Argentinien: Reiseführer

Argentinien Reisen

Der Argentinien-Reiseführer: die wichtigsten Informationen auf einen Blick (Sicherheit, Impfungen, Zeitunterschied, Flugdauer und vieles mehr).

Argentinien: Länderdaten

Argentinien Reisen

Region: Amerika
Sprachen: Spanisch
Hauptstadt: Buenos Aires
Zeitunterschied: -4 Std. (UTC -3 Std.) (Buenos Aires)
Währung: 1 Argentinischer Peso = 100 Centavos zum Währungsrechner
Vorwahl: +54
Flugzeit: 13 - 14 Std.

Argentinien: Aktuelles

  • siehe Fachinformationen aktuell

Argentinien: Allgemeine Informationen

Feiertage
  • Nationalfeiertag: 25. Mai: Tag der Revolution (1810).
  • Weitere Feiertage 2010: 1. Januar: Neujahrstag, 1. April: Gründonnerstag, 2. April: Karfreitag/ Nationalfeiertag, 1. Mai: Tag der Arbeit, 21. Juni: 1780 - Tag der Flagge, Feiern zum Geburtstag von Bernardino Rivadavia, 9. Juli: 1816 - Unabhängigkeitstag, 16. August: 1850 - Gedenken an Todestag von General San Martin, 11. Oktober: Feiertag zum Ibero-Amerika-Tag, 8. Dezember: Mariae Empfängnis, 25. Dezember: Weihnachtsfeiertag.
 Geographische Einordnung
  • Argentinien liegt im Süden Südamerika und grenzt im Westen an Chile, im Osten an den Atlantischen Ozean sowie im Norden und Nordosten an Uruguay, Brasilien, Paraguay und Bolivien.
 Netzspannung
  • 220 V, 50 Hz. Adapter erforderlich.
 Regierungsform
  • Bundesrepublik seit 1853.
 Religion
  • 90 % Katholiken, protestantische, jüdische und muslimische Minderheiten.
 Sprachen
  • Amtssprache ist Spanisch. Englisch ist weit verbreitet, Deutsch, Französisch und Italienisch werden vereinzelt gesprochen;
 Infrastruktur
  • Argentinien hat 11 internationale Flughäfen, der wichtigste ist der Ezeiza Ministro Pistarini International Airport (EZE) nahe der Hauptstadt. Inlandsflüge werden angeboten.
  • Das Bahnnetz ist gut ausgebaut, die Hauptverkehrswege sind ausgezeichnet, abseits der Hauptstraßen muss aber mit schlechteren Verkehrsbedingungen gerechnet werden. Busse, Taxis sowie Mietwagen sind im allgemeinen vorhanden.
Währung
  • 1 Peso = 100 Centavos ($A). 1 € = 5,44 $A (Stand Januar 2010).
 Wichtige Verhaltensregeln
  • Kellner bekommen 5 - 10 % Trinkgeld - aber kaum mehr als ein bis zwei Dollar, die auf dem Tisch liegen bleiben. Auch andere Dienstleister, wie Kofferträger, Platzanweiser und Portiers, reagieren auf eine kleine Anerkennung mit Freundlichkeit.
Statistische Daten

Argentinien: Sicherheit

Sicherheitshinweise

Update: Aktuelle Sicherheitshinweise finden Sie in der Länderdatenbank fortan unter der Rubrik "Fachinformationen aktuell".

Argentinien: Kontaktadressen

Die Kontaktdaten der Botschaften und der Konsulate erhalten Sie auf folgenden Seiten:

Aktuelle Einfuhr- und Einreisebestimmungen finden Sie auf den Seiten der Außenministerien:

Argentinien: Links

Argentinien: Hygiene

Wasser:

  • Sicheres Trinkwasser ist abgekocht (Beispiel: Tee) oder kommt aus verschlossenen Flaschen.
  • Wasser aus Leitungen oder Handpumpen ist nicht zum Trinken geeignet.
  • Süßwasser ist häufig belastet durch Keime oder Schadstoffe.

Nahrung:

  • Sichere Nahrung wurde erhitzt (Beispiel: Pfannengericht) oder stammt aus (selbst)abgeschälten Früchten.
  • Feuchtheißes Klima begünstigt das Wachstum von Krankheitserregern.
  • Die Hygiene der Nahrungsmittelzubereitung kann sehr unterschiedlich sein: Vorsicht!

Luft:

  • Smog in Ballungsräumen.
  • Einatmung von Nebel aus alten, ggf. rostigen Duschleitungen oder Klimaanlagen birgt Infektionsrisiken.
  • Luft in geschlossenen Innenräumen kann stark herabgekühlt sein und Schadstoffe enthalten (Insektizide).

Gesundheitswesen:

  • Qualitativ sehr gute Gesundheitsversorgung ist erreichbar: Reiseversicherung dennoch sinnvoll!
  • Vom Gesundheitswesen können auch Gefahren ausgehen.
  • Angebotene Medikamente (auch pflanzlicher Herkunft) können risikobehaftet sein.

Argentinien: Klima

Fast alle Klimazonen von subtropisch im Nordosten bis subarktisch im Südwesten, gemäßigt in der Pampa, trocken im Südosten, heftige Stürme im Nordosten und in der Pampa.

Der Sommer dauert von Januar bis März, der Winter von Juli bis September. Die beste Reisezeit für den Norden und Nordwesten ist der Winter, weil es dann weniger regnet und die tropischen Temperaturen etwas sinken. Für Patagonien und die südlichen Anden hingegen ist der Sommer die beste Reisezeit.

Nachfolgend finden Sie hier Klimadaten ausgewählter Wetterstationen des Landes:

 

Klimastation BUENOS AIRES (Zentral-Observatorium)
Höhe über NN in m: 24
geographische Position:
58° 29’ W, 34° 35’ S
 
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Temp. ø Max. (°C) 29.9 28.6 26,3 22,8 19,3 15,7 15,4 17,1 19,3 22,1 25,2 28,2
Temp. ø Min. (°C) 19.6 18,9 16,9 13,3 10,4 7,7 7,6 8,3 10 12,7 15,4 18,1
Regentage 6 7 8 6 6 5 5 6 7 8 8 7
Niederschlag (mm) 119 118 134 97 74 63 66 70 73 119 109 105
Sonnenstunden ø 9 8,5 7,4 6,2 5,6 4,4 4,6 5,6 6,3 7,0 8,4 8,6
Wasser-Temp. ø (°C) 22 23 21 19 15 12 11 11 12 15 17 21
Klimabelastung* zs zs zs -- -- -- -- -- -- -- -- zs
 


Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken


Frühwarnungen bezüglich Wettergefahren können Sie den folgenden Seiten entnehmen:

World Meteorological Organization
HEWS - Humanitarian Early Warning Service
Institut für Meteorologie und Klimaforschung

Zuletzt aktualisiert: 01.05.2014

Informationen des Reisemedizinisches Zentrums am Bernhard-Nocht-Institut
Telefonische Hotline für Gesundheitsfragen zum Thema Reisen: 0900-1234 999 (€ 1,86/Min.) Hier können Sie den Newsletter des Reisemedizinischen Zentrums abonnieren: http://www.gesundes-reisen.de/newsletter Haben Sie Hinweise oder Verbesserungsvorschläge zu den Informationen auf diesen Seiten? Wir würden uns über einen Hinweis an rmz@md-medicus.net

Argentinien-Informationen aus dem GEO-Themenlexikon

Argentinien – der Name leitet sich vom lateinischen »argentum« für Silber ab – umfasst mit Ausnahme des schmalen chilenischen Streifens im Westen den ge­samten Südzipfel Südamerikas. Im Norden grenzt es an Bolivien und Paraguay, im Nordosten an Brasilien und Uruguay. Mit einer Fläche von 2,78Mio. km² ist Argentinien fast achtmal so groß wie die Bundesrepublik Deutschland und damit das achtgrößte Land der Erde. Von der Südspitze Feuerlands bis über den südlichen Wende­kreis hinaus hat das Land eine Längs­erstreckung von rund 3700km und misst vom Kamm der Anden bis zur Küs­te des Atlantiks an der breitesten Stelle 1580 Kilometer.

Pampa und Patagonien Geographisch lässt sich Argentinien in vier natürliche Großräume einteilen, die eine große landschaftliche Vielfalt aufweisen: vom subtropischen Regenwald bis zur Salzwüste, vom Hochgebirge bis zu endlosen Ebenen.

Über Ost- und Zentralargentinien, am unteren Paraná und am Río de la Plata, erstrecken sich die weiten Ebenen der Pampas. Das fruchtbare Tiefland – das Wort Pampa stammt aus der Ketschuasprache und heißt Ebene – ist eine weit gespannte, geologisch junge Aufschüttungsebene mit ausgedehnten Grasfluren. Nur in der an Uruguay angrenzenden Provinz Entre Ríos – »zwischen den Flüssen« Paraná und Río Uruguay – sind die Pampas hügelig. Im Bergland von Misiones im Nordosten des Landes werden sie von den mit dichtem subtropischen Regenwald bestandenen Ausläufern des Brasilianischen Berglands begrenzt, in der Provinz Corrientes von den sumpfigen Stromauen des »Me­sopotamia«, des Zwischenstromlands.

Nach Nordwesten zu schließen sich an die Pampas die von Mulden und sumpfigen Niederungen durchsetzten Ebenen des Gran Chaco an. Im Osten folgt eine Parklandschaft, die nach Norden und Westen zu in subtropische Trockenwälder und Dornbuschsavannen übergeht.

Südlich des Río Colorado grenzen die Pampas an das bis auf 1500m ansteigende Hochland Patagonien, ein karges Tafel- und Schichtstufenland mit tief eingeschnittenen Cañons, das mit buchtenreicher, felsiger Steilküste zum Meer abfällt. Im Süden Patagoniens folgt das unwirtliche, durch die Magellanstraße vom Festland getrennte Feuerland – spanisch Tierra del Fuego. Dazu gehören die 47 000 km2 große, stark vergletscherte Isla Grande de la Tierra del Fuego sowie zahlreiche kleinere Inseln. Etwa ein Drittel des Archipels ist argentinisches Territorium.

Die Anden – Rückgrat Argentiniens Die vierte Großregion, das Gebirgsland im Westen, weist eine große landschaftliche Vielfalt auf. Hier reicht Argentinien bis auf die Höhe der Anden mit dem Aconcagua (6962m ü.M.) als höchstem Gipfel des amerikanischen Doppelkontinents.

Mehr als 50 Vulkane erheben sich hier allein auf argentinischem Gebiet, jedoch zeigt keiner von ihnen – im Gegensatz zu jenen auf der chilenischen Andenseite – derzeit größere Aktivitäten. Wie überall in Südamerika finden sich auch in den argentinischen Anden Bodenschätze wie Kupfer, Blei, Zink, Silber, Gold oder Uran, von denen jedoch erst ein Teil genutzt wird. Zwischen den Ketten der Anden im Nordwesten erstrecken sich die weiten wüstenhaften Hochgebirgsebenen und -becken der Punas. Den Anden im Osten als einzelne isolierte Bergzüge vorgelagert sind die Pampinen Sierren. Das größte dieser lang gestreckten Schollengebirge ist die bis 2883m hohe Sierra de Córdoba. In der Südkordillere bilden die Vulkane Lanín (3376m ü.M.) und Tronador (3554m ü.M.) die höchsten Erhebungen; hier liegen mit dem 2240km² großen Lago Buenos Aires, der zur Hälfte zu Chile gehört, und dem 1414km² großen Lago Argentino auch die größten Seen Argentiniens.

Das wichtigste Flusssystem bildet der 3700km lange Paraná mit seinen zahl­reichen Nebenflüssen. Er mündet nördlich von Buenos Aires mit einem bis 70km breiten Delta in den Río de la Plata (spanisch »Silberstrom«) und ist bis ins knapp 500km von der Mündung entfernte Santa Fe von Seeschiffen befahrbar. Der Río de la Plata selbst ist kein Fluss im eigentlichen Sinn, sondern der 300km lange und 50 bis 200km breite gemeinsame Mündungstrichter von Paraná und Río Uruguay. Die aus den Anden kommenden Flüsse sind wegen ihrer sehr schwankenden Wasserführung wenig schiffbar; einige enden in Salzseen des trockenen Binnenlandes.

Ausgedehntes Grasland und wenig Wälder Argentinien ist im Großen und Ganzen waldarm, nur etwa ein Fünftel der Landesfläche ist bewaldet. Auch wenn sich durch menschliche Eingriffe die Waldbestände in der Vergangenheit vermindert haben mögen, sind wegen des trockenen Klimas doch die baumlosen Grasländer der Pampas für den größten Teil des Landes die natür­liche Vegetationsform. In den etwas feuch­teren Teilen der Pampas im Nordosten überwog ursprünglich eine Süßgräser-Kräuter- Flora, der troc­ke­ne Südwesten war früher ein Tussock-Grasland. Von der charakteristischen Pampasvegetation ist jedoch nur wenig übrig geblieben. Wegen seines geringen Weidewerts wurde das Pampasgras (pasto duro) vom Menschen weitgehend durch nährstoffreichere euro­­päische Grasarten (pasto tierni) ersetzt.

Zusammenhängende Waldgebiete gibt es am Rand der Anden im Nordwesten mit Regen- und in höheren Lagen Nebelwäldern, in den Südkordilleren mit von Scheinbuchen dominierten Regenwäldern und am Ostrand des Chacos mit immergrünen subtropischen bis tropischen Regenwäldern. Im Chaco selbst finden sich Wälder entlang der Flüsse neben vereinzelten Waldinseln. Die typische Baum­art hier ist der Que­bracho. Wegen seines sehr harten Holzes mit einem ­hohem Gerbsäuregehalt wurde er in der Vergangenheit stark dezimiert. Charakteristische Bäume der ­Ge­birgslagen sowohl der Anden als auch des Brasilianischen Berglands sind die Araukarien, bis 60m hohe Vertreter einer altertümlichen Nadelbaumgattung. In den heißeren Trockengebieten Argentiniens sind verschiedene Kaktusarten wie Opuntien sowie Säulen- und Kandelaberkakteen weit verbreitet.

Gürteltiere, Pampashasen, Pumas Die Fauna Argentinien ist sehr mannigfaltig, umfasst sie doch Tiere der tropischen bis subtropischen Regenwälder und Savannen, der Grassteppe der ge­mäßigten Breiten, des Hochgebirges und der polaren Regionen. In den tropischen und subtropischen Wäldern des Nordens leben – von den unzähligen Insekten-, Spinnen-, Fisch- und Amphibienarten einmal ganz abgesehen – zahlreiche Reptil- und Vogelarten – wie Schlangen und Kaimane bzw. Kolibris, Papageien und Tukane – sowie eine Vielzahl von Säugetieren (u.a. Affen, Pekaris, Jaguare, Tapire und Ameisenbären). In den Savannen und den Pampas sind Gürteltiere weit verbreitet, die ihres wohlschmeckenden Fleisches wegen von den Einheimischen sehr geschätzt werden. Ebenso begehrt ist das Fleisch des Mara, auch Pampashase genannt. Das mit dem Meerschweinchen verwandte Nagetier lebt in den trockenkalten Grasländern Patagoniens. Die Nandus, mit dem Strauß verwandte flug­unfähige Laufvögel, sind ebenfalls Bewohner der Pampas. Durch die sich aus­breitende Landwirtschaft wurde der Lebensraum der gesellig in Herden lebenden, bis 1,5m großen Vögel jedoch zunehmend eingeschränkt. Auch der Pampashirsch, das Guanako und die Chinchillas sind aus den landwirtschaftlich genutzten Gebieten weitgehend verdrängt worden. Seltene Andenbewohner sind Kondor und Puma. Im Süden des Landes gibt es stattliche Kolonien von Pinguinen, Albatrossen und anderen Seevögeln; die kalten, subantarktischen Küs­ten­gewässer sind Lebensraum mehrerer Robbenarten.

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