Crusta Nova die bayerische Garnele erobert Salzburg

Reisebericht

Crusta Nova die bayerische Garnele erobert Salzburg

Reisebericht: Crusta Nova die bayerische Garnele erobert Salzburg

Walter Grüll verkauft in seinem Fischspezialitäten-Geschäft in Salzburg-Grödig auch Bio-Garnelen aus Bayern. Aha. Das wollte ich doch einmal genau wissen und bin in die "bayerischen Mangrovensümpfe" nach Langenpreising gefahren. Das ist bei Freising in Bayern.

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Bayerisches in Langenpreising

Florian Riedel (rechts) und...

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Wenige Kilometer nördlich des Münchner Flughafens in Bayern nahe der Autobahn nach Passau liegt der kleine oberbayrische Ort Langenpreising mit nur etwas mehr als 2 700 Einwohnern, aber mehreren hunderttausend Garnelen. Bayerisch klingt es dort im Gewerbegebiet dann so: „Crusta Nova – The Urban Fishermen“ – „Good Gamba – die bayerische Garnele“ steht auf einem Firmenschild vor einem modernen Firmengebäude am Rande von grünen Wiesen.

Crusta Nova - was?

Lass mich zunächst einmal das „Bayerisch“ erklären. Der Name „Crusta Nova“ setzt sich aus der biologischen Artbezeichnung für Krustentiere - „Crustacea“ und dem Wort „Nova“ zusammen. Wobei „Nova“ für die Innovation einer Garnelenzucht in einer geschlossenen Kreislaufanlage in einem Gebäude steht. „Crusta Nova“ ist also der Firmenname der mit einem Volumen ca. 30 Tonnen im Jahr größten „Indoor“-Garnelen-Aquakulturanlage in Deutschland und Europa für die Zucht von „Pacific White Prawn“ („Litopenaeus vannamei“, „White Tiger“).

The Urban Fishermen - wer?

„The Urban Fishermen“ sind ein paar Städter, die sich aufmachten, „draußen am bayerischen Land“ etwas zu realisieren, was ganz neu ist. Allen voran der „Vater der Idee“ und Firmengründer Rechtsanwalt Fabian Riedel. Ja, Rechtsanwalt von Beruf, eigentlich, aber seit 2012 Fischer im gewissen Sinn. Und das kam so. 2012 besuchte er einen Schulkollegen aus seiner Gymnasium-Zeit, der Lebensmitteltechnologie studiert hatte, in dessen Wohnung. Dessen Badewanne war zu einer Aquakultur für Krebse umfunktioniert worden. Da fasste Riedel den Entschluss, biologisch produzierte Garnelen auf den Markt zu bringen. Dann stieß er auf einen Artikel in den „New York Times“ von Dr. Addison Lawrence. Dr. Lawrence beschäftigt sich seit Jahren mit der biologischen Aufzucht von Garnelen in geschlossenen Kreisläufen. Diesen Forscher rief Riedel kurzerhand an, um sich Rat zu holen. Nun ging das Planen der Anlage und Sondieren des Marktes los. Ein Experte aus Norddeutschland wurde konsultiert. Eine Förderung durch den Europäischen Fischereifonds beantragt, der innovative, hochtechnische Lösungen für die Zukunft fördert. Als Quereinsteiger in diese Materie kam ihm dabei seine juristische Ausbildung zu gute.

2014 entstand dann das moderne Firmengebäude in Langenpreising und im Sommer 2015 konnte Riedel seine ersten in einem geschlossenen Kreislauf biologisch gezüchteten Garnelen verkaufen.

Das Revolutionäre?

An erster Stelle muss geschrieben werden: „Niemals tiefgefroren“, denn „Crusta Nova“ fängt aus seinen Becken Garnelen nur auf Bestellung und verschickt sie nur gekühlt, aber nicht tiefgefroren. Dadurch schmecken die Garnelen einzigartig frisch, sind von festem Biss und es ergibt sich „Sashimi-Qualtität“, also roh genießbar mit süßlich-nussigem Geschmack. Und schließlich der wichtige Qualitätsbegriff „ohne Antibiotika“: keine chemischen Zusätze, keine Glasur und keine Tricks heißt es in einer Werbebroschüre.



Bayerische Garnelen


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