken


Frühwarnungen bezüglich Wettergefahren können Sie den folgenden Seiten entnehmen:

World Meteorological Organization
HEWS - Humanitarian Early Warning Service
Institut für Meteorologie und Klimaforschung

Zuletzt aktualisiert: 01.05.2014

Informationen des Reisemedizinisches Zentrums am Bernhard-Nocht-Institut
Telefonische Hotline für Gesundheitsfragen zum Thema Reisen: 0900-1234 999 (€ 1,86/Min.) Hier können Sie den Newsletter des Reisemedizinischen Zentrums abonnieren: http://www.gesundes-reisen.de/newsletter Haben Sie Hinweise oder Verbesserungsvorschläge zu den Informationen auf diesen Seiten? Wir würden uns über einen Hinweis an rmz@md-medicus.net

Bolivien-Informationen aus dem GEO-Themenlexikon

Der Andenstaat Bolivien – der Landesname geht auf den Unabhängigkeitskämpfer und ersten Präsidenten Simon Bolívar zurück – hat mit rund 1,1Mio. km² die doppelte Größe Frankreichs. Seine Anrainerstaaten sind Argentinien im Süden, Chile und Peru im Westen sowie Brasilien im Norden und Osten. Mit seinem Nachbarn Paraguay im Südosten teilt Bolivien das Los, keinen direkten Zugang zum Meer zu haben.

Der Kernraum des Landes ist das in über 3500m Höhe gelegene Andenhochland, das etwa ein Drittel der Landesfläche umfasst. Die Anden erreichen hier ihre größte Breite. Ihre beiden Hauptketten, die Westkordillere mit dem 6520m hohen Vulkangipfel Nevado Sajama und die Ostkordillere mit dem Illi­mani, mit 6438m ü.M. der höchste Berg Boliviens, umrahmen den Altiplano, das ausgedehnte, bis zu 200km breite Bolivianische Hochland. Es umfasst eine Reihe von mäßig hohen Rücken oder Ketten begrenzter, vorwiegend abflussloser Be­cken. Die baumlose Hochland­steppe des Altiplano, die Puna, geht nach Süden hin allmählich in eine Hochlandwüste mit Salztonebenen über. In ihnen liegt der Salar de Uyuni, mit rund 12 000 km² der größte Salzsee der Erde.

An die Ostkordillere schließen sich die Yungas an, das durch die Quellflüsse des Amazonas- und La-Plata-Systems tief zertalte Bolivianische Bergland an der breiten Ostabdachung der Anden. Der Oriente, das weitgehend ebene, zwischen 300 und 400m ü.M. gelegene Tiefland im Osten, nimmt zwei Drittel des Landes ein. Der größere nördliche Teil liegt im Einzugsgebiet des Amazonas, der südliche Teil im Einzugsgebiet des Paraná ist Teil des Gran Chaco.

Die größten Flüsse Boliviens sind der Río Grande und der Río Beni, Quellflüsse des Amazonas, sowie der Río Pilcomayo, ein Nebenfluss des Río Paraguay. Sie entspringen in der Ostkordillere und sind im Tiefland schiffbar. Der größte See Boliviens, den sich das Land jedoch mit Peru teilen muss, ist der Titicacasee.

Andenkondor und Anakonda So vielfältig wie die geografischen Naturräume, so mannigfaltig sind auch Flora und Fauna Boliviens. Der waldlose Altiplano und die angrenzenden unteren Re­gio­nen der Kordilleren bis in Höhen von 4800m sind von Horstgräsern, Zwerg­sträuchern und Polsterpflanzen bestanden. Im etwas feuchteren Norden um den Titicacasee kommen Süßgräser dazu, im trockenen Süden Sukkulenten. Hier leben Andenkondor, Andenfuchs und Andenhirsch, Guanakos, Chinchillas und der selten gewordene Puma.

Die niederschlagsreiche Ostseite der Anden liegt im Regenstau des Südostpassats und ist bis in 3200m Höhe stark bewaldet. Nach Osten gehen die Berg- und Nebelwälder der Yungas in den im­merfeuchten tropischen Regenwald der nördlichen Tiefebene über. Tier- und Pflanzenwelt sind hier von einer unüberschaubaren Vielfalt. Die Fauna reicht von Insekten wie Blattschneiderameisen zu Riesenschlangen wie der Anakonda, von den urtümlichen Faultieren bis hin zum »Herrn des Urwalds«, dem Jaguar. Nach Süden gehen die Regenwälder in Savannen mit Galeriewäldern und schließlich in die Dornbuschsavannen des Gran Chaco über.

Beliebte Community-Inhalte: AustralienNorwegenThailandVietnamItalienBarcelonaIndien ReiseführerIndien Tipps