Pali Aike Nationalpark und Feuerland (2016)

Reisebericht

Pali Aike Nationalpark und Feuerland (2016)

Reisebericht: Pali Aike Nationalpark und Feuerland (2016)

Wir haben es getan! Ein Jahr Auszeit in Südamerika! Mit eigenem Auto!
Ein Jahr lang vogelfrei zu tun und zu lassen was wir wollen!
Nachdem wir in Punta Arenas, im Süden Chiles ein Auto gekauft und umgebaut haben kann es losgehen.

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Pali Aike Nationalpark

Obwohl nur per Zufall gefunden, da wir ja eh in der Nähe sind.... , kann man den mit ca. 50 km²​ eher kleinen Pali Aike Nationalpark wärmstens empfehlen. Nördlich von Punta Delgada gelegen, erwartete uns eine unverhofft schöne Vulkanlandschaft mit schönen Wanderungen in und um die imposanten Vulkankrater samt Lavafelder herum.

An diesem Tag waren wir lediglich die dritten Besucher die sich auf der Suche nach archäologischen Fundplätzen der Steinzeit dem patagonischem Wind stellten. Wir können verstehen, warum die Menschen damals meilenweit für eine Höhle gelaufen sind...



Pali Aike Nationalpark (Chile)

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Unterwegs nach Ushuaia

Feuerland dagegen erwartete uns so stürmisch, dass die Fähre ab Punta Delgada fast den ganzen Tag nicht fahren konnte. Endlose, menschenleere und eingezäunte Savannen gingen erst Richtung Ushuaia in bergigeres und bewaldetes Terrain über. Camping Gelegenheiten sind hier sehr spärlich gesät, so dass wir auch schon mal mit einer Kiesgrube inklusive totem Schaf vorlieb nehmen mussten. Drei Füchse die daran nagten entschädigten ein bisschen dafür.

Und wir haben uns noch gewundert, warum die Füchse unsere Nähe suchten...

Doch auch ein richtig schönes Camping am Bachlauf mit flechten-bewachsenen Bäumen kann man finden. Das Leben im Auto hat sich so langsam eingespielt. Unsere Schlafgelegenheit ist bequem, wir sind mehr oder weniger autark. Waschgelegenheiten gibt es immer mal wieder an Bachläufen - gutes Wetter vorausgesetzt - an Truckstops oder aus dem Reservekanister.



Totes Schaf und satte Füchse

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Tierra del Fuego Nationalpark

Der Tiera del Fuego Nationalpark bei Ushuaia erinnert ein bisschen an die Alpen. Jedoch mit Küste und moosbewachsenen Wäldern, die nicht mehr ganz ins Bild passen. Der gepflegte Nationalpark ist auch für die Einheimischen ein Naherholungsgebiet. Füchse kommen auf der Suche nach etwas Fressbarem bis auf einen Meter heran. Greifvögel mit ihrem schreienden Nachwuchs umkreisen die Picknick Plätze und Pferde galoppieren durch das Camp. Auf dem Berggipfel des Cerro Guanaco gab es zusätzlich zur Aussicht noch einen frierenden Gipfelfuchs, der auf milde Gaben hoffte und sich fotogen in Pose stellte.

Innerhalb des Nationalparks ist man leider auf die vorgegeben Wege begrenzt. Hiervon gibt es genügend für die Dauer des Parktickets von 3 Tagen. Die längste Wanderung ist der Tagesausflug auf den Cerro Guanaco mit fast 1.000 HM. Von dort hat man einen schönen Weitblick über den Park. Uns hat es sehr gefallen.



Tierra del Fuego Nationalpark



Tolhuin

An Tolhuin fahren die meisten vorbei. Lediglich die Touristen mit dem selben Reiseführer halten an der selben Panaderia. Es wird zwar selten etwas gekauft, aber viel geschaut. Glücklich ist derjenige, der es in den Reiseführer schafft...

Das mittlerweile 2.000 Einwohner große Dorf ist sehr darauf aus, Touristen für sich zu gewinnen. Dort haben wir das erste Mal überhaupt eine Broschüre in Deutsch gesehen, welche nicht nur die Sehenswürdigkeiten auflistet, sondern auch die Geschichte aufzeigt. Den Wandel von der Forstwirtschaft hin zum Tourismus. Nicht unbedingt notwendig bei google translate Qualitäten, aber es zeigt Engagement.

Auf dem Pferd sind wir den Strand des Lago Fagnano entlang geritten. Der azurblaue See ist groß genug, dass ein Wellengang wie am Meer entsteht. Eine dünne Landzunge trennt den See von einem weiteren See und führt dann in den Wald hinein. Es war eine schöne Abwechslung das alles aus der Perspektive eines Pferdes zu sehen.



Pferdetour in Tolhuin am Lago Fagnano

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Kommentare

  • INTERTOURIST

    Der Tiera del Fuego Nationalpark erinnert ein bisschen an die Alpen und andere NP´s in Feuerland erinnern an Kanada oder Norwegen. Es gibt einige Landschaften auf dem Planeten die ähnlich und vergleichbar sind und doch sind sie mit ihrer Flora und Fauna, dem Wetter und den Wolken dann wieder total verschieden. Mit dem eigenen Auto durch die Welt Südamerikas, dass ist eine der wahren Formen des Reisens.
    Genießt es - es wird nie wieder so sein.

    Viele Grüße
    Jörg

  • Blula

    Danke für's virtuelle Mitreisendürfen an dieses andere Ende der Welt. Ich habe es genossen und dabei viel erfahren können.
    LG Ursula

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