Langtang, Gosainkund und Tamang im Frühjahr 2018 - Eindrücke, Planung, Etappen

Reisebericht

Langtang, Gosainkund und Tamang im Frühjahr 2018 - Eindrücke, Planung, Etappen

Reisebericht: Langtang, Gosainkund und Tamang im Frühjahr 2018 - Eindrücke, Planung, Etappen

Mein Credo: Laufen macht glücklich – ob Schwäbische Alb oder Himalaya. Dieses Mal, März/April 2018, war Nepal dran – genauer das Gebiet Langtang, Gosainkund und Tamang. Zwei wirklich dicke Plus an Nepal: tolle Menschen und dass man immer Mitwanderer und damit interessante Gesellschaft aus aller Welt hat.

Das Gebiet

Wir haben uns für das Gebiet mit drei Wochen sicherlich mehr Zeit gelassen als die meisten anderen. Ich finde, es hat sich gelohnt. Viele machen „nur“ den Haupttrek in Langtang-Tal. Das Schöne an dem Gebiet ist, dass man gerne ausweiten kann und noch den Tamang Trail und Gosainkund zu den heiligen Seen „dranhängen“ kann. Wir haben mit dem Tamang Heritage Trail begonnen. Höchster Punkt sind rund 3.200 Meter, es geht immer gut auf und ab. Hier laufen wohl wegen der wenig spektakulären Höhe nur sehr wenige. Schade, denn hier kommt man wirklich noch durch landwirtschaftlich geprägte Dörfer, die nicht zu 90% Guesthouses sind. Weiter ging es ins Langtang-Tal, das die meisten Touris anzieht. Ziel ist meist Kyanjin Gompa auf rund 3.800 Metern, von wo aus weitere Ausflüge möglich sind. Es sind vielleicht die spektakulärsten Blicke auf die Berge von hier aus. Mittelbeliebt ist die Querung nach Gosainkund. Hier locken natürlich die heiligen Seen bei Gosainkund (4.400 Meter) und der Laurebina Pass (4.600 Meter). Zu den Übersee-Trekkern kommen hier die Pilger aus Nepal selbst dazu – das ist eine nette Abwechslung! Wahnsinn: Die sind oft nur mit Schühchen und dünner Hos unterwegs.

Vor mehr als zehn Jahren sind wir schon rund um den Annapurna und am Everest gelaufen. Dort ist keine Frage die Bergwelt spektakulärer. Seinen Reiz hat dieses Gebiet aber allemal. Wie anfangs schon erwähnt – in Nepal zu wandern ist einfach eine große Freude. Die Menschen sind unglaublich gastfreundlich. Schön ist einfach auch, dass man in einem fort interessante Mitwanderer trifft – das kann der Albsteig mangels Wanderern einfach nicht bieten.



Keine Bildinformationen verfügbar


Guide / Porter

Wir haben uns wie immer gegen Träger und Führer entschieden. Das Gepäck zu tragen empfinden wir nie als allzu schwer, es werden vielleicht acht Kilo gewesen sein. Ein Guide kann natürlich viel erzählen zu Land und Leuten – kann, muss aber nicht. Die Entscheidung ist also reine Geschmackssache.



Keine Bildinformationen verfügbar


Das Erdbeben

Wir waren im März/April 2018, die Spuren vom Erdbeben in 2015 waren also noch allzu sichtbar. Es ist unglaublich, wie die Menschen das wegstecken und weitermachen. Ein Anblick wie der Schutthaufen, der einmal Langtang war, und die neuen Häuser, die schnell und natürlich nicht immer ganz schön daneben gebaut wurden, zerreißt einem schon ein wenig das Herz. Aber Weitermachen ist einfach die einzige Option. Die Guesthouses sind das erste, das wieder aufgebaut wird, an allen Ecken wird noch gewerkelt, der Tourismus kommt zurück und hoffentlich Stück für Stück auch alle anderen Strukturen.



Keine Bildinformationen verfügbar


Kathmandu

Da waren wir gespannt, was sich seit dem letzten Besuch vor mehr als zehn Jahren getan hat. Gleiches Chaos, viel mehr Verkehr, Fußgängerzone! in Thamel…. Irgendwie zwar viel und dennoch gar nicht so viel. Klar, ein paar mehr Straßen haben Belag, aber doch ist es an allen Ecken chaotisch geblieben. Unsere Wohlfühladresse schon immer: International Geusthouse (32 Dollar DZF). Alles in allem: ich mag Kathmandu!!



Keine Bildinformationen verfügbar


Jetzt geht´s los!

Jetzt aber zu unserer Wegstrecke. Plant halt doch jeder immer ein bisschen anders. Das „Outdoor“-Buch zu dem Gebiet tut gute Dienste. Wir fanden die Etappen teils lang – nicht wegen der Anstrengung sondern wegen der Höhenanpassung, einige Malade haben wir schon gesehen. Angaben sind nicht immer richtig – aber insgesamt guter Service.



Keine Bildinformationen verfügbar


Zu den Guesthouses

Ich schreibe dazu, wo wir übernachtet haben. Eigentlich waren alle gut – ich mache ein Sternchen* dran, wo wir auf jeden Fall nochmal einkehren würden. Meine Essfavoriten: Dal Bhat, Momos, Sherpa Stew, gebackenes Tibetean Bread und natürlich immer wieder Nudelsuppe. WLAN gab es selten, Strom ab und zu, Akku aufladen geht aber immer irgendwie im Guesthouse (unsere Powerbar war unnötig). Heiße bis lauwarme Solar-Dusche hatten wir hier so alle zwei bis drei Tage.



Keine Bildinformationen verfügbar


Fahrt

Die meisten fahren Jeep, es geht auch mit viel Lokalkolorit und indischer Musik mit dem Bus – kostet 300 Rs. Ausgangspunkt für die Wanderung ist für die meisten Syabru Bensi (1.470m). Der Bus von Kathmandu fährt von der Gangabu Bus Station an der Ring Road. Aber nicht direkt von da, sondern von der anderen Straßenseite. Man kann Deluxe und was weiß ich buchen – wir haben keinen wirklichen Unterschied gesehen. Busfahrt ist simpel „Augen zu und durch“. Für die gut 100 Kilometer braucht man so acht Stunden, von einer „richtigen“ Straße kann kaum die Rede sein.



Keine Bildinformationen verfügbar


Kosten auf dem Trek

Zu zweit pro Tag Übernachten und alles Essen und Trinken: rund 3.600 Rs., 32 Euro – mal bisschen mehr, mal weniger. Übernachten kostet meistens nichts oder nur ein paar winzige Euro, verdient wird am Essen.



Keine Bildinformationen verfügbar


1. Tag

Syabru Bensi, Hotel Sunrise

Syabru Bensi (1.470) – Gatlang (2.200), rd. 11km, 780hm, 5 Std.

Start mit dem Tamang Heritage Trail

Tamang Lodge



Keine Bildinformationen verfügbar


2. Tag

Gatlang (2.200) – Tatopani (2.600), 900hm, 5 Std

Hier sprudelten also mal heiße Quellen und es war ein richtiger Hot Spot. Jetzt nicht mehr, seit dem Erdbeben sind die kleinen Badeanlagen verwaist.

Eco Guesthouse *



Keine Bildinformationen verfügbar


3. Tag

Tatopani (2.600) – Thuman (2.300m), 730hm, 5½ Std.

Wir kommen über Nagthali, eine wunderschöne Hochebene mit tollem Blick auf Ganesh und Langtang Himal. Nur so für die Planung: Wäre auch toll zum Übernachten gewesen, wir ziehen weiter…

New Potala Guesthouse*

Thuman ist auf jeden Fall auch ein schönes Örtchen



4. Tag

Thuman (2.300m) – Briddhim (2.230m), 790hm, 4 Std.

Diese Hängebrücke hat es in sich – gehe davon aus, dass die bald erneuert wird.
Auch Briddhim ist ein netter Ort – so viel normales Dorfleben mit Landwirtschaft und allem wird es im Langtang selten geben…

Lhase Guestehouse* - wir wurden jetzt Guesthouse-mäßig immer von Schwester zu Schwester weitergereicht – das ist wohl einigermaßen normal hier rund um die Täler…



Keine Bildinformationen verfügbar


5. Tag

Briddhim (2.230m) – Sherpagaon (2.500m), 500hm, 4½ Std.

Das ist jetzt unsere Querung ins Langtang Tal. Man hat von Briddhim einige Möglichkeiten: zurück nach Syabru Bensi oder – eigentlich aber davor schon – Richtung chinesische Grenze. Ab hier wird es deutlich voller an Touristen.

Super View Guesthouse* Bekommt den Award für die beste Dusche.



Keine Bildinformationen verfügbar


6. Tag

Sherpagaon (2.500m) – Ghora Tabela (3.000m), 600hm, 5 Std.

Tibetean Guesthouse

Wenn wir nochmal planen würden, würden wir da keinen Stopp machen. Ein kleines Stückchen weiter, vielleicht halbe Stunde, sieht es in Thangsyap deutlich netter aus. Und auch von der Etappenplanung wäre das logischer gewesen.



Keine Bildinformationen verfügbar


7. + 8. Tag

Ghora Tabela (3.000) – Kyanjin Gompa (3.800), 800hm, 6 Std.

Diese Etappe geht vorbei an Langtang Dorf – das war vom Erdbeben verschüttet worden und ist nun im Aufbau – die Guesthouses sind schon da. Kyanjin Gompa ist ein Spot, an dem die Touris gerne ein paar Tage verbringen, da sich hier einige Ausflüge anbieten. Bei uns hatte es an beiden Tagen nochmal heftig geschneit. Wunderschön, aber an weitere Gipfel war nicht zu denken.

Snowleopard Guesthouse* - es gibt hier viele riesige Guesthouses und das werden mehr und mehr werden. Unsere Wahl fällt auf ein ganz kleines – sehr zu empfehlen.



Keine Bildinformationen verfügbar


9. Tag

Kyanjin Gompa (3.800) – Lama Hotel (2.400), 7 Std.

Lama Lodge



Keine Bildinformationen verfügbar


10. Tag

Lama Hotel (2.400) – Thulo Syabru (2.130) – 500 Hm,

Heute also die Querung Richtung Gosainkund. Da heißt es den Abzweig rd. 20 Minuten nach Pairo nicht zu verpassen. Die Etappe hat es in sich!! Thulo ist dann wieder ein sehr netter Ort – die erwarten noch Großes, wenn man sich die entstehenden Hotelbauten so anschaut.

Mona Lisa*



Keine Bildinformationen verfügbar


11. Tag

Thulo Syabru (2.130) – Sing Gompa (3.350), 1.200 hm, 4 Std.

Die Rhododendron-Wälder sind einfach zauberig!!



Keine Bildinformationen verfügbar


12. Tag

Sing Gompa (3.350) – Laurebina Yak (3.920), 600hm, 6 Std.

Bei uns war das die Tage so: Bis ca. 10 oder 11 Uhr gibt es mit Glück gute Sicht, dann zieht es teils schlagartig zu. Das Wetter ist uns also hier nicht richtig hold.

Maya Guesthouse



Keine Bildinformationen verfügbar


13. Tag

Laurebina Yak (3.920) – Thulo Syabru (2.130), 6 Std.

Wir laufen noch ein Stück bis zu den Seen, drehen dann aber um, das Wetter hat eh wieder sehr früh umgeschlagen. Wer mag, kann nach den Seen weiter bis nach Kathmandu laufen… Wir kehren um.

Tom und Jerry



Keine Bildinformationen verfügbar


14. Tag

Zurück nach Syabru Bensi, übernachten und per Bus nach Kathmandu.



Keine Bildinformationen verfügbar

Teilen auf

Kommentare

  • Chrissi

    Das ist ein sehr anschauliches Fototagebuch, das mir mit etwas mehr Text allerdings noch etwas besser gefallen hätte. LG Christel

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzugeben. Langtang, Gosainkund und Tamang im Frühjahr 2018 - Eindrücke, Planung, Etappen 4.67 3

Beliebte Community-Inhalte: AustralienNorwegenThailandVietnamItalienBarcelonaIndien ReiseführerIndien Tipps