Strassenbahn Linie 1 in Jerusalem

Reisebericht

Strassenbahn Linie 1 in Jerusalem

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Linie 1 Jerusalem



Seit 2011 gibt es in Jerusalem eine Strassenbahn, 13,5 Km lang, 23 Stationen

Mit der Strassenbahn kommt man bis zum Damaskustor- Altstadt
Normalerweise verbindet eine Straßenbahn die Einwohner einer Stadt miteinander. Nur in Jerusalem stimmt das nicht. Die Tram fährt durch die verschiedenen Viertel, aber die Bewohner wollen gar nicht miteinander verbunden werden. Jeder Bezirk lebt für sich, nach eigenen Regeln. Ein Quartier liegt neben dem anderen, oft nur eine Straßenbahnstation weiter, und trotzdem fühlt es sich an, als lebten die Menschen Lichtjahre voneinander entfernt.



Strassenbahn Linie 1, Jerusalem



Geschlechtertrennung in der Strassenbahn

Die palästinensische Autonomiebehörde protestierte erfolglos gegen den Bau der Stadtbahn, da auch zu Ostjerusalem gehörige arabische Stadtteile einbezogen wurden. Wegen des Boykottaufrufs von palästinensischer Seite geriet das französische Unternehmen, das den Bau ausführte, in finanzielle Schwierigkeiten. Nach der Fertigstellung tauchten Forderungen auf, jüdische und arabische Fahrgäste zu separieren. Radikale jüdische Sekten forderten außerdem eine Geschlechtertrennung. Beide Forderungen wurden nicht umgesetzt.



Damaskustor



Damaskustor, eröffnet 1573

Säkulare und religiöse Juden kämpfen gegeneinander um den Charakter der Stadt. Die Palästinenser hoffen auf Ost-Jerusalem als künftigen Regierungssitz, während jüdische Siedler alles daransetzen, die Altstadt unter ihre Kontrolle zu bekommen. Jerusalem ist Balagan (Hebräisch: Durcheinander), hier erlebt man den Nahostkonflikt auf engstem Raum, und gleichzeitig ist die Stadt strahlend schön: leuchtende Farben und scharfe Gerüche auf dem Mahane-Yehuda-Markt, das ergreifende Gebet in der Grabeskirche und an der Klagemauer, die Herzlichkeit der Menschen in ihren Wohnvierteln.



Arabischer Händler,



Stadtrundfahrt auf Schienen, Jerusalem

Ultraorthodoxe, palästinensische Aktivisten, Schriftsteller, Sicherheitsmänner und Neueinwanderer, Juden, Moslems und Christen begegnen einem auf der Reise mit der Tram. Wer in den eigentümlichen Alltag Jerusalems einsteigen will, sollte die Strecke auf voller Länge abfahren, von West nach Ost, und zwischendrin immer wieder aussteigen. Eine Stadtrundfahrt auf Schienen in fünf Teilen.



Mandelblüte in Jerusalem



Tu Bi- Schwat

Wie alle guten Feiertage (Erntedankfest!) basieren auch die jüdischen Feiertage ursprünglich auf heidnischen Festen zu Ehren von Mutter Natur bzw. den Jahreszeiten. So zum Beispiel auch Tu Bi-Schwat, das Neujahrs-Fest der Bäume.
Der blühende Baum, der in diesen Wochen sehr auffällt mit seinen hellrosa-roten Blüten, ist der Mandelbaum, Ha-Schkediah. Mich erinnern die Mandelbäume in voller Blüte ja sehr an Birnbäume, der Stamm und die Blüten sind ganz ähnlich; der entscheidende Unterschied zu Europa ist allerdings, dass es in Israel nicht dauernd schüttet während der Blütezeit.


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Kommentare

  • traveltime

    Schöner, kurzer aber interessanter Bericht.
    LG Rolf

  • Blula

    Absolut lesenswert. Ich habe hier tatsächlich einiges erfahren, was mir bisher so noch gar nicht bekannt war. Danke !
    VG Ursula

  • wildwassercamera

    Danke für diesen sehr informativen und interessanten bericht. Wir planen eine Israelreise da ist dieser bericht äußerst hilfreich.
    schöne grüsse
    alex

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzugeben. Strassenbahn Linie 1 in Jerusalem 5.00 9

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