Dem Polarlicht auf der Spur - Norwegen im Winter

Reisebericht

Dem Polarlicht auf der Spur - Norwegen im Winter

Reisebericht: Dem Polarlicht auf der Spur - Norwegen im Winter

Ich wollte das Glück das Polarlicht zusehen Ende Februar herausfordern. Lustigerweise hatten meine Eltern in diesem Jahr die selbe Idee, also reisten wir nach Jahren das erste Mal wieder zusammen.
Für meine Eltern hatte es den Vorteil, dass ich schon einmal in Tromsø gewesen war und dementsprechend ein wenig den Reiseführer spielen konnte.

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Blick zur Eismeerkathedrale



SONNTAG, 26.02.2017

Domkirke

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Wir hatten die Nacht in Berlin nahe des Flughafens Schönefeld in einem Hotel verbracht. Am Vorabend hatten wir noch die Innenstadt von Berlin inkl. Fernsehturm, Museumsinsel und der Straße „Unter den Linden“ unsicher gemacht. Dabei erschien mir Berlin doch interessanter, als ich es erwartet und in Erinnerung gehabt hatte.

Vor dem Hotel gab es eine Bushaltestelle, von wo aus uns der Bus am Morgen zum Flughafen brachte. Das Auto konnten wir in der Tiefgarage des Hotels stehen lassen und das Geld für die Busfahrt würde später das Hotel erstatten.

Das Einchecken, Gepäckaufgabe und die Sicherheitskontrolle verliefen unproblematisch und so konnten wir zur ersten Zwischenlandung nach Oslo starten.

In Oslo verbrachten wir etwa 3 Stunden mit Warten, die wir zum Einkaufen im Duty Free Shop nutzen. Da unteranderem Bier in Norwegen sehr teuer ist, kommt man am günstigsten dieses am Flughafen zollfrei zu erwerben und mit einer speziellen Verpackung darf es auch ins Handgepäck.

Eigentlich sollten wir gegen 17 Uhr in Tromsø landen, doch unser Abflug von Oslo verspätete sich, weshalb ich versuchte die Mietwagenfirma zu kontaktieren, damit diese auf uns wartet.
Allerdings stellte sich das als recht schwierig raus, denn das Internet verkündete, dass die Firma sonntags gar nicht erst öffnete und am Telefon verkündete auch nur eine Bandansage, dass keiner zu sprechen wäre und leitete mich immer wieder in Menüs weiter.
Nach einigen Versuchen ging doch jemand ans Telefon, doch diesen Jemand verstand ich aufgrund des Akzent kaum. Nachdem ich mehrmals fragte, ob denn wer am Schalter in Tromsø gegen 18 Uhr noch anzutreffen wäre und die Antwort einigermaßen zustimmend klang, hoffte ich auf das Beste.

Der Flughafen von Tromsø ist sehr überschaubar, das heißt die Gepäckabgabe, das Einchecken und die Mietwagenfirmen befanden sich ohne Abgrenzung in einer Halle.
Während meine Mutti am Gepäckband wartete, stürmten mein Vati und ich zum Mietwagenschalter, um uns anzumelden.
Das Ganze war einfacher als gedacht. Nach der Bezahlung gab es eine kurze Wegbeschreibung, wo denn das Auto auf einem der Flughafenparkplatze zu finden sei und dass der Schlüssel dazu schon im Auto wäre. Aha.
Mit unseren Koffern holperten wir über die verschneiten Wege zum Parkplatz. Dort gab es zwei Autos mit laufendem Motor, eingeschalteten Licht und offenen Türen. Einer davon war unserer, wie wir am Kennzeichen erkannten. Weit und breit war niemand zu sehen, der über die Autos wachte und dabei war der Parkplatz öffentlich zugänglich. Da nenne ich Vertrauen.

Mit dem Auto und dem Navi fanden wir recht schnell das Hotel, in dem wir uns für unser gemietetes Apartment melden sollten.
Das Apartment lag in einer Häuserreihe an einer Nebenstraße. Es befand sich unter dem Dach, beinhaltete ein Schlafzimmer, Bad und Wohnbereich mit Schlafsofa und Küchenzeile.
Während meine Mutti sich daran machte, die Koffer auszupacken, fuhren mein Vati und ich noch eine Runde durch Tromsø, um nach einem eventuell geöffneten Supermarkt Ausschau zu halten, denn in Norwegen ist das Ladenschlussgesetz nicht so verschärft wie bei uns. Dennoch wurden wir nicht fündig bzw. scheiterten an den Parkmöglichkeiten.
An der Rezeption hatten wir bei Check-in eine Wegbeschreibung zum Hotelparkplatz erhalten, doch irgendwie wurden wir daraus nicht ganz schlau.
Während mein Vater im Auto mit Warnblickanlage wartete, versicherte ich mich noch einmal an der Rezeption, ob der Platz, wo höchstens 4 Autos draufpassten, wirklich zum Hotel gehörte.
In der Zwischenzeit hatten schon einige andere Autofahrer meinen Vater gefragt, ob sie helfen könnten. Also Merke: nicht die Warnblickanlage einschalten, selbst wenn man mitten auf der Straße hält. Aber wirklich sehr hilfsbereit die Norweger.

Bevor wir zu einem abendlichen Spaziergang durch Tromsø aufbrachen, genehmigten wir uns noch eine Mahlzeit aus mitgebrachten Fertignudelgerichten.

Unser Weg führte vorbei an der Domkirke im Zentrum bis zum Hafen, von wo aus man einen tollen Blick bis zur erleuchteten Eismeerkathedrale am gegenüberliegenden Ufer hat.



Hafen von Tromsö


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Kommentare

  • Blula

    Norwegen im Winter.... toll, und dann auch noch das Polarlicht-Seherlebnis. Danke für's Mitnehmen auf diese wunderbare Winterreise von der Du hier so anschaulich und lebendig berichtest. Ich habe sie genossen. Deine Fotos dazu sprechen eine eigene Sprache.
    Ich bin rundum begeistert!
    LG Ursula

  • LunaFeles

    hach vielen Dank!!! das freut mich sehr! :)

  • ursuvo

    Deinen so schön lebendig geschriebenen Bericht habe ich mit Genuss verschlungen.
    Und die super Fotos dazu habe ich mir dann extra noch in ganz groß angesehen - die sind ja absolut sehenswert!!!!! ( und bekommen hier wahrscheinlich nicht so viele Bewertungen weil sie in der Sparte "Ohne Beschreibung" gelandet sind - wo ich mich normalerweise auch nicht aufhalte)
    Du hattest ja auch mit dem Polarlicht unglaubliches Glück - Deine Bilder davon sind äußerst beeindruckend!
    Ich kenne Norwegen nur im Sommer - Winter dort würde mich ja auch mal reizen - aber es ist mir dort sicher viel zu kalt.......;-) - wie ich nun gelesen und gesehen habe entgeht mir dadurch doch Einiges.
    LG Ursula

  • LunaFeles

    ich freue mich , dass du die Bilder und den Bericht trotzdem gefunden hast :D
    Vielen Dank für dein Feedback!
    Es ging von den Temperaturen.. also ja es war echt kalt, aber es ging schon irgendwie :)

  • ursuvo

    das mit der Kälte hab' ich in Deinem Bericht schon gespürt - aber Du hast es ja "würdig" ertragen:-)
    LG Ursula

  • traveltime

    Ein Super Bericht, kurzweilig mit sehr guter Schreibe.
    Eines meiner letzten Wunschreiseziehle.
    LG Rolf

  • LunaFeles

    @traveltime vielen Dank! schön dass es dir gefallen hat :)

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  • matulr

    Gesundheitlich bedingt kann ich mir eine solche Reise abschminken. Schon immer wollte ich Polarlichter "live" sehen. Das wird mir nicht vergönnt sein. Daher umso mehr ein grosses, grosses Dankeschön für den hochinteressanten, mit GENIALSTEN Bildern geschmückten Reisebericht! Es fühlt sich fast so an, als wäre ich dabei gewesen!
    LG ULI

  • LunaFeles

    @matulr oh das ist sehr schade aber ich freu mich dass dir der Bericht gefallen hat :)

  • bezi

    Um diese tolle Reise kann man dich nur beneiden. Danke, dass du diese einmaligen Eindrücke mit uns teilst. Zum Frieren bin ich gar nicht gekommen, dazu war ich viel zu begeistert von deinem Bericht und den klasse Fotos dazu.
    LG Claudia

  • LunaFeles

    vielen Dank, Claudia :)

  • suurisaari

    Der Hammer!

  • LunaFeles

    :) danke, suurisaari

  • nach oben nach oben scrollen
  • INTERTOURIST

    ...auf meine Merkliste, da ich das auch auf dem Plan stehen habe.
    Sehr klasse!

    Grüße Jörg

  • cabrio

    Danke für diesen sehr schönen Reisebericht.

    Die Bilder gefallen mir alle sehr gut und so war ich jetzt auch mal in Norwegen dabei.

    Lg Anton

  • LunaFeles

    vielen lieben Dank euch allen :)

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