Ponant - Südsee Expedition Dez. 2017

Reisebericht

Ponant - Südsee Expedition Dez. 2017

Reisebericht: Ponant - Südsee Expedition Dez. 2017

Anbei der Reisebericht zur Expedition mit der französischen Reederei Ponant.
Besuchte Länder: Papua Neu Guinea, Solomon Islands, Vanuatu, Neukaledonien

Reisebericht zur Expedition vom 08.12 bis 23.12.2017

SOUTH SEA EXPEDITION
Das zweite Mal nach der Antarktis Expedition begab ich mich wieder an Bord der L`Austral von Ponant, um eine weitere sehr abgelegene Region in Form einer Expedition zu erkunden. Vor der Kreuzfahrt hatte ich noch die Gelegenheit das zweite Mal Sydney und ein paar Tage Queensland zu sehen. Am Freitag den 08. Dezember 2017 ging in dann in Cairns an Bord dieses Expeditionsluxusschiffes und ich fühlte mich sogleich wieder wie zuhause. Die überwältigenden Erlebnisse der Antarktiskreuzfahrt sind noch tief im Herzen verwurzelt. Nichts hat sich verändert und selbst viele Crewmitglieder erkannte ich sofort wieder.

Der erste Abend und Folgetag standen ganz im Zeichen der üblichen Einweisungen und Vorträge für die anstehende Entdeckungsreise. War ein sehr entspannter Beginn und ich hatte genug Gelegenheit die warme Meeresbriese, bei strahlendem Sonnenschein in mich aufzusaugen. Am zweiten Abend folgte das elegante Captain`s Gala Dinner, wofür wir uns alle in Schale warfen. Am darauf folgenden Tag gingen wir bei schwül warmen Wetter in Alotau, Papua New Guinea von Bord und konnten einheimische Tänze / Trachten bestaunen und zwei historische Stätte aus dem WWII besuchen. Das war eine der wenigen Anlandungen am Pier. Den Rest der Reise war das Zodiac unser ständiges Transportmittel. Am Nachmittag stand dann der erste Ausflug damit auf dem Programm. Mit den Zodiac erreichten wir die unbewohnte Koralleninsel Deka Deka Island um zu Schnorchel. Das Riff mit seinen unzähligen kleinen, bunten Fischen war noch in einem relativ guten Zustand, aber auch hier setzt schon die Korallenbleiche ein. Traurig ist es aber den Müll zu sehen, welcher im Meer so treibt.

Am nächsten Tag machten wir uns auf, um die Tufi Fjorde und die dort lebenden Einheimischen zu besuchen. Diese brachten uns dann mir Ihren Booten in den tiefen Dschungel von Papua New Guinea. Dort wurde uns deren Leben vorgestellt und die Tanzvorführung mit einheimischen Gewändern, war sehr sehenswert. Zu Mittag entflohen wir der tropischen Hitze und konnten an einem naheliegenden Stand abermals zum Schnorcheln gehen. Diesmal waren die Korallen weitgehend nicht mehr intakt und die Fische waren eher Mangelware. Interessant ist auch, was das Schiff bei den Einheimischen für eine Anziehungskraft hat. Kaum sind wir in Sichtweite, kommen Sie schon mit ihren kleinen Booten und bieten uns Früchte aller Art an. Die L`Austral ist auch das einzige Schiff, welches diese abgelegene Region besucht.

Nachdem es die ganze Nacht in Strömen geregnet hatte, begrüßte uns der Morgen mit ansatzweise Sonnenschein. Heute besuchten wir das abgelegene Korallenarchipel Trobriand Islands. Die reichhaltige Kultur der Einheimischen wurde uns eindrucksvoll bei verschiedenen Tänzen vorgeführt. Danach hatten wir noch die Gelegenheit das Leben und die Insel der Bewohner zu erkunden. Am Nachmittag ging es dann wieder aus Riff zum Schnorcheln. Die unbewohnte sandige Trauminsel war der perfekte Ort dafür. Die Korallen waren hier noch relativ gut intakt und unzählige kleine Fische konnte man bewundern. Die Delfine zeigten sich leider nur von der Ferne. Aber besser wie nichts.

Die nächsten zwei Tage standen ganz im Zeichen von den aktiven Vulkanen in Rabaul. Die Vulkane dort sind sehr aktiv und der letzte Ausbruch liegt nur zwei Jahre zurück. Wir gingen vor Anker und durften am Abend bei leichtem Regen eine beeindruckende Show der Baining fire dancers genießen. Am nächsten Morgen besserte sich das Wetter ein wenig und wir erkundeten die Gegend rund um die Vulkane, sahen einige Relikte aus dem WWII und konnten das Leben der Menschen am Markt sehen. Gegen Mittag steuerten wir die unbewohnte Koralleninsel Pigeon Island an. Leider wurde dort kürzlich mit Dynamit gefischt und die Korallen waren weitgehend zerstört. Der feine Strand und das wunderbar warme Wasser waren dennoch ein Genuss. Danach verließen wir Papua und steuerten die Solomon Islands an.

Der Seetag war geprägt von wissenschaftlichen Vorträgen und ein wenig Entspannung am Traumschiff. Als wir die Solomon Islands erreichten erwachte die Sonne endlich wieder und wir genossen die herrliche Landschaft der Florida Islands. Unser Ziel war die Roderick Bay, wo das bekannte Expeditionsschiff World Discoverer im Jahr 2000 auf Grund gelaufen ist und seitdem markant in Bay liegt. Wir gingen an Land und durften wieder eine Tanzshow der Einheimischen genießen, ehe wir den Dschungel durchquerten und das Dorf besuchten. Einige gingen am Riff Schnorcheln, wurden aber wieder von vielen zerstörten Korallen und zudem von Schiffsoel enttäuscht.

Mit einer herrlich aufgehenden Sonne und Traumwetter begann der nächste Tag. Wir besuchten die Koralleninsel Santa Ana, wo uns die Einwohner mit einer Tanzshow in den traditionellen Gewändern beeindruckten. Bei strahlend blauem Himmel erkundeten wir im Anschluss das saubere, sehenswerte Dorf und deren Umgebung. Das türkisblaue Wasser und Palmenstrände vermittelten das perfekte Südseefeeling. Ein Traum! Am Nachmittag hatte man noch die Gelegenheit die Insel zu durchqueren. Dies lies ich aufgrund aufziehender Wolken und extremer Hitze lieber sein.

Nach einer regenreichen Nacht steuerten wir den westlichsten und isoliertesten Teil der Solomon Islands an. Hier verirrt sind ansonsten keiner. Gegen Mittag erreichten wir Vanikoro und auch das Wetter besserte sich zunehmend. Nachdem das Riff sehr weit vom Festland entfernt liegt, erreichten wir dieses erst nach gut 20 Minuten mit dem Zodiac. Zudem war es ein wenig stürmisch und die Fahrt erinnerte mich schon ein wenig an die Antarktis. Am dunklen Vulkanstrand wurden wir von Einheimischen feierlich begrüßt und die anschließende Tanzshow, war die bisher Beste, Natürlichste und Fröhlichste. Liegt vielleicht auch daran, dass nur einmal im Jahr Touristen hier anlanden. Die Sonne scheinte während unseres Aufenthaltes ebenfalls und der tolle Nachmittag fand seinen Abschluss beim einem kleinen Champagner Empfang im Dorf.

Am nächsten Tag verliesen wir die Solomon Islands und steuerten Vanuatu an. Leider war uns der Wettergott nicht hold und er regnete fast den ganzen Tag. Am Vormittag besuchten wir trotzdem die Vulkaninsel Ureparapara, wo wir herzlich empfangen wurden und wiederum eine sehr sehenswerte Show erleben durften. Am Nachmittag erreichten wir bei strömenden Regen und hohem Wellengang die Koralleninseln Sana Islands und mussten den Schnorchelausflug absagen. Kurzfristig fanden einige Vorträge statt, welche den Tag noch ganz gut ausfüllten.

Die lange vermisste Sonne weckte uns in der Paradise Lagoon. Ein traumhaft schöner Ort, wo wir den Vormittag am Traumstrand verbrachten. Zudem wurde uns eine sehe beeindruckende Wassershow von den Einwohnern präsentiert, welche herrlich zum Ambiente passte. Ein traumhafter Strand, türkisblaues Wasser und ein sauberes Meer. Wie im Paradies! Einen Wermutstropfen gab es dennoch. Die Korallen waren wieder zerstört und ein Schnorcheln machte nicht wirklich Sinn. Am Nachmittag machte sich dann das L`Austral schon auf den Weg nach Tanna und wir genossen den Fahrtwind bei strahlendem Sonnenschein. Das abendliche, elegante Farewell Gala Dinner rundete diesen gelungenen Tag hervorragend ab.

Mit dem Wetter hatten wir weiterhin Glück und wir erreichten gegen Mittag bei starkem Wind und hohem Wellengang Tanna Islands. Dort wollten wir zum Abschluss der Reise den aktiven Vulkan Mount Yasur erkunden. Im Dorf Waisisi wurde uns abermals ein Tanz vorgeführt, ehe uns 30 Jeeps zum Vulkankrater brachten. Die Fahrt auf der Pritsche hatte was Abenteuerliches und kurz vor Sonnenuntergang erreichten wir den Kraterrand. Eine tolle Kulisse und die Eruptionen waren lautstark und man konnte die fliegende Lava oft sehen. Ein krönender Abschluss der Reise! Der darauffolgende Seetag diente nochmals der Entspannung und zum Koffer packen. Gegen Abend erreichten wir dann bei stürmischer See und blauen Himmel Noumea in Neukaledonien.

Die Eindrücke welche ich auf den zwei Wochen sammeln konnte sind schwer in Wort zu fassen und ich bin selbst jetzt noch immer sprachlos von der unglaublichen, einzigartigen Schönheit dieser abgelegenen Region. Für mich als Globetrotter ist wieder ein Traum in Erfüllung gegangen. Die Kombination aus einzigartiger Natur, den überaus netten internationalen Mitreisenden und dem Luxus der Jacht werden unvergesslich bleiben. Bedanken möchte ich mich auch bei der Reederei Ponant, deren erstklassigen Besatzung der L`Austral mit Ihrem Captain Jean-Philippe Lemaire und dem Expeditionsteam um Mick Fogg. Die Weihnachtstage nutze ich, um ein zweites Mal Neuseeland für eine Woche zu besuchen. Im kommenden Jahr fahre ich wieder mit Ponant. Diesmal gegt die Reise von Tahiti, über die Osterinseln, bis nach Chile. Ich freue mich bereits und vermisse das Schiff bereits jetzt.

Alle Bilder sind online unter:
http://www.global-adventure.com/Oceania/index.htm



Papua Neu Guinea


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Kommentare

  • Blula

    Nach der Antarktis- nun also eine Südsee-Expedition, ein nicht minder fantastisches Erlebnis, würde ich meinen. Ich denke, ich wäre ebenso sprachlos von der unglaublichen, einzigartigen Schönheit dieser abgelegenen Region gewesen. Danke für diesen anschaulichen Bericht. Es wäre schön, wenn Du uns auch von Deinen folgenden Reisen berichten würdest.
    LG Ursula

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