Mit dem Wohnmobil um die Ostsee.

Reisebericht

Mit dem Wohnmobil um die Ostsee.

Reisebericht: Mit dem Wohnmobil  um die Ostsee.

mit dem Wohnmobil um die Ostsee.
Zuerst mit der Fähre nach Lettland, weiter nach Estland mit der Fähre nach Finnland, weiter nach Schweden, mit der Fähre zurück nach Lettland, weiter nach Litauen, Polen und zurück nach Hause.

Vorbereitungen

Freitag, den 16.6.2017
Seit vielen Jahren habe ich davon geträumt einmal die Ostsee zu umrunden. Nun wird der Plan verwirklicht. Seit Ende Januar muss ich nicht mehr arbeiten und so hatten wir genügend Zeit unsere Reise zu planen. Unsere Reise soll 12 Wochen dauern, da gilt es an vieles zu denken.
Am 27.6.17 soll es losgehen und es gibt noch viel zu tun.
Ich möchte den Bericht von unterwegs schreiben und somit ist es für heute genug.

Dienstag, den 20.6.2017
Heute in einer Woche sind wir hoffentlich schon in Celle, an unserm ersten Übernachtungsplatz. Unsere Vorbereitungen sind schon sehr weit gediehen, aber es ist noch einiges zu tun. Ich habe mal in den Wetterbericht für das Baltikum geschaut und das klingt vielversprechend. Temperaturen um 25 Grad, Sonne und wenig Regen.



Es geht los

26.6.2017
Montag Nachmittag, alles ist fertig. Das Wohnmobil gepackt, die Wohnung aufgeräumt, wir frisch geduscht - es kann los gehen. Wir haben unseren Reisestart geringfügig nach vorne verlegt. Bei hochsommerlichen Temperaturen starten wir in Richtung Norden. Die nordhessische Kleinstadt Ziegenhain ist unser erstes Ziel. Hier wollen wir übernachten.
27.6.2017
Wir fahren weiter übers Land bis nach Lüneburg. Der Stellplatz ist rappelvoll, aber wir finden noch ein Plätzchen. Die Entfernung zur Altstadt sind etwa 400 m. Bei sommerlichen Temperaturen ist alles auf den Beinen und die Straßencafes sind gut gefüllt. Lüneburg hat mich positiv überrascht, ich fand es sehr schön, die ganze Atmosphäre, die Architektur das quirlige Leben, so stellt sich das Urlaubsgefühl allmählich ein und ich realisiere, dass wir jetzt wirklich unterwegs sind zu der Reise die ich schon seit mehr als 12 Jahren machen wollte



unsere Reiseroute

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Lettland

Strand bei Mikeltornis

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28.6.2017
Mit der Fähre geht es von Travemünde nach Liepaja. Diese Stadt beeindruckt mit ihren unterschiedlichen Baustilen. Schöne und weniger schöne Holzhäuser, alte Jugendstilvillen und auch Plattenbauten prägen die Stadt. Einen Markt mit Markthalle gib es auch und da haben wir gleich zugeschlagen. Gurken, Salat, Blumenkohl, Kartoffeln, Käse und geräucheter Fisch wandern in unseren Einkaufskorb. So sind wir fürs erste versorgt. Am Strand in paar Buden und etwas für die zum spielen für die Kinder, Cafes und Geschäfte und nette Parks im Ort machen die Stadt zu einem lohnenswerten Ziel. Nun noch mit den Füssen in die Ostsee, die aber mit 15 Grad doch noch recht frisch ist, also lassen wir es dabei bewenden.
30.6.2017
Unser Weg führt uns weiter in Richtung Norden bis nach Kuldiga, einer Stadt die dem vorigen Jahrhundert entsprungen sein könnte. Hier bewundern wir den breitesten aber nicht den höchsten Wasserfall in Europa. Ein Besuch im Museum können wir ebenfalls empfehlen. Leider ist das Wetter nicht so dolle und als wir auf unserem Campingplatz "Nabite Camping" mit Seeblick, kann man den See nur durch einen Regenschleier erkennen. Ansonsten wäre es hier superschön.
3.7.2017
Vorbei an Ventspils, kommt wieder ein Markt, der uns gerade recht kommt, denn der Kühlschrank ist fast leer. In Mikeltornis machen wir einen Halt. Hier liegt unsere neuer Übernachtungsplatz.. Ein sehr netter Campingplatzbesitzer empfängt uns freundlich und macht sogar den Empfang des Fussballspiel Deutschland gegen Chile er möglich.
Der Strand hier ist recht einsam und eher etwas wild. Der Weg durch den Dünenwald überrascht mit seltenen Pflanzen z.B. (rotes Waldvögelein). Die Ostsee ist für ihre Verhältnisse ganz schön wild, sodass sie auch noch auf dem Platz zu hören ist.
Eine Wanderung durch das Petersmoor etwa 30 km davon entfernt ist unbedingt zu empfehlen. Kleine Abstecher zur Küste z.B bei Mazirbe, dem Livenzentrum, lohnen sich auf jeden Fall
5.7.2017
Heute geht es zum Kap Kolka, was etwas enttäuschend war, denn der Sandhaken war nur zu erahnen und der Preis für eine Stunde parken sollte wir drei Euro betragen. Hier am Kap Kolka stoßen das Wasser der Riagrer Bucht mit dem der offenen Ostsee zusammen.
An den anderen Seite an der Rigarer Bucht fahren wir nun in Richtung Kemeri N.P. Die Küste hier ist nun wieder ganz anders, mehr mit Schilf bewachsen und viel ruhiger und auch das Wasser ist sicher zwei Grad wärmer, haben wir aber nicht ausprobiert. Eine Radtour durch dem Kemeri N.P. zu einem der Seen haben wir unternommen und das hat uns gut gefallen. Viele Wasservögel lassen sich von einem der Vogelbeoachtungstürme aus beobachten uns schon allein der Blick auf die Moorlandschaft mit ihren Schilfflächen und offenen Seeanteilen die in der Sonne glitzern, sind die Anstrengungen der Radtour durch z. Teil etwas grenzwertiges Gelände wert. Am Wegesrand schöne Libellen die sich auch noch photographieren lassen.
6.7.2017
Gauja NP. Noch am Abend haben wir den Satz , vorbei an Riga zum Gauja N.P gemacht. Riga haben wir ausgelassen, denn wir waren schon zweimal hier. Übernachtet haben wir in Krimulda einem kleinen Örtchen nicht weit von Sigulda entfernt. Hier waren wir vor fünf Jahren schon einmal und deswegen wollten wir es nochmals sehen, da wir es damals so angenehm hier gefunden hatten. Auch das nette "Cafe Milly" gibt es noch und hier haben wir gefrühstückt.
Ligate Camping. Eine Kanufahrt auf der Gauja ist ein absolutes Muss. Das haben wir nachgeholt, denn vor fünf Jahren war dafür keine Zeit mehr. Von Cesis aus bis nach Ligatne sind es mit dem Kanu ca. 17 km, ein echtes Erlebnis. Eine Blumenwiese mit vielen Schmetterlingen hinter dem Campingplatz in Ligatne lassen mein Herz höher schlagen.
9.7.2017
Sonntag. Es geht weiter in Richtung Pärnu. Wir kommen nun auf eine richtig gute Strasse und es geht zügig voran. Etwa 20 km hinter Saulkrasti kommt der kleine Ort Dunte. Hier gibt es neben Bodenwerder das einzige Münchhausenmuseum, was wir uns angeschaut haben. Hier hat Münchhausen mit seiner lettischen Frau Jakobine die glücklichsten Jahre seines Lebens zugebracht.
Nördlich von Tuja biegen wir von der schönen Straße ab, um zu den Sandsteinfelsen zu gelangen, die direkt am Strand liegen und von dem Meer zum Teil ausgewaschen wurden. Nach einem längeren Strandspziergang kehren wir zum Fahzeug zurück und müssen etwa fünf Kilometer auf einer Hoppelpiste zur Hauptstrasse zurück fahren. Eigentlich wollten wir auf einen Camping bei Salagriva. Der hat uns nicht gefallen. So sind wir weiter bis zum Grenzort Ainazi, haben dort eine freie Übernachtung gemacht und das war eine gute Entscheidung. Ein Lokal in Sichtweite mit leckerem Essen und sensationellen günstigen Preisen schonen unsere Urlaubskasse.
10.7.2017
Nach dem Frühstück besichtigen wir noch die Steinmole, die etwa 500 m lang ist und weit ins Meer hineinragt und machen eine kleine Wanderung durch die Küstenwiesen mit ihrer reichhaltigen Flora. Dann verlassen wir Lettland, doch nicht bevor wir voll getankt haben, der Diesel ist auch hier recht günstig.



Libelle im Kemeri N.P.



Estland

10.7.17
Um 13.00 Uhr überqueren wir die Grenze und sind nun in Estland. Es ist nun herrliches Wetter und deshalb biegen wir unweit der Grenze bei Kabli wieder ab in Richtung Ostsee. Hier kommen wir an einen Badestrand und mein Mann ist mutig und stürzt sich in die Fluten. Ich bleibe derweilen am Strand und schaue ihm zu.
Um 16.00 Uhr brechen wir auf und kommen bei einem Fischer vorbei der gerade seinen Fang aus dem Räucherofen holt. Da können wir nicht widerstehen und kaufen ihm zwei Fische ab, nebst Kartoffeln und einigen Gurken obendrauf gibt es noch ein paar Stängel Dill und das für fünf Euro, da kann man doch nicht meckern. Unser heutiges Ziel ist Pärnu. Der Campingpark Konse ist reichtlich voll aber für und findet sich noch ein Plätzchen. Das Abendessen bestehend aus unseren Einkäufen von heute Nachmittag ist ein wahrer Genuss.
12.7.2017
Nach der Besichtigung von Pärnu geht es weiter der Küste entlang nach Töstermaa und von hier aus wieder auf eine Hoppelstrasse Richtung Ostsee. Hier hat der Reiseführer wirklich zu viel versprochen eine gemähte Wiese im Schatten einer 350 jährigen Eiche, ein Vogelbeobachtungsturm und ganz viel Natur und keine Menschen. Wir beschließen, über Nacht da zu bleiben. Ein Gang zum nahen Ufer, gesäumt mit dicken Steinen, auf die man sich gemütlich darausetzen kann. Mein Mann wagt sich ins Wasser, aber es wird nicht wirklich tief, also mit schwimmen ist nichts. Vom dem Vogelbeobachtungsturm kann man sehen, wir die drei alten Eichen die restlichen Bäume weit überragen und kann sich gut vorstellen, dass sie von Fischern früher als Landmarken genutzt wurden. Am späten Abend gehen wir nochmals mit dem Fernglas zum Meer, um Wasservögel zu beobachten.
13.7.2017
Haapsalu Campingplatz Pikseke ein netter Platz mit Waschmaschine, Internet Brötchenservice und Sauna. Hier lernen wir zwei junge Frauen aus Deutschland kennen, die mit dem Rad unterwegs sind. Wir verbringen einen netten Abend miteinander und spendieren aus unseren Vorräten eine Flasche Wein aus der Pfalz.
Der Regen am nächsten Tag wird genutzt um am Reisebericht weiter zu schreiben. Zur Zeit ist in Haapsalu ein großer Event, mit amerikanischen Straßenkreuzern und jede Menge Leute die das schön finden. Meins ist es nicht, aber jedem das Seine. Die Stadt ist ganz nett und am Strand gibt es eine schöne Uferpromenade.
15.7.2017
Nach dem Frühschwimmen geht es weiter in Richtung Nova, was noch weiter nördlich liegt. Auf einsamen Straßen kommen zügig voran. Vorbei an blumengesäumten Wegrändern streben wir zu unserem heutigen Ziel zu. Eine Stelle bei Nova am Meer mit Sandstrand, an der man baden kann und wie wir an den schon aufgestellten Zelten sehen, auch übernachten kann. Wir beschließen spontan das ebenfalls zu tun. Es ist eine total entspannte Situation, Kinder spielen am Strand, Fischer mit aufgestellten Angelruten, Menschen im Wasser und welche die einfach nur die Sonne genießen. Später wird noch an den festen Feuerstellen gegrillt und auch wir dürfen unsere Würstchen mit dazu legen. Ein friedliches Miteinander das mir sehr gut gefällt. Um 22.30 finden wir uns mit noch vielen anderen ein um zu schauen wire die Sonne im Meer untergeht und auch das war ein schönes Erlebnis.
16.7.2017
Kaiserwetter, ein Gang zum Strand und ein kühles Bad in der Ostsee läßt den Abschied nicht leicht werden, aber die Fähre von Tallin nach Helsinki wartet nicht auf uns und vorher wollen wir uns noch Tallin anschauen.
Auf unserem Weg nach Tallin besichtigen wir noch die Klosterruine in Padise. Es ist sehenswert und gegen 14.00 Uhr laufen wir auf unseren heutigen Übernachtungsplatz in Saue ein. Hier ist ein neuer, ziemlich großer Carvanpark entstanden, gut ausgestattet und wir sind zufrieden. Heute muss noch gewaschen und geputzt werden, denn das muss auch mal sein. Die Wäsche trocknet schnell und bald ist die Arbeit getan.
17.7.2017
Mit dem Zug nach Tallin, eine total entspannte Angelegenheit für 3.60 Euro Hin und Zurück, kein Stress mir der Parkplatz suche, der Camping hat eine ideale Lage, finden wir. In Tallin treffen wir nochmals die Mädels aus Deutschland auf einen Kaffee.
Dann schauen wir uns die Stadt an, finden das Friseurgeschäft in dem ich mir vor fünf Jahren die Haare habe schneiden lassen, kommen aber auch an Stellen an denen wir noch nicht waren. Ein leckeres Abendessen etwas abseits der großen Touristenströme hat den Tag schön abgerundet. Mit dem Zug dauert es eine halbe Stunde bis wir wieder am Platz zurück sind.
18.7.2017
Letzter Tag in Estland. Um 18.00 Uhr geht die Fähre, also haben wir noch Zeit. Mein Mann schlägt vor den Stadtteil Kadriorg (Katharinental) in Tallin zu besuchen. Also fahren wir dorthin und der Navi hilft uns dabei. Dieser Stadtteil wurde von Zar Peter dem Großen für seine Frau Katharina angelegt, ein riesiger Park der bis an die Ostsee heranreicht. Von hier kann man schon den Hafen sehen von dem wir nachher aus nach Finnland übersetzen. Einen Spaziergang durch das Viertel vorbei an alten Holzhäusern, kleinen Geschäften und einigen Cafes lassen den Abschied aus dem Baltikum nicht leichter werden.
Dann geht es ganz schnell, Auffahrt auf die Fähre und in 2,5 Std ist man auf der anderen Seite. Der Dutyfreeshop auf dem Schiff wird eifrig von den Finnen genutzt um die Alkoholvorräte aufzufüllen. Auch wir kaufen noch eine Flasche Campari.



Uferpromenade in Haapsalu

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Südfinnland

18.7.2017
21.00 Uhr Helsinki
Eigentlich wollten wir hier auf den Campingplatz, doch der ist voll und vor Freitag sei auch nichts frei - das fängt ja gut an. Doch im Umplanen sind wir gut und beschließen, nach Porvoo weiter zu fahren, was etwa 35 km von Helsinki entfernt liegt. Hier wollten wir eh später hin. Am Ufer des Jokikatu finden wir einen Stellplatz, auf dem schon zwei andere Womis stehen, eins sogar aus Deutschland. Wir kommen kurz ins Gespräch und erfahren, dass sie in Nordfinnland zum Angeln waren und nun auf der Heimreise sind.
19.7.2017
Nach der Besichtigung von Porvoo, was unbedingt zu empfehlen ist vor allem wegen dem Dom, den alten Holzhäusern im Zentrum und den alten Speicherhäusern am Flussrentrum, fahren wir weiter ins etwa 30 km entfernte Loviisa. Das Wetter ist mehr als bescheiden und der Wetterbericht macht uns nicht viel Mut auf Besserung. Einzig an der südwestlichsten Stelle von Fnnland in Turku soll in den nächsten drei Tagen Temperaturen an die 20 Grad geben (man wird ja bescheiden), also beschließen wir, morgen dorthin zu fahren. Ein Abendspaziergang durch den Ort wird von einem Gratiskonzert in einem Lokal am Hafen unterbrochen. Es wird Jazz gespielt und bei einem Stück werde ich an "Jazz im Hof" in Wiesbaden erinnert. Dort haben wir mal Klaus Doldinger gehört und der hat den gleichen Titel, dessen Namen ich vergessen habe auch gespielt.
20.7.2017
Also wieder gen Westen, vorbei an Helsinki nach Torku. Dort gibt es auf der vorgelagerten Insel Ruissila einen sehr schönen Campingplatz am Ende der Insel, voll umschlossen von Wasser. Einen Platz gibt es auch, wenn auch bis Samstag nur ohne Strom.
Am späten Nachmittag geht es mit dem Bus ins Zentrum. Wir schlender am Fluss Aurajoki entlang Richtung Hafen und kommen bald zu riesigen Segelschiffen - an just diesem Wochenende findet dort die "The Tall Ship Races" statt und deshalb sind sehr viele Menschen unterwegs. Am Ufer gibt es alles, was das Herz begehrt, über Livemusik zu Kunstgewerbe und Kitsch bis zu Kulinarischem.
21.7.2017
Heute starten wir zu der großen Schärentour, die etwa 200 km lang ist und für die wir uns zwei Tage Zeit nehmen wollen. Zuerst aber steht Nantaali, ein beliebter Ferienort auf unserem Programm. Hier hat auch der finnische Staatspräsident sein Sommerhäuschen (eher ein Sommerpalast). In der Touristinformation besorgen wir uns noch die Unterlagen für unsere Fahrt. Die Informationen waren dort sehr mangelhaft, doch das stellte sich erst später heraus.
Wir machen uns auf den Weg und folgen dem Plan, den man uns mitgegeben hat. und kommen nach Teersalo. Hier gibt es zwei Fähren und eine davon geht nach Hakenpää, aber erst um 15.00 Uhr. Macht nichts, dann trinken wir eben erst unseren Nachmittagskaffee. Pünktlich um 15.00 Uhr sind wir wieder da. Ein freundlicher junger Mann erklärt uns dann, dass es hier für Wohnmobile kein Weiterkommen gibt, only for PKW and Bikes. Also zurück und die ganze Runde über Land. Dann klappt aber alles wie am Schnürchen und auch die letzte große Strecke von Dalem nach Mossala können wir mit der letzten Fähre zurücklegen. Diese allerdings kostet 75 Euro, ein stolzer Preis. Dafür sind aber alle anderen Fähren kostenlos, denn sie gehören zum öffentlichen Verkehrsnetz. Auf der langen Überfahrt (ca. 1 Std kann man sich einen guten Eindruck über die Inselwelt verschaffen, kleine flache Felsinseln, aber auch größere mit Sommerhäusern und Bootsanlegestellen, die meißten bewaldet aber auch reine Felsinseln sind dabei. In Mossala, was weit in den äußeren Schären liegt erwartet uns ein toller Campingplatz mit allem was wir brauchen, auch eine Sauna und ein "Sundown point" ist vorhanden.
22.7.2017
Wieder ein super Tag, angenehme Temperaturen, ein leicht bewölkter Himmel, was will man mehr. Nach einem kleinen Spaziergang auf der Insel machen wir uns auf den Weg zurück in die inneren Schären. Nun fährenerprobt, kommen schnell hintereinander drei Fähren und bald sind wir auf einer größeren Insel. Im Örtchen Korpo schauen wir uns die Feldsteinkirche an und suchen einen Badeplatz,. finden auch einen, der aber von vielen Schnaken bewacht wird. Also nichts mit baden.
Wieder auf der Strasse kommt bald die nächste Fähre, auf unserer Seite ist nicht so viel Verkehr, dafür in der Gegenrichtung um so mehr - ob die alle noch ihr Ziel am Abend erreichen - ?
Am späten Nachmittag ereichen wir bei Pargas. Der Campingplatz ist ziemlich voll, aber auf dem Parkplatz davor können wir über Nacht bleiben. Hier findet sich auch ein super Badeplatz und das Wasser ist auch gar nicht so kalt.
24.7.2017
Wieder zurück auf dem Campingplatz in Turku. Nach dem Hausputz und der großen Wäsche steht ein Besuch in Turku auf unserem Programm. Wir wollen das Handwekermuseum uns anschauen. Mit dem Bus, der auch auf den Campingplatz fährt, geht es in die Stadt und am Marktplatz ist Schluss. Zu Fuß, erst in Richtung Dom, den wir uns zuerst anschauen. Nicht weit davon entfernt kommt das das eigentiche Ziel, das Handwerkermuseum. Es ist eher ein kleines Stadtviertel, in dem nur alte Holzhäuser stehen, die bei dem großen Brand 1827 verschont geblieben sind. Hier haben noch bis Mitte des letzten Jahrhundert Menschen gelebt. In den Holzhäusern sind kleine Werkstätten von Handwerkern untergebracht z.B. Buchbinder, Drucker, Goldschmied, Perückenmacher u.v.m. In machen Häusern sind auch Personen in der Originaltracht, die mit Erklärungen behilflich sind. Nach drei Stunden haben wir alles gesehen und nun ist ein Kaffee samt Kuchen eine willkommene Erholung.
25.7.17
Wir fahren weiter, doch zuerst nochmals nach Turku um Das Doppelmuseum "Aboa Vetus und Ars Nova" anschauen. Hier werden zum einen unterirdische Kellergewölbe aus dem 14. Jahrhundert gezeigt, die Häuser darüber sind abgebrannt und im zweiten Teil moderne Kunst aus Finnland. Mit der modernen Kunst ist da so eine Sache man mag sie oder man mag sie nicht. Noch ein Besuch im biologisches Museum was sehr interessant war. In großen Schaukästen die einzelnen Landschaftstypen zu unterschiedlichen Jahreszeiten, samt ihrer Tiere dargestellt. Alles ist sehr liebevoll gemacht und eine Erklärung auf deutsch hilft uns die Tiere die wir nicht kennen zuidentifizieren.
Am Nachmittag fahren wir nun in Richtung Helsinki zurück, den das haben wir ja noch auf unserem Programm. Ein Hotelzimmer in der Innenstadt ist für die nächsten zwei Tage gebucht.
26.7.2017
Kirkkonummi, eine kleine Stadt etwa 30 km von Helsinki. Hier gibt es eine Bahn und hier hat das Womi für zwei Tage Pause. Mit dem nötigsten Im Rucksack (auch das feine Tuch ist dabei) fahren wir mit einer superschönen Bahn für 7.20 Euro nach Helsinki. 45 min später sind wir da. Das Hotel Anna ist bald gefunden und alles ist ok. Erst mal duschen und ein wenig Siesta und dann tauchen wir ein in die quirlige Stadt. Viele Touristen sitzen in den Cafes, hören der Livemusik zu, bestaunen die großen Fährschiffe am Hafen oder lassen sich einfach so treiben wie wir. Das Wetter ist perfekt und wir verschaffen uns einen ersten Überblick über die Stadt. Die Pizza für 16.00 Euro - unser Abendessen - war etwas happig, aber so ist das eben in Finnland.
27.7.2017
Für heute haben wir den roten Bus Hop in, Hop off gebucht und kommen nun auch in die weiter entfernteren Stadtteile, wir besichtigen den Dom und die russische Kirche. Die Erläuterungen im Bus sind sehr gut und man hat sich bemüht auch allgemeinere
Dinge zu erklären. Heute machen wir es anders und essen ein Mittagsbuffet, was hier überall angeboten wird, Für ca. 10 Euro bekommt man reichlich zu essen samt einem Getränk und einen Kaffee gibt es mit dazu.
Am Abend gehen wir zu Fuß zu einer Stelle an der wir gestern schon Livemusik gehört hatten. Wir finden einen Platz, es ist nicht zu windig hier und haben noch einen netten Abend, nicht zuletzt weil wir noch mit zwei jungen Leuten ins Gespräch kommen.
28.7.2017
Letzter Tag Helsinki. Doch es steht noch ein ganz besonderer Programmpunkt an. um 12.00 Uhr jeden Tag findet in der Alexandrukatu Nr. 44 ein kleines Sibeliuskonzert an und das wollen wir uns anhören. Pünktlich sind wir da , werden sehr nett von einem Herren, der auch deutsch spricht empfangen. Er wird uns auch später durch das Programm führen. Zu Bildern aus Finnland spielen zwei junge Frauen Klavier und Geige Stücke von Sibelius. Erlklärungen von dem netten Herrn dazu machen die Stunde zu einem unvergesslichen Erlebnis. Ein köstlicher Moosbeerensaft und eine CD von Sibelius runden diesen Event ab.
Um 14.30 Uhr sitzen wir wieder im Zug, noch ganz erfüllt von dem ganz besonderen Erlebnis. In Kirkonummi angekommen steht unser Womi noch da und wir starten wieder in Richtung Turku.
29.7.2017
Nun sind wir in Rauma, ein Städtchen was etwa 90 Km von Turku in nördlicher Richtung liegt. Die Altstadt besteht nur aus Holzhäusern besteht, die zum Teil 300 Jahre alt sind. Der Reiseführer sagt, sie seinen das größte Holzhausensemble in ganz Scandinavien. Seit 1991 ist sie auch Unseco Weltkulturerbe. An diesem Wochenende ist hier auch ein großer Markt und können einige Ständ aus Turku wiederfinden.
Wir schlendern durch die Altstadt, bewundern die Häuser, die Gassen, kleine Läden mit Kunsthandwerk und auch Restaurants und Cafes sind zu finden. So vergeht die Zeit und am frühen Nachmittag nach unserem Kaffee gehen wir einkaufen, denn der Kühlschrank ist ziemlich leer. Unser nächstes Ziel ist der Campingplatz in Pori, genauer gesagt Yyteri und hier wollen wir zweiTage bleiben. Das ist auch gut so, denn wir brauchen mal ein Pause. In Yyteri gibt es einen der schönsten Sandstrände Finnlands und das meinen wir auch



Sonnenuntergang in Mossola

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Nordfinnland

31.7.2017
Es geht weiter, immer in Richtung Norden bis nach Vaasa und bis in ein kleines Örtchen mit Namen Maxmö. Hier wollen wir übernachten. Das Wetter ist bescheiden, aber der Wetterbericht verspricht für Morgen Besserung.
1.8.2017
Erst ist es mal nicht so dolle mit dem Wetter, doch als wir in Oravais ankommen ist der Küstennebel ziemlich verschwunden und wir können uns die Steine, die man hier dicht neben der Straße aufgerichtet hat anschauen. Es sind unterschiedliche Felsbrocken aus ganz Finnland hier zu einem Steinkreis angeordnet und zu jedem Stein gibt es eine kurze Information und es ist die Stelle vermerkt wo man ihn gefunden hat. Weiter geht es bis Jakobsstad, wo wir im "Gasthaus Saigon" bei einem Mittagsbuffet unseren Hunger stillen.
So gestärkt, fahren wir wenige Kilometerweiter, zu dem berühmten Strand in Fäboda, was unweit von Jakobsstad liegt und wir werden nicht enttäuscht. Zwei kleinere Sandbuchten werden von großen Felsplatten eingerahmt. Es sind einige Leute da, aber es verläuft sich. Wir halten uns eine ganze Weile hier auf, laufen über die Steinplatten und am Ende noch ein erfrischendes Bad im Meer, was heute wieder größere Wellen hat und richtig Spaß macht.
3.8.2017
Oulu-Camping. Gestern haben wir die 4000 km Marke überschritten und Heinrich hat den ersten Elch gesehen, er stand direkt am Zaun an der Straße; da ich gerade gefahren bin, habe ich ihn leider verpasst. Das Wetter ist prächtig und heute kommen die Räder wieder mal zum Einsatz.. Oulu ist eine fahradfreundliche Stadt, es gibt überall Wege an den Ufern der Otsee und des Oulujokis und eben ist es auch noch. Wir machen einen kleinen Stadtrundgang, schauen uns noch ein Museum an und informieren uns, wasman heute Abend machen könnte. Es gibt ein Jazzkonzert um 18.00 Uhr und da wollen wir hin.
21.00 Uhr , wir sind wieder am Platz. Das Konzert in einer modernen Kirche war schön. Es haben zwei unterschiedliche Gruppen gespielt . Der erste Teil hat uns nicht so gut gefallen, der zweite dagegen um so besser. Mein Mann hat sogar eine CD gekauft, die werden wir uns sicher in den nächsten Tagen noch anhören.
4.8.2017
Heute heißt es vorübergehend Abschied nehmen von der Ostsee, denn wir wollen in Richtung Kuusamo und weiter zum Oulanka N.P. Nicht ganz auf unserem Weg liegt das Museumsdorf Turkansaari, aber wir fahren trotzdem hin. Etwa 20 km östlich von Oulu liegt auf einer kleinen Insel das Museumsdorf, wo wir auch etwas über die Teerbrennerei erfahren. Man hat sich hier viel Mühe gegeben und die Häuser liebevoll mit wirklich alten Gegenständen eingerichtet. Das Teerbrennen funktioniert wohl so ähnlich wie die Köhlerei, aber so ganz verstanden habe ich es nicht.
Um 13.00 Uhr sind wir nun auf der richtigen Straße die uns nach Kuusamo führt. Die Ortschaften werden weniger und das Gelände zeigt neben moorigen Abschnitten auch Wälder und hügliger wird es auch noch. Auf einem Parkplatz, an dem wir Pause machen, wachsen doch am Waldrand Heidelbeeren und da ist auch jede Menge dran . Nun ist kein Halten mehr und in einer knappen Stunde sind die beiden Jogurteimerchen voll. Wir sind zufrieden. Wieder unserwegsk ommen auch die ersten Rentiere in Sicht und das Finnlandfeeling ist voll da. Um 18.00 Uhr kommen wir in Kuusamo an, können auch noch einkaufen, denn wir wollen ja die nächsten drei Tage unabhängig sein.
5.8.2017
Es ist bedeckt und das Thermometer zeigt 12 Grad, aber immerhin kein Regen. Um 10.30 Uhr sind wir am Visitorcenter im N.P Oulanka. Eine freundliche Dame erklärt uns alles was wir wissen wollen. Der Campingplatz, einen Kilometer weiter, ist sehr schön, inmitten eines Waldes gelegen mit super sanitären Einrichtungen und einer Sauna am Fluss. Wir richten uns ein und dann machen wir uns fertig und wollen heute mit dem Nature Trail, der direkt von der Reception losgeht, anfangen. 5 km , erst durch einen Wald zum Teil auf Bohlenstegen, vorbei an einem kleinen See, mit moorigen Abschnitten; insgesammt ein schöner Weg, wenn da die netten kleinen Tierchen nicht wären, die ein Verweilen nicht zulassen. So ist der Naturgenuss etwas getrübt. Die letzten zwei Kilometer werden besser, da wir nun auf den großen Bärentrail stossen und der Weg deutlich breiter wird.
Wieder am Platz zurück sind wir etwas erledigt und machen eine kleine Siesta mit der Musik aus Oulu, die uns so gut gefallen hat. Am Abend noch in die Sauna und ein kurzes Bad im Oulankajoki runden den Tag ab.
6.8.2017
Wir wollen wieder wandern un das Wohnmobil hat Pause. Bei bedecktem Himmel starten wir vom Campingplatz aus in Richtung Visitorcenter. Das erste Stück sind wir wieder auf dem Bärentrail, der auch am Visitorcenter vorbeiführt. Hier sehen wir einige Wanderer die dort frühstücken und uns fällt auf, dass viele junge Frauen unterwegs sind. Unsere Strecke ist heute etwa 10 km lang wieder zuerst durch den Wald bis zu einem See. Wieder auf Bohlenstegen am See entlang und hier können wir die ersten Moltebeeren sehen, die aber noch nicht reif sind. Der Rückweg erfolgt wieder über den Bärentrail, erst hoch über dem Fluss und dann als krönender Abschluß die Stromschnellen und ein kleiner Wasserfall. Alles gut abgesichert, mit Brücken und Geländern. Das war noch eine schöner Abschluß der Wanderung.
Wieder im Visitorcenter angekommen lernen wir, dass der Nationalpark seit 1956 exsitiert und es engagierten Menschen zu verdanken ist, dass das Gelände unter Schutz gestellt wurde. Durch den ganzen Park zieht sich ein Fernwanderweg, der große Bärentrail, der ca. 82 km lang ist. Auf der russischen Seie ist ebenfalls ein N.P. und das ist auch gut so, so kann der Oulankafluss dort ebenfalls ungestört weiterfließen. Ich kaufe mir noch ein Plüschtier, eine Schneeeule und taufe sie Greta, sie darf nun vorne sitzen und aus dem Fenster schauen. Nun schnell nach Hause und Kochen, denn wir haben nun guten Appetit.
7.8.2017
Es hat sich über Nacht eingeregnet. Das Wasser plätschert an unseren WOMI herunter und wir sind etwas ratlos, denn was wird aus unserem Plan, die kleine Bärenrunde zu gehen. Der Blick auf die Wetterkarten hilft da nur bedingt weiter. Wir wägen ab und beschließen aufzugeben, denn morgen sieht es nicht besser aus. Bei 8 Grad gehen wir duschen und machen schnell alles fertig und verlassen leider das Gebiet. Keine 50 km weiter hört es auf zu regnen und die Temperaturen erreichen immerhin 12 Grad - man wird ja bescheiden. Kurz vor Kemijärvi überqueren wir dann den Polarkreis das erste mal und da ist ein Photostopp Pflicht.
Später kommt auch noch die Sonne raus - schade, dass wir im Oulanka Nationalpark so eine schlechte Phase erwischt haben.
8.8.2017
Rovaniemi, das steht für Polarkreistourismus mit Weihnachtsfeeling aber auch für ein Museum das man nur empfehlen kann. Das Arktikum befasst sich mit der ganzen Arktis und seinen Bewohnern nicht nur in Scandinavien und man kann es hier ein paar Stunden locker aushalten, auch die Geschichte Lapplands, insbesondere das Ende des zweiten Weltkrieges wird hier behandelt und die Deutschen haben sich da nicht besonders hervorgetan. Manche Erklärungen sind auch auf deutsch, was das Verständnis ernorm erleichtert. Noch ein kleiner Stadtspaziergang am Fluss Kemijoki und weiter geht es in Richtung Pello was am Torniojoki liegt. Wir haben die Tage auch gelernt, dass die finnischen Flüsse nach ihrer Mündungsstadt benannt sind, also der Fluss der in Kemi in die Ostsee mündet ist der Kemijoki
9.8.2017
Eine Nacht nördlich dem Polarkreis auf dem Arktic Camping am Torniojoki. Ab jetzt geht es wieder nach Süden. In Avasaksa fahren wir erst mal auf den Berg zu der Zarenhütte. Hier sollte mal der zar Alexander hinkommen, deshalb hat man das Haus gebaut - aber er kam nicht und das Haus ist immernoch da. Ein Rundweg, wieder über Bohlenstege um den Berg bietet schöne Ausblicke, das Wetter ist prächtig so schön kann Urlaub sein.
Wieder werden Heidelbeeren gepflückt, denn die Vorräte sind fast aufgebraucht. Nun noch eine der spekakulären Stromschnellen am Torniojoki angeschaut und dann verlassen wir mit etwas Wehmut Finnland und freuen uns auf Schweden und auf das was uns hier erwartet.



Stromschnellen am Oulankafluss

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Schweden

Um 15.00 Uhr haben wir Finnland verlassen und plötzlich ist es 14.30 Uhr, schnell merken wir: hier ist eine andere Zeitzone. Es gibt aber noch ein anderes Merkmal, das uns klarmacht, wir sind in einem anderen Land: ein großer Ikealaden liegt kurz hnter der Grenze in Haparanta - wir sind in Schweden angekommen.
Etwa 10 km weiter fahren wir schon von der Hauptstrasse ab, um auf die Insel Seskarö zu gelangen, die über eine Brücke erreichbar ist. Hier ist es wunderschön; wir machen eine kleine Tour auf einem Nature Trail entlang der Küste. Wieder gibt es jede Menge Heidelbeeren, haben aber kein Eimerchen dabei, also essen wir sie aus der Hand. Später suchen wir uns einen Übernachtungsplatz und kochen uns noch etwas.
10.8.2017
Lulea, wir haben uns ein Rentier gekauft, natürlich nur aus Plüsch. In der Touristinfo, in der wir uns ein paar Unterlagen besorgt haben, haben wir ihn gekauft und den Namen Mattes gegeben. Nun fühlt sich die Schneeeule nicht mehr so einsam.
Von der Touristinfo bekommen wir den Tipp nach Gammelstad, was nur 12 Km entfernt liegt, zu fahren. Hier gäbe es eine Weltkulturstätte, "Gammelsstads Kirchenstadt." Der Besuch hat sich wirklich gelohnt und wir sind wieder um einiges an Wissen reicher. Kleine Häuschen aus Holz wurden um eine Kirche gebaut, damit die Bauern aus der näheren und weiteren Umgebung sonntags pflichtgemäß zur Kirche gehen konnten, Zudem war es ein Treffpunkt für die Baueren, die schon bis zu 50 km weit wegwohnten. Je weiter man von der Kirche entfernt wohnte, desdo seltener musste man zur Kirche gehen. Angeschlossen an die Kichenstadt ist noch ein kleines Freilichtmuseeum und das haben wir uns auch noch angeschaut.
Am Nachmittag laufen wir in Pitea auf einem großen Camping ein. Hier bekommen die Waschmaschine einiges zu tun und auch den Wäschetrockner nehme ich gerne in Anspruch und so ist die Wäsche am Abend schon wieder im Schrank.
11.8.17
Bis Skelleftea sind es keine 100 km und hier halten wir an. Das Wetter ist schön und man hält sich gerne draußen auf. Wir machen einen kleinen Spaziergang am Fluss entlang. Auch hier gibt es eine Kirchenstadt, die sich nicht verstecken muss. Auf einer kleinen Insel im Fluss Skellefteaälven machen wir unsere Kaffepause, wo wir einen guten Kaffee und sehr kleine Kuchenstücke bekommen. Auch hier in Schweden haben wir gelernt, dass die Flüsse nach ihrer Mündungstadt benannt sind und am Schluss kommt "älven".
Die ganze Stadt macht auf uns einen sehr entspannten Eindruck und wir haben uns hier sehr wohlgefühlt. Doch nun wollen wir weiter, der Wetterbericht verspricht Gutes. Wir wollen zum Naturschutzgebiet Bjuröklubb, was auf einer Halbinsel etwa 50 km südlich von Skelleftea liegt. Um 16.00 Uhr sind wir da und sind schon vom ersten Hinsehen begeistert. Wir laufen über Klappersteinfelder (wenn man über die Steine läuft klappern sie) bis an die See. Ein Übernachtungsplatzz mit Blick auf die schönen roten Sommerhäuchen und einer Trockentoilette ist uns recht.
12.8.2017
War das ein schöner Tag. Nach einer ruhigen Nacht sind wir zuerst zur Nordspitze der Halbinsel gefahren. Hier gibt es einen Weg über die Felsen aus Holz bis hin zum Leuchturm. Unterwegs Informationen zur Natur und über das Leben wie es früher hier war. Das Cafe am Leuchtturm hat leider noch geschlossen, aber das macht nichts. Wieder mit dem Auto etwa 7 km zurück bis auf einen Wanderparkplatz mit Badestelle. Von hier aus geht ein etwa 7,5 km langer Wandertrail los. Zuerst über die vom Gletscher abgeschliffenen Felsplatten mit kleinen Kuhlen, in dem das Wasser stehen bleibt und wo sich Pflanzen den Lebensraum erobern. Mich begeistert vor allem der Sonnentau, von dem ich auch einige Bilder mache. Die unterschiedlichen Ausblicke aufs Meer, was wieder ziemlich Wellengang hat, gefallen uns ebenfalls. Später führt unser Weg über schmale Bohlenstege, bis er dann ganz in den Wald hineinführt. Wieder stehen hier Heidelbeerensträucher mit Heidelbeeren, so dick wie ich sie selten gesehen habe. Gut, dass ich ein Eimerchen mithabe, was wir recht schnell gefüllt haben. Ein Handvoll Pfifferlinge haben wir auch noch gefunden, was vor allem meinen Mann sehr glücklich macht.
Um 16.00 Uhr sind wir wieder am Auto und recht müde. Weit fahren wir nicht mehr. Zuerst zu einem Lebensmittelgeschäft, denn der Kühlschrank ist leer und dann auf den Campingplatz in Umea, wo wir den Abend ausklingen lassen.
14.8.2017
Gestern war RUHETAG
Heute fahren wir mit der Fähre von Norrfjärden zur Insel Holmön und nehmen unsere Räder mit, damit die auch mal was zu tun bekommen. Um 10.30 Uhr sind wir an der Fähre und sind positiv überrascht, dass es eine gelbe Fähre ist und somit nichts kostet. Umso besser, da Schweden ja nicht das billigste Urlaubsland ist. Mi uns sind noch etliche Touris, aber auch sicher Leute die da wohnen. Die Überfahrt dauert etwa 45 min und dann können wir aussteigen. Wir orientieren uns und fahren zuerst zu einem Leuchturm und laufen ein Stück bis zu einem großen Klappersteinfeld. Wieder zurück und weiter bis zu einer Brücke die zur Nachbarinsel führt. Hier essen wir die mitgebrachten Brote und machen uns auf den Rückweg. Gegen 17.00 Uhr sind wir wieder auf der Fähre die uns aufs Festland führt.
Wir haben beschlossen Umea auszulassen und anstelle weiter Ins Landesinnere zu fahren und lieber die Natur zu genießen. So machen wir das und sind gegen 19.30 Uhr in einem kleinen Örtchen nahe Bjurholm auf einem sehr schönen Camping mit Seeblick, der aber nur noch spärlich belegt ist. Wir genießen den schönen Sonnenuntergang und können später den ersten Stern seit langer Zeit am Himmel ausmachen.
15.8.2017
Ganz in der Nähe unseres Campingplatzes gibt es eine Elchaufzuchtstation und die wollen wir uns anschauen. Um 12..00 Uhr geht es los, da können wir in Bjurholm noch etwas zum Abendessen einkaufen. Als wir ankommen sind schon einige da. Der Einrtitt kostet 120 Kronen, nicht gerade wenig, aber wir finden es hat sich gelohnt. Zuerst bekommen wir in einem kleinen Museum über Elche eine allgemeine Einführung und erfahren etwas über die Lebensweise der Tiere. Dann sehen wir eine kleine Lichtbildervorführung und endlich geht es zu den lebenden Tieren. In einem Gehege sind 5 Jungtiere und vier davon haben keine Mutter mehr und die werden hier aufgezogen. Die Kinder die da sind, können sie streichelen und mit belaubten Ästen füttern. In einem zweiten Gehege sind noch zwei große Elche, einer aus dem Vorjahr und wir staunen wie lang die Beine sind und dadurch sind sie viel größer als vermutet. Auch hier kann man ganz nah an die Tiere heran und sie auch mit Ästen füttern.
Wieder zurück auf dem Camping schreibe ich an der Geo Reisecommunity weiter und Heinrich geht spazieren und kommt mit ein paar Rotkappen wieder. Daraus koche ich uns ein Pilzsüppchen was ganz hervorragend schmeckt.
16.8.2017
Es geht zurück zum Meer zu den hohen Küsten zwischen Örnsköldsvik und Härnösand. Unterwegs lockt uns ein kleiner Wanderweg mit Namen "Klangvägen" Erst ein Stück entlang am Fluss Öreälven und dann auf dem Agnäsbacken. Hier stehen verschiedene Installationen aus Altmetall und erzeugen unterschiedliche Geräusche oder Klänge. Wir finden es interessant und haben Glück bevor der nächste Regen kommt sind wir zurück am Auto.
Wieder auf der E4 kommen wir am Visitorcenter vorbei und decken uns mit Informationen für die nächsten Tage ein.
17.8.2017
Mit der Sesselbahn auf den Skuleberget. Um 11.00 Uhr gehts los und fast geräuschlos schweben wir dem Gipfel entgegen. Es gäbe auch noch Wanderwege, aber wir wählen diese Variante. Eine kleine Runde über den Gipfel - der rote Punkt Weg bringt uns an einige Aussichtsplätze von denen man gut die Landschaft bewundern kann. Das Wetter ist ideal und wir sind zufrieden. Das Gelände ist nun sehr bergig und kleine Fjorde reichen weit in das Land hinein. Auch die vorgelagerten Inseln weisen eine gewisse Höhe auf, deshalb auch die hohen Küsten.
Später machen wir uns auf den Weg nach Norrfällsviken auf den neuen Campingplatz auf dem wir mindestens zwei Tage bleiben wollen.
18.8.2017
Wir machen eine Wanderung zuerst nach links vom Campingplatz auf dem Fernwanderweg, der durch das ganze Gebiet der hohen Küsten verlaäuft und ungefahr 100 km lang ist. Wir finden wieder dicke Heidelbeeren und hier sind jetzt auch die Preiselbeeren reif. Gut, dass wir wieder Gefäße dabei haben. Einen Elch sehen wir nicht, aber die Losung - immerhin gibt es welche. Dann sind wir wieder in Norrfällsviken und da wir für die kleinen Kuchenstücke kein Geld ausgeben wollen, soll unser Rückweg über die Klappersteinfelder rund um die Halbinsel gehen. Das war keine ganz gute Idee. Zum einen war es deutlich weiter als wir gedacht und zum anderen haben wir mal zwischendrin den blauen Punkt verloren, denn der Weg hörte einfach auf, wie wir später anhand der Karte herausgefunden hatten. Wir mussten eine ganze Weile über Felsen klettern, bis wir wieder den richtigen Pfad gefunden haben. Als wir nach insgesammt 6 Std wieder am Platz sind sind wir ziemlich fertig. Dafür haben wir ca. zwei Liter Preiselbeeren, die ich zu Marmelade verkochen will. Am Abend noch ein Besuch in der Sauna, hier am Platz und die angestrengten Muskeln können sich wieder erholen.
20.8.2017
An einem Fluss in der Nähe von Bollnäs. Ich habe heute die Preiselbeeren zu Marmelade verarbeitet und sie schmeckt köstlich. Es ist wunderschön hier und wir sind fast allein auf dem Campingplatz, die meißten sind heute Vormittag abgereist. Am Fluss sind große Sandbänke und man kann hier auch durchaus schwimmen wenn die Temperaturen etwas höher wären. So laufen wir barfuß nur am Ufer entlang. Später wollen wir grillen.




Blick auf die Höga Kusten

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Mittelschw./Stockholm

Heute geht es weiter, zuerst nach Bollnäs. Wir haben eine Adresse hier, die uns eine neue Flasche Gas verspricht und wir haben Glück. Ein Mitarbeiter zaubert aus den tiefen eines Containers eine deutsche Gasflasche hervor, die zwar ihren Preis hat - aber besser als frieren. Bei Gävle erreichen wir wieder die E4 die uns schon seit Haparanta begleitet. Der Verkehr wird mehr, wir kommen wieder in dichter besiedeltes Gebiet. Das Wetter bessert sich , das Thermometer zeigt über 20 Grad an, wir werden mutigund tauschen unsere Herbstkleidung - Heinrich kurze Hose ich das Sommerblüschen.
Dann sind wir in Uppsala und finden einen Wohnmobilstellplatz für stolze 18 Euro, aber mit Strom und Toilettenhäuschen. Mit den Rädern an einem Kanal entlang geht es in Richtung Stadt. Wir besichtigen den Dom innen und außen. In diesem Dom liegt auch Cal von Linne begraben, der das botanische System neugeordnet hat und auf den die Schweden besonders stolz sind. Nachdem wir den Dom wieder verlassen haben ist das Sommerintermezzo schon wieder vorbei. Dunkle Wolken lassen einige Tropfen fallen.
Wir ziehen weiter und uns scheint, alle Stundenten und es sind der viele auf den Füssen zu sein. Manche in einem besonderen Outfit und wir vermuten - heute ist der Semesterbeginn.
Wir besuchen noch den Garten von Linne, der sehr schön ist und der auch nach 18.00 Uhr besucht werden kann. Ein Glas Wein in einem der vielen kleinen Lokalen rundet den Abend ab.
22.8.2017
Heute steht das Schloss Gripsholm auf unserem Plan. Wir wählen den Weg über den Mälarensee bis zum Ort Mariefred. Hier erwartet uns das Schloss. Der große Parkplatz davor ist nicht besonders gefüllt und wir finden einen schönen Platz mit Sicht auf das Schloss. Leider kann man hier nicht über Nacht stehen.
Für die Besichtigung nehmen wir uns länger Zeit und mit einem Führer in deutscher Sprache kommen wir gut zurecht. Auch Königin Sylvia ist zweimal an den Wänden zu entdecken. Es gibt hier unheimlich viele Bilder von Menschen die hier gewohnt und gearbeitet haben anzuschauen, aber auch verschiedenes Mobiliar. Für den Abend erstehen wir noch zwei Konzertkarten für ein klassisches Konzert von einem Wettbewerb. Wir werden ein Halbfinale hören, klingt spannend.
Dann brauchen wir frische Luft und gehen im Ort und am Hafen spazieren. Es ist recht nett hier und es sind auch noch Touris unterwegs. Ein Übernachtungsplatz findet sich auch noch.
23.8.2017
Jetzt kommt Stockholm. Nachdem wir am Campingplatz Ängby eingecheckt haben
machen wir uns mit einem 3 Tagesticket auf in die Innenstadt. Mit der Metro dauert es etwa 35 min. Zuerst schauen wir uns die Gamla stan (Altstadt) an die auf einer kleineren Insel liegt. Wir haben gelernt, dass die Altstadt zu den besterhaltesten auf der ganzen Welt zählt. Enge Gassen, kleine Pätze Läden, Kirchen auch eine deutsche in der es am Sonntag auch eine in deutsch abgehaltenen Messe gibt. Viele Touristen sind unterwegs und somit wirkt alles ziemlich voll. Der Königspalast ist von aussen recht unansehnlich, kein Wunder, dass die Königsfamilie dort nicht wohnen wollten und nach Schloss Drottingholm gezogen sind. Wir gönnen und noch auf dem Stortorget im Cafe Chokladkoppen eine heiße Schokolade und einen superguten Kuchen. Wir können draußen in der Spätnachmittagssonne sitzen. Ein buntes Stimmengewirr um uns herum, Stockholm ist eben eine sehr beliebte Stadt, wohl zunehmend auch für Leute aus dem asiatischen Raum.
24.8.2017
Zweiter Tag Stockholm. Wir besuchen heute das Freilichtmuseum Skansen - was Schanze heißt. Mit der Strassenbahn erreichen wir unser Ziel uns starten die Besichtigung. Wir erfahren, dass es eines der weltweit ersten Freilichmuseeen dieser Art ist. Auch eine Abteilung für nordische Tiere ist daran angeschlossen. Hier können u.a.wir einen Elch, zwei Bären und mehrere Rentiere besichtigen. Dann kommt der kleine Hunger und wir probieren Köttbullar mit Rentierfleisch was sehr lecker ist. Mit einer kostenfreien Fähre setzten wir über auf die Insel Södermalm und können das Vergnügungsviertel in Augenschein nehmen. Riesige Türme an denen Gondeln hängen oder ein Kettenkarusell in schwindelerregender Höhe entlocken den Menschen spitze Schreie und mir wird allein vom zuschauen schon schlecht.
Mit der Metro zurück zum Zentralbahnhof und von dort zur Kungsgatan. Hier gibt es heute Musik, denn man feiert hier 100 Jahre unabhängiges Finnland. Man kann es kuam glauben, dass Finnland erst seit 100 Jahren ein souveräner Staat ist. Wir hören der Musik eine Weile zu, trinken noch für 89 Kronen 0,15 l Wein, der weil so kostbar, nur in kleinen Schlucken genossen werden kann.
25.8.2017
Am Nachmittag sind wir wieder in der Stadt und schauen uns nochmals auf der Insel Södermalm um. Hier hat man den Eindruck, als wenn hier mehr die Einheimischen herumlaufen und in den Lokalen sitzen. Wir entdecken noch einen Hinweis auf einen gewissen Herrn Bellmann (1740-1795) , der Trink - und Liebeslieder verfasst hat. Es ist hier geboren und jeder Schwede könne wenigstes ein Lied von ihm. Mir ist er ein Begriff, denn Hannes Wader hat eine ganze CD mit Bellmannliedern herausgebracht.
Wir finden einen Platz von dem man gut auf die Gamla Stan schauen kann. Zurück zum Teil mit der blauen Linie der Metro, die uns noch zwei ganz besondere U-Bahn Stationen beschert. Siehe Bild.
26.8.2017
Letzter Tag Stockholm. Ich passe, denn ich habe mich leicht erkältet, aber mein Mann macht sich ein weiteres Mal auf den Weg. Er schlendet nochmals durch die Gamla Stan, macht von einem Aussichtsturm auf Södermalm sehr schöne Bilder und kommt gegen 16.00 Uhr wieder zurück. Es gäbe noch Vieles was man sich in Stockholm anschauen könnte, aber fürs Erste soll das mal genügen.
Nun machen wir uns auf den Weg nach Nynäshamn, denn die Fähre wartet nicht.



Altstadt von Stockholm

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Rückreise

28.8.2017
Zurück im Baltikum. Von Ventspils zuerst wieder nach Liepaja. Dort wartet der Markt auf uns, denn der Kühlschrank ist leer. Es gibt jede Menge frischer Lebensmittel zum kleinen Preis, die Birne schmeckt nach Birne und die Tomaten so, wie sie schmecken sollen. Wir kaufen etliches ein und sind so die nächsten Tage versorgt.
Weiter entlang an der Küste bis kurz vor die Grenze zu Litauen. Hier gibt es einen Kieselstrand und zu dem wollen wir. Hoppel, Hoppel nochmals ausgiebig die lettischen Schotterpisten genießen. Der Strand ist riesig und wir haben ihn für uns alleine; wenn ich nicht leicht angeschlagen wäre, hätte ich den Sprung ins Wasser gewagt. Nun noch wenige Kilometer und wir sind in LItauen im Ort Sventoje, was kurz vor Palanga liegt. Hier kennen wir einen hervorragend ausgestatteten privaten Campingplatz und dort wollen wir über Nacht bleiben.
29.8.2017
Zuerst schauen wir uns Klaipeda an, denn das hatten wir vor fünf Jahren versäumt. Eine nette kleine Innenstadt, mit vielen witzigen Skulpturen, die teilweise recht versteckt liegen. Auch das "Ännchen von Tharau" nach dem gleichnamigen Lied ist hier beheimatet. Man hat auch ihr ein kleines Denkmal errichtet. Eine Kaffeestunde und dann wollen wir nach Vente, was auf der anderen Seite vom Haff liegt. Hier gibt es einen schönen Camping mit angeschlossenem Lokal, das eine gute Fischplatte serviert. Weiterhin eine Boot, was uns auf die Nehrung bringt. 50 km in südlicher Richtung, der Camping kommt und keine Camper sind da. Wir fragen nach dem Boot, was aber nicht mehr fährt. So macht das keinen Sinn. Also wieder 50 km zurück zur Fähre von Klaipeda auf die Kurische Nehrung, hin und zurück 30 Euro. 5 km weiter müssen wir 20 Euro Eintritt in den Nationalpark bezahlen, damit man auf die Nehrung kann. In Juordkrante(Schwarzort), dem ersten Ort, können wir erstmal bleiben. Heute bleibt die Küche kalt, denn wir gehen hier zum Fisch essen.
30.8.2017
Auf der Nehrung sind die Temperaturen angenehm. Auf dem Weg nach Nida machen wir an den großen Dünen an der Haffseite Halt und besteigen eine davon. Man kommt sich ein klein wenig vor wie in einer Wüste. Der Weg ist gut gekennzeichnet und man kann sich hier nur in einem engen Rahmen bewegen und das ist auch gut so. Denn wir sind hier in einem streng geschützten Areal. Danach fahren wir auf den Camping in Nida, auf halbem Wege zwischen Ostseeestrand und Ort am Haff gelegen. Und endlich können wir wieder einmal nach vielen Wochen im Meer schwimmen, den das Wetter spielt heute mit und die Wassertemperatur dürfte bei ca. 17/18 Grad liegen.
31.8.2017
Mit dem Boot über das Haff zum Örtchen Minja und zur Vogelberingungsstation am Windenburger Eck. Es dauert etwa eine Stunde bis man das andere Ufer erreicht und ins Memeldelta einfahren kann. Vorbei an der Vogelstation, die wir später noch besichtigen werden. Im Örtchen Minja, was am gleichnamigen Fluss liegt und der auch die Hauptstrasse ist, gibt es keine Brücken. Hier wartet ein Bus der uns zur Vogelstation bringt. Ein sehr unterhaltsamer Mitarbeiter erklärt uns, was sie hier tun , hat aber leider keinen Vogel als Demonstrationsobjekt da. Der Vogelzug ist noch nicht im Gange. Es ist aber trotzdem sehr interessant. Zurück im Örtchen Minja gibt es eine sehr leckere Fischsuppe - vom Kapitän gekocht.
Unser Rückweg führt über einen anderen Memelarm, vorbei an Silberreihern, Enten und anderem Getier.
1.9.2017
Es ist über Nacht frisch geworden und das Meeresrauschen ist bis auf den Campingplatz zu hören. Wir packen alles zusammen und verabschieden uns von der Ostsee, die mit höheren Wellen nochmals alles gibt. Dann fängt es an zu nieseln - time to go - . In Juordkrante laufen wir noch den Holzskulpturenweg, den man sich schon anschauen sollte.
In Klaipeda nehmen wir die Autobahn, die nach Kaunas führt und von dort bis kurz vor die polnische Grenze. Im Örtchen Marijampole finden wir einen guten Übernachtungsplatz.
2.9.2017
Samstag, Markt in Marijampole. Hier bekommst du alles was du brauchst oder auch nicht brauchst. Angefangen von Steinpilzen über Preiselbeeren, Obst, Gemüse bis Schinken und Honig. Leider brauchen wir nicht soviel, aber es macht Spass hier die Sachen zu kaufen und nicht im Supermarkt. Noch volltanken und weiter geht es bis zur polnischen Grenze. Hier müssen wir erst mal ein wenig Geld wechseln und dann noch eine Autokarte kaufen, denn die von Polen haben wir nicht dabei. Das Wetter ist sehr mäßig. Dier Strassen, die wir benutzen sind erstaunlich gut im Gegensatz zu Aussagen vieler Leute, wie schrecklich es sei. Wir fahren aber auch nicht über die Autobahn Richtung Warschau mit den vielen Baustellen, sondern durch die Masuren. Wir kommen nach Olsztyn....(dem früheren Allenstein) und nutzen eine Regenpause,um uns etwas zu bewegen. Die Stadt ist ganz nett und wir erfahren, dass hier Kopernikus teilweise gelebt hat. Dann kommt der nächste Regenschauer und wir fahren weiter.
Die Campingplatzsuche gestaltet sich schwierig, aber letztendlich finden wir doch noch einen Platz nahe Ostroda an einem See. Hier ist es ruhig und die Mitcamper sehr hilfsbereit.
3.9.2017
Nach dem Studium der Wetterkarten, die nicht neues bringen ausser ausgiebigem Regen in ganz Polen, sagen wir ade Danzig, ade Posen dann eben ein anderes mal. Im Spreewald - haben wir gesehen - soll es die nächsten drei Tage schön sein, also nix wie hin. Bei Grudziaz überqueren wir die Weichsel und streben zügig gen Westen. Die Strassen sind immer noch gut zu befahren und kurz vor Posen erreichen wir die Autobahn, die zwar kostenpflichtig, aber in einem Top Zustand ist. Eine ganze Reihe von Grünbrücken überspannen die Autobahn - davon kann man in Deutschland nur träumen. Um kurz vor 15.00 Uhr kommt Frankfurt an der Oder in Sicht. das Auto braucht neuen Diesel und so werden wir die Zloti wieder los. Nun ist es nicht mehr weit bis Lübbenau, wo wir uns die nächsten zwei Tage aufhalten wollen.
4.9.2017
Das Wetter hat gehalten, was es versprochen hat. Frühstück im Freien und T-Shirt Wetter. Ein Kahnfahrt auf den Kanälen ist etwas total entspannendes und der Rundgang durch Lehde mit dem kleinen Freilichtmuseum eine schöne Sache.
6/7-9.2017
Nun hält uns nichts mehr, noch eine Übernachtung in Leipzig und ein Kind besuchen, was dort lebt. So sind wir am 7.9.2017 wieder in Neustadt gelandet.
12.9.2017
Womi wieder ausgeräumt, gründlich geputzt, Betten frisch bezogen und betankt. Es könnte wieder losgehen.
Spass beiseite - wir haben in den letzten 10 Wochen soviel gesehen und erlebt, Neues gelernt, Altes wieder gesehen - das muss sich erst mal setzen. Jetzt entsteht erstmal ein Photobuch und der ausführliche Reisebericht (Privat) wird fertig gestellt. Es war eine tolle Reise und meine Erwartungen wurden erfüllt, leider waren die Temperaturen in der Summe fünf Grad zu niedrig. Aber man soll sich nicht beklagen es war alles in allem ein schönes Erlebnis.

Vielen Dank an meinen Mann, der mir diesen Traum erfüllt und mit mir die Reise gemacht hat. Er hat mich bei meinem Bericht tatkräftig unterstützt und beraten.



Kieselstrand

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Kommentare

  • matulr

    Ein schönes Reisetagebuch über einen meiner geheimen Träume! Einmal um die Ostsee fahren - das muss fantastisch sein!
    Ausserdem LIEBE ich Sibelius...
    LG ULI

  • agezur

    Ja, die Ostsee lockt auch mich - einmal wird es sicher werden. Bis dahin freue ich mich über Deinen Bericht!
    LG Christina

  • Blula

    Ein tolle Reise und ein ebenso toller Tagebuch-Bericht darüber. Da habe ich mich gerade wirklich sehr gerne mitnehmen lassen, zumal ich bisher nichts aber auch gar nichts kenne von dieser Route. Das sollte ich doch mal ändern. Hättet Ihr noch Danzig und Posen angefahren, wo aber leider das Wetter nicht mehr mitspielte, da hätte ich mitreden können. Ihr werdet da aber bestimmt auch nochmal hinkommen, nicht?
    Danke für diesen guten Reisebericht.
    LG Ursula

  • a1b2c3d4

    Sehr schöner Reisebericht, hat mir gut gefallen, weil einiges kenne ich auch da wir 2016 auch Finnland und Schweden bereist hatten mit unserem Wohnmobil. Wir sind allerdings von Österreich bis Travemünde, mit Fähre nach Helsinki, dann den Osten Finnlands hoch und oben um den Bottnischen Meerbusen herum Schweden runter und dann über Dänemark, Deutschland zurück nach Österreich.
    Die Route eurer Anreise möchte ich auch einmal machen, das kenne ich absolut noch gar nicht.
    Danke für den schönen Reisebericht, Lg. Angela

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzugeben. Mit dem Wohnmobil um die Ostsee. 4.80 5

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