Vollmondfest auf Sri Lanka und Golden Temple in Dambulla

Reisebericht

Vollmondfest auf Sri Lanka und Golden Temple in Dambulla

Reisebericht: Vollmondfest auf Sri Lanka und Golden Temple in Dambulla

Besser ein dummer Wanderer als ein Weiser, der zu Hause sitzt.
( Spruch aus der Mongolei)

Golden Temple von Dambulla

Auf dem Weg nach Dambulla

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Ende April Anfang Mai findet das Vollmondes auf Sir Lanka statt. Gedacht wird der Geburt, Erleuchtung und dem Tod Buddhas. Ich hatte das Vergnügen zu dieser Zeit meine Freundin Lisa dort zu besuchen und das Land, ein klitzekleines Bisschen zu erleben. Eine der Stationen war Dambulla und der Golden Tempel.

Nachdem ich mich akklimatisiert hab und meine Frieden damit geschloßen habe, dass im Garten doch ein paar Schlangen sich verirren und der Leguan Hugo eigentlich ein angenehmer Zeitgenosse ist, habe ich mich auf die Suche nach neuen Abenteuern gemacht. Nach einem kurzen Blick auf die Landkarte und Markierung der Stellen, die ich unbedingt jetzt und gleich sehen wollte, haben mir Lisa und ihre Freundin Elvira, einen sehr angenehmen, strapazierfähigen und äusserst angenehmen Guide zu Seite gestellt: Nalaka.

Die Vorbereitungen zum Vollmondfest fand überall gleichzeitig statt und die Dörfer entlang der Strasse haben kleine Garküchen aufgebaut. Jeder ist willkommen, der des Weges entlang kommt. Kleine Kinder schwanken orangefarbene Fahnen, die die Versorgungsstation für die Pilger ankündigen. An jeder Station gab es was anderes: Curry, Obst, Süssigkeiten, sogar Eis, kalte Getränke. Nalaka meinte, wir könnte uns auch in die Reihe stellen und versorgt werden, das wird gerne gesehen. Und ich habe viele Backpacker die köstliche Speisen genießen sehen. Da ich aber ein Weichei bin und gesehen habe, dass die Teller und Tassen nur mit dem aus dem Bach geholtem Wasser abgespült werden, wollte ich nicht Montezumas Rache herauf beschwören. Auf Kuba hatte ich bereits das Vergnügen und war zwei Tage an das Badezimmer gebunden. Wurde dann mit salzigen Ananas mit Chilli ( reine Elektrolyte) zwangsbeglückt, das wirklich sehr gut geschmeckt hat.

Irgendwie sind die Gebiete unter den Guides aufgeteilt, so war es Nalaka nicht erlaubt das Gelände von dem Golden Temple zu betreten, ausser er ist in eigener Mission unterwegs. Er hat mir erklärt, er wartet auf mich und ich soll die Tempelanlage geniessen. Das ist auch für mich die beste Lösung. Seine einzige Warnung war: nimm dich in Acht von den kleinen pelzigen Biestern, die klauen alles, was die zu fassen bekommen. Ceylon-Hutaffe ist überall auf dem Gelände.

Das wunderbare an den kleinen Kerlchen ist, dass jeder eine eigene Frisur hat. Und hier bestätigt sich wieder die Theorie , dass die Frisur den Temperament und Persönlichkeit des Trägers widerspiegelt. Es waren spät Hippies dabei, genauso aufgeräumte, friedliche Erwachsene, freche Jugendliche. Wunderbar!

Die Tempelanlage ist riesig. Am unteren Tempel vorbei geht eine endlose Treppe zum Buddha den Berg hinauf. Auf der rechten Seite ist eine Prozession der Mönche zu sehen. Jeder der Mönche hat das gleiche Gesicht nur die Opfergaben sind unterschiedlich. Sehr imposant!

Die Versorgusngstarionen sind alle paar Metern angebracht: Blumen, Obst, Eis. Die Steine der Treppen glattpoliert von vielen Füssen, die nach oben gelaufen sind. Barfuß. Da es schon Mittag war, habe ich es bei der Hitze nicht bis nach ganz oben geschafft. Steht auf meiner Liste für den nächsten Besuch. Hatte eine sehr schöne Zeit auf meiner Beobachtungsstation. Viele glückliche Gesichter, in sich gekehrten und im Mantra versunkene Pilger, entspannt auf die nächster Darbietung wartende Menschen. Überall war das leise Gemurmel zu hören, richtig sakral und beruhigend. Würde jedem empfehlen: einfach sich ganz klein machen, irgendwo hinsetzen und waren, bis die Sensationslust vergangen ist. Dann seit ihr unsichtbar und könnt die Umgebung genießen.

Die Festivitäten sind mit riesigen Aufbauten und Festplätzen begleitet, wobei die beneidenswert laute Beschallungsanlage ab dem Sonnenuntergang bis zu Sonnenaufgang dröhnt. Zwischendurch waren wohl Verpfelungspausen und das sind die paar Minuten in dem mich der Schlaf übermannt hat, bis zu nächster Darbietung mit einer sonoren, angenehmen Stimme. Nach der dritten Nacht habe ich mir schalldichte Wände und Fenster gewünscht. Natürlich hätte ich mitfeiern können, aber ab gewissem Alter ist das weiche Bett und Erholung einfach wichtiger und verlockender.

Bei dem Erlebnis sind ein paar Bilder entstanden, die ihr hier sehen könnt.










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Kommentare

  • Blula

    Wer nach Sri Lanka reist, der muss auch den Felsentempel von Dambulla mit einplanen, na klar. Ist auch ohne Vollmondfest ein Erlebnis. Bei der Hitze bis nach ganz oben zu steigen, das ist natürlich schon eine Herausforderung. Aber dann da oben zu sehen, was die Mönche im Laufe von 2000 Jahren in den Fels geschlagen haben, das ist, um es mal salopp auszudrücken, ja ein wahres Buddha-Nest. So viele.... ! Man kann sie gar nicht zählen die vielen sitzenden, liegenden und stehenden Buddhas. Da kann man nur staunen.
    Deinen so munter vormulierten kleinen Bericht habe ich soeben mit großer Freude gelesen. Übrigens... ich auch Weichei (Vorsicht ist ja auch besser als Nachsicht, gell? ;-)) und Angst vor Schlangen :-((((((
    LG Ursula

  • yunnanfoto

    Danke für diesen schönen und sehr persönlichen Bericht.
    Sri Lanka war meine allerste Asienreise, man schrieb das Jahr 1978, und es war eine traumhaft schöne Reise in ein traumhaft schönes Land. Danach war ich noch 2 x dort und dein Bericht hat jetzt viele Erinnerungen geweckt, schöne Erinnerungen, auch an den Felsentempel in Dambulla..
    LG, Herbert

  • NinaAngerer (RP)

    Vielen Dank an alle! Für die Kommentare und auch für die, für mich, überraschende Empfehlung von dem Kurzbericht. Mir ist bewusst, dass ich etwas unkonventionell über meine Erlebtes berichte, aber alles andere kann in Wikipedia nachgelesen werden. Freut mich, euch alle, für einen kurzen Augenblick nach Dambulla mitgenommen zu haben! Schön, die Erinnerungen ..
    Tollen Start in die kalte Woche & LG
    Nina

  • Blula

    Danke, Nina, das wünsche ich Dir ebenfalls !
    Und was diesen schönen und so erfrischenden Kurzbericht angeht.... ich mag diese unkonventionelle Art, wie Du schreibst. Alles andere hatten wir ja schon, wie Du hier richtig anmerkst.
    LG Ursula

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