volcan i pet

Reisebericht

volcan i pet

Reisebericht: volcan i pet

So umschreiben die créole sprechenden Inselbewohner ein durchschnittlich jährlich auftretendes Ereignis - auf französisch "le volcan pète". In dieser Wortwahl spiegelt sich das Verhältnis zu ihrem Berg, von und mit dem sie leben und leben müssen.

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Abendstimmung am Piton de la Fournaise



Annäherung

Piton de la Fournaise

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Schon zwei Tage bevor wir in die Region des aktiven Vulkans kamen, war von der Berghütte am Piton des Neiges (Refuge de la Caverne Dufour) aus eine Rauchfahne zu sehen, die nachts eine orangerote Färbung annahm. Von da an war wohl der ganzen Gruppe (acht wanderfreudige Reisende und Antoine, unser Guide) klar, daß der geplante Aufstieg auf den Piton de la Fournaise wohl nicht durchführbar wäre. Und Antoine war fast fast ständig am telefonieren, um genau über den Verlauf der Eruption und die Auswirkungen auf unsere Tour informiert zu sein. Er hielt sich aber bedeckt, um Neugier und Spannung hoch zu halten.
Nach Abschluß der Tour am höchsten Berg der Insel, dem Abstieg durch den Forêt de Bebour zur Gîte de Bélouve, einer Nacht ebendort, und einer halbtägigen Wanderung durch den Primärwald Forêt de Bélouve zum Aussichtspunkt über dem Trou der Fer gab es dann einen Bustransfer ins Vulkangebiet. Bei einem Zwischenstop war die Teilung der Insel in einen Teil mit üppiger Vegetation und einen anderen, in dem junger Vulkanismus deutliche Spuren zeigt, überdeutlich. Es genügt, sich umzudrehen und man sieht "another planet", wie Antoine es ausdrückte.



Blick zurück zum Piton des Neiges


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Kommentare

  • ursuvo

    Dein interessanter Bericht hat mir nochmal so richtig Appetit auf diese tolle Insel gemacht. Leider ist es bei mir nix mehr mit viel wandern - aber Deine Tour hätte ich sehr gern auch mal gemacht! Danke fürs Mitnehmen!
    LG Ursula

  • SchroedingersKatze

    Danke für die Blumen, Ursula, aber das war noch nicht mal die halbe Tour. Wenn ich Zeit finde, schreibe ich noch was über die drei Cirques, das eigentliche Wandergebiet liegt im Cirque de Mafate (dort sollte man wirklich gut zu Fuß sein, einzig denkbare Alternative wäre der Helikopter, ist aber ziemlich teuer). Die Ecke um den Fournaise herum bietet auch vergleichsweise ebenes Terrain und die Möglichkeit kurzer Touren mit spektakulären Aussichten. Im Cirque de Salazie ist auch vieles mit dem Auto erreichbar (auch wenn man sich mitunter fragt, ob das eigentlich noch die Straße ist.....)
    LG Ulf

  • ursuvo

    dann bin ich schon mal auf die Fortsetzung gespannt - ich kenne jemand der die Tour aus Wassermangel - und daher auch keine Kondition mehr - abbrechen musste und mit dem Hubschrauber ausgeflogen wurde.
    LG Ursula

  • Blula

    Eine wahrhaft erlebnisreiche Tour, von der Du hier sehr anschaulich berichtest. Anhand Deiner lesenswerten Schilderung und der aussagekräftigen Fotografien läuft das nun wie ein Film vor meinen Augen ab.
    LG Ursula

  • yunnanfoto

    Spannend geschrieben und dazu grossartige Fotos !
    LG, Herbert

  • matulr

    Immer noch eine meiner bisher unerreichten Trauminseln! Danke für den tollen Bericht! Ich liebe Vulkane!
    <3 <3 <3
    ULI

  • Unterwegs2014

    Ein super Erlebnis das Du uns hier erzählst. Auf Lavafeldern zu laufen ist enorm anstrengend, Hut ab vor dieser Tour die ihr da gemacht hat. Auch wir lieben Vulkane und die kargen Gegenden, La Réunion steht unbedingt auf unserer Wunschliste. Übrigens auch eindrückliche Fotos.
    Liebe Grüsse Iris

  • nach oben nach oben scrollen
  • ouzo

    Ein interessanter Bericht mit tollen Fotos. So weckt man Neugierde und Reiseappetit. Danke fürs Mitnehmen!

  • Schalimara

    Wir waren schon 2010 auf dieser schönen, beeindruckenden Insel . In den vergangenen Jahren haben immer mehr Menschen diese Insel entdeckt. Ich hoffe, das sie vom Massentourismus verschont bleibt.
    Dein Bericht hat meine Erinnerungen wieder etwas aufgefrischt. Für die Lavafelder braucht man gute Schuhsohlen ;-)
    LG Schalimara

  • SchroedingersKatze

    @ Schalimara:
    Von Massentourismus ist das ganze (mal abgesehen von St.-Gilles-les-Bains) noch weit entfernt, seit ein paar Haiattacken geht auch der Surftourismus zurück (die Tierchen haben die um ein paar Mio Jahre älteren Rechte, und ein Surfer beim Rauspaddeln sieht von unten so ähnlich aus wie eine Robbe....)
    Am aktiven Vulkan war natürlich viel los, aber überwiegend Einheimische, die sich das Schauspiel auch nicht entgehen lassen. Und eine weitere Erschließung des Cirque de Mafate ist m.W. nicht geplant. Unser damaliger Reiseveranstalter hat diese Tour auch rausgenommen, Réunion wird nur noch als Kurztrip-Anhängsel an Mauritius angeboten - ohne Mafate und Cilaos, erst recht ohne Piton des Neiges. (mein Bericht zu den Cirques kommt noch)
    LG Ulf

  • ursuvo

    mein Sohn hat sich grade für eine zweiwöchige Wandertour dort angemeldet - ohne Kenntnisse der französischen Sprache wollte er erstmal testen wie man dort so rumkommt. Er hatte erst die Kombi mit Madagaskar in Erwägung gezogen - war dann aber einsichtig;-) - bin schon gespannt was er dann im Mai berichten wird!
    LG Ursula

  • SchroedingersKatze

    ...ohne frz. Sprachkenntnis geht. Es gibt genügend enlisch- oder deutschsprachige Guides, die man auch mal fragen kann, wenn man nicht zur Gruppe gehört. Und in den abgelegenen Dörfern spricht man sowieso créole.
    Da hilft auch Frz. nur bedingt....
    Ulf

  • Schalimara

    Da hat sich doch schon einiges geändert......wir haben die Anreise selbst organisiert und die Insel auf eigene Faust erkundet und sind mit unseren franz. Sprachkenntnissen sehr gut zurecht gekommen. Englisch ging damals gar nicht und Guides...ich glaube die gab es auch nicht ;-) Es wurden von ein paar Reiseveranstaltern Rundreisen per PKW mit sehr straffem Ablauf angeboten. Wir lassen uns im Urlaub ungern "in einen Rahmen pressen" , aber das muss jeder für sich entscheiden ;-). Wir haben in einer Orangenplantage gewohnt - kann ich gerne weiterempfehlen. Ich bin echt froh, das wir "so früh" auf der Insel waren :-))
    Ich hoffe, Ihr habt auch die wunderschönen Märkte auf der Insel besucht? :-)
    LG Schalimara

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  • SchroedingersKatze

    Wir waren mit einer Kleingruppe (8 Leute + Guide) auf Wandertour: 1 Woche 100 km knapp 10000 Höhenmeter...war genug Gelegenheit für Foto und Video, der Rahmen war auch nicht absolut fix, es gab immer die eine oder andere Option. Davor und danach wurde die Insel per Kleinbus erkundet, mit hinreichend Freizeit für individuelle Unternehmungen. Märkte sind nicht so mein Ding, eher Gewürzplantagen (habe Vanille, Kurkuma, Zimt und einige mehr direkt vom Erzeuger gekauft). Überhaupt haben wir uns von den Städten weitgehend ferngehalten.
    Individuell geht bei uns zeitlich nicht - bin Freiberufler, 1-Mann-Büro, kann maximal 2,5 Wochen zumachen.
    Orangenplantage: die gîte in "les Orangers" im Mafate? Dort sind wir am ersten Trekkingtag auf dem Weg nach Roche Plate durchgekommen.
    Französisch geht überall außer im Cirque de Mafate (dort vllt auch in jedem dritten Haus, wenn man die Sprache sehr gut beherrscht).
    LG Ulf

  • Schalimara

    An den Gewürzen kommt man nicht vorbei ;-) Rest per Mail :-)
    LG Schalimara

  • tumtrah

    Du hast mit deinem Bericht wieder Erinnerungen wachgerufen, die auf das Jahr 1990 zurückgehen, als ich von Mauritius aus einen 1-wöchigen Abstecher auf diese landschaftlich so bizarre Insel machte. Damals konnte ich mit dem Mietwagen die Insel nicht gänzlich umrunden, weil kurz zuvor der Piton de la Fournaise die Küstenstraße im Osten mit Lava überflutet hatte. Er war dann aber wieder eingeschlafen und so hatte ich nicht das großartige Erlebnis wie du, den Vulkan spucken zu sehen. Vielen Dank für deinen so interessant geschriebenen Bericht und die eindrucksvollen Bilder!
    LG Hartmut

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