VON VENEDIG NACH KUBA UND NOCH EIN BISSCHEN KARIBIK

Reisebericht

VON VENEDIG NACH KUBA UND NOCH EIN BISSCHEN KARIBIK

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DIE ANREISE

VOM BUS AUS GESEHEN

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Das Kofferpacken klappt ja inzwischen schon sehr gut – mein Koffer hat grade mal die 20 erlaubten Kilo – habe mir zum ersten Mal eine Kofferwaage gegönnt - nachdem ich gelesen hatte, was so ein bisschen Übergepäck auf dem Rückflug kosten würde!
Auf dem Kölner Flughafen vergehen die vier Nachtstunden bis zur Abfahrt unsres Busses nach Venedig relativ schnell. Ein spannender Krimi hilft, die Wartezeit zu verkürzen.
Am 28.November startet der Bus pünktlich morgens um halb fünf.
Mit einem gemütlichen Platz ganz hinten überstehen wir die ca. 12 Stunden Fahrt bis Verona problemlos.
Hier werden wir in einem sehr gut ausgestatteten Hotel untergebracht.
Das Frühstück am nächsten Morgen gönnen wir uns in einem ruhigen und gepflegten Raum mit sehr gut bestücktem Buffet. Als der Kellner merkt, dass wir zur Reisegruppe gehören und eigentlich im großen Saal sein sollten, schickt er uns trotzdem nicht weg! Was unsre Freude später erhöht hat, als wir erfahren, dass man im großen Saal überall am Buffet ewig anstehen musste.



DURCH DIE SCHWEIZ



VON VENEDIG BIS MESSINA

SACRARIO DI CRISTO RE IN MESSINA

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Auf der Weiterfahrt nach Venedig ist morgens um sieben die Landschaft noch „gefroren“ – Minus 2 Grad!
Den Hafen haben wir schon knapp zwei Stunden später erreicht und unsre Meerblickkabine auf dem Schiff können wir bereits um halb elf beziehen – die Koffer kommen leider erst kurz vorm Abendessen um sechs. Da passieren wir schon die Lagune von Venedig.
Der Tisch, der uns im Restaurant zugewiesen wird, liegt wunderbar abseits des großen Speisesaals – außer unserm runden Tisch für 7 Personen stehen hier nur noch drei andere Tische – und so können wir uns allabendlich mit den sehr netten Tischgenossen bestens unterhalten.
Der erste Tag an Bord ist ein stürmischer Seetag auf dem Weg nach Malta – so ist es jedenfalls geplant.
Nachmittags erfahren wir dann, dass Malta wegen stürmischer See ausfallen muss – stattdessen werden wir Messina in Sizilien anlaufen. Mir ist’s egal – ich war ja schon mal dort – aber der E und auch andere Leute sind doch enttäuscht. Naja – Messina kennen wir ja nur von der Durchreise vor einigen Jahren.
Später hören wir aber von Leuten die an diesem Tag in Malta waren, dass da bestes sonniges Wetter geherrscht hatte……….???
Nach dem ersten, von vielen folgenden Frühstücken unter Heizstrahlern an Deck, ziehen wir unsre wärmsten Jacken an um dann ein paar Stunden im stark bewölkten und kühlen Messina zu verbringen.
Vom Schiff aus kann man direkt in die Altstadt laufen – zum Platz mit der interessanten Kathedrale Maria Santissima Assunta sind es nur fünf Minuten.
Der im mittelalterlichen Stil 1933 errichtete Glockenturm ist 48m hoch und beherbergt eine mechanische Uhr mit verschiedenen beweglichen Elementen – das ist schon sehr interessant und sehenswert!
Interessanter ist es für uns aber dann, bergauf, und zum Teil über viele Treppenstufen, hoch in die Stadt zu laufen. Eine schon vom Schiff aus zu sehende Gedenkstätte - Sacrario di Cristo Re - und eine Kirche die auch auf dem Hügel über der Stadt liegt sehen wir uns auch von innen an.
Aber nach ca. drei Stunden Stadtbummel bei windigen12° ist es dann auch genug. Das Mittagessen nehmen wir lieber auf dem warmen Schiff zu uns. Leider kann ich, wie schon im letzten Jahr, den kleinen bunten Dessertteilchen nicht widerstehen………………
Kurz vor Sonnenuntergang um 16°° geht die Fahrt weiter durchs sehr stürmische Mittelmeer das ich dank „Reisepillen“ sehr genießen kann.



GANZ SCHÖN VIELE TREPPEN.....



EIN SEETAG BIS BARCELONA

SO LANGSAM WIRD MIR HIER DAS...

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Am nächsten Tag – einem Seetag - können wir uns von den „Strapazen“ des Vortags erholen;-)
Nachmittags kann ich vom Heck aus – meinem Lieblingsplatz – beobachten, wie mindestens drei oder viermal der Motor nicht mehr läuft – das Schiff gleitet jeweils für kurze Zeit fast geräuschlos dahin.
Nachdem ich vor der Reise gelesen hatte, dass die Passagiere auf einer der vorhergegangenen Reisen dieses Schiff vorzeitig wegen Motorschaden verlassen mussten, bin ich doch etwas unruhig……….
Später müssen wir uns fürs erste abendliche Galaessen vorbereiten. Nachdem ich Nachmittags schon ausgiebig dem „Keksbuffet“ zugespro¬chen hatte, ist die Gala-Speisekarte nur noch wenig interessant – mein „All-inclusive“ Tischnachbar spendiert mir später einen Grappa…….:-)
Die Flasche Tiroler Rotwein zu 36€ im Sonderangebot ist dann auch die letzte Flasche die wir zum Essen getrunken haben – Wasser tut’s auch – alkoholische Getränke genießen wir doch besser in einer der zahlreichen Bars - oder später dann an Deck – und der Wein ist dort auch billiger – obwohl wir uns lieber den Prosecco gegönnt haben.
Die Nacht verläuft bei Windstärke 12 sehr stürmisch – das ist aber beim Einschlafen sehr gemütlich.
Am 2.Dezember sind wir pünktlich um 9°° in Barcelona. Hier ist es auch kalt, grau und stürmisch.
Die Stadt hatten wir schon früher mal eine Woche lang erkundet, und so flüchten wir für ein paar Stunden ins warme Aquarium am Hafen.
Das kennen wir schon, und für uns ist es auch diesmal wieder sehr interessant.



BARCELONA 2.DEZEMBER 17:19



VALENCIA - CIUDAD DE LAS ARTES...

ARCHITEKTENKUNST IN VALENCIA

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Um 18°° geht die Fahrt weiter nach Valencia wo wir nach einer weiteren stürmischen Nacht morgens um 8°° bei strahlender Sonne und 7° anlegen.
Das Schiff können wir erst kurz vor zehn verlassen. Wir haben nur wenig Zeit denn um halb eins müssen wir schon wieder an Bord sein.
Dann geht es aber schnellen Schrittes Richtung Ciudad de las Artes y las Ciencias,(Stadt der Künste und der Wissenschaften) Das ist ein kultureller und architektonischer Gebäude- und Parkkomplex in Valencia.
Ich hatte Fotos von dort gesehen und will diese tolle Architektur(von Calatrava) mal „live“ erleben.
Nach einigem Umherirren kommen wir immerhin „schon“ nach einer knappen Stunde dort an.
Der Himmel ist wolkenlos blau – ideales Fotografierwetter.
Und dann geht es – immer mit Blick auf die Uhr – zur „Besichtigung“.
Der Anblick dieses Komplexes ist für mich überwältigend - ich bin total begeistert!! - leider haben wir viel zu wenig Zeit! Für ein paar Bilder hat es grade gereicht…. – das naturwissenschaftliche Museum hätten wir dort auch gern besucht………..man kann halt nicht alles haben.
Für nähere Informationen hier ein Link:
http://www.visitvalencia.com/de/was-zu-besuchen-valencia/stadt-der-kunste-und-der-wissenschaften/was-ist-die-stadt-der-kunste-und-der-wissensc
Auf dem Rückweg kommen wir auch wieder vom Weg ab – dafür sehen wir aber auch ein Stück der früheren Formel-1 Rennstrecke.
In fast letzter Minute kommen wir grade noch pünktlich zum Schiff, das schon um 13°° ablegt.
Abends werfen wir mal einen „Blick“ ins Theater – ein Tenor singt zum Klavier „volkstümliche“ Weisen…………………..



EINE RIESENECHSE?



MALAGA

EIN BLICK AUF DEN HAFEN...

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Am 4.Dezember – blauer Himmel über Malaga.
Wir laufen heute bei herrlichem Frühlingswetter zu Fuß in die Stadt.
Die Alcazaba - eine oberhalb der Stadt befindliche Festungs- und Palastanlage – ist unser Ziel. Und als wir dann direkt an einem Aufzug landen der uns nach oben bringt, zögern wir nicht lange und erstehen für 1,20€ p.P. ein Ticket. Wir haben ja noch mehr vor;-)
Es ist schön, die bekannten Orte in der Festung mal wiederzusehen und auch, die Aussicht auf die Stadt und den Hafen zu genießen – sogar die steinerne Badewanne steht noch dort;-)
Eigentlich wollen wir bis ganz oben hin – als der Weg aber unerwartet an einem Gitter zu Ende ist, ist das für uns ein Grund, den Weg nach unten in die Altstadt anzutreten.
Hier wollen wir, wie schon vor einigen Jahren mal, im Freien ein Gläschen Malaga zu uns zu nehmen. Das ist dann aber durch den kühlen Wind doch zu ungemütlich – und so schlendern wir, nach einem Besuch im Eiscafe, gemütlich zum Schiff zurück.
Um 18°° geht’s weiter.
Die abendliche Flamenco-Show im Theater hindert mich trotz einer guten Vorführung leider nicht am Einschlafen – ich hätte sie ja ganz gern gesehen………;-)



PROMENADE IN MALAGA



MADEIRA - BOTANISCHER GARTEN

AUSSICHT AUF FUNCHAL AN EINEM...

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Nach einem sonnigen Seetag den man sehr schön an Deck verbringen kann, gibt es am Morgen danach eine Enttäuschung – Madeira empfängt uns erstmal mit Regen.
Bei unserm dritten Kurzbesuch in Madeira wollen wir trotzdem endlich mal den Botanischen Garten sehen.
Den Weg zur Seilbahn entlang der Promenade können wir trockenen Fußes zurücklegen. Die Sonne läßt sich aber nicht blicken.
Mit der Seilbahn(Kombiticket Seilbahn incl Eintr. Bot.Garten ca. 30€) geht es zuerst bis zum „Tropical Garden“(der auch sehr sehenswert ist), von dort muss man ein Stück bergab zur Seilbahn, die zum Botanischen Garten fährt, laufen.
Und überall stehen schon die Weihnachtsbäume „bei Fuß“. Heute ist ja auch der 6.Dezember – Nikolaus.
Der Botanische Garten ist trotz gelegentlicher Regenschauer wirklich sehenswert. Und die umfassende Aussicht über Funchal ein zusätzliches Plus. Gut, dass ich bei diesen, zum Teil ziemlich steilen, Wegen, wieder ein funktionsfähiges Knie habe;-)
Wir halten uns schließlich so lange dort auf, dass wir den Weg zurück zum Schiff, wie schon bei früheren Aufenthalten, im Eilschritt zurücklegen müssen.
Und so ist wieder ist es nix mit einem gemütlichen Kaffeetrinken in der weihnachtlich geschmückten Fußgängerzone – vielleicht klappt es ja beim nächsten Besuch;-)
Um 16°° legen wir ab – die Sonne geht langsam unter.
Jetzt folgen fünf Seetage – jede Nacht wird nun die Uhr um eine Stunde zurückgestellt.
Als wir nach dem Abendessen an der Band, die grade einen schönen Rock ’n’ Roll spielt, vorbeigehen, zieht mich spontan unsre jüngere „Tischgenossin“ auf die Tanzfläche. Ich hab’ ja noch nie mit einer Frau getanzt – aber das hat mir jetzt doch mal so richtig Spaß gemacht – habe auch tapfer bis zum Ende durchgehalten;-)
Den starken Seegang auf dem Atlantik haben wir nach einem oder zwei Grappa in der Bar kaum noch gespürt.



VOGELFREI


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Kommentare

  • Blula

    Liebe Ursula!
    Na, das war ja wieder eine interessante, wenn auch mitunter strapaziöse Kreuzfahrt, die Ihr da im Dezember unternommen hattet. Eine schöne Route war's auf jeden Fall. Deine Fotos, die Du uns in den letzten Monaten davon zeigtest, waren bereits ein guter Vorgeschmack auf diesen unterhaltsamen Bericht, den zu lesen mir wieder viel Vergnügen bereitet hat, obwohl, wie schon öfter erwähnt, ich keine Kreuzfahrerin bin und wohl auch nicht mehr werde. Mir persönlich ist das zu trubelig. Aber zugegeben, Ihr habt natürlich wieder enorm viel gesehen und erlebt während der 20 Tage, vor allem Kuba, was mich auch nochmal reizen würde.
    Danke für diesen ausführlichen, aber in keinster Weise langatmigen Bericht, denn Deine Schilderungen sind stets lebendig, Du lässt weder positive noch negative Momente und Eindrücke aus. So muss ein Reisebericht sein.
    LG Ursula

     

  • SchroedingersKatze

    Definitiv nicht meine Art zu reisen. Aber interessant und spannend dargestellt.
    LG Ulf

  • alfred1952

    Hallo Ursula,
    Darf man mal fragen, mit wem Ihr unterwegs ward? Würde mich als ebenfalls Kreuzfahrer mal interessieren.
    LG Alfred

  • bezi

    Ursula, eine Kreuzfahrt mit dir ist immer spannend und unterhaltsam, an manchen Tagen aber auch ganz schön anstrengend;-) Mir hat dein Bericht auch sehr gefallen.
    LG Claudia

  • cablee

    Ein sehr guter Reisebericht, Ursula, ich habe dich gerne begleitet! Du hast eine Menge zu sehen bekommen, das würde mich natürlich auch reizen, aber der von dir geschriebene Satz
    " wird aber leider schon zum Aufbruch gedrängt"
    hält uns von Kreuzfahrten (bisher) ab. Mein Mann und ich können es beide nicht vertragen, wenn man uns sagt, wo wir wann wie lange zu bleiben haben.

    LG
    Gila

  • matulr

    Liebe Ursula,
    sehr kurzweilig erzählst Du hier von allen Vor- und Hinterteilen einer Kreuzfahrt! Ich mag Deinen Schreibstil!
    Wie Gila schreckt mich auch das enge Zeitkorsett einer solchen Reise ab. Die Erkältung hattest Du auch nicht von Wind und Wetter, sondern von den lieben schniefenden Mitreisenden, mit denen Du wochenlang Schlange gestanden bist ;-)
    Ein ganz starkes Plus einer solchen Reise ist jedoch die Tatsache, dass man in extrem kurzer Zeit einen sehr breiten Überblick über eine ganze Region bekommen kann und sich für etwaige Folgereisen die Rosinen herauspicken kann, die man dann intensiver durchkaut. 11 (Länder) auf einen Streich! Wenn man sich da die Kosten pro Land ausrechnet - unschlagbar!
    LG ULI

  • therese

    Deine flotte Schreibe macht Deine Reiseberichte so lesenswert. Viele Situationen, die Du schilderst, habe ich auch so erlebt und die Einstellung, sich nicht über alles aufzuregen macht Reisen entspannter.
    Noch einmal ein Lob für die vielen guten Fotos
    LG therese

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  • Chrissi

    Für das Geld waren diese 28 Tage Kreuzfahrt wirklich ein Schnäppchen. Du hast ja so viel gesehen und erlebt und viel gutes Essen hat es auch noch gegeben ;-)
    Den Reisebericht finde ich richtig gut.
    LG Christel

  • ursuvo

    1000 Dank Euch allen für die das Lesen meines Berichts, die guten Bewertungen - und natürlich auch Eure netten und erfreulichen Kommentare:-)))))
    LG Ursula

  • Pinky3

    SUPER!!!!!!
    Endlich habe ich Zeit gefunden Deinen wunderbaren Reisebericht zu lesen und es hat wirklich Spaß gemacht, leider kenne ich ja nur die Insel Barbados, durch Deinen Beitrag habe ich nun auch einen kleinen Überblick auf die anderen Inseln bekommen!!!
    Danke für`s Mitnehmen!!!
    LG Gaby

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