Auf den Spuren des CHE

Reisebericht

Auf den Spuren des CHE

Reisebericht: Auf den Spuren des CHE

Quer durch Bolivien (ehemals Hochperu) ab in die Wüste (Salz Wüste) und Peru.

Puerto Suarez ein Grenzstadt in Bolivien. Bei brütenter Hitze warteten wir am Bahnhof auf den Zug nach Santa Cruz de la Sierra. Kein Schalter geöffnet, kein Betrieb. In der Anzeigetafel noch keine Abfahrtszeit zu erlesen. Mir kam die Szene in Bolivien bei dem Film Western Klassiker "Butch Cassidy & Sundance Kid" in Erinnerung, wo nichts los war ausser ein Paar Huehner die herum liefen. Nach 2-3 Stunden Wartezeit endlich! Abfahrt in einer Stunde,16Uhr. Leben kam auf im Bahnhof, plötzlich war Betrieb.Der Schalter war geöffnet und wir konnten unsere Fahrkarten einlösen. Wie in einem Flughafen mussten wir unser Gepäck zum einchecken abgeben, allerdings gegen Gebühr. Der Zug, ein alter Pullmann Zug, sah richtig nostalgisch aus. Der Zug schaukelte so stark, dass wir uns einen Spass daraus machten, bei dem Versuch einen Becher Kaffee zu trinken, ohne den Inhalt zu verschütten. Keiner schaffte es, da der letzte Wagen ständig versuchte den Vorletzten zu überholen .Was fuer ein Spass. Abends - ans Schlafen hatten wir noch nicht gedacht!..Dann plötzlich auf einem hohen Plateau hielt der Zug an. Jeeps und Pickup näherten sich. Wir bemerkten dass die Einheimischen den Zug verliessen, samt Gepäck. Wir stiegen aus und fragten nach, was passiert sei. Die Lokomotive hatte den Geist aufgegeben und wir warteten auf eine Ersatzlok . Eine willkommene Abwechslung fuer muede Reisende. Wir begutachteten die Lokomotive. Die Besatzung wartete geduldig und machte Mittagspause. Der Zug hielt noch zweimal an und junge Bolivianer stiegen kurz in den Zug und verkauften uns selbst gemachte, köstliches Gebäcke und Früchte. Eine sehr willkommene Idee. Völlig übermüdet kamen wir um sechs Uhr morgensin Santa Cruz de la Sierra an. Es goss in Strömen. Die Strassen waren teilweise überflutet. Meine erste Sorge war Geld bei einer Bank abzuheben. Ich bemerkte ein Bancomat .Er befand sich in einer Kabine, ähnlich eines Telefonhhäuschen. Ein Mann schlief dort auf dem Boden. Ich weckte ihn .Er ging raus und wartete bis ich fertig war und legte sich anschließend wieder hin. Da ich doch eine zweite Abhebung brauchte - mit einer anderen Bankkarte - wegen dem auf 70 Euros täglich limitierten Betrag, musste ich den Mann noch einmal wecken. Er schlief schon wieder fest. Ich klopfte und entschuldigte mich für die nochmalige Störung. Ohne zu meckern stand er auf und lies er mich wieder rein um sich danach wieder hinzulegen. Wir stiegen inm"Residencial Bimodal", 100 meter gegenüber dem Bahnhof, ab. Das Hostel ist sehr zu empfehlen. Nach einer kurzen Stadtbesichtigung (Hauptplatz an einer Kirche war ganz nett) suchten wir nach einem Reisebüro. Bei "Iyambe Tur" buchten wir die internen, späteren Rückflüge.
Cuzco -La Paz- Sao-Paulo und einen Ausflug über Potosi nach Uyuni (grösster Salzsee der Erde, 2-7 Meter Salzkruste). Dieses Reisebüro kann ich auf alle Fälle empfehlen. Unsere vielen Fragen und Umbuchungswünsche wurden mit sehr viel Professionalität, Geduld und Flexibilität beantwortet bzw bearbeitet. Alle Termine (Flüge, Abholung am Flughafen, Übernachtung in Uyuni) haben wunderbar geklappt. Das Reisebüro ist sehr zu empfehlen. Von Santa Cruz flogen wir nach Sucre.Dort am Flughafen wurden wir von einem Privatfahrer erwartet, welcher uns in einer Halbnacht-Fahrt über Potosi nach Uyuni im bolivianischen Altiplano brachte. Ein schönes Hotel "Hotel Inti" bei 6 Grad war fur uns reserviert. Uyuni liegt bei 3671 Metern ü.N. Am nächsten Tag fuhren wir mit einem Jeep zu dem sehenswerten Zug- Friedhof (Cementerio de los Trenes). Ein paar Exemplare sollen bei dem Unabhängigkeitskampf Bolivien im Einsatz gewesen sein. Anschließend ging es weiter zu dem Salar de Uyuni (Sonnenbrille bitte nicht vergessen, Erblindungsgefahr). Ein Erlebnis ist es schon, ineiner Wüste von über 120 KM zufahren, in der Mitte eine Kakteeninseln als einzige Erhebung und Orientierungspunkt. Abends fuhren wir mit dem Nachtbus auf holprigen Pisten nach La Paz . Morgens am Bus-Bahnhof wurden wir erwartet. Bei Comfort Tour buchten wir einen Ausflug ab Cuzco zum Macchu-Pichu. Eine weitere Bus Nachtfahrt brachte uns nach Cuzco in Peru. (Der Nabel der Welt bei den Inkas). Die Grenzüberquerung wird uns ewig im Gedächtsnis bleiben. Ca 00:30 Uhr hielt der Bus an. Alle raus aus dem Bus. Zu Fuss weiter in der Dunkelheit Richtung Peru. Keiner von den Passagieren wusste wie es weiter ging. Der Bus fuhr hinter der Grenze weiter und hielt an. Am Checkpoint in Peru füllten wir die Formulare aus (fecha de entrada). Prompt hatte ich die falschen Spalten erwischt und ich ernte ein Grinsen des Grenzwaechters und musste noch mal im Eiltempo ein neues Formular ausfuellen waehrend die Beamten schon die Tueren hinter mir schlossen. Nach anderthalb Stunden durften wir wieder in den Bus einsteigen und weiterfahren. Es war mittlerweile fast 2 Uhr nachts. Am nächsten Morgen waren wir völlig übernächtig. Nicht zu empfehlen sind zwei Nachtfahrten hintereinander. Das geht an die Substanz und die Hygiene. In Cuzco angekommen hat die angestrebte und angezahlte Tour zum Macchu Picchu nicht funktioniert. Niemand holte uns, wie vereinbart, am Bus Bahnhof ab. Die Tourgesellschaft Comfort Tour kann ich leider nicht empfehlen. In Cuzco keine Kontaktmöglichkeit und die von uns in La Paz geleistete Anzahlung an Comfort Tour war futsch.
Aber wir kannten uns aus in Cuzco, wie vor 2 Jahren bezogen wir Quartier im Hostel "Eco Packers". In Cuzco ist zu empfehlen, die Plaza de Armas. Das Restaurant Mama Africa verwöhnte uns mit peruanischen Spezialitäten Ceviche Cuy (Meerschweinchen) usw., abends besuchten wir einen Gottesdienst in der Kathedrale. Das war schon beindruckend, der Prunk ,die Aufmachung und die Veranstaltung (viele Gesänge) ein schwarzer Jesus Christus am Kreuz, alles war zu bewundern.
Der Markt, ganz nahe, weiter oben in den umliegenden Bergen die Festung von Sacsayhuaman, Templo de la luna, alles sehr sehenswert vor allem die Festung mit ihren gewaltigen Steinblöcken ohne Mörtel zusammengefügt. Ein Weltwunder. Nach einer Woche flogen wir über La Paz nach Sao Paulo. In Sao Paulo angekommen nahmen wir einen Taxi. Sao Paulo ist die grösste Metropole Brasiliens. Beim Fahren bemerkte ich dass der Fahrer sein Weg durch die vielen Autobahnzubringer suchte. Ich sprach ihn auf ein Navigationsgerät an. Er deutete auf die Windschutzscheibe und ich bemerkte, dass dort ein Saugknopfhalterung Abdruck war. Das Gerät fehlte aber. Der Fahrer wurde seines Navi am hellichten Tag (13 Uhr) beraubt. Wir übernachteten im Hotel Très Poders im Stadtteil Mooca.
Das Hotel entspricht europäischem Standart, ich kann es auch empfehlen. Nach einem schmachaften, europäischen Frühstück fuhren wir mit 2 Taxen (unser Versuch ein Grossraum Taxi zu bekommen schlug fehl) zum Busbahnhof und buchten die Fahrten nach Rio über Paraty. Die Ostküste entlang, bewunderten den Atlantik, den Regenwald. In Rio angekommen übernachteten wir wieder im Hostel Meiai in Botafogo, das wir von der ersten Nacht unserer Ankunft kannten und sehr zufrieden waren. Ein Besuch durch das Stadtviertel Flamenco im Künstler Stadviertel Lapa - auch sehr zu empfehlen. Ein weiteres Highlight. Am letzten Abend genehmigten wir uns als Abschiedsfeier für eine tolle "America del Sur Viaje" einen Besuch bei unserem, mittlerweile heimische Churrascaria in der Rua Volontarios da patria in Botafogo. Tolles Ambiente und tolle Fleischspiesse.
Wie 2 Jahre zuvor in Peru schon geschworen meinten wir: Südamerika sieht uns wieder, das ist versprochen. Auch Rio de Janeiro wird und wiedersehen, trotz der 60 Dollars Strafe durch Ordnungshüter für unbedachtem Wegwerfen einer Zigarettenkippe, durch meine langjaehrige Verlobte, auf die Straße.
Der Rückflug über Paris verlief ohne Zwischenfall da überall Rauchverbot herrschte.



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