Australien 2018

Reisebericht

Australien 2018

Reisebericht: Australien 2018

10 Wochen mit dem Bushcamper durch weite Teile Australiens. Von Melbourne über Alice Springs nach Darwin. Weiter über Gibb River Road nach Broome und die Westküste bis Perth

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Es geht los!

Die Vorbereitungen laufen schon lange. Die Route ist geplant, eine Richtschnur.

Feststehend nur die Ankunft in Sydney mit zwei Übernachtungen und einem Ausflug in die Blue Mountains, der Weiterflug nach Melbourne mit Übernahme unseres Bushcampers und das Abflugdatum von Perth.

Um nicht zu hetzen - inzwischen bin im Ruhestand-, der Flug am 09.04.2018 geht kurz nach Mittag, übernachten wir wieder in Frankfurt.
Den Flug bis Singapore kennen wir von 2015, unsere Indonesien – Reise mit den Schweizer Freunden. Nach kurzem Aufenthalt geht es weiter nach Sydney. Ankunft 10.04.2018. Mit Melantonin versuchen wir den Jetlag zu mindern, was hervorragend gelingt.

Der Privattransfer ins Hotel am späten Abend ist angenehm.

Tag 1. gehört Sydney. Zuerst eine Sim-Card damit wir telefonieren können, einiges an Bargeld, denn im Outback ist das eventuell notwendig, und dann Oper und das Gelände drumherum.
Ein riesiges Kreuzfahrtschiff liegt gegenüber dem Opernhaus am Kai und lässt dieses deutlich kleiner erscheinen als erwartet.
Die Sydney- Oper hat was.



Sydney Opera





Sydney Opera mit Kreuzfahrtschiff

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Auf der Fährfahrt sieht man das Gebäude nochmals von einer anderen Warte, sehr schön mit der Skyline im Hintergrund und dem Riesenschiff daneben.
Ein gelungener Tag, auch wenn wir keine Großstadtfans sind.

Der Tagesausflug in die Blue Mountains beschert die ersten Känguruhs in einem Nationalpark und nette Ausblicke. Wir bekommen einen ersten Eindruck von der Weitläufigkeit des Landes.

Am dritten Tag geht gegen 11 Uhr der Flug nach Melbourne. In welcher Reihe man sich anstellen soll ist nicht so einfach zu erfahren, aber die Australier sind hilfsbereit und so klappt alles auch wenn es wegen Ferienende in Teilen des Landes sehr turbulent zugeht.

Der Taxitransfer zum Autovermieter – bei einer Vertragswerkstatt von TCC klappt problemlos, Am Straßenrand steht einsam ein Bushcamper – Toyota Landcruiser mit Hardtop -, wohl unserer, da sonst nur Wohnmobile herum stehen.
Die Übernahme verläuft nachdem der Inhaber in Ruhe Mittag gemacht hat reibungslos. Da wir unsere eigenen Schlafsäcke dabei haben, bleibt einiges in der Werkstatt. Erfreulich, dass wir Maxtrax Anfahrhilfen für Sand bekommen haben.
Jetzt geht es los. Die erste Fahrt gilt dem Supermarkt zum Einkauf der Grundversorgung. Da es schon später Nachmittag ist dränge ich zur Weiterfahrt. Wir wollen Melbourne noch vor Dunkelheit verlassen. Einen Übernachtungsplatz benötigen wir ja auch noch.
Mit unserem Montana als Navi haben wir zudem noch einige Probleme. Den Ernstfall konnten wir zu Hause nicht so ganz proben.
Der Feierabendverkehr stadtauswärts ist nicht ohne. Blinker und Scheibenwischer werden manchmal verwechselt, ansonsten bin ich an Linksverkehr wieder schnell gewöhnt.
Die Suche nach dem ersten Campground gestaltet sich bei Dunkelheit etwas kompliziert. Schließlich finden wir einen Platz, der aber verschlossen ist. In der benachbarten Kneipe wird uns geholfen. Man sperrt uns auf und wir haben ein Plätzchen für die Nacht. Die Great Ocean Road erwartet uns.




Great Ocean Road bei Sturm

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Der nächste Morgen wartet mit wenig Sonnenschein und viel Wolken auf uns. Das kann ja heiter werden. Noch vor der eigentlichen Great Ocean Road beginnt es zu stürmen und zu regnen. Aber ab und zu kommt auch die Sonne durch. Aprilwetter.
Die ersten Ausblicke auf den Pazifik zeigen ein stürmisches Wellenspiel.
Bei den 12 Aposteln – unserem ersten echten Stopp -, ist es saukalt, stürmisch mit Tendenz zu Orkan und Regen. So erlebt nicht jeder diese herrliche Küstenstraße, trösten wir uns. Der kurze Spaziergang ist dennoch beeindruckend. Unsere Arcterix Jacken sind unsere Rettung.
Die einzelnen Stopps geraten sehr kurz, auch der „Ausflug“ an den Strand an der Steilküste. Aber wir machen tolle Fotos vom windumtosten Australien.



Great Ocean Road mal anders

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Auf der Weiterfahrt kommen wir an einem Rainforest vorbei. Der Regen hat aufgehört, sogar die Sonne lässt sich sehen. Wir machen einen kurzen Spaziergang und sind total begeistert. Sogar eine hier seltene Nacktschnecke entdecken wir nach Hinweis von Australiern.
Das Wetter bleibt wechselhaft. Wir fahren weiter Richtung Mount Gambier. Die Nacht verbringen wir im Nirgendwo auf einem befestigten Weg neben der Straße. Einem anderen Camper ist schon da.

Der Morgen ist etwas hoffnungsfroher, aber dieser Tag wird noch durchwachsen bleiben.
Da es in Mount Gambier total bewölkt ist verzichten wir auf den Blue Lake, der nur bei schönem Wetter einen Ausflug wert sein soll.
Also geht es weiter über Adelaide Richtung Flinders Ranges unserem nächsten größeren Ziel. In Port Augusta wird der McDo.... aufgesucht, wo wir Netz haben um Nachrichten nach Hause zu Kindern und Enkeln abzusetzen. Auch unseren Schweizer Freunden, die wir hoffentlich irgendwo und irgendwann auf der Gibb River Rd. (GRR) treffen wollen möchten wir einen Zwischenstand in die Schweiz „melden“.



weites Land

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Flinders Ranges

Den Wilpena Pound Campground erreichen wir nach längerer Fahrt. Erstaunlich die Wohnwägen in Australien. So ganz anders als in Europa. Viel viel stabiler, eben Offroad-tauglich die meisten. Uns fällt zudem auf, wie wenig normale Pkw’s auf den Straßen außerhalb der Großstädte unterwegs sind. Ein Australier kennt offenbar nur Geländewägen, 4WD’s mit Kuhfänger und Schnorchel. Als Zugmaschinen für die australischen Wohnwagen sind diese auch unerlässlich.
Auf der Strecke von Hawker in die Flinders fallen uns die unzähligen überfahrenen Känguruh’s am Straßenrand auf.
Hier bleiben wir erstmals drei Nächte.
Einmal faulenzen, einmal Arkaroo Rock – wirklich sehenswert – und schöner Spaziergang, einmal Sacred Canyon auch sehr schön.
Ein besonderes Erlebnis ist die Polizeikontrolle bezüglich Alkohol und Drogen kurz vor dem Campground.
Das erste mal in meinem Leben dass ich „blasen muss“. Natürlich 0,0 Promille. Die Polizistinnen sind sehr freundlich, kontrollieren Perso, Führerschein und internationalen Führerschein. Maria dokumentiert die Aktion mit dem Foto.

Schließlich geht es weiter. Die Banyeroo Valley Road und schließlich die Fahrt durch die Brachina Gorge sind ein erstes Highlight.
Der Oodnadata Track wartet auf uns. Was wird uns erwarten?
Das erste Mal ein Schild mit dem Hinweis: „Road open“! Wir werden noch viele davon sehen.
Die Fahrt auf der Piste ist nach meinem Berufsleben und den Pisten in Namibia nichts Außergewöhnliches für mich. Unser 4WD macht sich hervorragend. Die meiste Zeit ist man allein unterwegs. Ein anderes Fahrzeug ist schon eine angenehme Unterbrechung.
Eigentlich wollten wir auf der Strecke nach William Creek einen Campground (CG) aufsuchen, aber wir müssen feststellen, dass einige, die im aktuellsten Campguide - Australia noch verzeichnet sind, offenbar nicht mehr existieren. Schade. So landen wir auf dem Platz in Williams Creek und bekommen die erste richtige Ladung Outback-Fliegen zu spüren. Alle Öffnungen am Kopf sind deren Ziel. Zum Glück haben wir Netze. Die Kneipe macht auf uns einen etwas heruntergekommenen Eindruck, wenig einladend nach unserem Geschmack. Es tröpfelt leicht in der Nacht. Interessant.

Auf dem CG ist die Hinweistafel für Coober Pedy mit „closed“ versehen. Also weiter Richtung Oodnadata. Die Landschaft ist flach und nicht sehr abwechslungsreich. Auch das Passieren des Lake Eire ist keine Besonderheit, da wir Salzseen schon wiederholt erlebt haben. Aber man muss schon sagen, das Pistenfahren Stunde um Stunde ohne, oder fast ohne Verkehr ist eine besondere Erfahrung, die wir nicht missen möchten.


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Kommentare

  • Blula

    Hallo nomade,
    zehn Wochen mit dem Bushcamper durch Ausstralien.... na, wenn das kein Erlebnis ist. Und es war eins, das bringst Du mit diesem tollen Bericht so richtig gut herüber. Ich habe ihn jedenfalls mit Begeisterung gelesen und zwar auch, weil er so locker geschrieben ist. Das ferne Australien, der einzige Erdteil, den ich noch nicht bereist habe, steht immer noch auf meiner Liste und Du hast in mir mal wieder so recht die Reiselust wecken können.
    Danke für diesen ausgezeichneten Reisebericht, die tollen Fotos und nicht zuletzt auch für die nützlichen Hinweise und Tipps.
    LG Ursula

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