Erlebnisreise Laos und Kambodscha

Reisebericht

Erlebnisreise Laos und Kambodscha

Meine Frau und ich unternahmen im Februar/März 2016 eine ausgesprochen interessante und vielseitige 20-tägige Rundreise mit World Insight, die uns von der ehemaligen Königstadt Luang Prabang im Norden von Laos unweit der chinesischen Grenze mehr als 2000 km in südlicher Richtung bis nach Sihanoukville im äußersten Süden Kambodschas führte.

Reiseverlauf

Da meine Frau und ich regelmäßig ab Hamburg fliegen, haben wir für Hin- und Rückflug nach Asien mit Emirates über Dubai und Bangkok selbst gesorgt und unsere Reisegruppe in Luang Prabang getroffen. Mit insgesamt 15 Teilnehmern war die Größe der Gruppe genau richtig und entsprach damit der Beschreibung im World Insight Katalog. In Luang Prabang erhielten wir bereits einen guten Einblick in die laotische und streng vom Buddhismus geprägte Kultur. Wir besuchten eine stattliche Anzahl von Klöstern (Wats), den Königspalast , mehrere Märkte, die Höhlen von Pak Ou sowie die nahegelegenen berühmten Wasserfälle. Uns beeindruckte am meisten die Bootsfahrtauf dem Mekong nach Pak Ou sowie der anschließende Besuch des Tat-Kuang-Si Wasserfalls mit seinen Kaskaden und dem kristallklaren Wasser, in dem man herrlich schwimmen konnte. Vergleichbar sind die Kaskaden des Tat-Kuang.Si und die landschaftliche Besonderheit vor allem mit den Plitvizer Seen in Kroatien oder Agua Azul in der Nähe von Palenque auf der mexikanischen Halbinsel Yucatan.

Nach drei Übernachtungen in Luang Prabang ging es dann mit dem Bus über viele Berge und Ebenen bis nach Vang Vieng, dem malerischen Ort zwischen hohen und meist im Dunst gelegenen Karstgipfeln am Ufer des Nam Song Flusses. Die lauten Bars und Hippiebesucher gehören zwar der Vergangenheit an, dennoch war das Publikum in dieser quirligen Stadt eher jung und sportlich. Zu den vielen Aktivitäten in Vang Vieng gehören vor allem das Bootfahren sowie das gemütliche sich im seichten WasserTreibenlassen im Autoreifen auf dem Nam Song.

Anschließend ging es nach Vientiane, der kleinsten asiatischen Hauptstadt des Landes. Vientiane gleicht inzwischen einer geschäftigen modernen Großstadt und ist nicht mit anderen eher verschlafenen laotischen Städten vergleichbar. Zwar gibt es auch hier viele Klöster und Gebäude aus der französischen Kolonialzeit und vor allem gute und moderne Hotels mit westlichem Frühstücksbuffet und W-Lan im Hotelzimmer, aber das Exotische fehlt. Interessant war allerdings ein Besuch des etawas außerhalb gelegenen sog. Buddhaparks. Hier handelt es sich um ein Freilichtmuseum mit allen möglichen Variationen von großen in Stein gehauenen Buddhastatuen sowie indischen Götterstatuen. Verbunden war diese Fahrt mit einem Besuch und der Begehung der von den Chinesen gestifteten sog. Freundschaftsbrücke, der direkten Verbindung über den Mekong mit Thailand am gegenüber liegenden Flußufer.

Statt einer weiteren langen Busfahrt immer entlang des Mekong nach Süden (600 km) flogen wir dann von Vientiane nach Pakse im Süden von Laos. Dort wartete schon ein Bus auf uns, der uns in das Gebiet der sog. 4000 Inseln nach Don Khong bringen sollte. Zunächst standen aber weitere Wat Besuche und die ersten Khmer Ruinen an. Im Gegensatz zum Norden und der Mitte von Laos war es hier unten im Süden des Landes bereits tropisch warm. Das merkte man besonders beim Besuch und Anstieg zur historischen Stätte des Wat du Mong. Die beiden Tage auf der Insel Don Khong und die Besuche der benachbarten Inseln und Wasserfälle per Motorboot waren sehr reizvoll und abwechselungsreich. Es gab soviel zu sehen, daß man hier noch weitere Tage verbringen könnte. Aber wir waren ja alle auf den Höhepunkt unserer Reise, den dreitägigen Aufenthalt in Angkor gespannt.

Der laotische Bus brachte uns bis zur kambodschanischen Grenze. Anschließend ging es auf eine sechstsündige landschaftlich sehr abwechselungsreiche Motorbootsfahrt auf dem Mekong bis zur erst größeren Stadt in Kambodscha Stung Treng. Diese Provinzstadt auf dem Wege nach Siem Reap und dem Ausgangspunkt für die Besuche
der Ruinenstädte der Khmer kann man getrost vergessen.

Und dann folgten drei Tage in Siem Reap. Das ehemals verschlafene Städtchen ist heute eine quirlige Metropole mit unzähligen Hotels, Designershops, Märkten und vor allem Restaurants und Bars und gleicht eher Mallorca als den übrigen kambodschanischen Städten. Ein ordentliches Hotel sowie gute Führungen unseres kambodschanischen Reiseführers durch die verschiedenen Ausgrabungstätten einschließlich Angkor Wat und Angkor Thom mit Bayon, Tha Prom und vielen anderen Stätten im Umkreis von Siem Reap boten uns unvergeßliche Momente und Eindrücke. Das beste Foto von Angkor Wat? Das gibt es nur bei Sonnenaufgang, und zwar nicht später als 6 h früh!

Allmählich hatten wir alle die Nase voll von langen Busfahrten und sehnten uns nach Strand und Badewetter. Nach einem Besuch von Pnam Penh ging es dann für vier Nächte zum Endpunkt unserer Reise: Sihanoukville am Südchinesischen Meer. Sihanoukville, früher eine unscheinbare Hafenstadt, hat sich heute zu einer am Meer gelegenen Großstadt entwickelt umgeben von vielen zum Teil malerischen Stränden (Otris I und II) und vorgelagerten zauberhaften Inseln mit endlosen weißen Sandstränden (allerdings auch mit wenig Schatten). Die Erholung und das Strandleben taten nach dieser erlebnisreichen Reise so richtig gut.

Fazit unserer Reise: sie war hervorragend ausgearbeitet, eine nette Gruppe, die Hotels waren weitgehend in Ordnung von sehr einfach bis zur gehobenen Mittelklasse, die Reiseführer sprachen deutsch und Kultur und Landschaft hielten sich die Waage. Unser Dank gilt somit den übrigen Reiseteilnehmern wie auch den kommunikativen Mitarbeitern von World Insight.


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Kommentare

  • Gert22

    Hallo,
    wir hatten eine fast gleiche Reise bei Asia-hotelservice gebucht, auch in einer Gruppe von 6 Personen.
    Es war sehr schön bis auf die langen Busfahrten, aber das muss wohl sein.
    Gruß Gert

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