Ausflug ins Mekong Delta

Reisebericht

Ausflug ins Mekong Delta

Reisebericht: Ausflug ins Mekong Delta

Ich möchte hier einen tollen Ausflug beschreiben, den wir während unserer Südostasienkreuzfahrt mit der "alten" MEIN SCHIFF 1 unternommen haben. Im Vorfeld habe ich in diversen Foren immer wieder den Namen von Ralf Dittko gelesen, der hier tolle Ausflüge für Kreuzfahrer ins Mekong Delta anbietet. Nach einen kurzen netten Email-Kontakt mit Ralf und der Ausflug war gebucht.

Nähere Informationen zum Mekondelta

https://de.wikipedia.org/wiki/Mekongdelta



14.01.2018

Fahrt vom Hafen Phu My zum Mekondelta bei My Tho

Landstraße bei Phu My auf dem...

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Macht man einen Ausflug mit Ralf und kommt mit dem Kreuzfahrtschiff nach Phu My, beginnt der Ausflug, sobald das Schiff an der Kaimauer festgemacht hat und zum Landgang freigegeben wurde.
Bei unserer Tour war dies um 6:30 Uhr. Ralf nimmt auf eine Tour maximal 40 Teilnehmer mit, gerade so viele wie in einen Bus passen. Eine Tour mit zwei Bussen wird Ralf Dittko nicht organisieren.
Eines kann man vorwegnehmen, ein ganz großer Teil der von vielen Teilnehmern so positiv beurteilten Tour ist, dass alle Fragmente der Tour präzise vorbereitet sind. Nur so ist ein zügiger und vor allem reibungsloser Ablauf gewährleistet. Alles was im Vorfeld geplant werden kann, wurde von Ralf geplant. Das fängt damit an, dass Ralf vorschlägt, dass sich die Teilnehmer bereits im Schiff vor dem Aussteigen treffen um dann gemeinsam von Bord zu gehen. Im Bus frägt er dann nach, welches Gericht man zu Mittag essen möchte. So kann er im Vorfeld bereits die Wünsche an das Restaurant durchgeben, dies kann dann vorbereitet werden und es steht bereits fertig da wenn man im Restaurant ankommt. Das gleiche geschieht mit der Getränkebestellung in der Bar auf dem Bitexco Financial Tower in Saigon. All dies spart Zeit, die dann allen für die gemeinsame Tour zugutekommt.
Man sollte für die Tour leichte, bequeme Kleidung und festes Schuhwerk tragen. Mückenschutz ist ebenfalls kein Fehler. Ich habe zwar auf der gesamten Tour keine einzige Mücke gesehen, aber es ist dennoch Denguefieber Gebiet.

Da Ralf von den Behörden nicht direkt auf das Hafengelände gelassen wird, wurden wir von einem vietnamesischen Guide, Herrn Thong, empfangen.

Gemeinsam mit Herrn Thong fuhren wir aus dem Hafengelände hinaus, wo dann Ralf Dittko zustieg. Ralf lebt bereits seit 23 Jahren in Vietnam und kennt sich hier sehr gut aus.



Fuhrwerk an der Mautstelle



Vietnam und der Krieg

Bei uns, im amerikanisch geprägten Westen, spricht man ja vom Vietnam-Krieg. Andres in Vietnam, da ist es der amerikanische Krieg. Man ist auch heute noch stolz wie Bolle, die Amerikaner davongejagt zu haben, glorifiziert den Krieg und vergisst all die Gräueltaten und Scheußlichkeiten. Auf China ist man auch nicht sonderlich gut zu sprechen, das „Südchinesische Meer“ nennt man in Vietnam einfach das Ostmeer oder Ostsee.



Vietnam und Bayern

Im Oktober findet in Saigon das Oktoberfest statt. Dazu reisen bayrische Blasmusikkapellen an und sorgen für die entsprechende Unterhaltung. Man kann sich eine Flatrate für bayrisches Bier und Brezn kaufen.



Auf der Fahrt nach Saigon bereits rege Geschäftigkeit

Von Phu My aus fuhren wir auf einer recht gut ausgebauten Straße durch quirlige Viertel ins etwa 80 km entfernte Saigon. Ralf meinte, dass man ruhig immer noch Saigon sagen dürfe, obwohl es ja offiziell seit 1976 "Ho Chi Minh Stadt" heißt. Was für mich überraschend war, dass bereits um 7 Uhr schon so ein quirliges Treiben herrschte. Garküchen waren bereits in Betrieb, allerorts wurde an Motorrollern herumgeschraubt, ein Gewusel ohne Gleichen.



Garküchen bei Phu My am Straßenrand



Durch die Reiskammer Vietnams, die Provinz Long An

Reisbauern bei der Arbeit

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Am Vortag, so erzählte uns Ralf, hatte die Fahrt nach My Tho 4,5 Stunden gedauert. Heute hatten wir Glück mit dem Verkehr, denn wir waren nach 2,5 Stunden in My Tho.
Wir fuhren kilometerlang an Reisfeldern entlang, vorbei an Lotusblütenteichen und wir sahen jede Menge Wasserbüffel. Arbeiter waren auf den Reisfeldern beschäftigt. Der Anbau von Reis geschieht überwiegend noch in Handarbeit, Maschinen auf den Reisfeldern sah ich keine In Saigon fuhren wir durch den längsten Unterwassertunnel Südostasiens und dann auf der Ringautobahn in Richtung My Tho, am oberen Arm des Mekong. Die Fahrt ging jetzt mitten durch das Herz der „Reiskammer Vietnams“, die Provinz „Long An“. Neben den Reisfeldern gab es auch noch einige Drachenfruchtplantagen. Unzählige Silber - oder Seidenreiher suchten in den Reisfeldern nach Nahrung. In Vietnam werden diese Reiher nur Wasserreiher genannt. Insgesamt war die Gegend sehr landwirtschaftlich geprägt.

Nebenbei bemerkt hatten wir im Bus freies W-Lan und das noch nicht mal so langsam-Respekt Vietnam.



Hütten von Reisbauern in der Provinz „Long An“ ...



Grabstätten auf Reisfeldern

Grabstätten auf Reisfeldern

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Immer wieder sah man mitten auf den Reisfeldern Grabstätten. Ralf erklärte uns, dass Einheimische von den Reisbauern ein Stück Land kauften, worauf sie dann diese Gräber errichten können. Es sieht für uns Europäer etwas ungewohnt aus, aber warum nicht.



Ankunft in My Tho

Wasserkokosnuss

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In My Tho angekommen bestiegen wir ein Boot und setzen über in die Provinz „Ben Tre“, die berühmt ist für ihre Kokosnüsse. Auf dem Boot bekam jeder Tourteilnehmer gleich eine aufgeschlagene Kokosnuss mit köstlicher Kokosmilch gereicht. Die leeren Kokosnüsse wurden wieder eingesammelt und man schält das Fruchtfleisch heraus um daraus Bonbons herzustellen.
In Vietnam hat jeder Bus einen Beifahrer, einen "Stewart". Unser Stewart lebt im Bus, er hat keine eigene Wohnung.



Transportkähne auf dem Mekong



Leben am Fluss

Die Fahrt ging auf dem Mekong vorbei an Hausbooten, unter denen die Einheimischen in Käfigen Fische züchten. Auch größere Fischtrawler liegen hier vor Anker. Mit diesen hochseetauglichen Schiffen fährt man immerhin 70km den Mekong hoch, bis man das Südchinesische Meer erreicht. Aber der Weg scheint sich zu lohnen.



Fischer auf dem Mekon



Fahrt zur Obstinsel

Ein Haus der Obstbauern auf der...

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Wir fuhren zu einer im Fluss gelegenen Insel, auf der die Bewohner ausschließlich vom Obstanbau leben. Hier wachsen, für das Mekong Delta typische Drachenaugen, Pomelos, Papayas, Bananen und vieles mehr. Der reinste Garten Eden, den wir hier betraten. Die Insel ist weitgehendst vom Tourismus noch unberührt, sodass wir das Landleben hier authentisch erleben durften.



Spaziergang über die Obstinsel nahe My Tho/Mekong



Fahrt durch Kanäle und Obstverköstigung

Wasserpalmen am Ufer des Mekong

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Wieder auf dem Boot, fuhren wir durch einen der vielen Kanäle, an dessen Ufer meterhohe Wasserkokospalmen standen. Einen weiteren Stopp machten wir auf einer anderen Insel, wo wir die Gelegenheit hatten, die köstlichen lokalen Früchte, die hier wachsen, probieren zu können. Es war ein unbeschreiblicher Genuss die Früchte mit dem unbeschreiblichen Aroma zu kosten. Dazu gab es mit Honig und Kumquat gesüßten grünen Tee, den besten den ich je getrunken hatte.



Bootsfahrt durch die Kanäle



Fahrt mit einer Pferdekutsche

Kutschfahrt mit Pferden

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Zunächst ging es zu Fuß weiter über die Insel. Später stiegen wir in kleine Pferdekutschen und kamen schließlich über Dorfstraßen zum kleinen Ort „Vam Chua“. Dort stiegen wir in kleinere Ruderboote um und ließen uns durch Kanäle schippern. Nach etwa 20 Minuten erreichten wir wieder unser Boot, das uns zum malerisch am Mekong gelegenen Restaurant zum Mittagessen brachte.



Kanufahrt durch die Kanäle

Kanufahrt durch die Kanäle

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Gesäumt von Wasserpalmen schipperten wir durch die Kanäle. Zunächst wurde gerudert, später dann mit Hilfsmotor. Alle Boote wurden von Frauen gerudert, was doch ziemlich anstrengend war. Nachdem der Einstieg in die Boote eine enorm wackelige Angelegenheit war, geriet die Fahrt dann zum Highlight.



Kanäle mit Wasserpalmen



Mittagessen im Restaurant Song Nuoc Mien Tay

Song Nuoc Mien Tay Restaurant

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Die bereits im Bus georderten Gerichte waren bereits fertig. Reis od. Nudeln vegetarisch, mit Rindfleisch oder Meeresfrüchten standen zur Auswahl. Um auch hier etwas Zeit einzusparen beschränkten wir uns auf ein kleines, landestypisches Essen.

Ausflugsgruppen von anderen Anbietern waren ebenfalls hier zum Essen, aber es wurden individuell die Menuwünsche aufgenommen und auch erst dann zubereitet, was natürlich mehr Zeit in Anspruch nahm. Mit Ralf Dittko waren wir immer mindestens einen Schritt schneller als andere Tourengruppen.



Wasserhyazinthen auf dem Mekong



Fahrt nach und durch Saigon

Geordnetes Chaos in Saigon

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Danach machten wir uns mit dem Bus wieder auf den Weg nach Saigon. Dort
erlebten wir das geordnete Verkehrs-Chaos. Da das Fortbewegungsmittel größtenteils aus Mopeds besteht, waren diese natürlich die Verursacher dieses Chaos. Wie man so kreuz und quer fahren kann-Respekt; und es passiert nicht so viel wie man annehmen könnte.
Auch werden gerne noch, zusätzlich zu zwei Erwachsenen, Kinder mitgenommen. Die dann aber ohne Helm, also Erwachsene mit Helm, Kinder ohne. Das hat den einleuchtenden Grund, dass Helme erst ab 6 Jahren getragen werden müssen-na dann.



Opa trinkt und Oma lacht, Besuch einer typischen Apotheke in Saigon

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In Saigon angekommen, besichtigten wir eine Apotheke. Allerlei eingelegte Wurzeln und Kräuter in den unterschiedlichsten Gläsern konnten wir sehen. Ebenso allerlei getrocknete Kräuter. Die Apotheke betrieb ein ausgebildeter Arzt, der nach die altchinesischen Heilkunst praktiziert. Besonderes Interesse erweckte die Mischung „Opa trinkt – Oma lacht“, ein „kräftigendes“ Schnäpschen.



Eingelegte Wurzeln



Jetzt wurde es interessant, wir fuhren bis zur Kathedrale auf einer vielbefahrenen Nebenstraße. Welch ein Chaos, aber wir kamen dennoch zügig voran – erstaunlich.



Rikschas



Stadtrundgang Saigon

Die Kathedrale Notre Dame konnte wegen Renovierungsarbeiten leider nicht besichtigt werden, aber das von Gustav Eiffel errichtete Postamt konnten wir uns ansehen. Wir bummelten durch die Haupteinkaufsstraße, vorbei an allen erdenklichen Modelabels, an der Oper und dem Rathaus bis zum Bitexco Financial Tower. Nicht ohne uns vorher noch einen Straßenmarkt anzuschauen.



In Saigon unterwegs mit Ralf Dittko



Besuch des Bitexco Financial Towers

Ausblick vom Bitexco Financial...

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Im Bitexco Financial Tower im 50. Stock befindet sich eine Bar, in der wir einen wirklich köstlichen Eiskaffee tranken. Der Ausblick im höchsten Gebäude der Stadt war beeindrucken.



Im Bitexco Financial Tower



Danach waren wir leider schon am Ende dieses 1a Ausflugs und der Bus brachte uns in ca. 1 Stunde zurück zum Schiff. Gegen 17:30 Uhr waren wir dann wieder an Bord der Mein Schiff 1.


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Kommentare

  • INTERTOURIST

    Ein Ausflug, organisiert von dem bekannten Ralf Dittko, mit nur maximal 40 Teilnehmern.
    Das ist ja fast schon elitär.
    Dein Bericht bringt mir wieder den Verkehrs-Overkill ins Gedächtnis.
    Auf den Bildern sieht es so aus als wäre das nicht die ideale Saison für einen Ausflug ins Mekong Delta.
    und dieser Himmel ist für Fotografen einfach der Super-GAU.

    viele Grüße Jörg

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