USA Südwesten intensiv

Reisebericht

USA Südwesten intensiv

Reisebericht: USA Südwesten intensiv

Wer Reisedurst und Landschaftshunger kennt, wird am Südwesten der USA und seinen zahlreichen National- und Stateparks kaum vorbei kommen. Auf recht engem Raum findet sich unterschiedlichste Schönheit, die auch geologische Zeitreisen über 200 Millionen Jahre erlaubt. Ein SUV und die Bereitschaft für Fussmärsche machen diese Rundreise zu einem unvergesslichen Erlebnis.

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Las Vegas, Valley of Fire, Zion und Bryce Canyon

Man kann es drehen und wenden, wie man will, ich habe das auch schon anders probiert. Der ideale Start für den Roundtrip ist und bleibt die Spielerstadt Las Vegas! Isthaltso!
Ich mag den Glitter und das Geschrei der Neonwände nicht besonders. Ein ausgiebiger abendlicher Spaziergang am Strip (untertags im Sonnenlicht zum vergessen) ist trozdem angebracht und auch recht spassig. Gute Fotomotive sind zahlreich vorhanden und liegen sozusagen auf der Straße.

Wir haben sogar ein Hotel ohne Casino und Spielautomaten gefunden; das gibt es auch in Vegas, natürlich gegen Aufpreis :) Was soll ich sonst zu Las Vegas sagen, das nicht bereits gesagt wurde? Wenig. Der Strip ist geil, laut und bunt, und dahinter ist es tote Hose. Wen kümmet das schon.

Unser erstes Ziel ist der nahe "Valley of Fire State Park" der die Phantasie mit seinen bizarren Felsformationen anregt. Hochzeitsfotographen nutzen die Location häufig; die einen kommen mit Limousinen und die potenteren mit dem Heli. Nicht wundern, Vegas ist sogar für die USA etwas schräg. Anyway. Um das Valley of Fire in seiner Fülle genießen zu können, sollte man am frühen Morgen und/oder gegen Abend hin hier sein und die eine oder andere Wanderung unternehmen. Arch Rock, Elephant Rock, der White Dome Trail und die Fire Wave wären ein paar der möglichen Ziele. Alles leicht erreichbbar, manches direkt an der Straße! Ideal ist es, wenn man eine Nacht in Overton verbringt, das lässt sich je nach Planung auch sinnvoll in den Reiseverlauf integrieren.

Der nächste Stopp auf unserer Reise ist der Zion National Park bzw. Springdale, wo wir uns für ein paar Tage einquartieren. Spätestens jetzt sollte man sich den "Amerika the Beautiful" Jahrespass für die Nationalparks besorgen; kostet lediglich 80.-$ für die ganze Familie, ein "Schnäppchen". Der Zugang zum Zion erfolgt über Kleinbusse, die pendeln - die Abfahrtszeiten der erste und letzte Fahrt je Richtung sollte man sich im Infocenter beim Parkeingang unbedingt anschauen, da diese je nach Saison wechseln. Der Zion NP ist überwältigend schön, erinnert manchmal auch ein wenig an heimische Gefielde. Und ein wahres Wanderparadies ist der Zion auch, die Wege sind bestens ausgeschildert und gewartet. Egal ob die kühlen Narrows, Angels View, der Observation Point oder andere, exotischere Ziele, wie die Subway angesteuert werden, es gibt immer tolle Ein- und Ausblicke und es bleibt wohl am Ende des Besuches auch immer das Gefühl, allzu Vieles nicht gesehen zu haben. Der Abschied fällt schwer, als wir den Zion NP nach 3 Tagen über die Nr. 9 Richtung Carmel Junction verlassen (Achtung: Tunnel wegen dem Höhenlimit nicht für alle Motorhomes passierbar!).

Bei Carmel Junction machen wir noch einen Schlenker nach rechts zum Coral Pink Sand Dunes State Park. Das sind nur 15 Meilen pro Richtung, um eine ausgedehnte Sanndühne zu besuchen, was insbesondere mitreisende Kinder freut, da es sich hier vortrefflich umhertollen lässt. Wer sich das sparen möchte, fährt direkt auf der 89 bzw. dann auf der N° 12 bis zum Bryce Canyon Nationalpark. Wir machen hier im Rubys Inn Station für zwei Tage. Es ist zwar möglich, mit dem eigenen Auto in den Nationalpark zu fahren, aber nicht notwenig, da auch hier Pendelbusse verkehren, die alle relevanten Spots anfahren. Der Bryce faszinert mit seinen Ghosts besonders bei Sonnenauf- bzw. -untergang; zum Fotografieren einfacher ist Sonnenuntergang. Neben kürzeren oder auch ausgedehnten Wanderungen lässt sich diese einzigartige Landschaft auch per Mountainbike oder mit dem Pferd, auf geführten Touren erkunden.



Las Vegas Strtip


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Kommentare

  • gtrasher

    Ein netter Kurzreiseführer, schön kompakt.Insbesondere Deine Ausführungen zur North Rim kann ich nur bestätigen.Gut, dass sie für die meisten etwas zu abgelegen für einen normalen Urlaub ist. LG Gerd

  • Blula

    Das finde ich auch. Vieles kenne ich, manches noch nicht. Den Amerikanischen Westen so richtig intensiv zu besuchen, das nehme ich mir auf jeden Fall noch mal vor. Danke für's Mitnehmen auf diese tolle Tour. Die Fotografien mir denen Du diesen Reisebericht ausgestattet hast, sind einfach TOP !
    LG Ursula

  • INTERTOURIST

    Ich liebe den Südwesten. In diesem, zum Teil noch menschenleeren Landschaften, fühlt man sich in manchen Momenten wie im wilden Westen. Du kannst Jahre dort rumreisen ohne etwas zwei mal zu sehen. Man kann auch noch Entdeckungen machen, wie zum Beispiel "Little Finnland" oder die Hoodoos in den Bistis.. Valley of Fire und die anderen Orte kenne ich nur zu gut, da ich schon zweimal dort war.

    Viele Grüße
    Jörg

  • u18y9s26

    Herzlichen Dank für tolle Impressionen zu einem Reiseziel, das ich gern ein zweites Mal bereisen möchte. LG Ursula

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