Nepal - durch Solu Khumbu zum Gokyo Ri

Reisebericht

Nepal - durch Solu Khumbu zum Gokyo Ri

Reisebericht: Nepal - durch Solu Khumbu zum Gokyo Ri

Unsere Trekkingtour von Lukla über Namche Bazar führt ins Herz des Solu Khumbu. Abzweigend vom Everest-Trek führt das Gokyo-Tal in Richtung Cho Oyu. Ziel war die Überschreitung des Renjo La, um über Thame wieder Namche und Lukla zu erreichen.

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Namche Bazar mit Kongde Ri

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Von Namche nach Gokyo

Chörten mit Ama Dablam

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Normalerweise wird in Namche ein Akklimatisierungstag eingelegt, an dem man eine kleine Rundtour nach Khumjung macht. Da das Wichtigste daran die Übernachtung in gleicher Höhe ist und wir zeitlich knapp dran waren, hatten wir beschlossen, gleich am nächsten Tag über Mong La nach Phortse Drangka zu laufen.
Im Gegensatz zum bewölkten Vortag ist es fast wolkenlos.
Gleich oberhalb von Namche beginnt ein herrlicher Panoramaweg nach Sanasa. Es geht nur leicht auf und ab, wobei sich nach und nach die mächtigen Berggipfel zeigen. Bei einer Chörten öffnet sich der Blick zum Ama Dablam, während Nebelschleier noch den hinter dem Nuptse versteckten Gipfel des Mount Everest einhüllen. Diese lassen erahnen, wie kalt und stürmisch es dort oben sein muss.



Mittagspause am Mong La

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Kurz darauf erreichen wir Sanasa, wo wir auf der Terrasse eines der Teehäuser mit Blick über den weiten Talkessel eine gemütliche Rast einlegen. Hinter uns sind Bauarbeiten an einer neuen Lodge im Gange und das ständige Klopfen der Hammer und Meisel auf die Steine dringt zu uns, während eine Schar von Touristen auf dem Everest-Trek vorbeizieht.
Unser Weg zweigt kurz darauf von der Hauptroute ab. Steil steigen wir nun auf in fast 4000 m Höhe zum Weiler Mong mit traumhaft schöner Aussicht über das Tal zum Ama Dablam.
Etwa 400 Höhenmeter verlieren wir wieder beim Abstieg nach Phortse Drangka, wo wir bereits am frühen Nachmittag an unserer Lodge ankommen und uns eine Haarwäsche gönnen können, da die Haare in der Wärme schnell wieder trocknen.



Morgens in Dole

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Zwar sind es von hier nur 1200 Höhenmeter hinauf nach Gokyo, aber diese Strecke wird sinnvollerweise in drei Etappen aufgeteilt, damit sich der Körper langsam an die Höhe gewöhnen kann.
Viele Stufen führen uns steil hinauf nach Dole, einer kleinen Ansiedlung mit vielen Lodges, die wir bereits mittags erreichen. Nach einiger Zeit in der warmen Mittagssonne auf der Terrasse frischt der Wind stark auf und wir müssen uns in die Lodge zurückziehen. Ein Gewitter zieht auf und kurze Zeit später fallen die ersten Schneeflocken.



Am nächsten Morgen scheint die Sonne wieder und die Landschaft wirkt durch 10 cm Neuschnee wie verzaubert. Nach einer halben Stunde Aufstieg haben wir erstmals einen wunderbaren Blick über das Gokyo-Tal zum Cho Oyu und dem Pumo Ri.



Gokyo-Tal mit Cho Oyu

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Machhermo

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Auch an diesem Tag müssen wir uns nur wenig anstrengen. In etwa drei Stunden gelangen wir zu unserem nächsten Etappenziel, den Weiler Machhermo auf knapp 4500 m Höhe.



Gebetsfahnen über Machhermo

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Diesmal hält das Wetter auch nachmittags besser und Sebastian und ich können ohne Rucksack noch einige Meter zu einem Hügelkamm über Machhermo aufsteigen, wo viele Gebetsfahnen im heftigen Wind flattern.



Aufstieg zur Moräne des...

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Nun fehlen uns nur noch 400 Höhenmeter bis Gokyo, aber die Etappe zieht sich ganz schön in die Länge. Nachts frisch gefallener Schnee zwingt uns vor allem bei einem kurzen Abstieg zu Vorsicht, aber auch die Höhe setzt uns jetzt zu. Die letzten steilen Meter hinauf zur Gletschermoräne des Ngozumba Gletschers sind recht schweißtreibend. Hier wähnt man sich schon kurz vor Gokyo, kann auch die Hänge des Gokyo Ri sehen, aber es dauert noch und immer wieder geht es nun auf und ab im verschneiten Geröll. Zwischen der Seitenmoräne des Gletschers und den Berghängen sind die Gokyo-Seen eingeschlossen; teils liegen sie zugefroren, teils offen vor uns.



Gokyo-Seen

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Gokyo mit Blick zum Renjo La

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Zum Glück kommt irgendwann doch Gokyo in Sicht. Auf 4780 m Höhe zwischen einem fast zugefrorenen See und der Seitenmoräne des Gletschers gelegen ist es ist eine kleine Ansammlung von Lodges, in der es aber auch einen Buchladen und ein Cafe gibt. Gegenüber fällt der Blick gleich hinauf zum angestrebten Passübergang des Renjo La.



Nachdem wir uns vom kalten Wind in der Gaststube der Lodge wieder aufgewärmt haben, möchte ich auch noch den Ngozumba Gletscher sehen. Da Sebastian und Monika lieber faulenzen wollen, steige ich ohne Rucksack aber mit dem Fotoapparat bewaffnet hinauf zum Kamm der Seitenmoräne. Dort oben tut man gut daran, etwas Abstand zur brüchigen Kante zu halten. Der Blick über den Gletscher ist imposant, aber die Berge um den Cho Oyu wollen die Wolken einfach nicht ganz abschütteln. Peinlicherweise falle ich beim Rückweg zur Hütte beim Überqueren eines Baches noch fast hinein und komme etwas verdreckt mit nasser Hose zurück zur Hütte. Auch der Fotoapparat hat Dreckspritzer abbekommen und muss gereinigt werden.



Ngozumba Gletscher

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Kommentare

  • Blula

    Hallo Wolfgang!
    Ich kehre gerade atemlos von Eurer 3. Nepal-Trekking-Tour zurück, atemlos vor Begeisterung. Es ist so unglaublich spannend und anschaulich wie Du über diese erlebnisreichenTage berichtest, dass ich mir das fortwährend wie ein fantastischer Videofilm vorkam, der nicht nur diese einmalige Gebirgsregion zeigt, sondern die Strapazen und Herausforderungen der Bergsteiger, die es wagen, diese mit der ihnen eigenen Begeisterung auf sich zu nehmen. Ihre habt dafür meine volle Hochachtung. Dass nicht immer alles klappt auf so einer Tour, das gehört sicher dazu. Wenn nur letztendlich immer alles gut ausgeht, wie z.B. auch Dein Sturz in den Bach. Nicht auszudenken, wenn Du Dir dabei ein Bein gebrochen hättest.... !
    Danke für dieses unglaubliche Leseerlebnis und ja, ich bin auch sicher, dass dies nicht Dein letzter Nepal-Bericht gewesen ist.
    LG Ursula

  • Wolfgang122

    Hallo Ursula,
    vielen Dank für den begeisterten Kommentar; leider dauert es immer einige Zeit, bis ich dazu komme, einen Bericht zu schreiben, da der Übergang zur Arbeit knapp ist und ich auf die nächsten Ferien warten muss; dann ist es gar nicht so einfach, wieder hineinzufinden in die Reise.
    LG Wolfgang

  • ursuvo

    mir hat Dein Bericht auch sehr gut gefallen - ich kenne die Gegend nur aus Erzählungen und Bildern von Mann und Sohn - auch daher hat mich Dein Bericht sehr interessiert! und die zum Teil sehr schönen Bilder hätten ruhig ein paar mehr Stimmen bekommen können!!!
    LG Ursula

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