Sri Lanka Individual-Reisen mit Sri Lanka Travel Partner

Reisebericht

Sri Lanka Individual-Reisen mit Sri Lanka Travel Partner

Für uns stand klar Natur/Wandern/Tierwelt/Kultur im Vordergrund und der Wunsch war, möglichst viel von Sri Lanka zu sehen und zu erleben, ohne dabei hetzen zu müssen. Pauschalangebote oder Gruppenreisen kamen nicht in Frage - insofern entschlossen wir uns zu einer 12-tägigen Rundreise mit Shiran / Sri Lanka Travel Partner und anschließendem, 5-tägigen Ausklang an einem schönen, ruhigen Badestrand.

Lange Zeit war es nicht möglich, hier neue Berichte zu posten, daher jetzt mit einiger Verspätung:

Wir beide, ein schwules Paar (45 und 43), begannen ca. im Mai 2016, uns intensiver mit der Planung einer gut zweiwöchigen Sri Lanka-Reise im September 2016 zu beschäftigen. Bei der Suche nach individuellen Angeboten, stolperten wir natürlich auch bald über andere Berichte hier über Sri Lanka Travelpartner bzw. über Shrian - das las sich alles sehr vielversprechend und positiv! Da wir mit Reisen generell (und erst recht mit Fernreisen) eher unerfahren sind/waren, nahmen wir damals zunächst erst telefonischen Kontakt zu Herrn Lehnig auf, um ihn mit einigen unserer Fragen und Bedenken zu konfrontieren. Er bestärkte uns in unserem Vorhaben, eine Rundreise mit eigenem Chauffeur/Ansprechpartner bei Shiran bzw. Sri Lanka Travel Partner zu buchen, um sich dann vor Ort um möglichst wenig kümmern zu müssen, einigermaßen flexibel zu sein, aber dennoch ausreichend Freiheiten zu haben und ungestört und unabhängig sein zu können. Seine Versicherungen, dass von Shirans Seite aus alles seriös und mit Herzblut organisiert sei, sollte sich dann auch bestätigen.

Für uns beide stand Natur/Wandern/Tierwelt/Kultur im Vordergrund und der Wunsch war, möglichst viel von der Insel zu sehen und zu erleben, ohne dabei hetzen zu müssen. Insofern entschlossen wir uns zu einer 12-tägigen Rundreise mit anschließendem, 5-tägigen Ausklang an einem schönen, ruhigen Badestrand und teilten Shiran in der Folgezeit unsere Wunschziele per Mail mit, klärten mit ihm auch etwas konkreter die voraussichtlichen Mittelklasse-Hotels und löcherten auch ihn mit einigen unserer auslandsunerfahrenen Fragen. Die Antworten waren meist schnell da, wenn vielleicht auch nicht immer sooo detaillert wie wir es uns gewünscht hätten. Aber vielleicht sollte man sich so ein schlichtes "don't worry" auch ein wenig in das Alltagsleben integrieren. ;-) Und es klappte dann auch alles so, wie es in ähnlicher Art und Weise hier schon vielfach zu lesen ist: Abholung nach Landung, Hilfe beim Geldumtausch und beim Besorgen von SIM-Karten mit Datenvolumen, Vorausbezahlung in bar gegen eine Papierrechnung, gepflegtes Auto mit Klimaanlage und überall freundliche, nette Menschen.

Die nächsten zwei ereignisreichen Wochen verbrachten wir dann zusammen mit unserem höchst engagierten und umsichtigen Fahrer Christy Leonard, mit dem wir uns von Tag zu Tag auch immer besser verstanden. Natürlich waren wir sehr froh, dass da die Chemie zwischen uns so gut stimmte, da man ja doch viel Zeit miteinander verbringt, sei es bei den stundenlangen Autofahrten (bei denen wir uns durchweg sicher transportiert fühlten) oder auch bei dem ein oder anderen Ausflug, bei dem er uns zu unserer Freude begleitete. Es gab enorm viele Eindrücke und Erlebnisse zu verarbeiten: Fischmarkt und Boots-Trip in Negombo, Besuch des Elefanten-Waisenhauses, Besteigung des Sigiriya und des Pidurangala, Besichtigung der Tempel und Anlagen in Anuradhapura und per Fahrrad in Polonnaruwa, Jeep-Safaris im Minneriya National Park und bei Yala, Besuch des Höhlentempels in Dambulla, der Matale Hindu Kovil und des Zahntempels in Kandy, die traditionelle Tanz- und Feuershow, eine (leider verregnete) Wanderung in den Knuckles Mountains, Botanischer Garten bei Kandy, eine seeeeehr unterhaltsame Wildwasserfahrt bei Kithulgala, die nächtliche Überwindung von 2x 5200 Stufen hoch zum und wieder runter vom Adams Peak (leider bei uns wettertechnisch ein Totalreinfall), Besichtigung einer Tee-Fabrik und Spazierengehen am Nuwraeliya Lake Park, Wanderung im Horton Plains Nationalpark zum World's End, Zugfahrt nach Ella, Tuktuk-Fahrt zum Liptons Seat samt Cache-Suche, abenteuerliche Fahrt zum idyllischen Sinharaja Forest Edge, Dschungel-Tour zu Fuß durch den Regenwald, geniales und romantisches Treehouse-Camping bei Yala und zum Schluss 5 Tage in Tangalle am einsamen und idyllischen Sand-Strand mit Kanu-Fahrt in der Lagune, sowie zu guter Letzt das Blow Hole während der Rückfahrt zum Flughafen in Colombo - wow!

Alles in allem hatten wir eine wundervolle Rundreise. Es war eine riesen Erfahrung und wir konnten unzählige Eindrücke mit nach Hause nehmen. Ein großer Anteil dieser positiven Erfahrung gebührt unserem Fahrer Christy Leonard, der wirklich einen unglaublich guten Job machte und der durch seine Erzählungen und spontanen Stops auch viele Einblicke in das "normale singhalesische Leben" gab. Wir können ihn zwar nicht mit anderen Fahrern von Shiran vergleichen, aber er scheint der beste Mann zu sein, den man sich vorstellen kann. Wir sind ihm sehr dankbar, dass er in seinem unentwegten Bestreben, uns immer alles Recht machen zu wollen, v.a. bei vielen kleinen Alltagssituationen immer wieder hilfreich und vertrauensvoll zur Seite stand.

Natürlich gibt es aber auch immer ein paar Sachen, die vielleicht ein bisschen besser organisiert bzw. koordiniert hätten sein können. So hat unser anfänglicher Wunsch, so viel wie möglich von Sri Lanka zu sehen, ohne ständig von Ort zu Ort hetzen zu müssen, nicht wirklich funktioniert. Aus jetziger Sicht wäre es sicher besser gewesen, einige Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten wegzulassen und stattdessen an bestimmten Orten etwas mehr Zeit zu haben, denn fast immer konnten wir dann erst spät am Abend in den Hotels einchecken (es waren ja nicht weniger als 10 unterschiedliche!) und mussten i.d.R. schon wieder früh raus, um den engen Plan halten und die langen Fahrten meistern zu können. Das war durchaus auch mit Hinblick auf Wäschewaschen oder Verstauen von nassen Wander-Klamotten schon ein Problem. Insbesondere wären es aufgrund der tollen Aussicht, bzw. der wunderbaren Umgebung und Atmosphäre das "Ella Gap Panorama", das "Sinharaja Forest Edge" und das "Treehouse" bei Yala wert gewesen, dort wenigstens jeweils zwei Nächte zu verbringen. Die Hotels ansich waren eigentlich alle zufriedenstellend, wir mussten uns allerdings auch dreimal mit Zimmern ohne die versprochene Aussicht begnügen bzw. mit akustischer Nähe zur benachbarten Family-Suite arrangieren.

All das ist aber sicher Jammern auf hohem Niveau und vermutlich würde es auch nichts schaden, etwas von der singhalesischen Gelassenheit und Spontanität mit nach Hause zu nehmen. Wahrscheinlich war es ja auch von uns selbst etwas naiv, bei dem vollen Tourprogramm sich eine Reise ohne Hektik auszumalen. Nichtsdestotrotz mussten wir eine weitere geplante Jeep-Safari in Udawalawe überspringen und auf eine eigentlich inkludierte, entspannende (!) Ayurveda-Massage verzichten, weil schlichtweg dafür keine Zeit mehr war - welch Ironie des Urlaubs! ;-) Aber, auch das sei erwähnt: Für die entfallenen Programmpunkte erstattete uns Shiran im Nachhinein einen anteiligen Betrag zurück.

Es war ein unvergesslicher Urlaub, an den uns über 2500 mitgebrachte Bilder und Videos lange erinnern werden! Aber eins merken wir uns für unsere nächste Sri Lanka-Reise: deutlich weniger Sonnenmilch und fast gar kein Mückenspray mehr mitnehmen, denn das war zumindest in unserem Fall kaum nötig - dafür gerne wieder mit Shiran und Christy!


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