Pura Vida und der Weg nach Nicaragua

Reisebericht

Pura Vida und der Weg nach Nicaragua

Hier eine kleine Lektüre über meine Reise in Costa Rica und Nicaragua.Einst durfte ich die reiche Küste meine "Heimat" nennen.Es ist eine informative,humorvolle Geschichte die Appetit auf Zentralamerika machen soll.

Heimkommen

Endlich angekommen!Nun bin ich zurückgekehrt in das kleine mittelamerikanische Land in das ich mich vor 5 Jahren so verliebt hatte, als ich es das erste Mal betrat.Inzwischen ist es mein 4.Besuch in Costa Rica und es ist kein bisschen unspannender als zuvor.Wie jedes Mal weiß ich nicht was mich erwartet,außer der unbeschreiblichen Schönheit der Natur.Ich check mein Handy ab…ob mich meine Freundin Belkis erwartet oder nicht?Es ist Nachmittag und mit etwas Verspätung spazier ich aus der Ankunftshalle des Flughafens in Alajuela.Der Ausgang ist neu gebaut seit der letzten Ankunft und so geh ich an der Glaswand entlang die mich nach draußen führt und erblicke schon in der ersten Sekunde ihr freundliches Gesicht.Sie winkt mir aufgeregt zu und meine Schritte werden immer schneller…wir schließen uns in die Arme,mit dabei die kleine Stefanie,ihre Tochter, die ich zum ersten Mal live sehe.“No Puedo creer!!“ ruft sie mit Tränen in den Augen.Typisch dramatisch eben wie eine Latina aber durch das ganze romantische Wiedersehen werd auch ich zugegebenermaßen ein bissl weinerlich.Nach den ersten aufregenden Momenten besteigen wir ein Taxi richtung Alajuela Stadt.

Ich will erst mal in mein Hotel und chillen.Belkis und Stefy sind natürlich dabei.Bis Karla, mein Reisebuddy, ankommt dauert es noch ein paar Stunden.Zum Glück hab ich sie ein Jahr zuvor in Afrika getroffen!Seitdem reisen wir viel gemeinsam.Das Mädl aus Hockenheim nahe Heidelberg ist abenteurlustig wie ich und eine gute Reisepartnerin(das findet man nicht sehr oft).Gemütlich sitzen Belkis und ich im patio des Hotels im Zentrum von Alajuela und ich genieße meinen ersten Cafecito in diesem Urlaub.Hach…da kann man wirklich nur sagen:pura vida!

Um 20:00 warte ich an derselben Stelle wo mich vorher meine chica so herzlich empfangen hat auf meine amiga aus Deutschland.Müde aber glücklich begrüßen wir uns voller Freude.Der Jetlag ist ein Arsch.Das Imperial Bier das wir von unserem Gastgeber bekommen,eisgekühlt,bringt uns aber abends im patio so richtig in Urlaubslaune. Gemütlich lassen wir den Tag ausklingen.



Volcán Poás

Ein Klassiker den man sehen sollte wenn man in der Gegend ist.Zwar ist es wieder nicht mein erster Besuch, dennoch fahr ich gerne zum Krater rauf auch wenn der Park relativ überannt ist und Eintritt kostet.Egal, meiner Karla muss ich den zeigen, immerhin ist das der größte aktive Krater der Welt.Die Abfahrtshaltstelle vom Bus hat sich auch geändert.Da nützt es einem auch nix wenn man die Stadt fast schon wie seine Westentasche kennt, aber wir schaffen es rechtzeitig.Alleine die zweistündige Fahrt nach oben ist schon ein kleines Abenteuer(grundsätzlich davon ausgehen dass ticos IMMER eine kürzere Zeit angeben als es tatsächlich dauert,mich störts nicht).Schaffts der Bus diesmal ohne Probleme?Vorbei an Kaffeplantagen und kleinen Örtchen kurvt der Bus…ich bin „zuhause“.Die Chance wolkenfreie Sicht zu haben ist nicht sooo schlecht an dem Tag…dachte ich! Anfang Juni hat die Regenzeit zwar schon begonnen aber mit etwas Glück gehts.
Dafür lässt sich der Lago Botos für einige Zeit blicken.Der Weg zum See führt vom Krater durch einen Nebelwald der auch Krüppelwald genannt wird aufgrund seiner etwas seltsam geformten Bäume.

Die Trails im Park sind wirklich für fast jedermann gemacht.Zum Hauptkrater geht man auf einer betonierten Straße also auch für Rollstühle geeignet.Der Trail zum Nebenkrater ist auch ein betonierter Weg,führt aber bergauf und teils über Stiegen und ist nicht zu unterschätzen.Wegen der häufig hohen Feuchtigkeit ist es meistens nass und auch der Schwefelrauch kann für manche erschwerend wirken.Nicht umsonst ist immer sofort ein Sanitätsteam bereit denn da oben hat es schon einige umgehauen.Meinerseits kann ich nur sagen ziehts mir meine Lunge einmal quer durch faule Eier aber soll Schlimmeres passieren.

Begleitet vom unbeschreiblichen Duft(und damit meine ich tatsächlich unbeschreiblich)des Vulkans machen wir uns auf den Weg zum Besucherzentrum um noch schnell unserer Kaffeesucht nachzugehen.Pünktlich bevor unser Bus wieder abfährt fängt es natürlich derb zu schütten an.Nach einer halben Sekunde bin ich ca so nass wie der Regen selbst.Das hab ich auch vermisst.Dann fängts im Bus immer so schön zu dampfen an und man möchte am liebsten in die trockenste Wüste der Welt.Welcome to the tropics!Da, wo immer so ein bisschen feuchter Schleier auf der Haut liegt und du dir original 10 Minuten nachdem du geduscht hast denkst dass es sowieso keine Zweck mehr hat jemals wieder duschen zu gehen.Man muss aber auch sagen es kommt auf die Region an in der man sich gerade befindet.Wir unterziehen uns in unserem netten Hotel einer Dusche und wollen uns noch bei Belkis treffen.Sie erwartet uns schon mit cafecito und Essen.

Schnell mit dem Bus nach Carillos,meiner alten Heimat.Hinaus aus der Stadt durch Zuckerrohrfelder,vorbei an kleinen Ortschaften,Straßenverkäufern und Vierteln die man eher meidet.Michael,Belkis älterer Sohn,erwartet uns auch schon bei ihrem kleinen türkisen Häuschen.Es ist keine Villa aber ich hab mich hier immer wohlgefühlt.Er ist mit seinen 15 Jahren schon ein richtiger junger Mann geworden.Es gibt Hühnchen mit Reis und Tomaten und tortillas und jede Menge Getratsche.Mein Spanisch ist etwas eingrostet merke ich aber für die wichtigsten neuen Gerüchte im Ort reichts.Dann kommt auch noch Steven vorbei,im selben Alter wie Michael und der Sohn von einem guten Freund den ich leider auf dieser Reise nicht antreffen werde.Nach dem Essen gehen wir gemeinsam zum Fußballplatz.Zufällig ist an diesem Abend ein Geburtstagsfest im Gemeindehaus daneben.Vermutlich von einem Kleinkind aber das tut nichts zur Sache denn die ticos feiern zu jedem erdenklichen Anlass ein rauschendes Fest.Die Trommelgruppe gibt alles und auch die Tänzer geben ordentlich Stoff.Ich kann schon fast nicht mehr still stehen.Aber trotzdem sehne ich mich nach ein bisschen Schlaf also warten wir auf einen Bekannten von Belkis dass er uns nach Alajuela fährt.Belkis und Stefy komen mit natürlich ganz ohne Kindersitz oder sonst was…vollkommen überbewertet.



Tortuguero

Am nächsten Morgen gehts ab nach Tortuguero.Ich liebe diesen Ort!Wie der Name schon sagt:der Platz an den die Schildkröte kommt.Also ich hab dort noch keine einzige Schildkröte gesehen aber das ist eine andere Geschichte.Trotzdem einer meiner Favorites.Wir warten auf den Shuttle der uns dorthin bringen soll außerhalb der Stadt.Dort warten auch schon zwei deutsche Frauen von denen eine in Tortuguero wohnt(purer Neid macht sich breit).Ich kann es kaum erwarten über den Braulio Carillo Nationalpark in das karibische Tiefland zu fahren.Das ist fast meine Lieblingsstrecke.Aber zuerst holen wir noch ein niederländisches Pärchen und zwei Amigirls aus der Hauptstadt San José ab.San José kann man mögen oder nicht.Ich hab so eine gewisse Hassliebe aber auf dieser Reise hab ich la capital Sanjo gemieden.Es heißt immer man muss auch in der Stadt gewesen sein damit man Costa Rica kennenlernt.Das stimmt schon irgendwie.Genauso wie man nicht einfach nicht zur Karibikküste reisen kann denn dann verpasst man schon eine wichtige Essenz die das Land ausmacht.

Wir machen einen Halt beim río sucio für ein paar Knipser.Die Route 32 ist der Hauptverkehrsweg vom Zentraltal an die Karibische Küste und besitzt den einzigen Tunnel des Landes,den Zurqui Tunnel.Benannt ist der Park nach dem dritten costaricanischen Staatsoberhaupt.Es gibt zwei Sektoren,den Quebrada Gonzales Sektor durchfahren wir auf dieser Reise.Sektor Barva wäre der zweite und beinhaltet den schlafenden Riesen Vulkan Barva mit seinen 5 Kratern.Ein Traum für jeden Wanderer!!Wir überfahren also die bewaldeten Berge und kommen ins Tiefland wo wir für ein Frühstück halten.Zum Glück…ich hätte es keine Minute länger ohne Kaffee ausgehalten und ich glaub den anderen geht es ähnlich.Lecker wie immer und gestärkt für den Weg gehts weiter.
Im karibischen Tiefland angekommen sehen wir bei einem Stop auch schon ein Faultier im Baum hängen,charakteristisch für diese Gegend.Ebenso die Bananplantagen.Die Banane wurde hier ja quasi erfunden.Bei la Pavona müssen wir aufs Boot umsteigen.In Tortuguero gibt es keine Autos weil keine Straßen existieren.Nur auf Wasserkanälen kommt man zum gleichnamigen Dorf mit ein paar hundert Einwohnern.Gleitet man leise mit dem Boot durch das Kanalsystem glaubt man echt die Zeit scheint verloren.Ich habe selten einen so ruhigen Ort erlebt der gleichzeitig die schönste Geräuschkulisse hat.Knacken,zirpen,gluckern,plätschern,zwitschern und nebenbei noch das Brüllen der Affen die in den Baumkronen vorbeiziehen.Ich bin sowas von angekommen…

Wir machen eine kleine Bootstour durch den Nationalpark und schlendern dann gemütlich durch den Ort.Gelegen an der Küste hat Tortuguero einen langen schwarze Strand.An den kommen zu tausenden jedes Jahr Schildkröten um ihre Eier genau da abzulegen wo sie selbst geboren wurden.Die Arribada(Ankunft)ist ein unbeschreibliches Naturschauspiel und damit untertreibe ich fast schon.Wenn auch noch nicht in Tortuguero gesehen konnte ich einige Jahre zuvor das kleine große Wunder an einem anderen Ort beobachten.Auch Schildkröten haben Saison.An diesen Strand kommt Juni – September die Suppenschildkröte,April – November die Lederschilkröte,die echte Karett Mai – Oktober und die unechte Karett Mai – August.Kommt eine Lederschildkröte aus dem Wasser sieht das so aus als käme ein Kleinwagen aus dem Ozean..sagt man.Ich hab sie leider selber nie gesehen.Die Dinger werden bis zu zweieinhalb Meter lang und haben ein dezentes Gewicht von 600-700kg.Noch etwas was es nachzuholen gilt.

Das erste Mal seit Ankunft steck ich meine Füße in den Pazifischen Ozean.Der dunkle nasse Sand ist wie Schokolade in der man herumstampft.Wir lassen ein bisschen unser Kind in uns raus und laufen vor den Wellen davon.Pura vida.
Leider verbringen wir nur den Tag hier und werden nicht übernachten.Aber der weite Weg zahlt sich in jedem Fall aus denn die Atmosphäre ist einzigartig!Auf der Rückfahrt mit dem Boot genießen wir nochmal bewusst Fauna und Flora.Ich lehne mich in meinem Sitz zurück und lass die Ufer vorbeiziehen.Es könnte ewig so weitergehen…

Vielleicht irre ich mich aber ich glaube das ist einer meiner Glücksplätze und so steig ich nur ungerne in den Bus richtung Hektik.Andererseits ist morgen ein neuer Tag und wir haben schon Pläne.Wir werden da rausgeschmissen wo wir abgeholt wurden und sehen aus wie zwei Penner die nicht wissen wohin.Ja auch Nichtstun ist anstrengend.Wir rufen uns ein Taxi denn auf den Bus ins Zentrum haben wir keine Lust mehr.Promt fährt ein schöner Wagen vom gegenüberliegenden Edelhotel vor und lässt uns einsteigen.Drinnen alles pipifein,ich komm mir fast ein bisschen dreckig vor aber den jungen Fahrer scheints nicht zu stören,ganz im Gegenteil.Ein Gespräch anfangen am besten übers Wetter oder den Verkehr..das zieht immer.Mit den ticos kann man sowieso gut über belanglose Dinge reden und schon nennen sie dich amiga und man ist best friends forever.Ich lieb das.



La Fortuna/Sarapiquí

Morgens warten wir an der Haltestelle auf den Bus der uns nach La Fortuna bringen soll.Man glaubts kaum aber fast pünktlich verlassen wir Alajuela.Bevor wir aber abfahren steigt ein Sicherheitsmann ein und klärt uns alle über die Risiken auf die es auf einer Busreise so gibt.Vorallem dass man sein Gepäck nie aus den Augen lassen soll um Diebstähle zu vermeiden.Irgendwie denk ich kurz bei mir,das hat er jetzt nur gesagt weil wir zwei als Touristinnen eingestiegen sind.Ist auch das erste Mal, dass ich sowas mitbekomme.Soweit ist es also schon.

Wir kommen ins touristische La Fortuna,ein Hotspot für alle möglichen Reisenden und ein sogenanntes Highlight.Der Ort gefällt auch mir gut muss ich sagen aber zum Glück ist Nebensaison.Es hat schon seinen Grund warum der Ort so beliebt ist,liegt er doch nahe am Vulkan Arenal.Arenal ist der jüngste und zugleich der aktivste Vulkan in Costa Rica zumindest war er das bis vor ein paar Jahren.Da konnte man vom Fenster aus noch die fließende Lava beobachten.Das hat er allerdings jetzt so ziemlich eingestellt und die zig Hotels mit Blick auf den Berg beißen sich vermutlich in den Arsch.Soweit ich das miterlebt habe tut das seiner Popularität jedoch nichts an denn es scheint noch nicht ganz zu den Reisenden durchgedrungen zu sein.Außerdem ist der Nationalpark und die Umgebung alleine schon sehr sehenswert,da bedarf es keiner Lava.Am Fuße des perfekt geformten Kegels befindet sich eben La Fortuna und der Arenalsee.

An dem Tag beschließen wir uns an die Bar zu setzten und ein paar Cocktails zu nippen.Das Hostel ist echt schön gestaltet und befindet sich im Zentrum(Backpackers La Fortuna).Mittig ein großer Garten mit Hängematten,Palmen und sogar eine Poolbar gibts.Sehr edel,bin ich gar nicht so gewohnt.Tophostel,also auch für etwas anspruchsvollere Reisende.Im 6er Schlafsaal sind noch 3 Mädels und ein Bursche.Man kann hier super beobachten wie sich Grüppchen bilden.Wir sind unsere eigene Gruppe,nicht dass es bedeutet dass wir nicht offen für Andere wären,ganz im Gegenteil,aber man hängt sich eben nicht sofort an jeden an.Außer es ist ein Taxler oder Busfahrer oder ein Barkeeper oder sonst irgendeine Person die dich auf Spanisch anspricht..dann schon.Die geben auch die besten Tips.

Der Willkommensdrink haut mich kurzzeitig um ein paar Jahre zurück..ich bin halt einfach nicht mehr trainiert.Voller Motivation buchen wir auch gleich eine Raftingtour für den nächsten Tag am Sarapiquí weil ohne gehts mal gar nicht!Um 7:00 werden wir von Gustavo von Desafio abgeholt und zum Bus gebracht.Er ist nicht nur schön anzusehen sondern dazu auch noch ein guter Raftinguide.Die Fahrt zur Base am Sarapiqui dauert lange,die obligatorsichen 1,45 h sinds nicht ganz geworden.Noch eine Stunde dazu dann kommts ca hin.Mir solls recht sein denn ich liebe Busfahren!Solange ich meinen Platz habe und mir die Klima nicht mit -10 Grad in die Visage bläst…

Von allen Himmelsrichtungen zusammengekommene Menschen treffen am Sarapiqui ein.Die Guides warten schon auf ihre Opfer.Karla und ich haben Cuca(Abkürzung Cucaracha,Küchenschabe).Leider möchte er den Grund für seinen Spitznamen nicht erklären,dürft etwas peinlich sein.Hier hat jeder seinen „streetname“,oft wusste ich länger nicht wie die Leute mit vollständigem Namen heißen,ich hab auch manchmal nicht danach gefragt,spätestens beim Kontakte austauschen wusste man es sowieso.Wir haben ein 6er Raft.Mit uns im Boot ein Pärchen aus Deutschland die gerade aus San Juan del Sur aus Nicaragua vom Surfen kommen.Er ein Halbmexikaner,empört über die costaricanische Küche.Whatever…Wir fragen gleich ein bisschen über Nicaragua aus aber da sie nur an einem Spot waren bekommen wir nicht besonders viel Information.Werden wir eben selbst sehen müssen.

Nach den Sicherheitseinschulungen gehts endlich los.Auf Neoprenanzüge kann hier verzichtet werden aber wir bekommen natürlich eine Schwimmweste.Das Wasser ist zwar nicht eiskalt aber kalt und ich bin eine absolute Warmduscherin was das angeht.Trotzdem hau ich mich in die Fluten wenns die Strömung zulässt.Ich sitzte ganz hinten und hab Schwierigkeiten das taktlose Paddeln der Vorderperson zu akzeptieren.Der Sarapiquí hat WW III-IV also optimal für Beginner und etwas Fortgeschrittene.Macht immer wieder Spaß.Zwischendurch quatsch ich mit Cuca und wir sprechen über meine bisherigen Intermezzos mit Costa Rica.Wir legen am Ufer an für eine Pause und bekommen frische Ananas und Wassermelone.Dann wird ein raft verkehrt an eine Felswand gelehnt.Gustavo machts vor:Mit vollem Karacho auf das raft,wenns geht mit dem Hintern, und ab ins kühle Nass.Der Trampolineffekt ist genial und so katapultieren sich an einem schönen Tag einige Verrückte an einem Flussufer über ein Boot ins Wasser.Herrlich.Nebenbei trink ich noch vom Wasserfall der neben uns herabstürzt.Grandioser Geschmack.Und wie es halt so ist mit der Zeit geht auch dieser Ausflug vorbei.Im Center können wir uns umziehen,duschen und bekommen noch casado(bedeutet verheiratet,das Essen das die Frau ihrem Mann macht).Reis,Bohnen,platanos wahlweise Huhn,Fisch oder anderes Fleisch und Salat,ein plato tipico eben,einfach aber ich steh unheimlich drauf.Besonders wird oft mit viel Koriander gewürzt,mag nicht jeder aber das ist ultra.

Die 1,45 stündige Heimfahrt die 3 Stunden dauert verlauft ruhig denn alle sind geschafft und müde vom actiongeladenen Tag.Ich stopf mir die Stöpsel in die Ohren und lass mich von guter Musik berieseln.Felicidad



Volcá Arenal/Cerro Chato

Wir ruhen keinen Tag also gehts diesmal zum Cerro Chato, gelegen neben dem Arenal.Nur um mal festzuhalten,man kann den Arenal nicht besteigen,das ist verboten aber rundherum gibt es einige senderos die durch eine atemberaubende Welt führen.Diesmal wollen wir auf den kleinen Bruder Cerro Chato,auch ein Vulkan mit See im Krater.Man bezahlt am Eingang ein paar Dollar da es Privateigentum ist soviel ich weiß,um die 10$.Wie fast überall üblich,außer der Park in Cahuita ist soweit ich weiß nach wie vor gratis.Der Aufstieg dauert in etwa 2 1/2 Stunden aber ist natürlich individuell verschieden.Mir kams vor wie ewig.Der Trail hats auf jedn Fall in sich!!Bei Regen oder auch Starkregen am Vortag kann es einem schon passieren,dass einem kleine Sturzbäche entgegenkommen.Dann wirds mit dem Aufstieg schwierig da es extrem rutschig und gatschig wird und es ein sehr steiler Pfad ist.Anfangs gehen wir noch eher gemütlich durch einen schön angelegten Park und ein paar Weiden.Doch dann beginnt der eigentlich Aufstieg.Es wird richtig steil und ich frag mich scho nach den ersten paar Metern warum ich mir so etwas immer wieder mal antu.Es ist sonnig aber mit Wolken und ich freue mich als wir in den Wald kommen aber da drin steht die Feuchtigkeit erst recht.Ich brauch wohl nicht erwähnen dass sämtliches Wasser das ich trinke nie meine Blase erreichen wird da es sofort über meine Haut verdampft.Wir reden hier von ein paar hundert Metern Höhenunterschied was jetzt nicht so klingt als wäre es die ultimative Herausforderung,aber das ist es definitiv.Einige haben auf dem Weg auch schon umgedreht.Ich kanns verstehen denn ich denke nicht nur einmal „das Ziel muss gleich um die nächste Ecke sein“.Weil aber alles so verwachsen und grün und überhaupt ist,sieht man zum Gipfel niemals rauf.Erst wirklich auf den letzten Metern wenn es sich ein bisschen lichtet.Und das war ja dann noch nicht das Ende.Da oben ist zwar der Aussichtspunkt von dem man einen grandiosen Asublick auf den Arenal hat,aber das lohnende liegt unten im Krater.Nämlich die Laguna Cerro Chato.Ungefähr ein Durchmesser von 500m und ein traumhafter Anblick als wir den steilen Abhang hinabklettern.Ohne die Hilfe der Wurzel an denen man sich festhält bräuchte man ein Seil.Kurze Passagen sind auch mit Seilen versehen.

An der Lagune angekommen springt Karla ins grünfarbene Wasser.Ich zieh mich einfach nur halbnackt aus,halte meine Füße ins Wasser und tauch mein Shirt ein damit es auch schön kalt ist für den Rückweg.Der Platz an dem wir ans Wasser kommen ist ziemlich klein und so wirds relativ eng als auch noch eine Familie dazukommt.Vom drüberen Ufer schreien ein paar Jünglinge herüber.Nachher stellt sich heraus dass sie ungefähr halb so alt sind wie wir.Da muss man einfach durch sobald man am 30er kratzt.Da es wolkentechnisch immer mehr zuzieht beschließen wir dann relativ bald das Feld zu räumen.Intelligent wie ich bin zieh ich meine Schuhe an bevor ich über dem Wasser rauf auf einen Steilhang muss.Die Mutter streckt mir die Hand entgegen und gemeinsam schaffen wir es meiner Idiotie ein Ende zu setzten.Der Weg aus der Laguna raus ist fast schon wahnwitzig.Ich frag mich wie ich überhaupt hierher gekommen bin.Aber dann gehts flott bergab.Nicht so flott wie die Gruppe der jungen Typen die sich natürlich zeitgleich auf den Weg macht.Die laufen den ganzen Weg einfach hinunter.Nein sie gehen nicht schnell,sie RENNEN!Während ich vermutlich mit sämtlichen Bänderrissen und Schädelbasisbruch unten angekommen wär, tänzeln sie geschickt grazil an uns vorbei.Ist wohl ein kleiner Spaziergang für die Jungs.Am Wasserbrunnen warten sie.Wir füllen unsere Flaschen auf,erste Gesprächsversuche.Einer ist ganz mutig und fragt sogar nach dem Namen. Muttergefühle keimen auf.Aber dann sind sie doch so schnell unten und wir sehen nur noch ihre kleinen Rücken.

Damit ist der Tag aber nich nicht vom Tisch.Erstmal sind wir so genial und verlaufen uns auf den letzten Metern.Wir kommen an einer Bar vorbei denn natürlich befindet sich hier ein Edelhotel.Wir setzten uns einfach mal hin und trinken Zucker.Fest davon überzeugt niiiemals hier vorbeigekommen zu sein versuchen wir trotzdem unser Glück und gehen einfach weiter.Tatsache dass sich hier auch der Ausgang befindet und ich einfach zu blöd war mich daran zu erinnern.Am Weg zum Besucherzentrum ein paar Meter runter die Straße fängts plötzlich zu schütten an.Eigentlich hätte sich noch angeboten zum Wasserfall La Fortuna zu gehen weil der nicht weit weg ist aber bei dem Wolkenbruch haben wir auch keine Lust mehr.Ein sehenswerter Ort keine Frage.Ich muss aber trotzdem lachen als ein kleiner Shuttlebus mit Touris ankommt und sie im strömenden Regen die kleine Wanderung zum Wasserfall antreten.Wir warten das Schlimmste unterm Dach ab und rufen uns dann ein Taxi an.

Wie es der Zufall so will landen wir in einem Auto mit einem Mann der zweifelsohne Kohle machen möchte indem er uns herumkutschiert.Allerdings völlig zurecht denn er ist derjendige der uns noch einen schönen Abschluss bescheren wird.Wir reden blabla und dann meint er ob wir denn schon bei den Hot Springs waren.Bekannt für diese Gegend und sauteuer säumen diverse Bäder das Thermalgebiet, eines besser als das andere.Die Alternative:Man setzt sich in die Gratisversion im Bach der unter einer Brücke durchführt.Mister Taxista bringt uns hin und wir machen uns eine Zeit aus zu der er uns abholen soll.
Nachdem unsere Muskeln beim hike ordentlich rangenommen wurden,muss ich nicht erwähnen dass das warme Wasser eine ultimative Wohltat ist.Mittlerweile ist der Platz kein Geheimtipp mehr und so treffen wir auf eine Gruppe mit einem Guide der uns bei der Überquerung des Flusses hilft.Mir reissts beinahe die Füße weg,so eine Kraft hat das Wasser unter der Brücke.Ein Stückchen weiter oben legen wir uns in die Strömung.Abwechselnd kommen aus uns Geräusche die unser Wohlbefinden wiedergeben.Da seh ich auch zum ersten Mal die drei Spanier.Später reiß ich wegen ihnen fast eine Wand in einem Hostel ein weil sie mich so wütend machen.Es regnet,aber nicht zu sehr und wir liegen im Wasser und lassen uns treiben.Ich hab schon Panik wenn ich aus dem Wasser muss denn wenn ich etwas HASSE dann ist es Kälte nach dem Baden.Der Zeitpunkt kommt aber auch also watscheln wir nur mit dem Handtuch bekleidet zum Taxi das schon auf uns wartet.Pünktlich(!).Ich frag ob es ein Problem ist wenn wir so einsteigen,immerhin ist unser Gewand sowieso auch nass.“No,por supuesto !“Wie zwei Saunagöttinnen kraxeln wir in unseren Handtüchern aus dem Taxi mitten auf der Straße und laufen im Regen zum Hostel.Selten so auf eine heiße Dusche gefreut



Santa Elena/Monteverde

Santa Elena/Monteverde

Wie kommen wir am besten nach Santa Elena ohne den stundenlangen Umweg mit dem Bus um den Arenalsee?Genau,mit einem Pferd.Am besten ohne Gepäck.Wir checken uns also einen Transfer über den Arenalsee um dort auf die Pferde umzusteigen und lassen an der Anlegestelle unser Gepäck zurück.Ein Bus wird es uns zum nächsten Treffpunkt nachliefern.Morgens am Arenalsee ist die Welt noch in Orndnung.Pure Stille,ab und zu hört man ein Plätschern.wir fahren ca ein Stündchen zum Treffpunkt wo die Pferde auf uns warten.Mit uns ein frisch verheiratetes Paar aus den USA.Sie sind hier auf Honeymoon und besitzten auch zuhause Pferde.Sympatische Leute, wir sind ein nettes Grüppchen.

Inklusive Radhelm(safety first)reiten wir dann los.Einen Modelcontest würd ich wahrscheinlich nicht gewinnen mit meinem Outfit.
Der Ritt dauert ca 2 Stunden.Mein Hinterteil tut schon etwas weh als wir an dem Treffpunkt ankommen wo uns der Bus mit den Rucksäcken abholt.Vorher müssen wir aber noch einige Zeit in der Hitze ausharren und das mitten im Nirgendwo.Ich bin trotzdem immer wieder verwundert wie gut die Logistik hier funktioniert.Kann ja auch gut sein dass ich meinen mochila nie wieder sehe.Aber zusammen mit anderen Shuttlegästen die am Weg nach Monteverde bzw Santa Elena sind kommen unsere Rucksäcke bei uns an und wir steigen in den Minibus ein.Byebye Einöde.

Wir passieren Monteverde denn unsere Basis soll im nächsten Ort,in Santa Elena sein.Dort tobt sozusagen das Leben.Trotzdem zu der Jahreszeit eine relativ überschaubare Menge an Leuten.Ich verlieb mich gleich in das Örtchen.Genau mein Ding.Eingebettet zwischen Hügeln,umgeben vom Regenwald.Außerdem gibts da das Treehouse.Und das Treehouse ist toll.Man kann ewig drinsitzen und Geld für Kaffee und Naturales(Smoothies mit crashed ice)ausgeben.Nebenbei machen sie auch gute Süßspeisen.Unsere Unterkunft ist das Santa Elena Hostel Resort.

Sieht neu aus und sie geben sich Mühe eine optimale Umgebung zu schaffen.Wenn ich mich nicht irre waren sie dabei eine Bar zu bauen.Das schöne ist,dass nur wenige Gäste da sind.Sie haben Kaffee zur freien Entnahme,einen offenen Kamin der in dieser Region goldwert ist,schöne Zimmer mit Blick in den Regenwald,einen Fernseher im Gemeinschaftsraum wo man die besten Telenovelas ansehen kann und wie überall ein superfreundliches Personal.Abends sitzten wir kaffeeschlürfend am Kamin während der Regen gegen das große Fensterglas prasselt.Es ist einfach der beste Regen der Welt.

Die Spanier sind auch schon in Santa Elena angekommen mit ihrem Mietauto.Sie nächtigen im Nebenzimmer mit noch zwei anderen Mädls aus Amiland.Ich will nicht spießig wirken aber es ist dann irgendwann 3 Uhr nachts und sie können einfach ihre Fresse nicht halten.Die Sinnhaftigkeit der Holzwände stell ich schnell in Frage,die könnten sie genauso gut weglassen.Es klingt sowieso so als würden die alle an meinem Bettende sitzten und eine fiesta feiern.Ich brauch generell sehr lange zum Einschlafen bis zu zwei Stunden.Und über was die alles reden,ich kann ja jedes verdammte Wort verstehen.Also irgendwann reichts mir dann.Ich robbe mit meinem Schlafsack ans Ende von meinem Bett und hau einfach nur ohne böse Vorahnung mit der flachen Hand auf die Wand.Schon ein bissl fester…anscheinend hat sich meine Wut in der Hand entladen weil mich schreckts plötzlich selber wie laut das Geräusch ist.Ein Erdbeben bricht los..Ich glaub es war das lautetste Geräusch dass ich jemals produziert habe mit meinem eigenen Körper.Schnell schau ich zu Karla rüber die aber anscheinend von dem Spektakel nichts mitbekommen hat.Sie hat einen Bombeneinschlag verschlafen,ja so laut war das!Dann denk ich an den Herrn der im Zimmer neben uns liegt,ob der jetzt wohl einen Herzinfarkt bekommen hat.Bei sowas gibts einfach Kollaterlaschäden.Drüben sind sie plötzlich ganz ruhig und gehen schlafen.Zum Glück kann ich jetzt wieder den Wald draußen hören.

Am nächsten Tag geht es mit dem Regen weiter.Ein Ausflug in den Nebelwald von Monteverde steht an.Auf das hab ich mich auch schon lange gefreut.In den Kordilleren von Tilarán liegt auf ungefähr 1500m das Biologische Reservat Monteverde,ausgezeichnet durch seine schier unendliche Artenvielfalt.Ein Bus bringt uns zu Selvatura,einem privaten Naturschutzgebiet mitten in der Monteverde Nebelwaldregion.Der Minibus kämpft sich die Schotterstraßen bergauf,uns kommen ein paar kleine Bäche entgegen.Alles wegen den Hängebrücken.ein System von 8 Hängebrücken bis zu 140m hoch ermöglichen uns in den Baumkronen der Riesen herumzuspazieren.Zwischen den Brücken befindet sich ein Wanderweg,trotzdem scheint quasi nichts verändert worden zu sein.Der Wald wie er ist umhüllt einen mit seiner Dunkelheit und Mystik.Echt jetzt.Mit meiner Pseudoregenjacke dauert es nur kurz bis ich auch unterhalb komplett nass bin.Die Baumkronen halten zwar viel Regen auf aber im Bergnebelwald ist die Luft sowieso immer sehr wassergeschwängert.
Wunderschöne Region jedoch beschließen wir am nächsten Tag ins Nachbarland Nicaragua zu fahren.Raus aus den Bergen.Ein bisschen Hitze ist ja auch mal nicht schlecht.Wir gehen noch ein letztes Mal ins Treehouse und gönnen uns ein alkoholisches Getränk,oder zwei.Wir wollen ja gut schlafen weil wir bald aufmüssen.



Granada/Nicaragua

Wir stehen um ungefähr 3:00 nachts auf um zur Bushaltestelle zu gehen.Den scheiß Hügel hinauf mit dem Rucksack.Hier ist ja keine Straße einfach nur gerade,es geht immer rauf und runter außer an der nordkaribischen Küste aber da befinden wir uns jetzt nicht.Wir fahren mit dem Bus in aller Herrgottsfrühe über die Berge nach la Irma wo wir umsteigen müssen.Eine overdose an Romantik als wir durch die kurvigen Gebirgsstraßen düsen und schön langsam die Sonne aufgeht.Ich kanns kaum fassen dass ich das sehen darf.Mitten an der Interamericana im Kaff la Irma(eigentlich nur eine Kreuzung)steigen wir aus und gehen erst mal zu einer Soda um uns mit Blödsinn einzudecken.Der Anschlussbus wird noch ein bisschen brauchen.Dann hängen wir irgendwann an der Bushaltestelle rum und warten und warten.Zwischendurch böeiben andere Busse stehen und fragen uns wohin wir müssen und ob wir zur Grenze wollen.Ja schon aber wir haben einen fixen Platz.

Wir fahren mit Klima auf voller Kraft,Fernsehberieselung inkludiert zur Grenze Peñas Blancas.Sie spielen auch Falcos Amadeus.An der Grenze steigen wir aus um die Ausreise bzw Einreise zu erledigen.Natürlich vergess ich die impuestos(öffentliche Abgaben) zu bezahlen.Beim Ausreisen aus Costa Rica zahlt man am Flughafen 29$.Wesentlich billiger am Landweg,10$.Wir müssen also nochmal ein Stück zurück, da quatscht mich auch schon eine Frau an wir sollen ihr folgen sie zwigt uns wo wir bezahlen müssen.Ich bin zuerst stutzig,weil sie uns zu einem abgeranzten Holzhüttchen führt.Aber jedesmal zeigt sie auf ihr T-Shirt wo irgendwas mit turista obensteht.Ich denk mir nur ja geil so ein Shirt kann ich mir an der nächsten Ecke auch drucken lassen.Aber es hat alles schon so seine Richtigkeit.Seit wann bin ich so übervorsichtig geworden?Wir zahlen und gehen nochmal zur Ausreise an der costaricanischen Seite.Jetzt brauceh wir einen Stift..Nehmt bitte IMMER eine Stift mit.Wir haben keinen bzw irgendwo verloren.Mit Müh und Not erbetteln wir uns einen Kuli.Der nette Herr meint wir können ihn behalten.Danke an dieser Stelle an Jose Sandoval.Dann weiter zur Einreise.Geht ziemlich schnell,unsereins braucht ja kein Visum.Ich tausch mir noch bissl Geld um.Macht es nicht.Ich komm später drauf dass die mir einen bissl sehr schlechten Kurs gewechselt haben.Oder ich hatte einfach Pech.Die Währung in Nicaragua ist Cordoba.Schon alleine der Klang des Wortes.Corrrrdowa.

Das Gepäck wird aus dem Bus geladen und wir werden auf eine überdachte Betonerhöhung gebeten wo alle Gepäckstücke durchsucht werden.Unsere nicht,wir warten umsonst.Man muss dazu sagen das jeden Tag tausende Menschen aus Nicaragua nach Costa Rica strömen und umgekehrt.Oft sind es in CRC lebende Verwandte,die der Familie Gewand,Schuhe und alle möglichen Dinge mitbringen weil sie einfach selber dafür nicht aufkommen können.Wegen der hohen Arbeitslosigkeit herrscht hier eine ausgeprägte Landflucht.Man kann sich vorstellen wie es in den Großstädten besonders in Managua aussieht,was sich dadurch für Slums bilden.Nicht nur in Nicaragua auch im etwas bessergestellten Costa Rica .Aber auch in der Stadt ist die Arbeitssituation nicht besser und so kommt es dass fast jeder 5. Nica ins Ausland auswandert.Ein Großteil ins südliche Nachbarland.Die Hälfte meiner Freunde dort sind Nicas,sie machen einen großen Teil der Bevölkerung in CRC aus.

Alles über die Bühne gebracht steigen wir wieder in den Bus ein.Jetzt bin ich froh dass es die Klimaanlage gibt.Wir fahren bis Granada und werden irgendwo am Straßenrand rausgeschmissen.Ein junger Taxler wartet schon sehnlichst auf Gäste.Er plappert sofort los und erzählt uns irgendwelche Sachen wo was ist wohin wir müssen etc…sehr lieb.Wir kennen gar kein Hostel also frag ich ihn was er empfehlen kann.Dann fällt mir aber noch der Name eines Hostels ein dass ich durch Zufall wo gelesen habe.Wir landen im Oasis.Granada ist…absolut interessant und aufregend!!Mitunter eine der besten Städte in denen ich bis jetzt gewesen bin.Total anders,total neu für mich.Die Architektur ist schön,die Sprache,die Menschen.Man muss es einfach selber erleben.Das Oasis ist nicht irgendein kleines Hostel.Verborgen hinter einer Mauer und nur zu erreichen durch eine Gittertür eröffnet ich innerhalb ein Hof der der absolut Traum ist!Es sind irrsinnig viele Leute da,fast ein bisschen kommunenhaft,aus aller Herren Länder,überall wird angeregt getrascht,viele kennen sich schon.Bei ein paar kommt es mir so vor als würden sie seit Wochen hier abhängen aber nie aus dem Hostel rauskommen.Schade eigentlich.Es wird gemeinsam gekocht und gechillt.Die Hängematten sind fast immer belegt.Außerdem gibts zum Frühstück gratis Pancakes,Kaffee und Bananen.Gut das Zimmer ist jetzt nicht der Burner aber da bin ich ja nie drin.Es ist mehr ein 5m hohes Abstellräumchen ohne Fenster.Irgendwo oben kommt aber doch Licht herein.Es gibt auch andere Zimmer,wir hatten Glück dass wir überhaupt noch eins bekommen haben.Ich bin so glücklich jetzt in Nicaragua zu sein.Es ist Mittelamerika aber doch so anders.Wir gehen am frühen Nachmittag auf den Hauptplatz um zu essen.Im Park gibt es mehrere kleine „Restaurants“ in Hüttchen die einige Tische um sich stehen haben.Da bekommt man sein Mittagessen um 1-2€ auf Bananenblatt serviert statt auf Tellern.Diese Parkständchen sind immer gut besucht.Bald tauchen die ersten Straßenkids auf und betteln.Ich trag nie viel Geld bei mir aber in dem Moment hab ich nur große Scheine die ich so nicht hergeben kann/will.Ich warte bis ich bezahle um kleineres Geld zu bekommen.HA bei den Preisen können die auf größere Scheine nicht mal richtig rausgeben.Die Jungs sind sehr hartnäckig auch als die Kellnerin sie vertreiben will.Ein Stück Fleisch ist auf meinem Blatt über und einer von ihnen fragt ob er es haben kann.Ich komm mir jetzt dermaßen schäbig vor als er sich schnell das Stückchen in den Mund schiebt.Wir zahlen für die zwei Jungs die uns belagern ein Essen.Manchmal bekommen sie auch von den Restaurants ein Essen spendiert.Immer wieder sieht man rumlungernde Kinder.In Granada nicht so sehr wie in León wo sie auf offener Straße Klebstoff schnüffeln.

Gechillt sitzen wir dann schlussendlich im patio in unseren Schaukelstühlen,literweise Kaffee intus.Zu uns gesellt sich Michael.Er kommt aus Äthiopien.Einen Äthiopier hab ich wirklich noch nirgends auf Reisen getroffen.Wie exotisch.Er reist alleine und geht auch stets allein aus.So lässt es sich am besten feiern.Kann mir gut vorstellen dass man als großer dunkler Mann nicht so oft derb von der Seite angegraben wird.Wir bekommen abends aber auch nochmal Hunger und suchen uns ein Lokal.allerdings haben wir keine Ahnung wo das nächste ist.Einmal die Straße hinunter zur nächsten Kreuzung da finden wir auch schon ein ziemlich großes Lokal wo auch richtig was los ist.Zu weit wollen wir in der Dunkelheit auch nicht gehen also bietet es sich perfekt an.Wir essen ausgiebig und trinken Toña Cerveza.Die Stimmung ist super!Zum Bezahlen gehen wir direkt an die Bar.Da merken wir erst dass uns einige Augen anstarren.Ich seh mich um und denk mir ok kein Wunder es sind ja auch einfach sonst keine einzigen ultraweißen Mädchen auch nur in der Nähe,eine davon blond.Blond!¡Dios mio!Überhaupt sind eher wenig Mädels unterwegs.Ich hab fast noch ein bissl Lust länger wegzubleiben aber ich möcht auch nicht mitten in der Nacht irgendwo planlos durch die Gegend laufen.Eher medium gute Idee.



Masaya

Am nächsten Tag fressen wir uns mit Pancakes und Bananen voll um gestärkt auf eine Tour zu gehen.Es herrscht strömender Regen als wir vom Minibus abgeholt werden.Wir haben einen richtige Guide der uns voooll viel erzählen kann.Zuerst fahren wir zum Vulkan Masaya im gleichnamigen Nationalpark.Die indigene Bevölkerung nennt ihn Popogatepe(brennender Berg).Man kann sich auch nur kurz am Krater aufhalten da der Schwefelrauch hier ziemlich konzentriert ist und gefährlich werden kann.Ein Ausbruch ist auch längts überfällig,ein Wunder dass noch nicht die ganze caldera explodiert ist.Angeblich weil er irgendwo ein Ventil hat wodurch die Gase entweichen können.
Durch die Wetterzustände fahren wir auch schnell weiter nach Masaya Stadt,das Zentrum für Handwerkskunst.Der Markt dort lässt keine Wünsche offen.Glücklicherweise hab ich nur wenig Geld mit sonst hätte ich schon den halben Markt leergeräumt.Ein paar Shirts und Flipflops reicher treffen wir uns nach einiger Zeit mit unserem Guide am Bus.
Denn jetzt gehts weiter nach Catarina zur einer Keramikmanufaktur.Wir dürfen dem Meister bei der Arbeit zusehen während er uns jeden Schritt erklärt.Gearbeitet wird mit einer alten Töpferscheibe,alles per Hand bemalt geritzt und so weiter.Ich kauf natürlich einen Wandbehang für meine Eltern,so wie auf jeder Reise.Schöne Stücke,ich kann mich kaum entscheiden.

Sehr nahe gelegen ist der Aussichtspunkt,der Mirador de Catarina,auf die Laguna de Apoyo,ebenfalls ein Naturreservat und vulkanischen Ursprungs.Mit seinen rund 4km Durchmesser bietet der See alle möglichen Arten an Freizeitaktivitäten:Schwimmen,Kayaking,Hiking,Vogelbeobachtung,Paragleiten,Tauchen und das Faulenzen an einem der dunklen Strände.Der Hunger treibt uns zu einer kleinen Soda die eigentlich geschlossen hat aber nett wie sie sind bereitet die Dame uns schnell eine Mahlzeit.Verpackt fahren wir vom oberen Aussichtspunkt runter zum See wo wir erst mal alles verputzen.Anschließend wagen wir ein Bad im See.Der ist relativ warm,zwischen 27-29 Grad und deswegen auch für mich geeignet.Außerdem leicht salzhaltig.
Damit sind wir auch schon am Ende der Tour angekommen und zurück gehts ins Oasis.Dort treffen wir nochmal auf Michael.Eine durchtanzte Nacht und noch nicht ganz fit.Er wird bald nach Österreich kommen.



Moyogalpa/Isla Ometepe

Nächster Stop in dem wunderbaren Land:die Isla Ometepe im Nicaraguasee.Wir müssen zur Fähre also fahren wir mit dem Taxi zum Hafen in San Jorge bei der Stadt Rivas.Eine Affenhitze,der Schweiß rinnt nur so.Die Fähre hat auch schon bessere Zeiten gesehen.Der Wind auf der einstündigen Überfahrt nach Moyogalpa macht die Hitze ein bisschen wett.Man sieht von Anfang an die zwei kegelförmigen Vulkane Concepción und Maderas.Concepción wird uns noch das Fürchten lehren.Wir kommen im Ort Moyogalpa an.Schon wollen uns sämtliche Fahrer mit ihren Mopedtaxis irgendwohin kutschieren.Wir sagen einfach nein und wollen selber durch den Ort wandern.Wo es natürlich auch bergauf geht.Samt Gepäck am Rücken finden wir dann völlig verschwitzt ein Hostel. Das Hospedaje Central auch el indio viejo genannt.Die Angstellten dort sind alles nur keine Einheimischen was eine schöne bunte Mischung ergibt.An der Rezeption empfängt uns ein Volunteer aus,wie solls auch anders sein,Deutschland.Karla hat Geburtstag an diesem Tag also nehmen wir uns ein 2er Zimmer mit EIGENEM Bad.Ein Traum.Das Hostel ist fast leer,bunt und bunt.Und bunt.

Ein Spaziergang durch den Ort endet in einem Cafe an einem schattigen Tisch.Wir shoppen noch ein Kapperl für Karla damit sie nicht sonnensick wird.Eine junge Frau spricht uns an als wir am Weg zurück zum Hostel sind.Sie ist der einzige weibliche Guide auf der Insel und wahrscheinlich auch im größeren Umfeld.Freundlich lädt sie uns ein mit ihr eine Tour auf den Volcán Concepción zu unternehmen.Lange überlegen wir nicht,wieso auch.Die paar Cordoba sinds auf jeden Fall wert.Treffpunkt 7:00 am nächsten Tag.Jipijajeh.Ohne Ventilator geht in dieser Nacht gar nichts!

Wir treffen uns in unserem Hostel und gehen zur Bushaltestelle von der uns der Bus zum Ausgangspunkt für den Hike bringen soll.Außer uns noch mit dabei ein Paar aus Kanada.Ja es sind viele Paare unterwegs.Es ist kurz nach 7:00,im Bus laute Musik,einige Arbeiter mit diversen Werkzeugen,Macheten,Möbelstücken…ein paar singen mit.Fast schon Partystimmung.Super Start in den Tag.In La Concepción steigen wir aus und starten die Wanderung.Ich merk schon anfangs noch auf der Geraden,dass ich nicht topfit bin aber ich versuche mit dem Tempo mitzuhalten.Am Fuß des Berges angelangt gehts dann erst richtig los.Die Steigung ist nicht ohne,man klettert ständig aufwärts durch einen dichten Trockenwald.Die Hitze ist auch nicht gerade hilfreich.Wie auf Stufen steigen wir langsam auf.Es ist diesmal richtig anstrengend!Woran es auch immer liegen mag…Die anderen sehen aber auch nicht besser aus als ich also denk ich mir nichts dabei.Am Weg nach oben treffen wir zwei Leute die zu einer Gruppe gehören,sie haben aber beschlossen umzukehren,da war noch nicht mal die Hälfte des Weges.Und schön langsam kommt doch ein bisschen Reue auf.Wieder die Frage,warum tu ich mir das an?Schon fast 3 Liter Wasser hab ich intus als wir auf einen Aussichtspunkt kommen.Weit ist es nicht mehr aber mir wärs fast lieber es wäre schon hier das Ende.Kurze Zeit danach kommt uns eine größere Gruppe entgegen die mit GAdventures unterwegs sind.Damit war ich in Afrika,da wo ich Karla kenneglernt habe.Karla erkennt ihre Sitznachbarin aus dem Flugzeug.Die Welt ist eben doch nicht soo groß.Nicht viel später sind wir aber dann endlich oben.Nicht am Gipfel aber kurz unterhalb auf 1000m.Die Aussicht entschädigt die Strapazen auch wenn sie diesmal ziemlich bitter waren,ich gestehe.

Der Abstieg passiert auf der anderen Seite des Vulkans querfeldein und entpuppt sich als schwieriger als erwartet.Auch weil unser Mitwanderer anscheinend Probleme mit seinem Darm bekommt und wir ungefähr alle 10 Minuten irgendwo anhalten müssen.Mein Mitleid ist grenzenlos,das ist das letzte was man auf einer Wanderung haben möchte.Aber trotzdem möcht ich nach 8 stündiger Wanderung einfach nur noch essen und mich ausruhen.Deswegen lässt unsere Geduld schon etwas nach.Wir kommen direkt in Moyogalpa an und verabschieden uns von allen.Dusche und anschließendes Essengehen stimmt uns glücklich.Körperliche Fertigkeit auf einer Skala bis 10 → 15.Und dann nachts irgendwann kommt es.Das Gefühl man möchte aus der Hitzehölle raus weil man sonst alles vollkotzt was nur geht.Ich wach auf weil mir so unheimlich schlecht ist.Bleibe aber liegen und kämpfe mit dem Unwohlsein.Ich schwöre,zwei Minuten später springt meine liebe Karlita auf und rennt ins Bad um sich ganz dezent zu übergeben.Vom Schlaf aufs Klo.Ganz schnell und unkompliziert.Wir schlafen noch ein bisschen aber um 9:00 stehen wir dann auf um unser Zeug zu packen weil wir zur Fähre wollen.Kurz überlegen wir ob wir die lange Reise über die Grenze bis nach Costa Rica überleben.Aber wir machen es dann doch.Zwei leichenähnliche Gestalten finden sich im Hafen ein.Es sind wir.Geplagt von Übelkeit.Die Sonne machts nicht besser.Wir teilen die Vermutung,dass wir beide einen Sonnenstich haben und/oder aufgrund von Überanstrengung nicht ganz fit sind.Es wird aber schnell besser und so freuen wir uns auf ein neues Abenteuer.Bekannterweise ist der Weg ja das Ziel.Das Ziel wird an diesem Tag aber lange dauern.Null Plan bis wohin wir es noch schaffen aber wir wollen mal über die Grenze zurück.Auf die Fähre nach San Jorge ist es schnell geschafft.Dann müssen wir nach Rivas von wo der Bus zur Grenze fährt.Ein Taxler bringt uns da hin.Wir befinden uns plötzlich in einer Gegend wo angeblich der Bus wegfährt.Die Haltestelle ist ein Lehmfeld.Kein Bus weit und breit zu sehen.Die Tickets kauft man bei irgendeinem Typen auf der Straße.Der Fahrer meint dass im Moment keiner fährt.Ich sitz im Taxi und schau Karla an.Mein Gefühl sagt mir dass ich an dieser Stelle nicht mit meinem gesamten Gepäck aussteigen soll weil ich sonst bald keines mehr haben werde.Ich hab nicht schnell so ein ungutes Gefühl aber in diesem Moment scheints mir nicht richtig hier auszusteigen.Außerdem sind wir immer noch ziemlich fertig.Wir handeln einen Deal aus mit dem Fahrer.Er bringt uns für 15$(was vielleicht ein Wucherpreis ist aber mir war das egal) zur 45 Minuten entfernten Grenze.Das wars wert.

Grenzangelegenheiten klappen diesmal richtig schnell und wir checken uns einen schönen klimatisierten Bus nach Liberia in CRC.Bei der Ausreise zahlen wir 1$ an Nicaragua.Auf den Bus warten wir aber gefühlte 2 Stunden.Das liegt daran dass sie einen Reisebus vollkriegen wollen und daher alle möglichen Leute zusammenscharen.Die Grenzstadt ist eine Welt für sich.Fliegende Händler mit diversem Klumpert und seltsame Gestalten scharen sich hier an einem großen Platz.Por dicha wir sind endlich am Weg.Nicaragua ist freundlich,friedlich und echt.



Zurück ins Ticoland

Ich danke dem Typen der es ermöglicht hat klimatisierte Busse in Mittelamerika einzuführen.An diesem Tag brauch ich die echt,sonst kanns gerne wegbleiben.Wir fahren bis nach Liberia.Liberia,die Stadt die für nichts als den zweiten internationalen Flughafen bekannt ist an dem die Amis ankommen und dann zur Küste gekarrt werden.Und sie wird la ciudad blanca(die white city)genannt aufgrund der vielen weißen Häuser.Die Hauptstadt der Provinz Guanacaste mag noch mehr zu bieten haben,bitte klärt mich auf falls ihr was wisst ich lass mich gerne belehren.Irgendwo am Straßenrand müssen wir aussteigen,die Straßen stehen teilweise unter Wasser weil es ziemlich viel schüttet auch für costaricanische Verhältnisse.Keine Ahnung wo wir sind,wir haben weder eine Karte noch einen Plan von irgendetwas aber wir dürften uns außerhalb der Stadt befinden.Unterkünfte hab ich im Vorfeld auch nicht wirklich gefunden,es scheint sich hier in Grenzen zu halten mit dem Angebot.

Gelandet im Burger King gibts erst mal Fastfood.Wir wissen auch nicht so recht wo wir sonst hin sollen im Moment.Und so schlägt das Glück wieder zu in Form von zwei Schweizern.Das Paar ist auch nur zur Überbrückung in der Stadt und kommt gerade aus Mexico.Sie haben ein Mietauto,das ist der absolute Traum!Denn wir dürfen auch noch mitfahren und zwar zum Hotel wo sie nächtigen.Ich glaube ohne sie würden wir noch immer verloren im Burger King in Liberia sitzten.Ursprünglich wollten wir bis nach Samara aber an diesem Tag geht sonst nichts mehr.Ich bin echt froh als wir mit den beiden ins Hotel Liberia fahren,es ist ein richtig schönes noch dazu.

Am nächsten Tag brechen wir nach einem guten Frühstück sofort auf nach Samara mit Zwischenstopp in Nicoya.Die Stadt macht einen netten Eindruck und wir laufen ein paar hundert Meter zur nächsten Haltestelle.Ein Haufen an Menschen die alle irgendwohin wollen.Ich achte noch ein bissl mehr auf mein Gepäck.Einem Mädl wurde vorher eben der Rucksack gefuchst.Noch eine Dreiergruppe von Mädls fährt im selben Bus nach Samara und wir landen auch im selben Hostel.Es war schon lange Zeit für Meer und das haben wir hier zur Genüge.Beim Aussteigen sind die Anderen ähnlich planlos wie wir.Ein Typ erklärt uns den Weg zu einem Hostel nahe des Strandes,es soll richtig spitze sein dort.Und so landet die Weibergruppe im Las Mariposas.
Es ist reizend.Der Strandort verleiht einem wirklich die smoothe Stimmung schlechthin.Alles ist easy going und chillig und stresslos…man sieht das auch an den Menschen die dort leben und arbeiten.
Man kann natürlich auch wie in den meisten Hostels an der Küste,in einer Hängematte schlafen.
Ein paar Meter zum Strand,das erste Mal beachen.In Samara faulenzen wir eigentlich nur herum.Man könnte einiges unternehmen aber wir machens mit Absicht nicht.Vom vielen Herumreisen geht uns auch schon ein bisschen die Puste aus.Wir brauchen einfach Strandtage.

So stellt man sich auch zumindest einen Teil von Urlaub vor.Ich geh allerdings gar nicht richtig ins Wasser:-) .Zur Hauptsaison soll hier ja die Hölle los sein.Ich kanns mir denken genauso wie in den restlichen Surforten an der Küste von Guanacaste.Sie sind ja dafür bekannt besonders viele Aussteiger zu beherbergen,die in ranzigen Shirts,mit Wuschelmähne und zu viel Zeit irgendwo im Ort rumhängen.Beneidenswert.Meine Shirts sind übrigends auch schon ranzig und je länger ich unterwegs bin desto mehr werde ich zum „Reisehippie“.Es is einfach genial!



Montezuma

Ja das ist vielleicht mal geil.Noch mehr Hippie als geht.Also so richtig.Yoga,Yoga,Rasta, und nochmal Yoga mit ein bisschen Rasta dazu..so ca.Fühl mich sofort wohl.Wir sind mit einem Kleinbus gekommen,über die hügelige Waldlandschaft.Es ist zu schön.Unser Hotel Luna llena liegt ein paar Meter den Hügel rauf und nicht mitten im Zentrum.Zum Glück.Dafür hat es die allergeilste Aussicht,mitten im tropischen Wald,und eine extrem schöne große Veranda und Küche.Die Besitzerin ist eine Deutsche und scheint schon ewig hier zu sein.Sie soll mich adoptieren.

Also wir liegen ja nicht nur am Strand herum.Nein einmal probieren wir sogar ein Stückchen zu wandern.Mit Betonung auf „probieren“.Erst gehen wir eine Zeit lang den falschen Weg einfach immer gerade aus.Bis wir dann merken ok,nein da kommt einfach kein Wasserfall.Eigentlich suchen wir die Montezuma Fälle.Beim Zurückgehen stoßen wir auf ein kleines Schild wo ein Wegweiser drauf ist und ein Typ der davorsitzt bestätigt uns dass wir da richtig sind.Man sucht sich den Weg am Wasserlauft quasi selbst.Am Anfang im Wald,steht eine kleine Blechhütte vor ein Mann mit Zeitung sitzt der schwer mitteleuropäisch aussieht.Hätte ich ihn Franz oder Hans gerufen hätte er wahrscheinlich reagiert.Mit Flip Flops kommen wir gar nicht so ungeheim weit denn jetzt müssen wir über die Felsen im Wasserlauf klettern.Es ist ja auch so heiß.Wir drehen also irgendwann um.Wahrscheinlich kurz vorm Ziel aber egal.Wir haben uns bewegt.
Am Weg durch den Wasserlauf entdecke ich eine Krabbenschönheit.Ich erinnere mich an Cahuita wo die Dinger handgroß sind.



Paquera

Durch Zufall entdecken wir in einem Magazin von einer Bucht nahe Paquera wo man JEDE Nacht das Meeresleuchten sehen kann.Ursprünglich wollten wir noch in die Südkaribik um ein paar Bekannte von mir zu besuchen aber Pläne ändern sich eben.Also sitzen wir im Bus der uns von Montezuma nach Paquera bringt.Im Normalfall bleiben nicht viel in Paquera,es ist eher die Fährverbindung wichtig die von der Halbinsel Nicoya nach Puntarenas hinüberführt.Aber wir finden ein verstecktes Paradies.Bei Ankunft am Fährport essen wir in der Soda und wollen uns dann zu Fuß weitermachen.Ich hab nur eine ungefähre Ahnung wo die Unterkunft liegt zu der wir wollen.Auf dem ungefähren Plan sieht der Weg von der Fähre nicht weit aus.Über das Wasser ist er auch nicht weit aber mit Gepäck und zu Fuß ist es die Hölle nur noch ein bisschen schlimmer.Wir gehen aber einfach los..ein Kurve folgt der anderen,natürlich bergauf.Wir kommen an ein Fischlokal so scheint es,eine Frau und ein älterer Herr essen zu Mittag.Ich frage wie weit es bis zum Bahia Rica ist aber sie wissen nicht so recht.Also rufen sie uns netterweise ein Taxi.Mit dem gehts dann doch ein bisschen schneller.Erst bleiben wir an einem Haus stehen mitten im Nirgendwo.Keiner da.Also bringt er uns ein Stückchen weiter runter den Berg da soll sich die Rezeption befinden.Mit Müh und Not finden wir den Weg überhaupt zwischen den Sträuchern und Bäumen in den schönen Garten der Bahia Rica Lodge.Ganz versteckt in einer Bucht bietet sich uns ein wunderbarer Garten mit einer Veranda die eine Küche hat und gleichzeitig die common area ist.Dahinter verborgen ein Wohnhaus und dahinter eine elends lange Stiege zum Gästehaus auf einen Hügel hinauf.Wir gehen einfach so darauf zu und sehen ein erstauntes Gesicht.Es ist aber nicht das Gesicht eines ticos.Uns empfängt Thomas,ein Norweger der mit seiner Frau Vigdis die Lodge betreibt und viele Kayak und Fishing Touren anbietet.Er fragt uns wie wir von ihnen erfahren haben da es eigentlich nie vorkommt dass jemand einfach so durch Zufall hier auftaucht.Wir sind gekommen um das Meer leuchten zu sehen.Einmal konnte ich es in Vietnam schon beobachten allerdings nur ganz schwach.

Wir sitzen auf der Veranda,quatschen und trinken und machen uns mit ihm aus,dass wir abends eine Runde Kayakfahren.Dann kommt auch Vigdis dazu.Ganz liebe Leute die beiden.Sie wird heute Abend für uns kochen nachdem wir vom Kayakfahren zurück sind.
Es bleibt noch zu erwähen,dass Karla irgendwo am Weg von Nicaragua nach Costa Rica ihr Handy angebaut hat.Seit Moyogalpa keine Spur davon.Nur dass irgendjemand What´s App benutzt hat.Also läuft sie diese Treppe ungefähr 10 Mal auf und ab um unten zu telefonieren weil heroben kein Empfang ist.Das ist grundsätzlich sehr schön aber in der Situation eher hinderlich.

Sobald es dunkel ist treffen wir uns unten um eine Runde im Kayak zu drehen.Das Wasser ist jetzt sehr weit zurückgegangen.Nach ersten Anfangslenkschwierigkeiten hab ich den Bogen raus und so gleiten wir durch die Nacht.Dann ein bisschen weiter draußen beginnts…bei jedem Paddelschlag werde ich von Glühwürmchen umhüllt und das nicht zu wenig.Ich raste komplett aus und kann gar nicht aufhören meine Hand ins Wasser zu dreschen und wild darin herumzuwirbeln.Die Mikroorganismen müssen sich ihren Teil denken.Die Algenteilchen sind verantwortlich für das Naturschauspiel und die Biolumineszenz.Durch Bewegung senden die Einzeller Lichtsignale aus.Grundsätzlich ist das Meeresleuchten immer da nur kann es das schwache menschliche Auge nicht wahrnehmen,ähnlich wie bei einem Sternenhimmel in der Stadt.Wer hätte gedacht dass wir es an diesen Ort schaffen.Es war Schicksal.

Als wir mit Thomas zurückkommen ist das Essen schon fertig.Ein gemütliches Beisammensitzen mit Nachspeise und gutem Kaffee.Ein absolut gelungener Abend!!Jederzeit wieder!Kann den Ort wirklich empfehlen.



Valle Central

Morgens frühstücken wir gut und ausgiebig.Ich genieße es wirklich weil sonst nehme ich mir nicht die Zeit dafür.Thomas muss bald weg auf eine Fishing Tour und auch Vigdis hat noche eine Tour vor heute.Die beiden sind immer voll eingespannt.Wir verabschieden uns.Vigdis nimmt uns auf dem Motorboot zum Hafen mit so sind wir innerhalb von 5 Minuten da.Wie bei einer Gala steigen wir von ihrem Boot auf die Betonsockel hinauf.Nur dass wir keine Abendkleider tragen sondern irgendwas was kurzen Hosen und Shirt ähnelt.Dazu blaue Flecken und Kratzer.Gar nicht so einfach.Die Fähre ist schon da und sie ist riesig und richtig schön und modern.Kein Vergleich zu den anderen Fähren die wir so hatten.Wir sind total begeistert und finden es richtig geil.Warum auch immer.Es dauert ungefähr 2 1/2 Stunden und wir lassen es uns gutgehen.Mit uns strömen hunderte Leute von der Fähre in Puntarenas.Es ist eine der Hauptverkehrsverbindungen im Land.Zwei Jahre her dass ich mit den Jungs aus Carrillos hier war.Wir bleiben aber nicht sondern begeben uns zum Bus nach Alajuela.Puntarenas liegt auf einer schmalen Landzunge und ist somit fast ausschließlich von Meer umgeben.Der Hafen ist der bedeutenste an der Pazifikküste des Landes und es ist heiß.Eigentlich immer,auch im Winter über 30 Grad.Gepaart mit Regen ist es dann ein richtig schöner Dampfkessel.Viele Bewohner des Inlandes kommen am Wochenede hier her ans Meer weil es nur eine zweistündige Fahrt ist.Sie packen dann Kühlkisten,Klappsessel,Tische,Bierkisten Musikanlage und alles was nötig ist in einen Kofferraum und befüllen das Auto mit möglichst vielen Menschen.Dann steigt die Kofferraumparty und alle dürfen teilnehmen.Besonders in der semana santa(unser Ostern) pilgern alle zur Küste und man findet fast alle Zimmer ausgebucht.

In Alajuela angekommen wollen wir ins Hotel Los Volcanes wie bei unserer Ankunft.Ich freue mich schon auf die nette Begrüßung wie beim ersten Mal.Das charmante Haus ist aber leider total ausgebucht.An diesem Wochenende ist wohl irgendetwas Besonderes los.Wir suchen nach einem anderen Hostel,aber die locals wissen darüber nichts und kennen es auch nicht.Pech gehabt.Also streunen wir vollgepackt durch die Innenstadt von Alajuela.Mir wird schon wieder so warm.An einer Ecke treffen wir Steven.Er ist echt der Hammer.Der Ami der aus dem Silicon Valley kommt ist ein quirliger aufgeschlossener Typ.Er sucht sein Auto.Er hat sein Mietauto geparkt und weiß nicht mehr wo.Aber hat ja ein Foto vom auto gemacht bevor er gegangen ist.Ich brech fast ab weil ich das so sympatisch finde.Wir fragen ihn in welchem Hotel er wohnt.Wir wollen auch mit dahin.Das müssen wir aber auch erst suchen.Zwei Studenten helfen uns,wir waren schon ganz nah.Direkt am Parque Juan Santamaria gelegen befinden wir uns unmittelbar im Zentrum.Wir gehen also gemeinsam mit Steven die Treppen rauf ins Cala Inn
Heute Abend erwartet er seine Mama die noch nachkommt.Dann wollen sie gemeinsam einen Freund an der Pazifikküste besuchen.Er reist dann noch weiter nach Nicaragua.
Wir sitzen also abends im Frühstücksraum zusammen und trinken Wein.Es ist wirklich spaßig weil er auch ein bisschen verrückt ist.Ich glaube der Hoteltyp hat es auf Karla abgesehen,es ist zum schreien.Vielleicht macht er ja noch eine Antrag.Steven fährt am nächsten Tag schon weiter.



Sarchí

Am nächsten Tag fahren wir mit dem Bus nach Sarchí.Ich mag die Strecke auch serh gerne.Aber ich mag eigentlich jede Fahrstrecke dort.Der im Kaffeeanbaugebiet gelegene Ort ist das Zentrum der Handwerkskunst in Costa Rica,bekannt für seine Tischler und bemalten Ochsenkarren.Wir fahren vorbei an Carrillos wo ich wohnte,durch Tacares,durch Grecia einer schönen Stadt im Zentraltal und schließlich weiter Richtung Naranjo.Unzählige Möbelgeschäfte reihen sich aneineander als wir die Straße Richtung Sarchí Norte hinaufkurven.Ich war zwar schon hier aber das ist 5 Jahre her.Bevor wir in den Ort hineinkommen steigen wir aus weil wir wollen den Rest zu Fuß bergauf gehen.Zwischendurch machen wir eine Abstecher in ein Souvenirgeschäft. Irgendetwas muss ich ja noch mitgehen lassen.Noch eine Kaffemaschine?Dann landen wir logischerweise in einem Cafe das gleichzeitig eine panadería ist.Gebäck in allen Variationen,vorallem süß.Das Brot hier ist meistens süß.Nach einigen Monaten vermisst man Krustenbrot mit Butter und Schnittlauch drauf.Es ist so banal aber eine Tatsache.

.In CRC befinden sich die Kirchen immer östlich des Parks,so kann man sich recht gut orientieren.Die Städte sind auch immer in einem Raster angelegt,angelehnt an das amerikanische System
Wir setzten uns in den Park in Alajuela und beobachten das Leben.Ich bin immer gern in dem Park gesessen,es ist immer was los.Ein junger tico setzt sich zu uns und wir quatschen eine Runde auf Englisch.Er lädt uns ein Freitag an seiner Theaterübung teilzunehmen.Wir haben aber schon was Wildes vor.



Río Pacuare

Für den letzten Tag vor Abreise wollen wir nochmal die Sau rauslassen.In Form von White Water Rafting .Wir buchen,nachdem wir von Sarchí zurückkommen,eine Tour,diesmal auf dem Pacuare.Der Fluss thront auf Platz 5 der Weltrangliste der besten Raftingflüsse.Numero uno ist natürlich der Zambezi.Seine Quelle hat er in den Cordilleras de Talamanca,er durchfließt einen bezaubernden Regenwald der unter anderem Jaguare beheimatet um schließlich im Karibischen Meer zu münden.Wir beide sind so geil drauf!Morgends werden wir von Jose abgeholt.Er ist unser Guide für heute.Später auf der Strecke stößt noch ein jüngerer dazu,der auch mit uns im raft sitzen wird um seine Guidequalitäten zu perfektionieren.Er ist halb Italiener halb tico und hat noch nie daran gedacht seine Heimat Tortuguero zu verlassen.

Bevor wir aber loslegen gibts ein Frühstück damit wir gestärkt sind.Ich will jetzt endlich da raus!Ein absolutes Muss wenn euch Wassersport soviel Freude macht wie mir.Der Anfang beginnt gemütlicher,zum Reinkommen.Jose kennt auf dem Fluss jede kleine Rinne und Gegebenheit.Da ist gut weil der Fluss hat einige gefährliche Stellen zu bieten auf die man sich gut vorbereiten muss.Terciopelo snake,double drop,upper and lower huacas,pin ball..nur um einige der rapids zu nennen.Highlight ist der Huacas waterfall der in den Fluss donnert.Wir fahren fast mitten rein.Eine Stromschnelle hat es richtig in sich.Man muss richtig kämpfen um nicht zu flippen aber wir schaffen es.Meisterlich geleistet.Das Boot das voll englischer Mädels schaffts nicht und so landen allesamt im Wasser.Schnell werden sie gerettet aber es sieht fast schon lustig aus.Eine redet davon dass ihre letzte Stund geschlagen habe.Ihr Guide muss eine Kiste Bier zahlen das sind die Regeln.Dafür fahren wir bei einer andern Schnelle genau auf einen Felsen auf und sitzten fest.Das war die Rache.Auf halbem Weg gibts eine Pause in einem kleinen Camp.Karla und ich setzten uns romantisch ans Wasser und essen unser Sandwich.Wir sind an einem saucoolen Ort.

An ruhigeren Stellen dürfen wir auch baden gehen.Zwischen moosbewachsenen Felsen lassen wir uns treiben.Jose versucht mich mit dem Paddel zu ertränken.Karla geht vor lachen fast unter trotz Schwimmweste.Ich werde mich dafür noch rächen und wenn es in zwei Jahren ist.Dann wenn er es am wenigsten erwartet.Ich drohe ihm mit völliger Vernichtung aber er lacht nur.Schweinebacke.Mein Teamkollege(wir sagen er ist der Bruder von unserem Guide weil er einfach eins zu eins aussieht wie er) bricht bei jedem Blick der sich ihm bietet in komplette Begeisterung aus.“WOW!“Jedesmal wenn er auch nur einen moosbewachsenen Stein sieht.Ich finds witzig und mach mit.Nicht dass ich ihm nicht recht geben würde,es ist das verdammte Paradies hier.

Unfassbar stelle ich fest,dass unser letztes Tag schon fast vorbei ist.Am Heimweg lernen wir noch Chinesisch mit Jose.Ganz normal.Er meint dass viele sich mit Chinesisch eine bessere Chance versprechen da angeblich viele Geschäfte mit China laufen.Und somit steigt die Zahl der Chinesischstudenten.
Wir sind relativ geschlaucht aber für einen letzten Stadtspaziergang mit Kaffee reicht es.Ich will gar nicht daran denken dass wir uns morgen verabschieden werden und unsere Wege richtung Europa gehen.



Carrillos und die letzte Fahrt

Karla steht ganz bald auf weil ihr Flug in der Früh geht.wir verabscheiden uns.In Chile sehen wir uns wieder.Ich hab noch Zeit bis Abend also schlaf ich auch mal lange aus.Dann beschließ ich noch schnell nach Carrillos zu Belkis zu düsen.Mit dem Taxi das geht schneller.Ich werd ein bisschen nostalgisch.Ich fahr an meinem ehemaligen Arbeitsort vorbei und sehe wie Belkis diesen grad verlässt.Ich spring aus dem Taxi und wir gehen den Rest zur calle rey gemeinsam.Mein Carrillos.Es hat sich nichts verändert.Nicht wirklich.Ich hab leider nicht einmal zwei Stündchen Zeit bis ich mit dem Bus wieder fahren muss damit ich rechtzeitig zum Flughafen komme und vorher noch meinen Rucksack im Cala Inn abholen.Nur ein kurzes Intermezzo mit meiner lieben Freundin und ihrer Familie.Sie bringen mich dann noch zum Bus und warten mit mir.Mir kommen fast die Tränen als ich wegfahr und sie mir nochmal zuwinken.Drama,Drama,Drama.
Ich genieße bewusst die Fahrt zurück durch die Zuckerrohrfelder. Getratsche,Musik,Lachen und Lächeln,mir wird sofort ein Platz angeboten…Das war einmal mein Leben.Die letzte nette Unterhaltung führe ich mit der Taxifahrerin die mich zum Flughafen bringt bevor ich für den Flug nach San Salvador einchecke.

Bilder werden noch nachgereicht :-)


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