Zu Besuch bei Asiens großen Katzen in Indien und Sri Lanka - 2016

Reisebericht

Zu Besuch bei Asiens großen Katzen in Indien und Sri Lanka - 2016

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23.01.2016

1. Tag – in Delhi

Nach einem anstrengendem Nachtflug mit nur einer Stunde Umsteigezeit in Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) bin ich froh, am sehr frühen Morgen gegen 4 Uhr zusammen mit 4 anderen Mitreisenden den Flughafen von Delhi verlassen zu können.
Wir 5 haben eine organisierte Reise durch Indien und Sri Lanka gebucht – vor allem, um Tiger, Löwen und Leoparden in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen.
Indiens Hauptstadt empfängt uns mit Nebel, Smog und nur 6 °C, also nicht viel wärmer als in Deutschland zu dieser Zeit (Januar).
Dank der noch leeren Straßen gelangen wir relativ schnell in unser Hotel im zentral gelegenen Stadtteil Karol Bagh.
Endlich schnell ins Bett und die verleibende Zeit bis kurz vor um 10.00 Uhr zum Schlafen nutzen. Denn bis um 10.00 Uhr gibt es Frühstück.

Nach dem Frühstück nutze ich die verbleibende Zeit bis zur Stadtrundfahrt zu einem kleinen Bummel durch das Stadtviertel Karol Bagh. Die Metrostation ist gleich in der Nähe. Ein scheinbar endloser Menschenstrom schiebt sich auf dem Weg vom Ausgang bis zur Straße. Am Eingang der Metrostation stehen schwerbewaffnete Polizisten und kontrollieren jeden Reisenden. Jeder, der die Station betritt, muss durch ein Kontrolltor, ähnlich wie auf einem Flughafen.
Auf der Straße herrscht ein chaotisches Gewimmel von Verkäufern, Rikschas, Schuhputzern und Bettlern. Ein halbnackter Bettler, den ganzen Körper mit ekligen Blasen übersät, sitzt am Straßenrand.
Ständig werde ich von Bettlern, Schuhputzern und Rikschafahrern angesprochen.

Am späten Vormittag fahren wir mit dem Auto los zur Stadtbesichtigung. Auf den Straßen herrscht ein heilloses Chaos. Es scheint keine Verkehrsregeln zu geben. Jeder fährt, wie er will. Es gilt das Recht des Stärkeren. Aber irgendwie scheint es trotzdem zu funktionieren.
Da in ein paar Tagen Nationalfeiertag in Indien ist, ist die Altstadt zur Zeit für Privatfahrzeuge gesperrt. An allen Zufahrten patroullieren Armee und Polizei.
Statt auf die Metro umzusteigen, fahren wir eine Stunde ergebnislos im Kreis herum und weichen schließlich aus zur Verbrennungsstätte von Gandhi, Raj Ghat. Diese befindet sich etwas außerhalb vom Zentrum, die Zufahrt ist nicht gesperrt.
Am Eingang werden alle Besucher von bewaffneten Polizisten durchsucht.

Gerade, als Swaroop, unser indischer Reiseleiter sich doch entschlossen hat, mit der Metro in die Altstadt zu fahren, erfahren wir, dass der Zugang zur Altstadt wieder frei ist.
Vor der berühmten Moschee Jama Masjid steigen wir aus und um in Fahrradrikschas. Mit denen fahren wir durch die teilweise engen Gassen von Chandni Chowk, dem Handelszentrum Indiens, mitten in der Altstadt. Hier ist das Chaos noch größer – Rikschas, Mopeds, Handwagen und überall Massen von Menschen. Auf den Kabeln, die über die Gassen gespannt sind, balancieren Affen.
Am Gewürzgroßmarkt steigen wir aus und auf die Dächer des Basarviertels. Der Basar befindet sich in einer ehemaligen Karawanserei, von allen vier Seiten von Wänden umgeben.
Von Dach aus hat man einen hervorragenden Blick auf das chaotische Treiben da unten auf den Straßen. Auf den Dächern werden werden Brote gebacken, wird Wäsche getrocknet, da haben sich viele Menschen wohnlich niedergelassen. Einige schlafen auf den Dächern.
Nebenan in der Fatchpuri-Moschee beten die Moslems.

Am Nachmittag besuchen wir die berühmte Freitagsmoschee Jama Masjid. Am Eingang müssen alle Besucher die Schuhe ausziehen und abgeben.
Die Moschee hat einen riesigen Innenhof mit einem großen Wasserbecken in der Mitte. Hier waschen sich die Moslems vor dem Gebet.
Vor den Eingängen der Moschee gibt es jede Menge Marktstände.

Am späten Nachmittag fahren wir dann zu einer der bekanntesten Sikh-Tempel, dem Bangla Sahib Gurudwara. Am Eingang müssen wir Schuhe und Strümpfe ausziehen und abgeben und eine Kopfbedeckung aufsetzen.
Im Gegensatz zu den Hindus glauben die Sikhs nur an einen Gott und lehnen das Kastensystem ab.
Die Männer schneiden ihre Haar nicht, sondern tragen sie in einem Turban. Außerdem tragen sie einen Holzkamm, einen Dolch, einen eisernen Armreif und lange Unterhosen, die bis zu den Knien gehen. Den Dolch dürfen die Sikhs in Indien sogar mit ins Flugzeug nehmen. Bei den meisten Männern wird der Dolch aber versteckt getragen.
Alkohol, Tabak und Drogen sind bei den Sikhs verboten.

Im Inneren des Tempels dürfen wir nicht fotografieren. Vor einem Altar sitzen drei Männer, trommeln und singen dazu ein Matra – den ganzen Tag lang. Um den Altar herum sitzen die Gläubigen.
Vor dem Gebetsraum befindet sich ein großer Platz mit einem großen Wasserbecken.
Bei den Sikhs werden alle anfallenden Arbeiten von Freiwilligen verrichtet, z.B. auch die Ausbesserungsarbeiten am Wasserbecken.
In einer großen Halle wird aus gespendetem geheiligten Mehl Chapati (Fladen) gebacken, die an die Armen verteilt werden. Auch wir dürfen uns für eine Weile am Fladenbacken beteiligen.



Straßenszene auf dem Gewürzbasar Chandni Chowk...


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