Les Cirques de La Réunion

Reisebericht

Les Cirques de La Réunion

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Cirque de Cilaos: Unterkünfte von einfach bis zur Wellnessoase, Ausgangspunkt für Wanderungen

Cilaos

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Zentrum ist das Städtchen Cilaos, ca 6000 Einwohner, gelegen auf ca 1200 m Höhe, Thermen, mehrere moderne Hotels, auch einfache Unterkünfte. Gegründet im 17. JH von geflüchteten Sklaven als "Tsilaosa", madegassisch "Ort, wo man sicher ist. Seit 1927, wie alle Siedlungen im Cirque de Cilaos über Straßen erschlossen.
Diese Caldera liegt südlich des Piton des Neiges. In Cilaos wurde 1952 die bisher größte tägliche (24h) Regenmenge gemessen.



Vom Col du Taibit nach Cilaos

Paßhöhe (2)

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Mit dem Überschreiten der Passhöhe haben wir den Cirque de Cilaos betreten, und sofort sehen wir eine weniger schroffe Landschaft, nicht ganz so steile Hänge (mit einer Ausnahme, auf die ich noch komme), mehr Wald, aufgrund der höheren Feuchtigkeit auch Flechten und Lorbeergewächse, auch einige Orchideen. Der Weg führt zunächst mäßig steil abwärts zu einem bewaldeten Tal mit Wasserfall, wo wir die Mittagsrast einlegten. Nach der Flußquerung nochmals steil aufwärts über einen Hügel dann vorbei am verlassenen Dorf "Îlet deTrois Salazes" - heute ein Kiosk für Wanderer, eine Möglichkeit, Wasser aufzufüllen und ein wenig im Garten zu verweilen - weiter abwärts in den Talkessel nach Cilaos, wieder aufwärts durch das Städtchen zu unserem Quartier am Ortsrand. In diesem Fall ein modernes Hotel mit Wellnessabteilung und einem Restaurant, das uns wieder mit der kreolischen Küche versöhnte. Der Start am nächsten Tag war auch erst auf den späten Vormittag festgelegt, sodaß wir die nächste Wanderung gut erholt angehen konnten.



Paßhöhe (3)



Aufstieg zum Piton des Neiges

Der erste Teil des Aufstiegs ist etwas fordernd: rund 1200 Höhenmeter auf gut 5 km......immerhin durch den Wald und somit weitgehend im Schatten. Dann erreichen wir ein Wegekreuz, von wo die Hütte schon zu sehen ist. Nach einer weiteren halben Stunde sind wir auch dort. Zusammen mit ca 70 weiteren Wanderern, die dort auch ein Abendessen (je nachdem, wer der beiden Hüttenwarte oben ist, Carri mit Huhn - Woche 1 - oder Rougail Saucis - Woche 2 - wir hatten Woche 1 erwischt) und eine sehr kurze Nachtruhe warten. So gegen 3 Uhr morgens ist es vorbei mit Ruhe, zwischen 3:30 und 4 Uhr setzt sich die Headlight-Karavane in Bewegung, um die letzen knapp 600 Höhenmeter zum Gipfel zu bewältigen. Wege gibt es dort nicht mehr, nur einen mehr oder weniger ausgetretenen Pfad über die Lavafelsen. Mit dem ersten Licht schaut man dann über ein Wolkenmeer, welches sich dann nach Sonnenaufgang bald auflöst. Trotz der Äquatornähe ist es dort oben recht frisch. (gemessen 4°, gefühlt mit Windchill -10°)



kurz vor Sonnenaufgang



....und wieder abwärts zur Gîte de Bélouve

Blick in den Cirque de Salazie

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Nach Sonnenaufgang geht es dann wieder zurück zur Hütte zum Frühstück, allerdings hat sich die "Karavane" von ca 80 Leuten wieder hinreichend verteilt. Danach folgt ein langer, aber einfacher Abstieg durch einen Wald, der naturnah, will heißen nach dem Holzanbau vergangener Jahre wieder mit einheimischen, teilweise endemischen Gehölzen wieder aufgeforstet wurde. Auch die Kleinflora aus Orchideen, Farnen und Calla hat sich wieder eingestellt.



Zugabe: Spaziergang durch den Forêt de Bélouve zum Trou de Fer

forêt de bélouve 1

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Nach der Übernachtung in der Gîte blieb noch ein halber Tag bis zum Transfer in die Region des (gerade aktiven) Piton de la Fournaise. Genug Zeit, den Rest des Primärwaldes zu durchstreifen und einen Blick in den unzugänglichen Kessel "Trou de Fer" zu werfen. Jahreszeitlich bedingt führten due Wasserfälle gerade sehr wenig Wasser, aber der Nebel hielt die touristischen Helikopterflüge dorthin in überschaubaren Grenzen. Die Piloten riskieren mitunter ihren A... mit akrobatischen Flugfiguren, um dem (gut bezahlenden) Fluggast besonders spektakuläre Perspektiven zu verschaffen....



forêt de bélouve 3



Au Revoir

au revoir, belle île

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Die Cirques und die Umgebung des Piton des Neiges ist die landschaftlich spektakulärste und vielseitigste Region der Insel, vieles ist aber nur zu Fuß zu erreichen. Über die Region des aktiven Vulkans habe ich schon in einem weiteren Reisebericht geschrieben. Und dennoch bleibt noch viel Sehenswertes unerwähnt, die Insel hat noch wesentlich mehr zu bieten.


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Kommentare

  • matulr

    Eine umwerfend schöne Landschaft, die auch noch auf meiner Wunschliste steht...
    LG ULI

  • Blula

    Kommt auch auf meine Wunschliste. Unbedingt. Ich war ja bereits von Deinem vorherigen Bericht über La Réunion so angetan. Danke für's Mitnehmen auf diese wunderschöne Insel.
    LG Ursula

  • Sternensilber (RP)

    Hallo Ulf,
    mal wieder ein sehr schöner Bericht, der Erinnerungen weckt. Der Cirque de Mafate fehlt uns noch. Aber die nächste Reise nach La Réunion ist schon wieder fest in unseren Plänen.
    LG Anne

  • globetrotter

    Sehr schöne Fotos:) Wir waren gerade auch auf Mauritius und Reunion, sind allerdings nicht auf den Piton des Neiges gestiegen:)
    LG Ute

  • ursuvo

    das war ein sehr lesenswerter Bericht mit anschaulichen Bildern!
    Und - wer noch "gut zu Fuß" ist sollte sich diese tolle Insel nicht entgehen lassen(ich bin ja nur mal einen Tag mit dem Bus durchgefahren - schon das war absolut lohnend!!!!)
    LG Ursula

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