Abenteuer auf Island

Reisebericht

Abenteuer auf Island

Reisebericht: Abenteuer auf Island

„Neun lange Nächte hing ich am windigen Baum, von einem Speer durchbohrt, ein Opfer, Odin dem Odin geweiht, weder Brot noch Met gab man mir, und ich sann auf Rettung, sann auf die Weisheit der Runen, bis ich zur Erde fiel. Da begann ich zu wachsen und zu gedeihen, fühlte mich wohl und fand, wonach ich suchte.“*

Papageientaucher

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Wikinger, Abenteurer, Ausgestoßene und Götter. Reichhaltig sind die Sagas aus dem alten Island, die von den jenen Männern und Frauen berichten, die vor über tausend Jahren die Insel im Nordatlantik besiedelten, gegen die raue Natur wehren mussten und sich in mörderischen Fehden bekämpften. Wir waren eine kleine Gruppe Individualisten, die sich auf die Suche nach den isländischen Geysiren, Vulkanen und Pfaden der Wikinger begeben hatten. Allein, die Reise begann für den Monat Juli bereits in Reykjavik ziemlich kühl. In Deutschland standen Sommer und Sonne fast im Zenit und begann die Nacht gegen halb elf. Auf dem Flughafen in Reykjavik hingegen schien das Gewusel erst in der Nacht zu beginnen. Um das Gepäckband auf der rechten Seite der Abfertigungshalle drängelten sich alle Reisenden auf der Suche nach ihren Koffern, während die anderen drei Transportbänder stillstanden. Den Trick, bereits am Flughafen für günstige Kronen Bier und Alkohol zu erstehen, kannten wir noch nicht. „Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass an kalten Tagen von vielen unserer Reisegäste ein Schuss Rum im abendlichen im abendlichen Tee sehr geschätzt wird. Aufgrund der extrem hohen Alkoholpreise auf Island empfehlen wir daher gegebenenfalls die Mitnahme einer Flasche Rum o.ä. aus Deutschland.“ Wir waren der Empfehlung unseres Reiseführers dankbar gefolgt und hatten uns bereits in Deutschland mit Rum eingedeckt. Klar hatten wir den Hinweis „nicht als Aufforderung, sondern lediglich als Empfehlung“ verstanden und sollten nach durchfrorenen Sommernächten dankbar bleiben. Doch was war ursprünglicher in Island als trekken und zelten? Allerdings bevorzugten wir im 2.Jahrtausend einen Sprinter der Firma Daimler gegenüber den ausdauernden Islandpferden.



Wal im Skjalfandi Fjord



Islandpferde

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Nach einer kurzen Nacht in Reykjavik führte uns unser erstes Etappenziel nach Thingvellier, dem alten Versammlungsplatz der Wikinger. Die verlorene Seele der Wikinger lag im Nieselregen zu unseren Füßen und hüllte sich in fahle Nebelschleier. Hier war der Sitz des alten Althing, der höchsten richterlichen und gesetzgebenden Versammlung, die hier von 930 bis zum Ende des 18.Jahrhunderts tagte. Die isländische Demokratie war legendär und die erste der Welt. Kein König herrschte auf Island, kein Fürst ließ Steuern eintreiben. Die Wikinger, die ab 870 die Vulkaninsel besiedeln, geben sich ihre eigenen Gesetze und regieren sich selbst. Thingvellir ist der ideale Standort für alle freien Nordmänner; von den (damals) belebtesten Plätzen Islands gleich gut erreichbar, Gemeinbesitz, groß genug für Menschen und Pferde und zudem von hervorragender Akustik. Auch wenn nach dem Untergang des Freistaates 1264 die Thingverhandlungen von den norwegischen und später dänischen Beauftragten geführt wurden, so geriet das Althing doch erst nach den Vulkankatastrophen und Hungersnöten in Vergessenheit.

Während im Graben der Allmänner-Schlucht, „Almannagjá“, die amerikanischen und europäischen tektonischen Platten weiter auseinanderdrifteten ließ der Regen etwas nach und die zahllosen Mücken begannen, uns höchst undemokratisch zu massakrierten. Etwa zwei Stunden östlich von Thingvellir liegt der Geysir, der Namensgeber aller weltweiten geothermalen Quellen. Erstmals 1294 in der in den Oddsverja annáll erwähnt, beschrieb Bischof Brynjólfur Sveinsson 1647 die Eruptionen unter dem Namen Geysir. Im Laufe der Jahre wurde der Große Geysir müde und stellte seine Aktivität 1915 ein. Für die Touristen der 1970er Jahre reichte etwas Schmierseife um den Geysir zum Ausbrechen zu bewegen, welche auf Druck der Umweltschutzverbände jedoch Anfang der 1980er Jahre wieder beiseitegelegt wurde. Immerhin nahm der Geysir nach einem Erdbeben im Jahr 2000 seine Arbeit wieder auf und blies für uns kleine, regelmäßige Fontänen aus, welche sich mit dem grauen Niesel vermischten.



Golfanlage Pverá



Der Gullfoss-Wasserfall liegt nordöstlich von Thingvellir und gehört heute mit den benachbarten Geysiren zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten Islands. Dass es den Wasserfall noch gibt, ist dem Einsatz von Sigríður Tómasdóttir zu verdanken, die um 1920 gegen den Bau eines Elektrizitätswerks stritt. Für uns bedeutete der Gullfoss das südliche Ende der Zivilisation. Die nordwärts führende Straße wandelte sich zur Schotterpiste und war nur für Allradantriebe zugelassen. Je weiter wir ins Hochland vorstießen, desto ungemütlicher schien das Wetter zu werden. Das Hochland war verrufen und nur für Diebe und Ausgestoßene gedacht, die hierin geflüchtet waren oder verbannt wurden. In den nächsten Tagen spürten wir dem rauen Wetter, Schwefelquellen und Verstoßenen nach. Doch vorerst bekamen wir einen Geschmack des isländischen Regens und das unsere Zelte idyllisch an einem schmalen Zulauf zum Hvítárvatn See am Fuße des Langjökull lagen, glaubten wir zwar Paolo, unserem Reiseführer, gern. Allein der dichte Regen verübelte uns den Blick auf das Gletscherfeld und mit dichter werdendem Regen trübte sich auch unsere Stimmung ein. Der Sommer schien sich in diesem Jahr zu verspäten.

Trotzdem ließen wir es uns nicht nehmen, einen Ausflug in die Hochtäler Hveradalir des Kerlingarfjöll zu unternehmen. Das umgebende Rhyolithgestein glänzte braun und gelb und qualmte wie in der Küche eines Alchimisten vor sich hin. In den folgenden Tagen sollten wir ständig über heiße Quellen stolpern, über Lavafelder, Geothermalquellen und Eruptionsspalten. Saures Ergussgestein, intermediäre Hyaloklastite und basische Sedimentlagen begleiteten uns während unserer Reise und waren uns geologische Lehrstunden. Kerlingarfjöll, Ásbyrgi, Námaskard und Dimmuborgir, Landmannalaugar und Thorsmörkschlucht lagen auf unserem Weg. Doch dem soll nicht vorgegriffen werden. Nur sei erwähnt, dass wir Askja und den Eingang zur Hölle links lassen sollten, weil ein Sturm das Lager zerstört hatte. Unser Reiseführer Paolo war Geologe, ständig um unsere gute Stimmung bedacht und uns die Unterschiede von Rhyolith, Hyaloklastiten und saurem Intrusionsgestein nahezubringen.



Isländische Furt

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Auf unsere ersten Trolle trafen wir auf dem Rückweg bei aufklarendem Himmel. Sie reckten ihre versteinerten Finger und Hälse gegen die schnell dahinziehenden Wolken und kümmerten sich nicht um uns. Wir verfolgten das Schauspiel mit wachsendem Enthusiasmus, denn plötzlich lagen auch die Gletscherzungen des Langjökull zum Greifen nah. Weidenröschen und das Stängellose Leimkraut sahen nicht mehr ganz so verregnet aus und unsere Zelte leuchteten uns als kleine rote Punkte von weitem entgegen. Eine Herde Islandpferde graste am Bach und ließ sich im langsam untergehenden Sonnenlicht nicht von Wind und Mücken stören. Die sanfte Schneedecke am folgenden Morgen lieferte die Erklärung, warum ich in der Nacht gefroren hatte.

Wir folgten der Schotterpiste nach Hveravellir und badeten trotz des wieder einsetzenden Regen unterhalb der für Island recht ungewöhnlichen Sinterterrassen im angestauten Schwefelwasser. Die isländische Badekultur war einfach köstlich, wohltuend und nahezu unbezahlbar. Im nahen Lavafeld Ódádahraun, dem Missetäterlavafeld, stießen wir auf die Behausung von Fjalla-Eyvindur,„Eyvindur aus den Bergen“, der nach seiner Verurteilung um 1760 gemeinsam mit seiner Frau Halla Jónsdóttir in das isländische Hochland geflüchtet war. 20 Jahre soll das Paar in der Wildnis überlebt haben. Zeit genug für zahlreiche Legenden. Im Hochland herrschte wenig Verkehr. Die Straße folgte meist den alten Wikingerwegen, die ihren Verlauf mit Steinhaufen markiert hatten. Einige Jeeps und Motorradfahrer, wagemutige Radler und bedauernswerte Wanderer kreuzten unseren Weg, doch ursprünglicher ist Island nicht zu erleben. Einige Kilometer nördlich des Blöndulón-Stausee wurde die Landschaft grüner und fruchtbarer. Die Hochstraße F35 erhielt wieder einen Namen und traf als Svinvetningabraut eine halbe Stunde westlich von Varmahlid auf Hringvegur, die Ringstraße Nr. 1.

In Varmahlid machten wir eine kurze Rast. Supermarkt mit Post, Schnellrestaurant, eine Tankstelle und Bank, eine Touristeninformation, ein Zeltplatz und ein Hotel machten das Einhundert-Seelen-Nest aufgrund seiner Lage zum Verkehrsknotenpunkt. Fünf Minuten nördlich lagen die Torfhäuser von Glaumbaer. Den Sagas zufolge geht die Gründung des Gehöftes Glaumbær auf das Ehepaar Thorfinn Karlsefni und Gudrídur Þorbjarnardóttir zurück, die sich nach ihrem Kolonisationsversuch im neufundländischem "Vinland" hier im 11. Jahrhundert niedergelassen haben. Wir probierten im Àskaffi Schichtkuchen und Kaffee und folgten entspannt der Ringstraße nach Akureyri. Während die Wolken tief über den Bergen von Tröllaskagi, der Trollhalbinsel, lagen, querten wir den aus dem Hochland kommenden Héradsvötn, der in den Skagafjördur strömte. Der Schnee hatte sich auf die höher gelegenen Bergkämme zurückgezogen, die Bauern waren auf den hier weit verstreut liegenden Höfen mit der Mahd im Gange und die grasenden Schafherden ließen sich vom wenigen Verkehr nicht stören.

Akureyri, die 1602 von Dänen gegründete und heute mit ihren 18.000 Einwohnern nach Reykjavik größte Stadt der Insel, lag verträumt vor uns. Die 1940 eingeweihte und vom isländischen Architekten Gudjón Samúelsson entworfene Kirche, die auf ersten Entwürfen des Architekten noch als Matthias-Kirche bezeichnet wird, was sich zu meinem persönlichen Bedauern leider nicht durchgesetzt hatte, prägte das Bild der Stadt. Eine schmale Einkaufsstraße, ein Hafen und ein kleiner Flugplatz, die Suche nach dem örtlichen Schnapsladen und Reklame zum Walburger mit frischen Tomaten und Pommes sollten mir im Gedächtnis bleiben. Unser Zeltplatz dagegen lag verträumt und romantisch und mit Regenbogen beschenkt am Fuß des Súlur. Am nächsten Morgen ging es hinüber zum Skjalfandi Fjord ins Fischerdorf Húsavik. Auch wenn noch einige Fischer im Hafen ihre Netze flickten war die große Zeit des Walfangs doch vorbei und die zahlreichen Touristen sorgten inzwischen für den Unterhalt der Isländer. Wir folgten dem Lockruf der Wale, buchten ein Fotoshooting und hofften auf zahlreiche Meeressäuger, Papageitaucher, Eissturmvögel, Trottellummen und Gryllteisten. Dick eingemummelt liefen wir mit der Sylvía, einem ehemaligen 30 Tonnen Walfänger, der 1976 in Akureyri gebaut und nach der jüngsten Tochter des Besitzers benannt wurde in die Skjálfandibucht hinaus. Und Odin war uns hold. Um die zahlreichen Papageitaucher, Eissturmvögel, Trottellummen und Wale scharten sich bald die Náttfari, Gardar, Faldur und der Schooner Haukur und mit ihnen geschätzte einhundert fotografierwütige Touristen.



Rushhour im Hochland



Hinter Húsavik fielen uns erstmals die zahlreichen, violett blühenden Lupine auf, die allerdings erst nach dem Zweiten Weltkrieg zur Verhinderung der Bodenerosion eingeführt wurden. Unseren idyllisch in der hufeisenförmigen Schlucht von Ásbyrgi gelegenen Zeltplatz erreichten wir in den späten Abendstunden. Paolo führte uns über versteckte Pfade entlang der Steilküste zur Papageitaucherkolonie die sich ihre Nachbarschaft mit Eissturmvögeln und zänkischen Möwen teilen musste. Am nächsten Tag brachen wir zur Wanderung längs des Jökulsá á Fjöllum auf, die mir letztendlich heftige Blasen und die Erkenntnis bescherten, das doch nicht alles in Odins Namen geschah. Die Schlucht hingegen sollte den Sagas nach dem Hufeisen von Odins achtbeinigem Pferd Sleipnir entstammen. Ein guter Anlass uns die Sagen von Loki, Frey und Gerd zu erzählen und über die Wahrscheinlichkeit von Midgard und Fenriswolf zu diskutieren. Als wir Odins Runenlied sangen, saßen wir einige Tage später am Mückensee und verfolgten den zwei Stunden währenden Sonnenuntergang um Mitternacht.

Wir blieben drei Nächte am Myvatn, dem Mückensee, der für seinen ungewöhnlichen Artenreichtum bekannt ist. Trottellummen, Dickschnabellummen, Eissturmvögel, die kleinen, etwas plump wirkenden Goldregenpfeifer, Odinshühnchen und die rot gefiederten Thorshühnchen fanden reichlich Nahrung im warmen Wasser und in den zahllosen dunklen Mückenwolken. Brachvögel hielten uns mit ihrem wehmütigen Klagen vom Schlafen ab. Wir zelteten in einer romantischen Lavablase, die bei den Vulkanausbrüchen der Krafla 1729 entstanden war. Das nahe Reykjahlíd war damals nur knapp einer Katastrophe entkommen.

Wir machten einen Ausflug ins Thermalbad „Jardböd“ und taten etwas für unsere isländische Kultur. Das Naturbad stand zwar nicht im Reiseführer, aber der so hochgelobten „Blauen Lagune“ in Reykjavik in Nichts nach. Allein der Ausblick auf den Mückensee war unbeschreiblich besser. Ich gedachte am nächsten Tag meiner geschundenen Füße und folgte unserer Gruppe nur bis zum Viti-Krater, in dem die alten Wikinger die Eingänge zur Hölle vermuteten. Der Weg ins Hochland führt südlich am Aldeyjarfoss vorbei. Den Hekla, Tor zur Hölle und vielleicht berühmtester Berg des Landes, grüßen wir aus der Ferne. Während Paolo unseren Sprinter versiert durch die zahlreichen Furten lenkte, überraschte uns im verregneten Hochland am frühen Mittag die Rushhour. Landmannalaugar, einen von Schneeresten, dampfenden Quellen und grünen Moosen verwunschenen Flecken Islands, erreichten wir im verregneten Abend. Während sich unsere Zelte im Wind gegen den harten Boden drückten, überwanden wir unsere Abneigung gegenüber dem kalten Regen und suchten Entspannung im nahen Hot Pot. Gegen die später wieder einsetzende isländische Kühle griffen wir auf Brennivin, den isländischen Kümmelschnaps mit dem schwarzen Edikett zurück. Am nächsten Tag folgten wir dem Bláhnúkur-Rundweg, durch das Laugahraun, ein schwarz glänzendes Obsidianlavafeld, während dessen einige Trolle wieder ihre Füße in den trüben isländischen Himmel streckten.

Die letzten Tage verbrachten wir im Süden der Insel, wo den sonnigen Tagen wieder kurze Nächte folgten. In die lange Reihe der schönsten Zeltplätze gliederte sich auch der in Hellishólar ein, der direkt an einem Golfplatz und in Sichtweite des Eyjafjallajökull lag. Im Golfeigenen Restaurant stießen wir auf die deutsch-isländische Verbundenheit an, ließen den Eyjafjallajökull einen einfachen Namen sein und sorgten kurzzeitig für einen handfesten Ehekrach. Doch das ist eine andere Geschichte. Reykjavik zeigte sich in den letzten Stunden von seiner sonnigen Seite, die wir für einen ausgedehnten Spaziergang durch die Straßen der Hauptstadt nutzten. Die markante Hallgrímskirche mit dem Denkmal für Leif Eriksson diente uns als Wegweiser, westlich duckten sich im Schatten moderner Geschäftsgebäude etliche alte Holzhäuser, die im Reiseführer wegen ihrer isländischen Seltenheit Erwähnung fanden. Einige Seitenstraßen vom Gästehaus Höfdi, in dem sich im Oktober 1986 Ronald Reagan und Michail Gorbatschow zu einem Gipfeltreffen trafen, rundeten wir in der Lebowski Bar mit einen White russian unsere Isalandsaga ab.

„Eines Tages kam Odin auf die Idee, sich einmal wieder etwas stärker um die Menschen zu kümmern – vor allem um die Frauen. Seiner Gefährtin Frigg gefiel das gar nicht, denn sie wusste, dass Odin da immer sein Vergnügen suchte. Aber dem Göttervater war egal, was seine Frau für Einwände hatte. Er zog einfach los. ... Dann erhob sich Odin und bat Edda, das Bett zu machen, und sie hatten es sehr behaglich. Drei Tage und Nächte lebte er so bei ihnen, dann zog er weiter. Nach neun Monaten gebar Edda einen Jungen, der sah aus wie die Erde selbst. Er wurde mit Wasser Besprengt und Knecht genannt. Seine Hände waren runzlig, die Knöchel knotig und die Finger plump. Er hatte grobe Gesichtszüge, einen gekrümmten Rücken und große Füße. ... eines Tages kam ein Weib auf den Hof, das hatte krumme Beine und eine platte Nase, und an ihren nackten Füßen klebte die Erde. Man nannte sie die Magd. Sie errichteten zusammen Zäune, bebauten das Feld, hüteten die Schweine und Ziegen und stachen Torf. Knecht und Magd setzten sich nach der langen Arbeit des Tages auf eine Bank und redeten miteinander. Abends machten sie das Bett und fühlten sich dort sehr behaglich und bekamen viele Kinder. Die hießen Kuhjunge, Dickwanst, Angeber, Faulpelz und Kraftmeier. Und ihre Töchter hießen Trampel, Schandschnauze, Lumpenlieschen, Kranichbein und Säulenbein.“*

*Nordische Göttersagen, Waltraut Lewin, Loewe Verlag 2007



Küstenseeschwalbe


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