Das Rätsel der Cham Tempel

Reisebericht

Das Rätsel der Cham Tempel

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Reisanbau

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Heute besuchen wir mit dem Bus die Cham Tempel, und kommen bei fleißigen Reisbäuerinnen vorbei.
My Son war das religiöse Zentrum und damit einer der bedeutendsten Orte des Königreichs Champa in Vietnam. Die Cham stammten ursprünglich wohl aus dem malaiischen Archipel und hatten als Seefahrer die indische Kultur kennengelernt.
Zwischen dem 4. und 13. Jh. entstanden in My Son mehr als 70 Tempel, meist Königen und hinduistischen Göttern - besonders Gott Shiva - geweiht.



Im Reich der Champa

Über diese Dschungelbrücke

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Über eine wackelige Brücke kommen wir zu den Champ Tempeln, beziehungsweise zu den Resten.
Aus Champa, dem Reich der Cham, sind in My Son mehr als 70 Tempel, die in der Regel aus einem zentralen turmartigen Bauwerk und kleineren umliegenden Gebäuden bestehen, erhalten geblieben.



Zuerst waren die Tempel in Holzbauweise

Herr Van Thoc

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. Die zuerst in Holzbauweise ausgeführten, unter hinduistischen Einflüssen geprägten Tempel, wurden ab dem 8. Jahrhundert mit Backsteinen errichtet. Diese aus Stein errichteten Tempel haben sich bis in heutige Zeit vereinzelt erhalten. Kriegerische Auseinandersetzungen aus der Vergangenheit haben den überwiegenden Teil der Bauwerke zerstört. Schon gegen 950 kam es zu ersten Auseinandersetzung der Cham mit den Khmer. Ein Relief in Angkor Wat (Bayon) zeugt vom diesem Kriegszug.



Cham Tempel Bombardment

Herr Van Thoc hatte die Bombardierungen in My Son mitgemacht und er erzählt;
Der berühmteste Turm war 24 Meter hoch und mit Bildhauereien von Löwen und Elephanten verziert. Auch die im 20. Jahrhundert geführten Indochinakriege trugen dazu bei, dass sich die Bausubstanz der Tempel weiter reduzierte. Er wurde 1969, als das Gebiet während des Vietnamkrieges von US-amerikanischen Flugzeugen bombardiert wurde, zerstört. Während dieser Bombardements wurden insgesamt 50 der rund 70 zuvor von den Archäologen der École française d’Extrême-Orient in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verzeichneten Tempel schwer beschädigt oder zerstört.



My Son



Fugenlose Bauweise

My Son, Fugenlose Bauweise

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Wiederaufbauarbeiten - unterstützt durch internationale Experten - gestalten sich außerordentlich schwierig, da die fugenlose Bauweise der Cham bisher nicht reproduzierbar ist und der Einsatz von Mörtel zu unschönem Moosbewuchs führt. Die Bauweise der Cham, ohne Mörtel die Ziegelsteine fugenlos aufeinanderzusetzen und die herrlichen Verzierungen sind einzigartig in Südostasien! Unse Reiseleiterin informierte uns: die Tempelsteine, Ziegel, wurden mit Zuckerrohrsaft geklebt, wenn der Bau fertig war, dann machte man im Inneren des Tempels ein großes Feuer und das Bindemittel, Zuckerrohrsaft, fixiert.



Die bittere Bilanz des Krieges

Herr van Thoc wusste auch ein paar schreckliche Daten zu erzählen. , Tote Vietkong Soldaten 1.5 Millionen, Amerikaner 58.000, 300.000 Verletzte. Zivilbevölkerung 2 Millionen Tote, sowie ebenso viele verletzt, 11 Millionen Flüchtlinge 400.000 Vietnamesen sind noch immer vermisst. Ein toter Vietkong kostete den Amerikanern 350.000 €.


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