Moon, Malheur & Minidoka

Reisebericht

Moon, Malheur & Minidoka

Reisebericht: Moon, Malheur & Minidoka

Diese Reise führte uns von den Grand Tetons in Wyoming durch Idaho und Oregon. Wir besuchten Mesa Falls, Craters of the Moon National Monument, die Sawtooth Mountains, das Konzentrationslager Minidoka, Shoshone Falls und Boise. Das Malheur National Wildlife Refuge erkundeten wir wie die John Day Fossil Beds und wanderten gegen Ende der Reise durch den grössten Vulkan der Cascades.

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"Eine Geschichte aus dem 19. Jahrhundert, eine Geschichte aus dem 20. Jahrhundert und jede Menge Vulkanismus dazwischen, garniert mit allerlei Anekdoten" - so könnte man diesen Reisebericht betiteln. Aber ich brauchte einen griffigen Titel, der neugierig macht. Wenn ihr die seltsame Wortkombination nicht einordnen könnt, sollte das ein Ansporn sein, einfach weiterzulesen...
Die Lektüre wird nicht immer einfach. Eine Reise durch die Vereinigten Staaten ist meistens sehr schön wegen der unglaublich schönen und vielfältigen Natur, den Bequemlichkeiten der Zivilisation und der Unkompliziertheit der Menschen. Macht man auf einer Reise auch Ausflüge in die Geschichte eines Landes, so wird man sich auch der Härte des Landes selbst, aber auch der Härte und Brutalität von Menschen wieder sehr bewusst. Aber schliesslich sollen / müssen wir aus Geschichte auch lernen.



Grand Teton Nationalpark



Mesa Falls

Caribou Targhee National Forest

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Mit den grandiosen Aussichten auf die 64 km lange Kette der Grand Tetons verabschiedete ich mich vom ersten Teil dieser umfangreichen Reise (siehe Bericht "Coulee, Cataldo & Caldera"). Nun verliessen wir die Grand Tetons und fuhren ins Einzugsgebiet des Snake River. Einige der Nebenflüsse des Snake River haben wenig fantasievolle Namen. Einer, der den unscheinbaren Namen "Henry's Fork" trägt, fliesst durch geologisch hochinteressantes Terrain. Er fliesst nämlich mitten durch die älteste der drei jüngsten Yellowstone-Calderas. Die Wälder entlang des Flusses sind geschützt und tragen den Namen Caribou-Targhee National Forest. Dieses Schutzgebiet ist Teil des Greater Yellowstone-Ökosystems.



wohin das Monster kriecht....

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Die nordamerikanische Platte verschiebt sich etwa 2cm in Richtung Südwesten. Der stationäre Yellowstone Hotspot scheint sich also von Südwesten nach Nordosten zu bewegen. Die ersten Einsturzkrater des Yellowstone Hotspot entstanden vor 16 Millionen Jahren im heutigen Grenzgebiet der Staaten Oregon, Nevada und Idaho. Seit dieser Zeit schmolz der Hotspot die Rocky Mountains im gesamten südlichen Idaho nach und nach auf und hinterliess eine bogenförmige, 130km breite und 640km lange Schneise im Gebirge. Im eigentlichen Yellowstone-Gebiet gibt es heute 3 Calderas, deren jüngste mitten im Yellowstone Nationalpark liegt und 600000 Jahre alt ist. Die älteste der Yellowstone-Calderas liegt im heutigen Caribou-Targhee National Forest. Sie ist 2 Millionen Jahre alt.



Upper Mesa Falls



Steter Tropfen...

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Die Felswände des Mesa Falls Canyon zeugen heute noch vom vulkanischen Drama, das diese erstaunliche Landschaft schuf. Vor über einer Million Jahren begrub der Vulkan das östliche Idaho und bedeckte die gesamte Fläche der heutigen Vereingten Staaten mit Asche. Die Eruption war geschätzt 2500 Mal stärker als die Eruption des Mt.St.Helens im Jahr 1980. Die Asche verfestigte sich hier bis zu 300 Meter dickem, hartem Tuff und der Henry’s Fork grub sich langsam in den Felsen. Obwohl es später noch einzelne Lavaflüsse gab, grub der Fluss weiterhin geduldig den Canyon aus. Eine besonders harte Schicht widerstand dem Fluss. Sie ist heute das Flussbett oberhalb der Upper Mesa Falls.



Igitt !

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Da wir im relativ weit entfernten Idaho Falls übernachteten, statteten wir dem Caribou-Targhee Forest nur einen Tagesbesuch ab. Der Mesa Falls Scenic Byway ist eine Nebenstrasse, die an zwei der unberührtesten grossen Wasserfälle des Westens vorbeiführt. Die Upper Mesa Falls sind ein beeindruckendes Naturschauspiel von der Höhe eines zehnstöckigen Gebäudes. Kein Damm für Trinkwasser- oder Energieerzeugung stört den Flusslauf und obwohl es an diesem Wasserfall einen grossen Parkplatz und ein Besucherzentrum gibt, gehörten wir an diesem sonnigen Maitag zu den seltenen Besuchern dieses Naturschauspiels. Da wir auch ein bischen wandern wollten, machten wir uns auf den Pfad zu den Lower Mesa Falls, dem nur 2km entfernten zweiten Wasserfall. Sowohl auf dem Pfad als auch an diesen Wasserfällen waren wir ganz alleine. Zu gross ist einfach die Anziehungskraft des nahen Yellowstone Nationalparks, so dass dieses Kleinod hier meist links liegenblebt.



Lower Mesa Falls



Craters of the Moon

Middle Butte

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Auf der Fahrt durch die Snake River Plain sieht man vereinzelte grosse Aschekegel in der ansonsten völlig ebenen Landschaft. Sie zeugen von gelegentlicher vulkanischer Aktivität nach den grossen Eruptionen des Yellowstone-Hotspots. Die jüngste Zone intensiver Lavaflüsse ist das Gebiet des Craters of the Moon National Monument. Die Zone wird auch „Great Rift“ genannt, „Grosse Bruchzone“. Es handelt sich um ein 84km langes Spaltensystem, das 15000 bis 2000 Jahre vor unserer Zeit aktiv war. Es liegt durchschnittlich 1750m über dem Meer.



Big Southern Butte

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Das heutige Schutzgebiet befand sich vor rund 11 Millionen Jahren über dem Yellowstone-Hotspot. Das aus dem Erdmantel aufsteigende Magma schmolz Granitgestein der Erdkruste. Dabei wölbte sich die Erdoberfläche auf. Bei einer weiteren Steigerung der Energie kam es zur katastrophalen Eruption und der geschmolzene Granit wurde in Form von Rhyolith ausgeworfen. Dabei entstanden eine Caldera und großflächige Tuff- und Aschenschichten. Mit der Wanderung der Kontinentalplatte verschob sich der Ort der nächsten Eruption. Für die Snake River Plain sind 142 massive Eruptionen nachgewiesen, dazu kommen hunderte mittlere und kleinere. In der Erdkruste hinterließen die Schmelzvorgänge des Hotspots eine 10–15km dicke Schicht aus basaltischer Schlacke, die bis heute überwiegend in geschmolzenem Zustand ist. Sie liefert seither die Energie für die vulkanische Aktivität in der Region. Die Oberfläche sank nach dem Abkühlen ab, es kam zu einer Setzung, die den Zugweg der Nordamerikanischen Platte über den Hotspot hinweg markiert: die Tiefebene der Snake River Plain.



Frühling auf dem Mond



Schulausflug auf den Mond

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Erst 1901 besuchte der erste Geologe das Gebiet und 1924 wurde eine erste Beschreibung in der Geographical Review veröffentlicht. Gleichzeitig untersuchten zwei geologische Laien aus Boise das Gebiet. Einer von ihnen, Robert W. Limbert, veröffentlichte 1924 einen Bericht über die Expedition im National Geographic Magazin unter dem Titel „Among the ‚Craters of the Moon‘“. Es gab in der Folgezeit mehrere Anläufe, das Gebiet zu einem Nationalpark zu machen, aber 1970 konnte sich der Kongress der Vereinigten Staaten nur dazu durchringen, den Großteil des National Monuments zusätzlich als Wilderness Area, die strengste Klasse von Naturschutzgebieten in den USA, auszuweisen.



The long and winding road



Ein Krater unter tausenden

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Auch im Craters of the Moon National Monument wollten wir uns bewegen. Die Jahreszeit (Mitte Mai) ist die beste Zeit für Wanderungen. Die Temperaturen können im Winter auf unter -30°C fallen und im Sommer kann die Oberfläche der schwarzen Lava schon mal über 80°C heiss werden und entsprechend abstrahlen. Der für Touristen zugängliche Teil der Lavafelder hat ein kleines Strassennetz mit zahlreichen Aussichtspunkten und kürzeren Rund- und Stichwanderwegen. An einem Tag - wenn man früh genug dran ist - kann man locker alle kurzen Wanderwege ablaufen und bekommt ein intensives Bild der Region. Nur einer der Wanderwege führt richtig weit hinaus in die Wildnis, daher wurde ihm auch der treffende Name "Wilderness Trail" gegeben. Aus zeitlichen Gründen wanderten wir nur ein Drittel dieses Pfades, aber abenteuerliche Naturen mit viel Zeit können da draussen in der Wildnis - mit Erlaubnis der Parkleitung - in einem Krater auch campen. Für die abenteuerlichen, aber ängstlichen Naturen unter Euch: zu Weihnachten 2012 wurde im Craters of the Moon National Monument der erste Wolf seit 1923 gesichtet ;-)



Craters of the Moon



Witch's Broom

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Die Schlangenlegende

Nach einer Sage der First Nations soll vor langer, langer Zeit eine gewaltige Schlange existiert haben, die viele Kilometer lang gewesen sein soll. Sie lag in der weiten Ebene, wo heute der Snake River fliesst. Obwohl die Schlange keinem menschlichen Wesen jemals Schaden zufügte, war sie dennoch gefürchtet. An einem Frühlingsmorgen erhob sich die Schlange aus dem Winterschlaf, verliess ihr Bett und begab sich zu einem Berg im Norden, wo sich heute Craters-of-the-Moon befindet. Dort ringelte sich die Schlange um den Berg und sonnte sich. Nach einigen Tagen kam ein Gewitter über das Land und erregte mit Blitzen und Donnern den Zorn der Schlange. Wütend begann sie, sich fester und fester um den Berg zu winden. Bald zerbröckelten die Felsen des Berges, aber die Schlange drückte immer fester zu. Schliesslich wurde der Druck so gross, dass die Steine anfingen zu schmelzen und Feuer aus den Spalten kam. Als flüssig geschmolzene Felsen die Berghänge hinabglitten, konnte die Schlange sich nicht schnell genug in Sicherheit bringen und sie verbrannte auf den heissen Felsen. Nach einiger Zeit brannten die Felsen aus und wurden wieder kalt und fest. Bis auf den heutigen Tag kann man die Asche der Schlange sehen und einige ihrer verkohlten Knochen und Rippen ragen leblos aus dem Boden.



Blue Dragon Flow



Endlich grün

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Zufällige archäologische Funde beweisen die Anwesenheit von Vorfahren der Shoshone-Bannock in diesem Gebiet zu einer Zeit, als die letzten grossen Eruptionen stattfanden. Man fand Abfall aus der Herstellung von Pfeilspitzen und Steinbrüche, wo Tachylit abgebaut wurde. Tachylit ist, ähnlich dem Obsidian, ein glasartiges vulkanisches Gestein. Faustkeile, Stössel und Mahlsteine sowie Tonscherben fanden sich ebenfalls.
Offensichtlich war das Gebiet vor langer Zeit sehr wildreich, so dass sich die Stämme der First Nations hier gerne ansiedelten. Lavaröhren dienten als Kühlschränke, denn sie hielten ganzjährig eine konstante, niedrige Temperatur. Hinweise dafür sind zahlreiche von Menschen bearbeitete Knochen von Bison, Hirschen und anderen Tieren.



Stricklava



River of No Return

River of No Return

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Der Salmon River entspringt im Tal der Sawtooth Mountains. Er ist der grösste Zufluss des Snake River. Er fliesst 680km durch das zentrale Idaho, entwässert mehr als 36000 Quadratkilometer und hat ein Gesamtgefälle von 2300 Metern. Er wird auch „River of No Return“ genannt, weil die Lewis & Clark Expedition von 1805 den Fluss wegen seiner Stromschnellen und zerklüfteten Canyons als unpassierbar einstufte. Nachdem 1954 der Film „River of No Return“ mit Marilyn Monroe und Robert Mitchum veröffentlicht wurde, wurde das Gebiet ein populäres Urlaubsziel.



Bergkette der Sehnsüchte



Salmon River

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Der Königslachs (Chinook), die grösste der drei in Idaho vorkommenden Lachsarten, hat hier seine Kinderstube, bevor er die lange Reise bis in den Pazifik antritt. Nach drei bis vier Jahren kommen die erwachsenen Tiere hierher zurück, um abzulaichen und zu sterben. Mit gut 1500 Kilometern zwischen dem Sawtooth Valley und dem Pazifik gehört die Reise der Königslachse zu den längsten Tierwanderungen in Nordamerika. Früher produzierte das Tal 45 Prozent der Königslachse im gesamten Einzugsgebiet des Columbia River.
Der Redfish Lake in 1996m Meereshöhe wurde nach den brillianten Farben der laichenden Fische benannt. Der heute bedrohte Blaurückenlachs kam einst in Tausenden und Abertausenden zu den Seen im Sawtooth Valley um zu laichen. Davon sind heute nur noch jämmerliche Reste vorhanden.



Probweis', delikat und kühn



Wo ist der See

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An einem sonnigen Morgen fuhren wir von Ketchum über einen Pass ins Quellgebiet des Salmon River. Hoch über dessen Tal thront die beeindruckende Kette der Sawtooth Mountains und unter den Bergen, in einem Seitental, liegt der Redfish Lake, dessen Namensgeber leider nicht mehr so häufig anzutreffen sind. Unser Plan für den Tag war eine Wanderung am Redfish Lake. Auf dem Pass war die Strasse leicht überfroren und als wir am Redfish Lake ankamen, froren wir auch. Da half nur noch Bewegung, um den Körper zu wärmen. Vom Parkplatz aus führte der Pfad durch ein sonnenbeschienenes Birkenwäldchen steil bergan und sehr bald verschwand jegliche Aussicht, weil wir durch dichten Nadelwald laufen mussten. Eine gute Stunde stetigen Bergauflaufens wärmte uns gut durch und als in höheren Regionen der Wald stellenweise lichter wurde und die Sonne durchkam, konnte ich sogar die Jacke ausziehen, behielt aber die Handschuhe sicherheitshalber an.



Frühlingsfrische



Bench Lakes

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Hoch über dem Redfish Lake schien die Sonne, aber unter uns versperrte ein Nebelfeld den Blick auf den See. Eine Abzweigung stellte uns vor die Entscheidung, ob wir eine kleine Stichwanderung zu den Bench Lakes machen sollten. Die Bench Lakes liegen 400 bis 700 Meter über dem Niveau des Redfish Lake. Wir vermuteten, dass wir wegen des in höheren Lagen noch liegenden Schnees nicht sehr weit kommen würden, aber da wir genügend Zeit hatten, nahmen wir gerne einen kleinen Umweg in Kauf. Nach kaum einer halben Stunde mussten wir auch schon das erste Schneefeld überqueren. Der unterste der Bench Lakes war für uns gerade noch erreichbar, dann wurde das Gelände doch zu unwegsam. Da vor uns keiner hier gelaufen war, konnten wir auch den Pfad über den Schnee nicht weiter verfolgen. Anstrengend wurde auch das Laufen im Schnee. Einige Schneefelder waren hart wie Fels und man konnte bequem darauf laufen, bei anderen hielt die vereiste Kruste unseren Gewichten nicht stand und brach ein. So erreichten wir mit Ach und Krach den ersten See, suchten uns ein trockenes, sonniges Plätzchen für ein spätes Frühstück und machten uns auf den Weg zurück auf unsere ursprüngliche Route.



Redfish Lake



Mule Deer

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Auf dem Höhenrücken zwischen Bench Lakes und dem Redfish Lake wurden wir - rückwirkend gesehen - für den mühseligen Umweg belohnt: in der Zwischenzeit hatte sich die Nebelbank über dem Redfish Lake aufgelöst. Glasklar lagen See und umliegende Berge vor uns. Die anstrengenden Höhenmeter hatten sich gelohnt. Auf langgezogenen, sonnigen Serpentinen ging es zum Südende des Sees hinab. Unterwegs beobachteten wir 3 junge Maultierhirsche, die von jungem Holz naschten. Oder beobachteten sie uns, die wir vom Müsliriegel naschten? Wer weiss das schon? Eine Mehrheitsentscheidung wäre 3:2. Dort unten am Südende des Redfish Lake gibt es eine Bootsanlegestelle. Wanderfaule können sich also direkt hierher bringen lassen. Da aber ausser uns keine Menschenseele dort war, liessen wir uns gemütlich auf dem Bootssteg nieder und picknickten in der Sonne. Da unsere Füsse heissgelaufen waren, bot sich das kalte Wasser zur Erholung an. Ich zog die Schuhe aus und hielt meine Füsse in Wasser - allerdings keine drei Sekunden lang. Das Wasser war eiskalt! Wen wundert's? Heute Morgen gab es schliesslich noch Frost und auch wenn es um die Mittagszeit angenehme Temperaturen gab, ist und bleibt der See hochalpin. Meinen Reisegenossen schreckte das nicht. Er zog sich aus und schwamm eine kurze Runde. Manchmal wurde es mir in seiner Gegenwart unheimlich...



3 junge Maultierhirsche



Grand Mogul

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Die Hälfte war geschafft und da es weder ein Boot noch eine Abkürzung zurück gab, beschlossen wir, den See komplett zu umrunden. Die Anstrengung wäre ohnehin in beide Richtungen gleich gewesen. Wir mussten auf der Südostseite des Sees wieder Höhen erklimmen, die nahe an die Höhen der vorher besuchten Bench Lakes heranreichten. So überwanden wir im Lauf des Tages so etwa 1200 Höhenmeter. Einige Wochen zuvor machten wir auf Hawai'i eine knapp über 20km lange Wanderung am Kilauea und nannten sie hinterher unseren "death march", da die Wanderung über dampfende, zerklüftete Lavafelder führte. Unsere heutige Wanderung mit diesem enormen Höhenunterschied und einer zurückgelegten Entfernung von 32km hätte auch einen eigenen Namen verdient, aber wir hatten unser vokabularisches Pulver schon verschossen und es fiel uns nichts besseres ein als "death march number two".



Sawtooth Mountains


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Kommentare

  • astrid

    Das Warten hat sich gelohnt - was für ein umfangreicher, informativer und hervorragend bebilderter Bericht! Du hast Dir sehr viel Arbeit gemacht, vielen Dank dafür, so können auch wir an dieser Reise teilhaben. Ich bin kein USA-Fan, aber allein Deine Fotos machen schon ziemlich viel Lust hinzufahren!
    LG Astrid

  • Blula

    Lieber ULI,
    auch diesen neuen Reisebericht von Dir, der ja der letzte einer Trilogie von 3 Berichten ist, habe ich nicht nur gelesen, sondern, ich möchte beinah sagen, ich habe ihn studiert. In jedem Abschnitt ist doch auch Dein unglaublich fundiertes Wissen erkennbar und dieses vermittelst Du hier in so angenehmer Weise. Du hast unheimlich viel gesehen und erlebt in diesem fantastischen Teil der USA und ich bin begeistert mitgereist. Die einmaligen Landschaftsbilder und wie Du sie auch noch dazu beschreibst haben mich beeindruckt. Ich sage herzlich DANKE, auch für die ungeheure Mühe, die Du Dir gemacht hast.
    Übrigens, ich bin ziemlich überzeugt davon, dass Du Dir irgendwann eine weitere Teilstrecke dieses herrlichen Pacific Crest Trail' s vornehmen wirst.
    LG Ursula

  • Wilfried_S.

    Ich könnte jetzt einfach Ursulas Kommentar kopieren....
    ....
    oder mich einfach für den überaus interessanten Bericht bedanken und zu den vielen großartigen Bildern gratulieren.
    LG Wilfried

  • Chrissi

    Die Reisecommunity kann sich wirklich freuen über solch hervorragende und lehrreiche Berichte.
    LG Christel

  • ursuvo

    es hat zwar gedauert - aber es hat sich wirklich absolut gelohnt diesen gelungenen, informativen, sehr gut geschriebenen und mit klasse Bildern versehenen Bericht zu lesen! Du hast hier keine Fragen offen gelassen - selbst mein sehr kritischer Mann war sehr angetan von diesem Bericht!!
    Danke für die Mühe die Du Dir damit gemacht hast - hat sich auf alle Fälle mehr als gelohnt!!!!!
    LG Ursula

  • Krosby01

    Atemberaubend. Sagte jemand einmal, „ein Bild sagt mehr als tausend Worte“. Mit weniger aber unglaublichen wohlüberlegten Worten, hast Du es geschafft, dieses vielfältige Land perfekt auszumalen. Ich danke Dir ganz herzlich für die Beschreibung, die Fotos, und die Erinnerungen. Entschuldige bitte meine (ohne Zweifel) viele Fehler. Ich lerne doch Deutsch!

  • tumtrah

    Lieber Uli,
    was für ein Bericht! Ein "echter Matulr"!! Eines deiner vielen schönen Fotos hast du getitelt "Geschichte zum Anfassen". Ich möchte ergänzen: "Biologie zum Anfassen", "Geologie zum Anfassen"!! Dazu noch Ausflüge in andere Disziplinen, wie z .B. in die Mineralogie, wo du über die Entstehung von Obsidian sprichst. Zwei Jahre, schreibst du, läge diese Reise zurück. Mir drängt sich der Eindruck auf, als habest du in den vergangenen zwei Jahren nichts anders getan, als zu recherchieren und nochmals zu recherchieren. Wo hast du nur all die vielen Informationen her?! Und all das vermittelst du mit einer ungeheuren sprachlichen Fertigkeit! Dass dein "Wandertraum", von dem du rückblickend sprichst, in Erfüllung gehen möge, wünsche ich dir von Herzen. Was mich betrifft, hast du auch einen Traum in mir erweckt: einmal die Painted Hills von Oregon zu erleben.
    LG und frohe Ostern!
    Hartmut

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  • matulr

    Vielen Dank für all Eure Kommentare! Es ist schön, dass wenigstens ein paar Leute das Lesen noch nicht ganz verlernt haben. Die meisten scrollen nur durch die Bilder, vergeben ein paar Punkte und sehen die wunderbaren Geschichten hinter den Bildern gar nicht.
    Leider gibt es hier viele Bilder, deren GUTE Fotografen sich nicht die Mühe machen, auch nur einen winzigen Kommentar zu ihren Werken zu schreiben - wie schade!
    LG ULI

  • widix

    Lieber Uli,
    Danke für diese fantastische Reise, die ich virtuell mit Dir machen durfte. Die Bilder sind unglaublich schön und beeindruckend. Ich kenne den Yellowstone National Park, aber erst jetzt merke ich, wie viele schöne und spannende Landschaften und Sehenswürdigkeiten im Nordwesten der USA liegen. Dein Bericht ist wie immer sehr spannend und interessant, v. a. die geologischen Themen mag ich ganz besonders und die Hintergrundgeschichten zu eurer Reise sind wunderbar. Ich bin ein großer Fan von mythologischen Geschichten und daher hat mich natürlich auch die Story der First Nations fasziniert. Nochmals vielen Dank für diesen klasse Bericht, bzw. die Trilogie.
    LG Sabine

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