Karelien - Ein Wintermärchen

Reisebericht

Karelien - Ein Wintermärchen

Reisebericht: Karelien - Ein Wintermärchen

Ein Reisebericht von Sankt Petersburg nach Karelien im Winter. Mitte Februar bis weit in den März hinein trifft man hier die optimalen Wetterbedingungen an. Der Wind weht nur schwach, die Sonne scheint fast täglich und die Temperatur steigt am Tag auf -5°C an. Nach Sonnenuntergang fällt das Thermometer rapide auf -25°C.

Seite 1 von 4

Ankunft und die ersten Tage in Sankt Petersbur

Vor dem Hotel

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Diesmal nahm ich den Nachtflug von Amsterdam nach Sankt Petersburg. Tags zuvor hatte es in Sankt Petersburg geschneit und die Stadt präsentierte sich mir im weißen Winterkleid. Als ich mit dem Taxi in das Hotel fuhr, war es schon weit nach 3 Uhr.
Noch immer strömten die Menschen durch die Straßen. Manche kamen aus den Bars und Restaurants, andere gingen hinein. In den 24 Stunden geöffneten Lebensmittelgeschäften wurden schnell noch Kleinigkeiten eingekauft. Um vereinzelte Straßenmusikanten scharten sich sogar noch Passanten. Der Moskauer-Prospekt und der Newski-Prospekt waren, wie jede Nacht, taghell erleuchtet.
Diese Stadt mit ihren Bewohnern schläft nie.



Hotel



Die ersten Tage in Sankt Petersburg

Ermitage

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Nach einer sehr kurzen Nacht und einem ausgedehnten Frühstück, entschlossen auch wir uns in das Gewühl zu stürzen. Die Temperatur lag etwas unter Null, doch die Flüsse und Kanäle waren zugefroren. Die Stadtfläche breitet sich auf über 40 Inseln aus und teilt die Stadt so in einzelne Viertel. Wir hatten kein bestimmtes Ziel, sondern ließen uns vom Zufall treiben. Vorbei an der Ermitage gelangten wir zur Newa, die natürlich auch mit einer dicken Eisschicht bedeckt war. Ich war etwas skeptisch was die Festigkeit des Eises betraf, doch als ich die vielen Spaziergänger auf der Newa sah, zerstreuten sich meine Zweifel.
Jetzt fanden wir auch unser nächstes Ziel heraus. Auf der Newa befand sich ein altes Segelschiff, was zum Wohlbefinden seiner Gäste umgebaut wurde. In dem Schiff befanden sich zwei Restaurants, ein Raucherkabinett, ein Friseursalon, ein Fitnessstudio und für warme Jahreszeiten eine schwimmende Terrasse.
Sankt Petersburg verkörpert gegenüber dem reichen und modernen Moskau das alte historische Russland. Sie ist eine Stadt der Gegensätze zwischen Arm und sehr reich. Doch die Armut bleibt hinter den Fassaden versteckt, sie taucht im alltäglichen Leben kaum auf. Die Petersburger Bürger, besonders die Frauen, sind sehr geschmackvoll gekleidet. Im Winter dominiert der feine Pelz. Bei unserem Besuch im ausverkauften Mariinski-Theater war ich von der Anzahl und der Vielfalt der feinen Pelze überrascht.

Der Petersburger ist ein großer Theaterfreund. Neben den großen Bühnen gibt es eine Vielzahl kleiner Schauspielhäuser und Musikkabinette, die alle sehr gut besucht sind und auf höchstem Niveau arbeiten.
Auch das Buch ist Bestandteil der russischen Gesellschaft geblieben. Alexander Puschkin hat knapp 300 Jahre überlebt. Noch immer ist er ein unbestrittener Bestzeller in den Bücherregalen. Puschkin, Tolstoi, Dostojewski, Gogol und viele andere große Literaten haben die russische Seele beschrieben und verkörpert.



Auf der Newa


Teilen auf

Mein Interessenprofil

Bitte melden Sie sich an, um Reiseziele zu Ihrem Interessenprofil hinzuzufügen.

Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzugeben. Karelien - Ein Wintermärchen 4.25 4

Beliebte Community-Inhalte: AustralienNorwegenThailandVietnamItalienBarcelonaIndien ReiseführerIndien Tipps