La Palma - El Bastòn - GR131

Reisebericht

La Palma - El Bastòn - GR131

Reisebericht: La Palma - El Bastòn - GR131

La Palma ist eine unglaublich vielfältige und abwechslungsreiche Insel. Für meinen ersten Besuch habe ich mich dazu entschlossen die Insel auf dem GR131 zu erkunden. Dieser Fernwanderweg verläuft von der Westküste bei Puerto de Tazacorte hinauf zum höchsten Berg der Insel, Roque de los Muchachos (2426 m), und von dort hinunter zum Südzipfel der Insel.

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Tag 5 - Drachenbäume im Nordwesten (5 km, +400 hm, -400 hm)

Drachenbaum nahe Las Tricias

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Nachdem wir die Caldera (von oben) und einen Großen Teil des südlichen Inselteils von La Palma erwandert und gesehen haben, wollen wir die letzten beiden Tage, die uns noch bleiben, im nördlichen und grünen Teil der Insel verbringen. Im Hostel in Los Llanos haben wir von zwei kleineren Tageswanderungen erfahren, die sich sehr interessant angehört haben. Wir fahren nach Las Tricias um dort die Drachenbäume und Höhlen der Ureinwohner zu besichtigen. Die Wanderung ist mit 5 km eher ein Spaziergang der allerdings erst sehr steil Richtung Küste abfällt und am Ende den selben Weg wieder zurückführt. Sowohl Drachenbäume als auch die Höhlen sind in vielen Reiseführern erwähnt und entsprechend viele andere Touristen treffen wir auf dem Weg an. Die rießigen Drachenbäume (ich dachte es wären größere Büsche mit max. 2 m Höhe) laden auch zu einer kurzen Mittagspause in ihrem Schatten ein. Man hätte perfekt abschalten können, wäre da nicht eine kleine sehr aufdringliche Katze gewesen, die es auf unser Essen abgesehen hatte.
Die Vegetation ist hier schon sehr üppig, man hört kleine Bäche und die Brandung an der Küste. Am Wegesrand stehen Körbe mit frischen Früchten die man gegen einpaar Euro mitnehmen kann. Die Höhlen und Höhlenmalereien sind nicht sonderlich beeindruckend aber es macht dennoch Spass durch den grünen Urwald zu laufen. Hat man den Rückweg geschafft, wartet hinter der Kirche in Las Tricias das Restaurant El Rincon mit der verdienten Erfrischung auf die durstigen Wanderer.
Unsere Fahrt führt weiter nach Norden, immer der Hauptstraße Lp-1 folgend. Mangels Spanischkenntnisse unsererseits und fehlenden Englischkenntnissen auf seite der Vermieter konnten wir kein Zimmer reservieren und machten uns auf den Weg um vor Ort mit Händen und Füßen unser Anliegen vorzutragen. Nach einem kleinen Abstechen zum Embalse e la Laguna hielten wir an der Küste östlich von Los Sauces. An der Rezeption konnte zwar niemand englisch, man machte uns aber klar, dass es keine freien Zimmer gibt. Also begutachteten wir noch die "Naturpools", die wegen der übertrieben beeindruckenden Brandung aber nicht begehbar oder vielmehr bebadbar waren und versuchten weiter unser Glück telephonisch eine Unterkunft zu finden. Nach einem 5 Minütigen Telefonat mit den Eigentüber eines Appartments, das wir schließlich über das Internet gebucht hatten, hatten weder er noch ich irgendeine Idee was der jeweils andere eigentlich wollte. Für meinen nächsten La Palmaurlaub werde ich definitiv rudimentäres Spanisch lernen :-)
Wir kamen im Dunkeln an dem Appartment an und im persönlichen "Gespräch" konnten wir uns mit dem älteren Herrn verständigen. Es gab wieder die herrlichen frischen Früchte, die jeden Abend und jedes Frühstück buchstäblich versüßten.



Pflanzenvielfalt bei Las Tricias



Tag 6 - Barranco de la Madeira (10 km, +900 hm, -900 hm)

Bewässerungssysten auf La Palma...

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Die zweite und für uns leider schon die letzte Tour, die uns im Hostel empfohlen wurde führt durch den Lorbeerwald von Los Tilos bei Los Sauces und durch ein Tunnelsystem des der Trinkwasserversorgung für Teile von La Palma. Möchte man diese Tour machen empfiehlt es sich (angeblich) Regenjacke und feste Wanderuhe mitzunehmen, denn man wir wohl in der Nähe der Wasserfälle sehr nass :-)
Unser Pech war, dass es die Tage zuvor soviel geregnet hatte, dass der Weg geschlossen war und so entschieden wir uns weiter Richtung Santa Cruz zu fahren in Las Nieves eine alternative Abschlusswanderung zu unternehmen.
Parken ist in Las Nieves an der Kirche kein Problem und für den Start der Wanderung ideal dort auch Start und Ende des Weges sind. Die ersten drei Kilometer sind sehr sehr anstrengen und man erreicht eine Höhe von über 900 Metern. Es gibt keine Nennenswerte Aussicht dafür eine Serpentine nach der anderen. Hat man aber den Aufstieg geschafft, wird man mit einem Weg auf konstanter Höhe belohnt, der teilweise (sehr) nahe am Abgrund der über 300 Meter tiefen Schlucht verläuft. Begleitet wird man auch hier von den offen verlaufenden Wasserkanälen und glücklich schätzen kann sich wer eine Taschen- oder Strinlampe eingesteckt hat. Die Tunnel sind stockdunkel und mitunter sehr niedrig. Ohne Lampe sind Beulen vorprogrammiert. Am Ende der Schlucht führt der Weg nach unten und verläuft am Boden der Schlucht zurück nach Las Nieves. Der Aufstieg erfordert einiges an Kondition und/oder Zeit für ausreichend Pausen. Technisch ist die Wanderung nicht schwierig, Höhenangst sollte man allerdings nicht haben. Es gibt immerwieder Warnhinweise, dass nur erfahrere Wanderer den Wege gehen sollten etc., das finde ich allerdings etwas übertrieben. Als Alternative zu Los Tilos und (ähnliche Voraussetzungen) kann ich diese Tour aber sehr empfehlen. Lediglich die Wassermenge und Wasserfälle von Los Tilos wird man in der Barranco de Madera vergeblich suchen.
Den Abschluss unseres Urlaubs verbringen wir wieder in Santa Cruz im Hotel. Ein letzter Stadtbummel um Mitbringsel zu kaufen und mein Geburtstagsessen rundeten den einwöchigen Urlaub gekonnt ab.



Barranco Madera

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Fazit

La Palma: gerne wieder!!!
Es gibt auf der kleinen Kanareninsel unglaublich viel zu sehen. Die enorme landschaftliche Vielfalt lässt einen Urlaub auf La Palma nie langweilig oder eintönig werden. Das nächste Mal werde ich bei Neumond nach La Palma fliegen um auch Sternhimmel für den La Palma bekannt ist bestaunen zu können. Und wie bereits geschrieben kann ich nur sehr empfehlen sich einpaar Spanischgrundlagen anzueignen, denn sehr viele Menschen können kein englisch (auch im Tourismusbereich).
Gerade für einen (Wander-)Urlaub während der in Deutschland kalten Jahreszeit ist La Palma ideal geeignet und lässt einen neue Energie schöpfen.


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Kommentare

  • Blula

    Danke für diesen ausgezeichneten Bericht. Hier bin ich eben virtuell sehr gerne mitgewandert. Freunde von mir haben auch schon häufig ihren Urlaub auf La Palma verbracht, weil sie ebenfalls begeistert sind von der Schönheit und landschaftlichen Vielfalt dieser Kanareninsel.
    LG Ursula

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