Les Cirques de La Réunion

Reisebericht

Les Cirques de La Réunion

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cirque de salazie



Stilleben mit Früchten

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Dies sind Cirque de Salazie, Cirque de Mafate, Cirque de Cilaos und Cirque de Marsouins. Letztere Caldera wurde bei einem späteren Ausbruch mit Lava gefüllt und bildet heute das Hochplateau um den Forêt de Belouve. Zusammen mit dem zentral gelegenen Piton des Neiges gehören sie seit 2010 zum Unesco Weltnaturerbe und bilden große Teile des Nationalparks La Réunion.
Die Insel wurde erst mitte des 17. JH dauerhaft besiedelt, die schwer zugänglichen Cirques im Inselinnern erst Mitte des 18. JH durch geflüchtete Sklaven von den Kaffee-, später auch Zucker- und Vanilleplantagen. Eine Erschließung erfolgte erst im 19. JH, der Cirque de Mafate hat bis heute keine Straßenanbindung. (was hoffentlich auch so bleibt)

Die extreme Erosion durch das sehr feuchte Passatklima - im Cirque de Cilaos wurden die höchsten täglichen Regenmengen weltweit gemessen - schafft in der schroffen Vulkanlandschaft weitere tiefe Einschnitte und Wasserfälle, aber auch zusammen mit den ganzjährig milden bis warmen Temperaturen auch eine üppige Vegetation in geschützten Lagen.



Cirque de Salazie, Obst- und Gemüsegarten der Insel

Kreolisches Anwesen

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Diese Caldera liegt nordöstlich des Piton de Neiges und ist nach der Gemeinde Salazie benannt (insgesamt um 7000 Einwohner), die sich auf mehrere Dörfer in 400 bis 11 m Höhe ü.d.M. verteilt. Alle Dörfer sind von der Küste aus über (teilweise schmale und steile) Straßen erschlossen.
Es erfolgte schon früh eine landwirtschaftliche Nutzung, das hier feuchte und warme (nicht heiße) Klima in Verbindung mit den vulkanischen Böden ermöglicht den Anbau aller auf der Insel üblichen Pflanzen. Der Schwerpunkt liegt hier auf Chouchou (Chayote), einer sehr vielseitig nutzbaren Pflanze: Neben den wohlschmeckenden Früchten (Gemüse in allen Zubereitungsvarianten) werden auch die Blätter (als spinatähnlicher Belag für Tartes), die Fasern (Gewebe, Schnüre) und die Wurzeln (trad. Medizin) verwendet.



Hell-Bourg

Blick auf Hell-Bourg

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Unsere erste Station nach der Ankunft auf der Insel war Hell-Bourg, auf ca 900 m Höhe gelegen, ursprünglich Bémacho geheißen, im 19. JH nach Admiral de Hell, einem Inselgouverneur benannt. Das Dorf war historisch die erste touristische Anlaufstelle auf Réunion. 1830 wurden Thermalquellen entdeckt, 9 Jaher später das erste Hotel, 1857 ein Lazarett eröffnet. 1890 wurde die wichtigste Erschließungsstraße gebaut. Fortan war der Ort bei Plantagenbesitzern zum Urlaub machen beliebt. Um 1920 ließ die Quelltemperatur des Themalwassers zurück, es wurde eine Nachheizanlage installiert. 1948 wurde die Kuranlage durch einen Erdrutsch abgeschnitten und beim anschließenden Versuch, den Zugang freizusprengen, zerstört.
Was bleibt, ist ein Spaziergang über ein Gelände mit morbidem Charme.



Vergangene Badefreuden 1



Spaziergang rund ums Dorf

Spaziergang im Bambuswald

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Wenn man den Weg in Richtung Gîte de Bélouve einschlägt, steigt man zunächst auf Wegen, dann auf Treppen ca 200 m auf. Dann kann man einem Querweg oberhalb von Hell-Bourg folgen, von dem aus sich immer wieder schöne Ausblicke über den Talkessel bieten.
Ein auch bei Einheimischen beliebter Spazierweg führt talabwärts durch Wald und Felder zu einem Fischteich. An Wochenenden trifft man sich dort zun Angeln und Grillen. Die einheimische Vogelwelt stört sich nur wenig daran, die Katzen sind viel zu faul zum Jagen, sie warten einfach auf den Fisch....



Gartenhäuschen



Villa Folio

Blick von der Veranda

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In Hell-Bourg wurden insgesamt 26 kreolische Villen erhalten oder rekonstruiert. Eine davon zeigt als Museum den Lebensstil eines Plantagenbesitzers und einen zugeörigen Garten, der einerseits einem Gartenarchitekten Ehre macht, andererseits aufgrund seiner Artenvielfalt auch als botanischer Garten durchginge.



Kannenpflanzen


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Kommentare

  • matulr

    Eine umwerfend schöne Landschaft, die auch noch auf meiner Wunschliste steht...
    LG ULI

  • Blula

    Kommt auch auf meine Wunschliste. Unbedingt. Ich war ja bereits von Deinem vorherigen Bericht über La Réunion so angetan. Danke für's Mitnehmen auf diese wunderschöne Insel.
    LG Ursula

  • Sternensilber

    Hallo Ulf,
    mal wieder ein sehr schöner Bericht, der Erinnerungen weckt. Der Cirque de Mafate fehlt uns noch. Aber die nächste Reise nach La Réunion ist schon wieder fest in unseren Plänen.
    LG Anne

  • globetrotter

    Sehr schöne Fotos:) Wir waren gerade auch auf Mauritius und Reunion, sind allerdings nicht auf den Piton des Neiges gestiegen:)
    LG Ute

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