Nepal - durch Solu Khumbu zum Gokyo Ri

Reisebericht

Nepal - durch Solu Khumbu zum Gokyo Ri

Reisebericht: Nepal - durch Solu Khumbu zum Gokyo Ri

Unsere Trekkingtour von Lukla über Namche Bazar führt ins Herz des Solu Khumbu. Abzweigend vom Everest-Trek führt das Gokyo-Tal in Richtung Cho Oyu. Ziel war die Überschreitung des Renjo La, um über Thame wieder Namche und Lukla zu erreichen.

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Rückweg nach Lukla

Aufbruch ins Tal

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Zwar liegt am nächsten Tag noch mehr Schnee, aber die Sonne strahlt von einem wolkenlosen Himmel. Ich zweifle an der Entscheidung, aber sie steht. Zudem hat sich die leichte Höhenkrankheit Monikas nicht gebessert, so dass ein weiterer Aufstieg für sie eine Quälerei oder sogar gefährlich wäre.
Zügig kommen wir voran, machen Mittagsrast in einer kleinen Lodge in Luza, die nicht zu den üblichen Etappenzielen gehört, weswegen wir die einzigen Gäste sind, und wandern weiter nach Dole, wo wir in einer völlig neu gebauten Lodge übernachten.



Zwei Engländer, die tags zuvor über den Renjo La nach Gokyo gekommen waren, bestätigen uns dort, dass die Felsplatten mit ihrer Schneeauflage hochgefährlich gewesen sind.
Über Nacht wird es noch einmal sehr kalt und wir müssen zum Frühstück in der nicht beheizten Gaststube unsere Anoraks anziehen.



Sichtbare Wärme

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Gebetsmühlen am Kloster von...

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Am steilen Abstieg nach Phortse Drangka kommen uns zwei Frauen mit schwersten Rucksäcken entgegen, die sich offensichtlich Führer und Träger gespart haben.
Auch wir schwitzen noch einmal gewaltig beim Aufstieg nach Mong. Und auch der Abstieg von dort nach Namche zieht sich gewaltig. Hier merken wir, wie viel Energie wir in den letzten Tagen verbraucht haben.
Ab der Einmündung des Wegs in den Everest Trek verdreifacht sich die Zahl der Trekker und wir sind froh um unsere vergleichsweise ruhigen Tage im Gokyo Tal, auch wenn man nicht behaupten kann, dass diese Tour ein Geheimtipp ist.



Unterwegs nach Thame

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Wir beschließen, den Tag gemütlich ausklingen zu lassen. So ist in Namche wieder ein Besuch im Cafe am Hauptplatz angesagt, wo wir durch die Fenster das rege Treiben der Touristen beobachten können und feststellen, dass es fast so zugeht wie am Münchner Stachus.
Im Hotel Lama gönnen wir uns einen "Chicken Sizzler", das ist eine heiße Pfanne mit brutzelndem Fleisch und Kartoffeln und schmeckt fast so wie zu Hause.
Da wir einen Tag Zeit haben, schlage ich vor, dass wir nach Thame laufen; das sind allerdings etwa 4 Stunden einfache Strecke, so dass nur Sebastian mitkommen will.



Kloster von Thame

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Dieser Tag wird zwar einer der anstrengendsten der beiden Wochen, lohnt sich aber ungemein, da man hier fast allein unterwegs sein kann. Auf einem breiten Weg wandern wir durch schöne Wälder zuerst nach Phurte, dann nach Thamo. Hier geht es mehr bergab als bergauf und man ist bereits zwei Stunden ohne Höhengewinn unterwegs. Nach einer Teepause beschließt Sebastian, dem es nicht gut geht, umzukehren, während Prem und ich weitersteigen. Nach einem Zwischenabstieg muss man noch eine Schlucht queren und gelangt auf die andere Seite des Flusses, wo es nochmals steil bergauf geht, bevor man den Ort erreicht. Ziel ist aber die Gompa oberhalb des Ortes, die auf etwa 4000 m Höhe liegt. Da wir zuletzt sehr schnell gegangen sind, bin ich bei Erreichen der Gompa erst einmal stehend k.o. Das spätere Mittagessen genießen wir in einer völlig neu aussehenden aber vermutlich kaum frequentierten Lodge im Ort.



"Vorfahrt" für...

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Auch die Etappe von Namche Bazar nach Lukla ist lang. Zuerst geht es steil bergab zur Hillary Bridge, dann zieht sich der Weg endlos im Tal bis Phakding und zum Schluss muss man nochmal aufsteigen nach Lukla.
Schwer beladene Träger sowie Yak-Karawanen erfordern an den Engstellen und vor allem an den Hängebrücken einen Stopp. Bei einigen übergewichtigen Touristen, denen bereits im Flachen der Schweiß herunter läuft, wundern wir uns, dass sie hier unterwegs sind. Monika vermutet scherzhaft, dass eine Folge für die "Biggest Looser" aufgezeichnet wird. Das sind die Begleiterscheinungen des Massentourismus, der inzwischen auch die Everest-Region erfasst hat.
Auch Lukla ist voll, da seit mehreren Tagen keine Flüge möglich waren wegen schlechter Sicht und Seitenwind. Daher müssen wir mit den ältesten, ziemlich herunter gekommenen Zimmern in unserer Lodge zufrieden sein. Und können nur hoffen, dass wir am nächsten Tag Glück mit unseren Flügen haben.


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Kommentare

  • Blula

    Hallo Wolfgang!
    Ich kehre gerade atemlos von Eurer 3. Nepal-Trekking-Tour zurück, atemlos vor Begeisterung. Es ist so unglaublich spannend und anschaulich wie Du über diese erlebnisreichenTage berichtest, dass ich mir das fortwährend wie ein fantastischer Videofilm vorkam, der nicht nur diese einmalige Gebirgsregion zeigt, sondern die Strapazen und Herausforderungen der Bergsteiger, die es wagen, diese mit der ihnen eigenen Begeisterung auf sich zu nehmen. Ihre habt dafür meine volle Hochachtung. Dass nicht immer alles klappt auf so einer Tour, das gehört sicher dazu. Wenn nur letztendlich immer alles gut ausgeht, wie z.B. auch Dein Sturz in den Bach. Nicht auszudenken, wenn Du Dir dabei ein Bein gebrochen hättest.... !
    Danke für dieses unglaubliche Leseerlebnis und ja, ich bin auch sicher, dass dies nicht Dein letzter Nepal-Bericht gewesen ist.
    LG Ursula

  • Wolfgang122

    Hallo Ursula,
    vielen Dank für den begeisterten Kommentar; leider dauert es immer einige Zeit, bis ich dazu komme, einen Bericht zu schreiben, da der Übergang zur Arbeit knapp ist und ich auf die nächsten Ferien warten muss; dann ist es gar nicht so einfach, wieder hineinzufinden in die Reise.
    LG Wolfgang

  • ursuvo

    mir hat Dein Bericht auch sehr gut gefallen - ich kenne die Gegend nur aus Erzählungen und Bildern von Mann und Sohn - auch daher hat mich Dein Bericht sehr interessiert! und die zum Teil sehr schönen Bilder hätten ruhig ein paar mehr Stimmen bekommen können!!!
    LG Ursula

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