Antarktis Expedition L`Austral vom 01.-15.12.2015

Reisebericht

Antarktis Expedition L`Austral vom 01.-15.12.2015

Reisebericht: Antarktis Expedition L`Austral vom 01.-15.12.2015

Die Eindrücke welche ich auf den zwei Wochen sammeln konnte sind schwer in Wort zu fassen und ich bin selbst jetzt noch immer sprachlos von der unglaublichen, einzigartigen Schönheit der Antarktis. Für mich als Globetrotter ist ein Traum in Erfüllung gegangen, welcher bei meinen weiteren Reisen durch die Welt schwer zu toppen sein wird.



Reisebericht zur Antarktis Expedition

Von Buenos Aires aus wurden die 200 Expeditionsteilnehmer in die südlichste Stadt der Welt Ushuaia ( Argentinien ) geflogen, wo im Hafen bereits unsere eistaugliche französische Expeditionsluxusjacht L´AUSTRAL auf uns wartete. Ehe es allerdings aufs Schiff ging blieb noch ausreichend Zeit die unglaubliche Schönheit Feuerlands zu bestaunen. In diesem Teil der Welt hat die Natur eine Landschaft geschaffen, welche an Faszination seines Gleichen sucht. Die Kombination von schneebedeckten Bergen, der blauen See und der einzigartigen, unberührten Flora und Fauna machen Feuerland zu einem perfekten Ausgangspunkt für die Reise. Für ein paar Stunden konnten wir im Tierra del Fuego Nationalpark diese Naturschönheit genießen. Für diese Region war das Wetter ungewöhnlich gut und auch der permanente Wind entfaltete noch nicht seine volle Kraft. Am späten Nachmittag begann die Einschiffung und nach einem exquisiten französischen Dinner stach die Jacht zum Sonnenuntergang in See. Der erste Seetag war voll von Einweisungen und Vorträgen. Die sehr wenigen deutschen Gäste wurden vom bekannten deutschen Lektor und Wissenschaftler Andreas Sanders betreut. Das Highlight des Tages bot uns die Natur in Form von einer großen Gruppe von Pilotwalen, welche nahe vorbeischwammen. Am zweiten Tag erreichten wir die Falkland Inseln. Bei gutem Wetter hatten wir bei zwei Zodiac Anlandungen die Gelegenheit unzählige Felsen- und Eselspinguine, Blauaugenkormorane und Albatrosse hautnah zu bewundern. Der erlebnisreiche Tag wurde mit einem eleganten Kapitänsempfang und -dinner perfekt abgerundet. Mit einem wunderschönen Sonnenuntergang verabschiedeten wir uns von den Falkland Inseln und brachen auf nach Südgeorgien. Das Wetter war weiterhin gut, wobei der Seegang und der Wind spürbar zunahmen. Am fünften Tag sahen wir den ersten rießigen Eisberg an uns vorbeitreiben und die Vorfreude stieg merklich. Am Nikolaustag erreichten wir bei traumhaften Wetterbedingungen Südgeorgien. Geografisch waren wir nun in der Antarktis angekommen. Der Kontrast vom blauen wilden Ozean, zu den schneedeckten Bergen und den ins Meer reichenden Gletschern war einfach nur atemberaubend. Am Nachmittag besuchten wir die Fortuna Bay und konnten dort hautnah unzählige Seerobben, See-Elefanten und eine große Kolonie an Königspinguinen bestaunen. Die Landschaft hier ist einzigartig und man war sowohl am Land, als auch von Schiff aus befangen vor deren Anblick. Der Wettergott war uns auch am darauffolgenden Tag hold und wir besuchten am Morgen die alte Walfängerstation Grytviken, welche von 1904 bis 1965 in Betrieb war. Die hinterlassenen Gebäude und Gerätschafften zeugen noch von dieser grausamen Epoche der Walfänger. In unmittelbarer Nähe zur alten Station leben einige Naturwissenschaftler und kümmern sich ein wenig um die Erhaltung des historischen Kulturgutes. Ansonsten haben die Tiere hier wieder das sagen und unzählige Pelzrobben und Königspinguine halten sich auf der Anlage auf. Das sehr interessante South Georgia Museum dokumentiert zudem die Geschichte. Der bekannte Forscher Ernest Shackleton fand auf dem kleinen anliegenden Friedhof seine Ruhe. Die darauffolgende Fahrt durch die Fjorde in Kombination mit dem Gebirgspanorama Südgeorgiens war atemberaubend. Am späten Nachmittag erreichten wir Saint Andrews Bay und der Geruch von einer halben Million Königpinguinen ersetzte die ansonsten klare Antarktisluft. Das Bergpanorama in der Bucht war an Schönheit nicht zu toppen und nachdem auch noch die Sonne die antarktische Region erhellte, schlugen unsere Herzen höher. Nach einer weiteren Zojac Anlandung hatten wir gut zwei Stunden die Gelegenheit in die Welt der Königspinguinkolonie einzutauchen. Der Strand war zudem gesäumt von unzähligen Pelzrobben und Seeelefanten. Eine etwas riskante Flussüberquerung brachte uns ganz nahe an die Kolonie heran und deren Anblick war einfach nur unglaublich. Was für ein Erlebnis! Am nächsten Morgen erwachten wir bei blauem Himmel und strahlenden Sonnenschein in der Cooper Bay. Hier besuchten wir mit Zojacs die zerklüftete, wunderschöne Küstenlandschaft und sahen erstmalig Macaroni- und Zügelpinguine. Bei traumhaftem Wetter steuerte das Schiff in den Drygalski Fjord und lies die Passagiere nochmals, das in der Welt einmalige Panorama bewundern, ehe wir in Richtung der antarktischen Halbinsel aufbrachen. Zahlreiche Eisberge kreuzten unseren Weg dorthin, bei leichtem Schneefall und starkem, angemessenen Wellengang. Das Highlight waren die Finnwale, welche wir einige Male bewundern durften. Der Finnwal ist das zweitgrößte Lebewesen auf dem Planeten. Ansonsten genossen wir auf den zwei Seetagen den vollumfänglichen 5 Sterne Luxus der Yacht L`Austral und verbrachten viel Zeit bei Vorträgen der zahlreich anwesenden Wissenschaftler und Forscher. Als wir die antarktischen Halbinsel erreichten, schlug leider das Wetter um und eine Landanlandung, war wegen dem extremen Wind ( über 120 km/h ) nicht möglich. Das Schiff cruiste weiter durch die vereiste Gerlache Strait und hier offenbarte die Antarktis Ihre wilde Schönheit in Form von Eis und Schnee. Genau wegen diesen unglaublichen Anblicken sind wir alle hierher gereist. Schon befangen von der Umgebung zeigten sich nun plötzlich auch noch drei Buckelwale vor dem Schiff. Nicht zu toppen und die ausgefallenen Landgänge waren vergessen. Am Abend zeigte sich noch die Sonne und die Antarktis erstrahlte in tiefen Farben Weiß und Blau. Dunkel wurde es zu dieser Jahreszeit hier nicht wirklich. Der Sonnenuntergang war um 22.30 Uhr und der Sonnenaufgang um 02.30 Uhr. Polarlichter sieht man zu dieser Jahreszeit leider keine. Am nächsten Tag fuhren wir in den Kratersee von Deception Island. Deception ist ein aktiver Vulkan und wir hatten am Morgen die Gelegenheit bei einer steilen Wanderung den großen Krater von oben zu betrachten. Der Wind frischte wieder extrem auf und die Situation am Berg und später in den Zojacs war grenzwertig und gefährlich. Am späten Nachmittag stand dann ein weiterer Landgang auf Robert Island an. Bei diesem Ausflug hatten wir die einmalige Gelegenheit einer Gletscherwanderung in der Antarktis. Diese war einfach nur traumhaft und Dank unserer Polarschuhe und –Kleidung unproblematisch zu bewältigen. Auf der landschaftlich schönen Insel konnten wir zudem die bereits bekannten Zügel- / Eselspinguine und Seeelefanten hautnah betrachten. Die Rückfahrt in den Zojacs stellte dann den krönenden Abschluss des letzten Landganges der Reise dar. Der Seegang war wieder sehr hoch und die lange Fahrt in den Schlauchbooten war ein sehr nasses, unvergessliches Erlebnis. Nach diesem erlebnisreichen Tag verliesen wir leider die antarktische Halbinsel und das Schiff machte sich wieder auf den Weg nach Ushuaia. Bei der Fahrt durch die bekannte Drake Passage hatten wir wiederrum Glück mit dem Wetter und der Seegang war für diesen Meeresabschnitt verhältnismäßig niedrig. An den zwei letzten Tagen auf See hatte man gut Zeit das bisher erlebte Review passieren zu lassen und mit dem Captain beim abschließenden Gala Dinner mit Champagner auf die unvergessliche Reise anzustoßen. Am letzten Seetag fuhren wir noch an Kap Horn vorbei und weiter durch Feuerland bis nach Ushuaia, welches wir am Abend erreichten. Am nächsten Tag ging dann wieder der Flieger nach Buenos Aires und besiegelte diese unvergessliche und fantastische Reise.
Die Eindrücke welche ich auf den zwei Wochen sammeln konnte sind schwer in Wort zu fassen und ich bin selbst jetzt noch immer sprachlos von der unglaublichen, einzigartigen Schönheit der Antarktis. Für mich als Globetrotter ist ein Traum in Erfüllung gegangen, welcher bei meinen weiteren Reisen durch die Welt schwer zu toppen sein wird. Die Kombination aus einzigartiger Natur und dem Luxus der Jacht werden unvergesslich bleiben. Bedanken möchte ich mich auch bei der Reederei Ponant und deren erstklassigen Besatzung der L` Austral. Ich werde definitiv wieder mit dem Schiff fahren!

Alle meine Photos sind online aufrufbar unter:

www.global-adventure.com\Antarctica\index.html

Der Reiseveranstalter war die französische Reederei PONANT

www.ponant.com

Reiseteilnehmer und Autor
Jochen Münch, 92348 Berg



L`Austral

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Kommentare

  • ursuvo

    diese Reise wäre auch für mich ein Traum gewesen - und dazu noch auf einem Luxusschiff................:-)
    Naja - man kann ja nicht alles haben - und so habe ich mich an Deinem Bericht erfreut! Habe mir inzwischen auch schon ein paar Deiner Bilder von der Reise auf Deiner Homepage angesehen - da waren doch viele von besserer Qualität als die hier gezeigten - die natürlich auch interessant sind!
    LG Ursula

  • eddor

    So tolle Bilder - darf man fragen was so eine Reise ca. kostet? LG Eddor

  • Globetrotter74

    Hallo Eddor, ist ja kein Geheimnis und kann man jederzeit bei der Reederei www.ponant.de nachschauen. Ich bin die große Route gefahren ( 15 Tage ) und habe insgesamt mit Flug ca. 10` EUR benötigt! Am Schiff selbst braucht man kein Geld mehr, da alle Getränke, etc. inclusive sind. Ich habe keinen Cent bereut! So eine Reise ist einzigartig und macht man nur einmal im Leben! Die Nachfrage für solche Reisen ist sehr hoch und die Preise steigen. Ein Jahr vorher sollte man mind. buchen. Bei weiteren Fragen einfach melden. Schönes Wochenende Jochen

  • INTERTOURIST

    Wenn man in der Antarktis war, ist alles andere nur noch zweite Wahl.
    Besonders wenn man mit dem Wetter so ein Glück hatte wie Du.
    Wir werden sicher nicht das letzte Mal dort gewesen sein.
    Mich hat mal interessiert was für Erfahrungen man auf der L´Austral macht.
    Wir haben das Schiff unterwegs getroffen. Mir persönlich zu groß und zu luxuriös.

    Viele Grüße
    Jörg

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