In Finnland mit dem Rentierschlitten zum Eisangeln

Reisebericht

In Finnland mit dem Rentierschlitten zum Eisangeln

Reisebericht: In Finnland mit dem Rentierschlitten zum Eisangeln

Dieser Event Rentierschlittenfahrt mit Eisangeln ist wirklich zu empfehlen für Reisende nach Finnland. Es hat super Spass gemacht.

Rentierschlittenfahrt und Eisangeln in Finnland

Rentierschlittenfahrt

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10 Uhr fahren wir mit dem Bus zur Tourist Info, dem Treffpunkt für unseren Event.
11 Uhr kommt ein Kleinbus der Firma „Wolverine Fell Wilderness and Nature“ und fährt ca. 15 Minuten bis zum Eingang der Rentierfarm und zugleich Startpunkt der Rentierfahrt in Kätkälä. Die Rentiere und 2-er Schlitten stehen schon bereit. Rund 16 Personen nehmen am Event teil. Eine junge Frau erklärt uns in Englisch die Handhabung der Rentierschlitten. Wir werden in zwei Gruppen eingeteilt und der erste Teil kann schon die Rentierschlitten, die mit Rentierfell ausgelegt sind, besteigen. Der Driver sitzt links und muss die Zügel halten. Und los geht die erste Gruppe.

Danach kommen wir an die Reihe. Wir bekommen das Rentier Cloudy zugeteilt. Im Schlitten ist es eng und wir passen gerade so hinein. Das Einsteigen ist etwas mühsam, aber das Aussteigen danach noch umso mehr. Cloudy trabt im gemächlichen Tempo den gespurten Weg entlang, immer der anderen Gruppe hinterher. Er holt sie nach einigen Minuten ein und es stoppt erst einmal. Eines der Rentiere mag nicht so recht und der Sami, der uns begleitet, muss ihnen erst einmal gut zureden und dann geht es weiter ca. 3km bis zum Zielpunkt, einer Kota.
Es ist wunderschön, mit dem Rentier-Schlitten durch den dick verschneiten Kiefernwald und den verzuckerten Bäumen zu fahren. Die Kamera ist dauernd in Betrieb. Das Fotografieren aber recht schwierig in der Bewegung. Nachdem alle wieder aus ihren Schlitten geklettert und die Rentiere am Zaun angebunden sind, bekommen sie erst einmal Moos und Flechten zu fressen. Wir dürfen es den Tieren reichen, die es aber nicht so gern aus der Hand, sondern lieber vom Boden fressen.

Danach geht es in die Kota, in deren Mitte ein offenes Feuer zum Wärmen und Kochen brennt. Es gibt warmen Saft und nach einer kurzen Pause bekommen wir eine kleine Angel zum Eisfischen und einen Campinghocker zum Sitzen.
Der dickgefrorene Wolferine See befindet sich gleich neben der Kota und im Gänsemarsch marschieren alle aufs Eis. Das Eis ist mindestens 30-40 cm dick. Es kommt uns schon eine andere Gruppe vom Eisangeln entgegen. Überall sind schon Eislöcher und wir müssen sehen, dass wir nicht ausversehen hineintreten. Wir bekommen eine Vorführung des Handeisbohrers und der kleinen Handangeln. Wir benutzen ein bereits gebohrtes Eisloch, eine Made an die Angel und los geht’s. Schon hat der erste einen Fisch gefangen, eine Regenbogenforelle, ca. 30 cm gross. Bei uns beissen sie nicht an. Nach einer Viertelstunde haben wir die Angeln an den Hockern fixiert und sind zur Kota gegangen.

Dort haben bereits Schneeschuhe auf uns gewartet. Wieder eine kurze Anleitung zum Anlegen derselben – B. hat als lebendes Modell gedient und bekommt so die Schneeschuhe angeschnallt. Was für ein Service. Wir laufen damit ein Stück in den Wald hinein und können für eine halbe Stunde selbst im Wald herumlaufen. Eine schwierige Angelegenheit und wir versinken immer wieder im tiefen Schnee. Anschliessend holen wir unsere Angeln, die schon fast im Eisloch festgefroren sind – ohne Fisch - zurück.

Es geht in die Kota zurück, wo der Tisch bereits für das Essen gedeckt ist. Es gibt warmen Saft, Fischsuppe mit Roggen- Brot und natürlich den gegrillten gefangenen Fisch, von dem alle ein Stück abbekommen. Als Nachtisch ein süsses Brot und Kaffee, dessen Kaffeearoma wir vermissen.

Nach dieser Stärkung geht es zu den Rentieren zurück, die schon ungeduldig auf die Rückfahrt warten. Jeder bekommt wieder sein Rentier. Claudy speedet in einem rasanten Tempo los, denn es geht bergab und er möchte wohl die anderen Rentiere wieder einholen. Der Schnee stiebt nur so und in einer Kurve haben wir schon Angst, dass der Schlitten aus der Bahn gerät und wir hinauskatapultiert werden. Aber es geht gut. Claudy und mein Driver haben es im Griff. Alle sind heil wieder mit ihren Rentier angekommen und im Bus geht es wieder zur Tourist Info zurück.
Wir waren gut 4 Stunden unterwegs und dank mehreren Schichten Bekleidung haben wir nicht gefroren, bei minus 6-8 Grad und leichtem Wind.
Mit dem Ski Bus Nr. 1 fahren wir vom Zero Point zurück in unser Cottage. Sofort die Sauna anstellen und nach einer halben Stunde Aufwärmzeit in die heisse Sauna. Das tut gut. Jetzt wissen wir, warum fast jede finnische Hütte eine Sauna besitzt.

Laut https://www.spaceweatherlive.com/de ist auch heute kein Nordlicht zu erwarten. Stufe 3 max. Es war ja auch heute tagsüber nur bewölkt. Morgen soll es schöneres Wetter geben. Hoffen wir mal.



Rentier füttern


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Kommentare

  • Blula

    Diese Rentierschlittenfahrt mit Eisangeln, so lebendig von dir geschildert, hat mir auch lesenderweise viel Spaß gemacht !

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzugeben. In Finnland mit dem Rentierschlitten zum Eisangeln 5.00 5

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