Wohnmobil Tour durch Polen und das Baltikum

Reisebericht

Wohnmobil Tour durch Polen und das Baltikum

Reisebericht: Wohnmobil Tour durch Polen und das Baltikum

Mit dem WOMO in die östlichen europäischen Länder zu fahren ist absolut empfehlenswert! Für uns war es eine Studienreise mit vielen Besichtigungen und Stadtführungen, bei denen wir viel über die deutsche Geschichte gelernt haben. Die Bevölkerung ist freundlich und aufgeschlossen, und Nordost Europa ist uns nun nicht mehr so fremd und ist auch nicht mehr so weit weg!

Tourstart ab Stettin

Nachdem unsere erste geführte Tour durch Marokko ein Erfolg war, haben wir uns 2017 für die Teilnahme an der Baltikum-Reise entschieden, die vom gleichen Veranstalter angeboten wurde. Am 27. Juni begann die Tour mit einem Kennenlernen auf dem CP in Stettin. Bedingt durch zwei kurzfristige Absagen war die Gruppe sehr klein.... 4 WoMo´s, ein Wohnwagengespann und das WoMo der Organisatoren, Christian & Eva, von Maroc Caravan.
Die nächsten 4 Wochen werden wir gemeinsam durch Polen und die baltischen Staaten reisen..... gegen den Uhrzeigersinn, allerdings nicht im Konvoi, sondern jeder für sich, d.h. abends traff man sich am nächsten Tagesziel!
Von Stettin ging es zuerst nach Leba an die Ostseeküste ( sehr touristisch.... ), dann weiter nach Danzig. Hier war für unsere Gruppe eine Stadtführung organisiert..... die sehr interessant war und allen sehr gut gefallen hat! Unsere Route führte uns weiter zur Marienburg ( Führung) und nach Elblag ( Fahrt auf dem Schiff über die Rollberge)! Weiter ging es in die Masuren.....Natur pur.... wunderschöne kleine Dörfer, viele Seen und Alleen, sowie viele verlassene Herrensitze! Leider hatten wir nicht genügend Zeit um die Weite der Masuren besser kennenzulernen.... schließlich wollten wir noch bis nach Estland! Der nächste große Schlag ging nach Trakai in Litauen, um sich die Inselburg anzusehen...... wir standen auf einem wunderschönen Campingplatz direkt am See und konnten mit dem Wasser Taxi direkt zur Burganlage übersetzen.
Von Trakai war es dann nur ein Katzensprung nach Villnius, der Hauptstadt von Litauen (Stadtbesichtigung). Am 1o.Tag setzten wir die Reise nach Aglona/ Lettland fort.
Danach ging es nach Tartu/Estland. Nachdem alle anderen Teilnehmer zügig nach Narva weiterfuhren, um dort die WoMos stehen zu lassen, um mit dem Bus für 3 Tage nach St. Petersburg zu fahren,..... haben wir uns abgesetzt und einen Abstecher an den Peipsi See gemacht. Durch den See, der 5 x so groß ist wie der Bodensee, verläuft die Grenze nach Russland. Wir haben ein wunderschönes Fleckchen zum Übernachten gefunden, bei einem Hotel ca. 15 km von der Grenze entfernt, mit direktem Seezugang.....
Am Tag bevor der Rest der Gruppe von Ihrem Abstecher zurück kam sind auch wir nach Narva gefahren, auf der Strecke haben wir noch das orthodoxe Kloster Kuremäe besucht ( wunderschön und beeindruckend). In Narva haben wir uns die EU-Außengrenze und die Festungsanlagen angesehen. Hier im Nordosten von Estland ist die Bevölkerung mehrheitlich russisch.... was man nicht nur hört sondern leider auch an den Wohnhäusern sieht. Vieles in der Stadt ist heruntergekommen, denn der estnische Staat hat für seine russische Minderheit nicht viel übrig!
Nachdem unsere Gruppe wieder komplett ist wird unsere Tour fortgesetzt, an der Ostseeküste entlang, zum Herrenhaus Palmse, danach nach Tallin (Stadtführung), und von dort nach Hapsalu. Hier sind wir auch 2 Nächte geblieben, viel mit den Fahrrädern an der Ostsee entlang gefahren und hatten ein bisschen das Gefühl als wären wir in Finnland! In der letzten Woche der Reise stand noch Riga (3 Nächte), der Berg der Kreuze und Palanga auf dem Programm. Nach 27 Tagen endete die Reise auf einem Campingplatz kurz vor Klaipeda. Nach einem sehr schönen gemeinsamen Grillabend verabschiedeten sich alle, zwei WoMo´s fuhren mit der Fähre Richtung Kiel, die anderen machten sich auf dem Landweg Richtung Heimat. Wir sind zügig nach Polen zurückgefahren, und haben uns dort noch in den Ostmasuren, Breslau, Schlesien und dem Riesengebirge aufgehalten. Auch diese Gegend war sehr schön und ist durchaus mal einen zweiten Besuch wert!

Wir haben die Reise durch die baltischen Staaten sehr genossen, es war sehr interessant auf all den vielen Pfaden der deutschen Geschichte zu wandern. Die unendliche Weite der Landschaft, wenig besiedelt, die vielen Seen und Wälder haben uns ebenso beeindruckt. Wir haben immer wieder am Straßenrand angehalten.... sind in die Wälder und haben Blaubeeren und Pfifferlinge gesammelt..... wir haben Füchse und Wild gesehen... nur ein Elch ist uns leider nicht begegnet!
Wir haben es auch diesmal nicht bereut uns einer geführten Tour anzuschließen, denn die Vorteile in einer kleinen Gruppe zu reisen liegen auf der Hand. Nette Gespräche am CP, gemeinsame Abendessen in der Gruppe und logistisch ist alles organisiert ( Führungen und Campingplätze sind gebucht )....

Vielen Dank an Eva, Christian und Joscha !!!!







Herrenhaus Palmse


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