Nepal und Nordindien im November vom 30.10.- 23.11.2015

Reisebericht

Nepal und Nordindien im November vom 30.10.- 23.11.2015

Nach dem Erdbeben in Nepal vor ca. 7 Monaten, erlebten wir eine atemberaubende, eine unvergessliche Reise in einer 10-Personen-Kleingruppe, die Licht und Schatten, aber auch viel Hintergrundwissen vermittelte. Dies gilt für die ersten 12 Tage in Nepal, als auch für die weiteren 12 Tage in Nordindien. Bessere Reiseleiter als die die wir hatten, die kann es fast nicht geben. Eine Traumreise, SUPER

Nepal, von Kathmandu bis Pokahara mit Himalaya-Rundflug

Immer noch überschlagen sich die Bilder im Kopf. Wir sind beide in der 2. Hälfte der 60 und haben weltweit schon viel erleben dürfen. Aber nach unserem Flug über Muscat und einer guten Landung in Kathmandu, merkten wir schnell, dass hier die Uhren anders gehen. Im wahrsten Sinn des Wortes. Eine gute autobahnähnliche Straße gibt es nur für einige km. Sonst kann man Straßenverhältnisse erleben, die -je nach Verkehrsaufkommen- als das HAARSTRÄUBENDSTE ABER AUCH UNVERGESSLICHSTE ERLEBNIS aller Zeiten bezeichnet werden kann.
Menschen, Fahrzeuge aller Art, Kühe, Hindernisse, Baustellen, Strassenschäden, verschiedenste Strassenbeläge von Teer, Stein, Sand, Geröll oder auch im Mix und Lastenträger, Lärm und laufendes Hupkonzert, Schmutz und einzelne relativ saubere Strassenbereiche, primitive Behausungen links und rechts, teils bessere Hütten und sogar schöne Häuser und Bauabschnitte, Verkehrsschilder (ganz selten, höchstens im Stadtbereich), einfachste Wohnungen (Buden), Verkaufslädchen, immer wieder Menschenmassen und Kühe, Rad- und Rikschafahrer total überladen, egal ob mit 3-4 Menschen incl. Kleinkindern und Gepäck (statt normal 2 Personen) Busse mit Fahrgästen außen auf den Trittbrettern, Lastwagen übervoll mit Menschen, Motorräder und Roller , teils mit 3,4 und sogar 5 (!) Personen, Menschenschlangen am Straßenrand, Geschäftigkeit, doch keine Hektik, überfüllte Gehwege mit parkenden Fahrzeugen und hindurch schlängelnden Frauen, Kinder, Menschen aller Art, Getränke-und Friseurläden, HEILIGE KÜHE die zusammengefegten Schmutz wieder verteilen, Verkaufsgeschäfte für ALLES, teils bunte Reklame, Straßenhändler, kleine Tempelchen für verschiedenste Gottheiten, Reparaturwerkstätten, Gerüche von Garküchen, von Abfallbergen und Abgasen, ja lautstarker Trubel und Gedränge, Lichthupen, Hupen, Klingel und Sirenengetöse aller nur denkbaren Varianten, ohne jegliches Geschimpfe, ganz selten Polizei (zur Verkehrsregelung), kaum (eigentlich keine) Unfälle, auch nicht mit den quer über die Stasse laufenden oder mitten auf der Strasse liegenden Kühen, dazwischen Bettler und Strassenverkäufer, Wahnsinn, der reine Wahnsinn!
Natürlich hat uns unser Reiseleiter bestens informiert, zu den Zielen laut Programm gelotst und uns seine Heimat in unserer Landesprache bestens erläutert. Die Tempelanlagen, die Hotels, das meist gemeinsame Essen, das Erlebnis von Bootsfahrt auf dem Phewa See bei Pokahara, mit Sicht auf das Himalaya-Gebirge, Sonnenaufgang auf einer Dachterasse (nach Busfahrt und morgentlicher Wanderung), Rikschafahrt und Elefantenritt, die Erlebnisse würden ein Buch füllen. Gott sei Dank, sind die großen, sichtbaren Schäden des Erdbebens weitestgehend "versteckt", also für uns fast nicht mehr zu erkennen. Unvergessen sind auch die religiösen Erlebnisse von den Bestattungen (Verbrennungen), die wir zuerst in Nepal, dann nochmals in Indien in Varanasi (der heiligsten aller heiligen Städte Indiens) erlebten. Der befürchtete Geruch war weit besser zu ertragen als im Voraus angenommen. Der letzte Höhepunkt war in Nepal noch der Flug mit optimaler Sicht auf einige 8.000-ender, inkl. Mount Everest.



14.12.2015

Das nordindische "Goldene Dreieck", Agra, Jaipur u. Delhi, folgte auf Nepal und Varanasi

Vollgepfropft von Eindrücken, erfolgte statt dem ursprünglichen Direktflug von Kathmandu nach Varanasi, eine Reiseverlaufsänderung in der Art, dass wir über Delhi erst nach Varanasi fliegen konnten. Die indische Fluggesellschaft hatte dies zu vertreten. Unser Reiseveranstalter organisierte zwar in Delhi einen Transfer zu einer Mall, aber das war ein rel. verlorener Tag. Trotzdem, wir hatten am nächsten Tag ein randvolles Programm und erlebten Varanasi vom Sonnenaufgang (im Boot auf dem Ganges) bis Sonnenuntergang (wieder auf dem Boot- super) mit der großen Abendzeremonie aber natürlich auch vorher den heiligen Baderitualen und Verbrennungsabläufen.
Eine Rikschafahrt bleibt unvergessen. Die 10 Std-. Busfahrt nach Khajuraho mit kleinen "Gesundheits"-Pausen (zum Teil hinter Büschen), war schon echt anstrengend. Trotzdem, wir sahen viel von Land und Leuten.
Der Reiseleiter hier in Indien, das war wohl auch ein Glücksgriff unseres Veranstalters. Dieser Mann sprach bestes DEUTSCH und hatte ein umfassendes Hintergrundwissen von Deutschland, aber natürlich auch über alle Themen die Indien und seine Religionen, Geschichte, Traditionen betreffen. Regionale Reiseleiter kamen dazu. Deshalb war es immer wieder ein Erlebnis, Infos zu erhalten zum Beispiel über die erotischen Tempelanlagen der Chandela-Dynastie, oder dem schönsten Grabmal der ganzen Welt in Agra, dem Taj Mahal oder dem Roten Ford. Auch hier auf dem indischen Teil der Reise erlebten wir einen Elefantenritt, fuhren mit der Rikscha und auch mal mit dreirädrigem motorisierten Transporter (Skooter), wir bestaunten gigantische Bauwerke (Amper Ford in Jaipur) und nächtigten in ordentlichen Hotels, teils mit gut nutzbaren Schwimmbädern. In Delhi erlebten wir wieder eine andere Welt. Da fuhren plötzlich westliche Automarken auf richtigen 4-6 spurigen Autobahnen. Ja wo sind wir denn? Das ganze (fast das ganze) Straßenbild hatte sich verändert. Natürlich erlebten wir auch hier noch extreme Armut und zerfallene Hütten und schlimmen Schmutz und Kühe auf der Strasse, nicht jedoch auf der Autobahn (sondern etwas seitlich in den Nebenstraßen), aber auch modernste Baudenkmäler, Hochhäuser und eine große Mittelschicht die in Siedlungen (abgeschirmt, bewacht) und überall im Geschäftsleben sozusagen sichtbar wurde. Den letzten Tag erlebten wir ohne unsere Gruppe, wobei man uns berichtete, dass der Tag in Delhi auch ein gelungener Abschluss der Gruppenreise war,
Privat feierten wir ein Wiedersehen mit einem alten Freund, den wir über 42 Jahre nicht sahen. So hatten wir Gelegenheit in einer Familie am Abendessen teilzunehmen und am nächsten, unserem letzten Urlaubstag im SPAR (!) Markt (Kennzeichen ist ein grüner Tannenbaum - supermodern, mit Tiefgarage etc.) einzukaufen und zu staunen, aber dann noch Tempelanlagen und am Abend eine Hochzeit mit über 1000 Gästen - mit unserem Freund - zumindest mehrere Stunden - mitzuerleben, bevor wir zurück zu unserem Hotel kamen um morgens um 4 Uhr Ortszeit zum Transfer für unseren Rückflug nach Deutschland zu starten. Ja in diesem Traumurlaub passte ALLES. Der geplante Reiseverlauf und die Reisezeit waren auch wettermäßig optimal. Dieses Lob am Schluß betrifft unseren Reiseveranstalter World Insight ERLEBNISREISEN, den wir hauptsächlich wegen des guten Preis-Leistungsverhältnisses - erstmals für uns - unter den verschiedendsten Wettbewerbern auswählten.


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