RC-Freunde on Tour im Bergischen Land und im Ruhrgebiet

Reisebericht

RC-Freunde on Tour im Bergischen Land und im Ruhrgebiet

Reisebericht: RC-Freunde on Tour im Bergischen Land und im Ruhrgebiet

Bericht über das RC-Nutzertreffen in Wuppertal, Solingen und Essen.

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Ausflug zur Zeche und Kokerei Zollverein

„Zug fällt leider aus“ steht auf der Anzeigetafel über unseren Köpfen. Schöner Start! Da stehen wir acht Geo-RC-Freunde am Wuppertaler Hauptbahnhof und möchten nach Essen zur Zeche und Kokerei Zollverein. „Kein Problem“, beruhige ich meine Mitfahrer, „das war ohnehin eingeplant, als passionierte Bahnfahrerin bin ich das doch beinahe gewohnt.“ So wird allerdings aus dem geplanten gemütlichen Spaziergang über das 100 Hektar große Gelände der Zeche und Kokerei Zollverein ein Marsch im Stechschritt – ohne Rücksicht auf Fotografen. Pünktlich zur Führung durch die ehemals größte und modernste Kokerei Europas stehen wir am Eingang.



Unser Tourguide pfercht uns nach knapper Begrüßung in einen engen Aufzug und fährt mit uns auf’s Dach. Der Blick ist gigantisch: sechs bis zu 98 m hohe Schornsteine, 304 Koksöfen, ein Werksschwimmbad (Kunst) und das nicht mehr fahrende Sonnenrad liegen unter uns. Die Himmelsfarbe ist je nach Blickrichtung stahlblau bis grauschwarz.



Auf dem Dach der Kokerei Zollverein



On Tour - Zeche Zollverein

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Die kräftige Brise weht Hartmuts (tumtrah) Mütze vom Kopf und ehe der Tourguide ihn zurückpfeifen kann, klettert der Älteste in unserer Gruppe behände über das Geländer auf’s Flachdach um seine Kopfbedeckung zurückzuholen. Eigentlich ist es verboten die markierten Bereiche zu verlassen; die 1993 stillgelegten Betriebsanlagen sind nicht überall saniert und stellenweise arg vom Rost zerfressen. Wir betreten die Kohlebunker. Etwa 75.000 Tonnen Kohle wurden hier täglich in riesige Bunkertaschen verfüllt, damit für die Koksproduktion immer genug Rohmaterial vorhanden war. Der Kokereibetrieb lief weitestgehend automatisch; nur 200 Menschen waren nötig um täglich 10.000 Tonnen Koks zu produzieren, der mit einem Kokskuchenschieber aus dem Ofen geschoben und abgelöscht wurde. Koks ist der Hauptbrennstoff für die Herstellung von Stahl. Mit der Schließung der Zeche Zollverein wurde auch die Kokerei stillgelegt. Heute gehört die Anlage zum Weltkulturerbe der UNESCO und für uns ist es ein lohnendes Ausflugsziel.



Currywurst + Pommes

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Direkt neben dem Kohlebunker verspeisen wir heute eine Currywurst bevor es weitergeht zum nächsten Besichtigungspunkt: das im ehemaligen Kesselhaus untergebrachte Red Dot Design Museum. Hier sind Gegenstände des täglichen Bedarfs ausgestellt, die den Red Dot Design Preis gewonnen haben. Vom PKW bis zum Zahnbohrer ist alles vertreten. Wer nicht ins Design Museum möchte folgt auf der weithin sichtbaren roten Rolltreppe dem ehemaligen Weg der Kohle - aus der Tiefe hinauf ins Ruhrmuseum. Auf drei Etagen wird die Geschichte des Ruhrgebiets mit modernsten audio-didaktischen Mitteln dargestellt und erzählt. Es ist die Erfolgsgeschichte des Unternehmers Alfred Krupp genauso wie die Geschichte von Tatortkommissar Horst Schimanski. Die Kaffeepause entfällt ersatzlos zugunsten des Museums.



Gruppenfoto unterm Förderturm

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Nach einen schnellen Gruppenfoto – obligatorisch unter dem Doppelbockförderturm von Zollverein – gehen wir zügig zur Straßenbahn. Die nächste kommt in 2 Minuten. Laut Anzeige. In Essen gehen die Uhren jedoch anders, es dauert 10 Minuten bis die nächste Bahn kommt. Die S-Bahn nach Wuppertal hat dann auch Verspätung und endet auf halber Strecke, aber immerhin bekommen alle einen Sitzplatz. So fällt die geplante 45-minütige Ruhephase im Hotel leider flach. Egal. Alle halten gut durch und Essen und Trinken im italienischen Restaurant entschädigen. Mittlerweile sind wir auf 14 Teilnehmer/innen angewachsen.


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Kommentare

  • ursuvo

    auch wenn ich leider nicht dabei sein konnte - da hast Du mich in Deinem Bericht ja ganz gut mitgenommen - Danke:-)
    LG Ursula

  • windweit

    Schön war's, in so netter Gesellschaft durch Wuppertal zu schweben :-) Danke für den Tourbericht mkt den vielen guten Erinnerungen.
    Liebe Grüsse,
    Gabi

  • matulr

    Nochmals ein herzliches Dankeschön für die Organisation dieses wunderschönen und entspannten Wochenendes in und um Wuppertal!

    Herrlich erheiternd, in welcher Weise in diesem Bericht Begriffe indiziert worden sind! Geht man mit der Maus über das Wort "überall", bekommt man Werbung für das neueste Samsung Smartphone eingeblendet. WOW! Geht man auf "PKW", erhält man Werbung für Renault. Das geht ja noch.
    Geht man über "Verkehrsmittel" oder "Personentransport", poppt sich die Deutsche Bundesbahn ins Bild. Die Begriffe "Verspätung" und "Zug fällt aus" wurden jedoch nicht indiziert.

    LG ULI

  • astrid

    @Uli: Die DB-Werbung "Entspannt ans Ziel" ist wirklich lustig in diesem Kontext: Wenn ich es zusammenrechne haben wir an dem Tag 75 Minuten Entspannung verloren weil wir an windig-nassen Bahnsteigen auf Züge warteten die verspätet oder gar nicht kamen.
    LG Astrid

  • Hage

    Eine schöne Erinnerung an ein gemeinsames Wochenende, an dem wir viel Spaß hatten, auch wenn das Wetter besser hätte sein können. Danke Dir nochmals für die tolle Organisation!
    LG Hans-Georg

  • Blula

    Liebe Astrid, da hattest Du ja wirklich ein tolles Programm zusammengestellt und die Freundestruppe war mit viel Vergnügen dabei. Mir ist ganz schön was entgangen, wie ich Deinem Bericht entnehme.
    LG Ursula

  • tumtrah

    Liebe Astrid,
    dir gebührt noch einmal ein ganz besonderes Lob! Ohne deine alle möglichen Eventualitäten bereits ins Auge fassende Planung wäre dies Treffen sicherlich nur halb so schön ausgefallen. Bei all den Unzulänglichkeiten im ÖPNV hast du immer die Contenance bewahrt und mit deiner Voraussicht bei uns überhaupt keine Unruhe oder gar Unmut aufkommen lassen. Immer hattest du ein Lächeln für die Situation. So können wir alle dieses Treffen in bester Erinnerung behalten - wozu dieser kurzweilige Abriss des Geschehens auch seinen Beitrag leistet. Gerne hätte ich ein paar mehr deiner eingeladenen GEO-Freundinnen und -Freunde kennen gelernt.
    LG Hartmut

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  • Zeitreisende

    An dieser Stelle nochmal ein dickes Dankeschön von unserer Seite! Das Programm war toll und Du hattest auf jede Frage eine sachkundige Antwort. Schade, dass wir nur am Samstag dabei sein konnten. LG Dani

  • traveltime

    Schöner Bericht, wäre auch gern dabei gewesen.
    LG Rolf

  • astrid

    @Rolf: Es wird gewiss ein nächstes Mal geben! LG Astrid

  • hutzelzippe4

    Es war wirklich ein tolles Wochenende ! Wir haben viel gesehen, gelernt und hatten auch noch jede Menge Spaß dabei :)
    Nochmal vielen lieben Dank, das wir dabei sein durften .
    LG Uschi

  • Ginkgo

    Liebe Astrid,

    bei meinem Start in Freiburg fiel ja nur die Zuganzeige aus und zum Glück nicht der Zug nach Wuppertal. Ich werde nie vergessen, wie ich am Freiburger Bahnhof stand und hörte "Der Zug Zillerzeiger fällt heute aus". Und das gleich zweimal. Verstört fragte ich eine Frau neben mir, was sie bei der Bahnhofansage verstanden hatte. Sie meinte "Die Zuganzeige fällt heute aus". Die Zuganzeige zeigte tatsächlich nichts als eine schwarze Tafel, womit ich dachte, das fängt ja gut an.

    Es wurde dann trotz verstörendem Start ein schönes, erfülltes, für manche verlängertes Wochenende mit netten Leuten. Was haben wir alles gesehen und erlebt! So viel Unterschiedliches und es hat mir zumindest alles Spaß gemacht, auch der Tag im Zoo.

    Herzlichen Dank für die Organisation und den Bericht, Astrid. Auch die Anspielungen auf unsere Profilseiten sind erheitert geschätzt.

    LG Ginkgo

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