Jordanien - du machst mich platt

Reisebericht

Jordanien - du machst mich platt

Du bist so schoen. Ja, ich bin verliebt in dieses Land. Es war die schoenste Reise meines Lebens und ich hab schon viel gesehen. Aber zwei Wochen am Stueck war ich hier voellig ueberwaeltigt und ein schoener Tag folgte dem naechsten.

Amman. Hier trifft Kopftuch auf Wasserpfeie.

Mein Hotel liegt angeblich eine halbe Stunde vom Flughafen entfernt, aber hat laut Internet Shops in der Naehe und das reicht mir hier, will ich doch das Land erkundigen und mich hier nicht gross aufhalten. Der Taxifahrer ist cool, hoert laut Musik und hoert sie auch weiter, als ich einsteige. Er rast - nach zwanzig Minuten bin ich schon da. Orientalische Mucke muss noch auf mich warten.
Amman, erinnert mich an die Strassen von San Francisco - rauf und runter gehts!

Das Einchecken im Hotel hat lange gedauert. Ich nehme ein wenig genervt den Fahrstuhl (will noch was essen und es ist schon spaet), quetsche mich mit dem Gepaeck hinein, immerhin geht es in die zweite Etage. Aber oben angekommen finde ich nur Zimmer mit der Nummer drei ... Also lauf ich ne Etage runter und finde mein Zimmer trotzdem nicht. Hier haben alle die vier vorne?!. Aber ich bin doch runtergelaufen und nicht hoch!!! Also wieder rein in den Fahrstuhl und wieder lande ich falsch. Aber ich hab richtig gedrueckt. Da, ein Angestellter. Er steckt mich in den Fahrstuhl und bringt mich in die richtige Etage. Ich haette die Endlostaste druecken muessen. Ach soooooooooooo!
Aber egal. Endlich lasse ich die Karte in den Schlitz. Es ist eiskalt hier auf dem Flur, draussen sind es mindestens 25 Grad. Aber die dumme Tuer will nicht auf! Ich lasse mein Gepaeck mutig stehen und mach mich noch mal auf zur Rezeption. Dort wird meine Karte aktiviert. Haette ich nach dem Einchecken direkt machen muessen, sagt man mir! Nun ja, denke ich. Wieder nehme ich den Aufzug, und druecke die Endlostaste, und komme richtig in der zweiten an. Ich bin ja lernfaehig. Mein Gepaeck ist noch da und die Tuer geht dieses Mal auch auf. Aber auch drinnen ist es eiskalt. Ich schalte die Klimaanlage ab und mache mich direkt wieder auf den Weg. Denn hier wuerde ich erfrieren und den Weg in mein Zimmer kenne ich ja nun auch!

Amman, die Hauptstadt des Koenigreich Jordaniens. Hier leben rund ein Drittel der Gesamtbevoelkerung. Und hier ist es steil. Ich schleppe mich bei einer Wahnsinns-Hitze ins erste Einkaufszentrum hinein, in die Jordan Galleria Mall. Sie ist nicht eiskalt, Gott sei Dank. Neun Stockwerke ist sie hoch. Keine arabischen Schriftzeichen, aber Starbucks-Verschnitt und noch mehr davon. Ich will arabischen Kaffee, aber den gibt es hier wohl nicht. Dafuer legt eine Vollverschleierte gerade ihren Schleier beim Frisoer ab und ich kann es voll sehen. Kein Sichtschutz in Sicht. Irre!
Zudem Wasserfontaenen so nahe bei der Wueste, Karusells noch und noecher und Fotoapparate. Es ist laut, Kinderlachen, Wasserrauschen, Kindergeschrei... und fuer mich nicht Jordanien. Also raus hier!

Um die Ecke kleine Laedchen, aber das kann doch nicht Amman in Jordanien sein. Daher doch Downtown! Aber vorher immerhin noch ein Falafel-Sandwich (fuer keinen Euro umgerechnet) und das beste, das ich je gegessen habe. Geht doch!

Trotzdem Downtown - das alte Geschaeftsviertel. Taxifahrer Nummer zwei ist auch cool. Davidof-Diesel-Geruch, einfach fuerchterlich. Aber laute arabische Musik und ein nettes Laecheln. Er faehrt auch nicht wie eine Sau und laesst mich hinterm Kreisverkehr raus. Hier soll es am schoensten sein und ist es auch. Tolle Strassen, schoene Villen und ein Restaurant mit tollem Blick ueber die Stadt. Ich bin angekommen. In Amman, der Beginn einer sehr spannenden und auch aufwuehlenden Reise.




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