Peru 2007

Reisebericht

Peru 2007

Reisebericht: Peru 2007

Eine dreiwöchige Rundreise mit dem Auto durch den Süden von Peru.
Von Lima über Nasca, Arequipa, Puno, Cuzco und wieder zurück nach Lima.
Inkl. Besichtigung der Inka.Ruinen in Cuzco, Pisaq und Machupicchu.

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Peru (Teil 1)

Lima

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Tag 1
„Abflug / Lima“

Früh aufstehen, um mit dem Flieger von Stuttgart um 6.30 Uhr nach Amsterdam zu gelangen. Sehr Früh. Trotzdem herrscht eine rege Betriebsamkeit auf dem Flughafen. Check-In und Kontrolle am Gate ziehen sich ganz schön hin. Anmerkung für die Zukunft: Auch an einem kleinen Lokalflughafen am Samstagmorgen, etwas mehr Zeit einplanen. 15 Minuten vor dem Bording habe ich es aber geschafft. Jetzt geht es nach Amsterdam weiter. Der kurze Flug ist unproblematisch.

Hier habe ich Glücklicherweise etwas mehr Zeit, bis es weiter nach Lima geht. Die Shops sind schnell abgelaufen. Das Gate liegt noch einsamem und verlassen da. Also noch mal auf Shopping Tour. Langammen kommen doch ein paar weitere Mitreisende zusammen. 1 Stunde vor dem Bording wird die Schlange immer länger. Warum die aber alle stehen, ist mir ein Rätsel. Das Flugzeug wird bestimmt warten, bis alle an Bord sind. Und die Sitzplätze sind auch Nummeriert. Also kein Anlass, sich in die Schlange einzureihen. Dann geht es mit einer kleinen Verspätung endlich los. Alle müssen allerdings noch einmal durch eine Sicherheitskontrolle. Das komplette Programm.

Die Boing 777 der KLM erweist sich als modernes Hightech Flugzeug. Allen 400 Passagieren steht eine individuelles Interterment System zur Verfügung. Und nur ein Reboot des Computers war während des Fluges notwendig. Jetzt kenne ich aber den Schluss von „Fluch in der Karibik 3“ nicht. Mist. Ich denke, ich kann damit leben. Nach 12 Stunden und vielen leckeren Mahlzeiten, setzen wir zur Landung an.

Die Emigration verläuft zugig. Keine Nordamerikaner da. Auch diesmal ist mein Gepäck mal wieder vollständig. Beim warten konnte ich schon das erste Geld aus dem Automaten abheben. Bevor es aber zum Mietwagenschalter geht, muss ich noch den Zufallsknopf bei der Zollkontrolle drücken. Wieder Glück gehabt. Ich darf direkt ohne Kontrolle passieren

Die Mietwagenagenturen der diversen Anbieter bestehen mehr oder weniger aus einem verbauten Tresen. Gelangweilt sitzen ein paar Angestellt hinter diesen. Ich bin der einzige Kunde. Nachdem ich meine Reservierungsbestätigung überreicht habe wird einige Zeit in den Unterlagen gesucht. Und Tatsächlich auch etwas gefunden. In der Zwischenzeit habe ich schon einmal alle meine notwendige Plastikarten (Visa, Führerschein) herausgesucht. Nachdem fast alle Formalitäten erledigt sind, muss nur noch meine Kreditwürdigkeit telefonisch überprüft werden. Zwischendurch werden ich gefragt, wohin ich den Fahren will? In die Berge? Nein, auf keinen Fall! Ich fahre nur ein bisschen an der Küste entlang. Mit diesem kleinen Wagen in Berge, nein! Danach sind alle zufrieden bis die gute Dame mir mitteilt, dass meine Visa-Karte nicht überprüfbar sei. Komisch. Genaueres kann Sie mir aber auch nicht sagen. Ob ich den noch eine andere Kreditkarte hätte? Wie der Zufall es so will, habe ich meine MasterCard für den Notfall dabei. Auch dessen Daten werden telefonisch durchgegeben. Inzwischen hat sich doch noch ein weiteres Paar am Mietwagenschalter eingefunden und wird parallel abgefertigt. Alle Unterlagen liegt Kreuz und Quer auf dem Tisch durcheinander. Jetzt Bloß nicht noch eine Karte und den Ausweis hier vergessen. Ich kontrolliere lieber alles zweimal. Geduldig warten wir auf eine Rückmeldung. Diesmal hat es geklappt (Zufall?).

Ein weiterer Mitarbeiter begleitet mich, mit meinem Gepäck, zum Auto. Ich erhalte eine ausführliche Unterweisung und Hinweise für den Notfall. Nachdem ich Endlich auch die schweren Wanderschuhe abgelegt habe und durch etwas Bequemeres ausgetauscht habe, kann es losgehen. Mit der Stadtkarte von Lima neben mir, kann ja nicht passieren. Die Ausfahrt vom Flughafen führt direkt auf den Expressway zur Stadt. An seinem Ende ist die erste Maut fällig. Jetzt wird auch der Verkehr deutlich dichter. Für mich geht es erst einmal aber immer gerade aus. Danach wird es etwas schwieriger. Nach der ersten Abbiegung, muss ich dem Expressway nach „Miraflores“ erwischen. Der dichte Verkehr und die ansetzende Müdigkeit, erleichtern das Navigieren in Lima nicht unbedingt. Ich sehe wohl noch das entsprechende Schild, kann aber nicht mehr Rechts rüberschwenken. Also immer mit dem Strom weiter in das Stadtzentrum hinein. Umkehren ist auch nicht so einfach. Also entscheide ich mich für die nächste Parallelstraße. Der Expressway allerdings währe besser gewesen.

Langsam kämpfe ich mich bis nach „Miraflores“ durch. Endlich erreiche ich wieder eine Straße die auf meiner Karte eingezeichnet ist. Links oder rechts das ist hier die Frage. Inzwischen ist es auch dunkel geworden. Obwohl noch keine 24 Stunden Unterwegs fällt die Konzentration deutlich in den Keller. Ich entscheide mich, den netten Verkehrspolizisten auf dem Motorrad, vor mir an der Ecke zu fragen. Mutig steige ich aus dem Auto. Mein Anliegen ist schnell erklärt. Allerdings ist auf dem kleinen Kartenausschnitt nicht so viel zu erkennen. Ich muss einen ziemlich jämmerlichen Eindruck vermittelt haben. Oder ich werde nur für einen weiteren dummen Touristen gehalten. Mit wir mitgeteilt, dass alles kein Problem sei, es nicht mehr Weit ist und ich ihm mal hinterherfahren soll. Mit Blaulicht geht es nun zum Hotel. War wirklich nicht mehr weit. Und ich lag gar nicht so Schlecht. Freundlich verabschiedet sich meine Eskorte.

Kurz klingeln und die Tür wird automatisch geöffnet. Die Reservierung für die Übernachtung hat auch funktioniert. Die Bezahlung erledige ich sofort. Die Jugendherberge mit Garten und kleinem Pool ist ganz Toll Eingerichtet. Die Zimmer befinden sich im ersten Stock. Mit letzter Kraft schleppe ich die schwere Tasche nach oben. 4 Etagenbetten stehen zur Verfügung. Zwei sind belegt. Wenig los. Die Armaturen im Bad sind etwas klein geraten sonst ist es aber Ok. Eigentlich ist es erst 19 Uhr. Noch lange keine Schlafenszeit. Mit Mühe und Not halte ich mich eine weitere Stunde wach. Der Garten lädt zum gemütlichen verweilen ein. Gegen 20 Uhr falle ich dann doch Todmüde in mein Bett. Der erste Teil der Nacht verläuft auch ruhig.



Tag 2

Küstenstraße Peru

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„Lima – Nasca“

Das Problem wen man früh schlafen geht, ist das, dass man auch wieder früh Wach wird. Meine Zimmergenossen schlafen noch tief und fest. Ihr erscheinen habe ich in der Nacht nur kurz mitbekommen. Die Sonne ist allerdings schon aufgegangen.

Mit den letzten Notreserven geht es wider in den Garten. Da an Schlafen nicht mehr zu denken ist und Eigentlich auch ein langer Tag bevorsteht, packe ich schnell meine Sachen zusammen und fahre erst einmal in das Zentrum von „Miraflores“. Freie Parkplätze gibt es noch genügend. Nur der Restaurantbesitzer scheint es nicht so zu gefallen, dass ich mein Auto vor seiner Tür abstelle und erst einmal nichts essen will. Prompt geht auch meine Alarmanlage los. Muss wohl „jemand“ aus Versehen gegen das Auto gestoßen sein. Ich ignoriere diesen Gut gemeinten Hinweis und entscheide mich für den Laden gegenüber. Aber mit Blick auf das Auto.

Nach dem 2. Frühstück kann es weiter gehen. Jetzt brauche ich nur noch ein paar frische Lebensmitte, Wasser und viele Konserven. Auf dem Weg zum Expressway sehe ich glücklicherweise noch einen Supermarkt. Im „Vivaldi“ kann man „alles“ bekommen. Nur Geld muss man noch mitbringen. Mit der entsprechenden Basisausstattung kann es nun wirklich losgehen. Der Hauptstraße folgend, suche ich mir den Weg zur Panamerica. Klappt nicht ganz auf Anhieb. Aber fast. Nach einer guten Stunde und mehreren kleineren Umwegen erreiche die berühmte Straße. Jetzt heißt es: Immer Richtung Süden.

Die Ort links und vor allem rechts sind kleine zurzeit fast unbewohnte Küstensiedlungen. Erst zur Sommerzeit, erwachen diese wieder zum Leben. Nach kurzer Zeit erreiche ich schon „Pisco“. Schon vorher, hat man die diversen Schäden durch das Erdbeben von vor 3 Wochen erkennen können. Am Anfang waren es nur Mauern. Je Näher man sich der Stadt nährt, umso gravierender werden die Schäden. Kurz vor der Stadt ist eine Brücke stark beschädigt worden. Der Verkehr wird über einen aufgeschütteten Damm durch das ausgetrocknete Flussbett geleitet. Glücklicherweise, führt die Straße nicht direkt durch das Stadtzentrum. Was man hier zu sehen bekommt, ist schon Schlimm genug. Ein Halt ist von mir auch nicht eingeplant.

Weiter geht es nach „Ica“. Hier sieht es auch nicht viel Besser aus. Die Schäden sind unübersehbar. Ich bin jetzt schon seit mehreren Stunden unterwegs. Eigentlich währe eine längerer Pause angesagt. Direkt in „Ica“ möchte ich aber auch nicht halten. Vielleicht kann ich ja noch zur Oase von „Huacachina“ gelangen. Die Abzweigung ist deutlich ausgeschildert. Deprimiert geht es in Schlangenlienen an den vielen Schutthaufen, die an den Straßenrädern aufgetürmt wurde vorbei. Irgendwann endet die Asphaltstraße. Man kann in der Ferne zwischen den Sanddünen eine kleine Siedlung erkennen. Soll dies die Oase sein? Von Bäumen ist nichts zu sehen. Ein Autofahrer fragt mich, wohin ich den wolle? Ich nenne den Namen der Oase. Freundlich werde ich darauf hingewiesen, dass ich hier Falsch bin. Muss wohl eine Abzweigung verpasst haben. Also wieder zurück. Finde aber keinen weiteren Hinweis. Zwischen den Ruinen ist ein Militärlager zu erkennen. Auch gibt es viele provisorische Unterkünfte aus Zelten auf den verfügbaren Freiflächen. Ich entscheide mich für die Weiterfahrt. Wenn auf der Rückfahrt genügend Zeit bleibt, werde ich die Suche fortsetzen.

Die Straße wurde erst vor kurzen komplett neu asphaltiert und die nächst größerer Stadt ist „Nasca“. Wenn sich vorher eine Übernachtungsmöglichkeit bietet, auch gut. Finde aber nichts Brauchbares. Also muss ich Notgedrungen immer weiterfahren. Kurz vor „Nasca“ quert die Panamerica die berührte Hochfläche mit den „Nasca Linien“. Auch diese hebe ich mir für den Rückweg auf. In der „kleinen“ Stadt fahre ich direkt in das Zentrum hinein. Unterwegs sind schon einige Hotels an der Straße auszumachen. Man kann aber schlecht halten.

Am „Plaza de Armas“ gibt es aber ausreichende Parkmöglichkeiten. Gegenüber vom Platz, sich auch gleich einige Hotels. Fangen wir mit dem Erstbesten an. Die Rezeption liegt im ersten Stock. Zimmer sind ausreichend Frei. Für 12 Euro bekomme ich ein ruhiges Zimmer. Nachdem die Tasche auch ihren Weg gefunden hat, erkundige ich mich nach einem sicheren Platz für mein Auto. Keim Problem. Der Hotelbesitzer begleitet mich Persönlich zu einer Nahe liegenden Garage. Mit ruhigen Gewissen begebe mach ich mich auf die Stadtbesichtigung.

Eigentlich gibt es nichts zu sehen. Viel Läden, die einen Rundflug organisieren bzw. typische Touristenläden. Einzig der Unterhaltungskünster auf dem Hauptplatz sorgt für allgemeines Interesse. Mit viel Musik und Tanz werden die Leute angelockt. Vorsorglich halte ich mein Portmonee ganz fest. Eine kurzweilige Aufführung. Gut gemacht. Allen gefällt es. Das erste Geld vom Flughafen ist fast schon aufgebraucht. An einem Geldautomaten bei einer Bank, kann man aber problemlos Nachschub holen. Zurück im Hotel schleicht sich schon wieder die Müdigkeit ein. Noch nicht mal 20 Uhr. Zum Essen greife ich auf meine Reserven zurück.



Tag 3

Sandfelsen

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„Nasca – Camana“

Früher Morgen. Viel zu Früh um aufzustehen. Mist. Bis 7 Uhr muss ich noch durchhalten. Briefkarten schreiben. Leichtes Frühstück. Tasche packen. Wagen abholen und bezahlen (2 ½ Euro für die Nacht).

Nun muss ich vorher noch die Post finden und die Karten, die ich gestern gekauft hatte und schon am 2 Tag fertig habe, abzugeben. In meinen kleinen Stadtplan ist auch eine eingezeichnet. Kann diese aber nicht finden. Also bis „Arequipa“ warten. Noch eine Runde um den „Dorfplatz“ und weiter geht auf der Panamerica Richtung „Camana“.

Kurz hinter der Stadt liegt der Flugplatz und gegenüber einige Hotels in kleine Parkanlagen. Muss ich mir für die Rückfahrt merken. Jetzt geht es langsam wieder in Richtung Küste. Bald meldet sich auch der obligatorische Nebel zurück.

Die Busse rasen und ich kann nur hoffen, dass beim ihren Überholmanövern kein Gegenverkehr auftaucht. Der Pazifik präsentiert sich in einem tristen Grau. Aber wenigsten einmal muss ich bis zum Wasser. Im Nebel sind einige bizarre Felsformationen auf dem Land zu sehen. Lange hält es mich hier nicht auf. Von nun an, geht es immer an der Küste entlang. Man etwas höher mal wider runter durch ein Tal mit etwas Grün. Ein Teil der Straße führt durch den steilen „Fels“ direkt am Meer. Weit unter einem, ist die tosende Brandung zu erkennen. Es gibt nicht allzu viele Leitplanken. Auf der Straße liegen einige kleinerer Felsbrocken, die Gelegentlich von oben runterfallen. Ich bin froh, als ich diese Passage hinter mir habe.

Fast der gesamte Tag geht für diese Tour drauf. In „Camana“ angekommen, geht es immer entlang der Hauptstraße. Links und rechts sind einige Hostels zu erkennen. Aber kein wirkliches Hotel. Vom Strandhotel aus dem Reiseführer, ist nichts zu sehen. Also mal Abbiegen und eine Straße folgen. So Richtig weiter komme ich aber auch nicht. Also noch mal zum Zentrum zurück. Direkt am „Platz de Armes“ liegt ein gutes Hotel. Mit der Glasfront sieht es sogar recht Teuer aus. Mal fragen. Fast 15 Euro wollen die für eine Nacht. Was für ein Luxus wird mich erwarten. Das Auto parke ich erst einmal direkt unter meine Fenster. Hunger habe ich auch. Brauche endlich mal etwas Warmes. Also los.

Die „Pollo“ Läden sind nicht zu übersehen. Duzende knusprige Hähnchen drehen sich über der glühenden Holzkohle. Das wird ein Festessen. Ich lasse mir alles Einpacken und ziehe zu einem gemütliches Plätzchen am Stadtbrunnen. Die dicken fettigen Pommes ignoriere ich sicherhaltshalber. Was für ein Mal. Besser kann es einen nicht gehen.

Zum Abschluss noch ein kleiner Spaziergang durch die Innenstadt und mit Anbruch der „Nacht“ geht es auch zum Hotel zurück. Kaum bin ich auf dem Zimmer, da öffnet gegenüber die Spielhalle. Kurz darauf meldet sich die Alarmanlage von meinem Auto. Ist aber keiner zu sehen. Das kann ja noch toll werden. Beim dritten Mal in 30 Minuten habe ich keine Lust mehr. Ich gehe runter und frage bei der Rezeption nach einer Garage. Kein Problem. Gehört zum Hotel. Merken: Sofort immer nach einer Garage fragen. Nachdem ich das Auto umgeparkt habe, gehe ich Beruhigt auf mein Zimmer zurück. Draußen tobt der „Bär“. Habe aber keine Probleme beim einschlafen.



Tag 4

Arequipa

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„Camana - Arequipa I“

Ob es hier wohl Frühstück gibt? Wozu habe ich alles dabei. Die schwere Tasche wird sogar vom Portier zum Auto getragen. Heute geht es das letzte Stück bis nach Arequipa.

Kurz hinter der Stadt, kann man den Strand wieder sehen. Unzählige „Sommer Häuser“ hat man hier gebaut. Die meisten sehen eher halbfertig aus. Das scheint aber der typische Zustand / Baustiel zu sein. Alles ist Verbarrikadiert. Fast keine Menschenseele hält sich hier auf. Biege noch kurz ab, um zum Strand zu kommen. Trostlos um diese Jahreszeit. Wind und Gischt wehen einem um die Ohren. Schnell wider ins Auto zurück.

Schon bald geht es in die Berge. Immer höher schlängelt sich die Straße. Ein erster Pass wird erreicht. Unter einem liegen grüne Felder. Rechts und links ist alles staubtrocken.

Bis „Arequipa“ geht es mal hoch und mal wieder runter. Eine interessante Strecke. In der Ferne sind der „Nev. Chachani“ (5977 Meter) und der „Vol. Misti (5822 Meter) im Dunst zu sehen. Die Stadt muss irgendwo davor liegen. Nachdem ich mal wieder eine Mautstation passiert habe, geht es ein letztes mal steil Bergauf und man kann die ersten Häuser der Vororte erkennen. Mein Ziel ist auf der Karte gut zu erkennen. Aber leider ist dies nur ein Ausschnitt. Wo geht es Lang. Immer geradeaus.

Ziemlich zum Anfang, komme ich am großen zentralen Bahnhof vorbei. Dieser ist Indirekt auf der Karte eingezeichnet. Ein gutes Omen. Der Verkehr wird dichter. Viele Querstraßen, teilweise auch Hochbahnen. Aber kein Hinweis, ob ich überhaupt Richtig bin. Irgendwann Endet die Straße in einem großen Kreisel. Die Hauptausfahrt wird durch die Polizei abgesperrt. Na Klasse. Also Parkplatz suchen und mal nach dem Weg fragen. Mit dem Reiseführer bewaffnet mach ich mich auf den Weg.

Die Verkehrspolizisten sind schnell mit einer Auskunft parat: Taxi! Als ich erwidere ich habe ein eigenes Auto, wird die Sache komplizierter. Mal sehen. Immer die Straße zurück und bei Gelegenheit rechts abbiegen. Ich folge den bescheidenen Anweisungen nach besten gewissen. Auf Verkehr und Schilder Gleichzeitig zu achten ist nicht so einfach. Ich schaffe es auf Anhieb, einmal im Kreis zu fahren. Nach etlichen Kilometern bin ich wieder am Kreisel. Vielleicht sollte ich den Zufall hinzunehmen und in eine blindes Zickzackmuster fahren. Also mal rechts mal links und den Schilder „Altstadt“ folgend geht es weiter. Die Straße wird immer enger und geht in eine Einbahnstraße über. Wie komme ich hier wieder Raus. Nach ein paar weiteren blinden Schwenkern sehe ich Plötzlich einen bekannten Straßennahmen.

Kurz Packen und die Karte konsolidieren. Tatsächlich. Sogar die große Hauptstraße durch die Innenstadt. So ein Zufall. Jetzt brauche ich nur noch eine Querstraße und ich weiß genau wo ich bin. Mein Ziel liegt genau am Ende dieser Straße. Immer im dichten Taxiverkehr geht es nun weiter. Eine letzte Kreuzung ist noch zu meistern und mein Hotel kommt in Sicht. Auch eine bescheidene Parkmöglichkeit bietet sich in einer Nebenstraße. Gut Gelaunt gehe ich zur Rezeption. Leider muss ich hier erfahren, dass Momentan in der Stadt eine Kongress stattfindet und alle Zimmer ausgebucht sind.

Also zu Fuß ins Zentrum zurück und eine Hotel finden. Gleich auf der anderen Straßenseite ist eine Hostel auszumachen. Mal fragen. In dem kleinen Vorgarten sind einige Jugendliche mit Renovierungsarbeiten beschäftigt. Die Hausherrin öffnet Persönlich die Tür. Ich frage nach einem Zimmer für zwei Nächte. Ja, sie Hätte da was. Aber das Einzelzimmer nur für eine Nacht. Danach müsste ich in das Gruppenzimmer umziehen. Also abgemacht. Als ersten die Sachen vom Auto hohlen und nach einer Garage fragen. Ich brauchte nur die Hauptstraße hoch gehen. Dort sollten einige bewachte Parkplätze geben. Wirklich. Die Auswahl ist groß und die Preise sind klein.

Danach mache ich mich zu einem ersten Stadtbummel auf. Die Hauptstraße führt direkt zum zentralen Platz. Mächtig erhebt sich die Kathedrale über diesem. Nun geht es Kreuz und Quer durch die Straßen. Es gibt viel zu sehen und noch mehr zu Kaufen. Jeder Quadratzentimeter wird als Verkaufsfläche genutzt. Überall stehen Straßenhändler. Der Strom der Taxis auf den Straßen will nicht abreisen. Um etwas von der Straße runter zukommen lege ich eine erste Besichtigung ein.

Persönlich werden ich von einer englisch sprechenden Studentin durch das Kloster / Kirche geführt. Der Hunger hat sich inzwischen auch eingestellt. Das Angebot an Restaurants ist unendlich. Was soll man bloß essen. Ich entscheide mich für einen kleinen „Hamburger“ Laden. Die moderne Einrichtung mit Blick auf die Küche sieht sehr vielversprechend aus. Auch das Essen entspricht meinen Erwartungen. Preis und Leitung sind Ok. Zufrieden mit diesen ersten Eindrücken, mache ich mich zu meiner kleine Oase zurück.

Der Garten bietet eine Willkommene Abwechslung und etwas Ruhe. Mit einem guten Buch kann man hier den Abend entspannt verbringen. Von Tag zu Tag schaffe ich es, länger aufzubleiben.



Tag 5

Santa Catalina

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„Arequipa II“

Große Stadtbesichtigung. Schwer bewaffnet (Fotoausrüstung) mach ich mich auf den Weg. Am Abend vorher habe ich mir schon die interessantesten Sehenswürdigkeiten und Museen herausgesucht. Auch brauche ich auch noch ein Ticket für den „Colca Cyncon“. Es gibt viel zu Enddecken. Ein paar Fotos vom Straßenverkehr zu bekomme, ist aber gar nicht so leicht. Immer wieder läuft jemand durch das Bild. Auch die Autos könnten etwas langsamer fahren. Hinter so manchen Torbogen verbirgt sich ein toller Innenhof. Hier gibt es fast immer etwas Grün und Wasser aus einem Brunnen.

Neben den Besuch vom diversen Kirchen steht das Kloster „Santa Catalina“ an Erster stelle. Der Eintritt ist nicht ganz Billig. Aber es lohnt sich. Die Gebäude bzw. Einrichtungen des alten Frauenklosters sind recht interessant. Eine sehr schöne renovierte und gepflegte Anlage.

Als Nächstes geht es zum Museum „Santuarios Andinos“. Hier kann man die berühmte „Mumie Juanita“ sehen. Zur Einstimmung wird eine englischsprachiger Film über die Expedition auf den Vulkan „Ampato“ gezeigt. Die Forscher hatten ein irrsinniges Glück als sie die Mumie unterhalb des Kraterrandes fanden. Nun ist sie „Schockgefrostet“ hinter dickem Panzerglas zu bewundern. In den Ausstellungsräumen sind noch einige weiter Exponate zu besichtigen. Eine deutsch Sprechende Studentin führt mich und eine Pärchen aus Österreich durch die Räume und erklärt alle Gegenstände und deren Bedeutung sehr Ausführlich.

Jetzt brauche ich eine kleine Mittagspause. Bis zum Hostel ist es nicht weit. Im Garten kann man gut die Beine hochlegen. Für den späten Nachmittag ist noch eine weitere Runde eingeplant. Auf der großen Kreuzung vor mein Hostel wird der Verkehr zusätzlich durch einen Polizisten (in) geregelt. Sein Häuschen mit Sonnenschutz steht in der Mitte der Fahrbahn. Geschickt dirigiert er / sie die Fahrzeuge. Das dauernde Gehupe bricht aber auch hier nicht ab.

Nach diesem kleinen Schauspiel soll das Essen nicht zu Kurz kommen. Ich bin aber etwas Faul und suche wieder das Restaurant vom Vortag auf. Mit vollen Magen geht es noch durch so manche Straße. Kurz nach Einbruch der Dämmerung bin ich aber wieder zurück. Langsam qualmen mir auch die Füße. Heute habe ich schon ein „paar“ Kilometer zurückgelegt. Und das in dieser Höhe (2353 Meter).

Am Nachmittag hatte ich schon meine Tasche in den anderen Raum gestellt. Sechs Betten stehen hier. Es sind noch drei weitere belegt. Als ich mich Später zu Bett begebe sind schon zwei am Schlafen. Ich dachte ich halte den Rekord in früh Schlafen gehen. Leise und in Dunkeln ziehe ich mich um. Kaum bin ich am Schlafen. Geht das Licht an und mit lautem Getöse kommt der noch fehlende Mitbewohner in Zimmer. Er braucht so seine Zeit bis er seine viele raschelnde Plastiktüte geordnet hat. Nach diesem Zirkus herrscht aber bald wider ruhe. Das „extrem“ laute Schnarchen ist obligatorisch. Mitten in der Nacht geht der Wecker von unseren „lieben“ Mitbewohner. Mit sehr viel Krach und Licht packt er seine Sachen zusammen. Tolle Organisation. Bevor ich am Morgen wieder aufwache sind meine beiden anderen Nachbarn inzwischen still und leise ausgezogen.



Tag 6

Vicunas

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„Arequipa - Chivay (Colca Canon) I“

Eigentlich habe ich ja Heute eine etwas kürzerer Strecke zu fahren. Warum also beeilen. Auf der Terrasse mache ich es mir Gemütlich und bestelle ein „Continental Breakfast“. Diese besteht wie üblich aus einem Pott Kaffee, Fruchtsaft, 2 Brötchen etwas Butter und einer Messerspitze Erdbeeremarmelade. Köstlich. Dafür ist es aber fast Umsonst. Natürlich kann man auch sein Frühstück beliebig aus der Karte zusammenstellen.

In der Nacht sind anscheinend einige Australier angekommen. So Langsam kommt etwas Action auf. Alle sind recht Beschäftigt, die vielen Bestellungen abzuarbeiten. Immer wird wieder was Nachbestellt. Irgendwann hat die Chefin auch mal Zeit, meine Abrechnung zusammenzustellen. Mit 15 Euro für 2 Nächte bin ich eigentlich sehr günstig davongekommen. Auf zum Auto. Alles heil geblieben und die Spiegel sind auch noch da. Vielleicht ein bisschen viel Staub.

Wie komme ich jetzt wieder aus „Arequipa“ hinaus. Erst einmal links halten und den großen Bahnhof an der Hauptstraße wiederfinden. Klappt recht gut. Nur zwei kleine Patzer im Industriegebiet bei diversen Kreisverkehren. Beim Ausfahren muss man halt raten. Es gibt absolute keine Schilder. Zügig habe ich meinen Fixpunkt erreicht. Von hier ist es trivial. Schaffe es aber, die Abfahrt nach „Julica / Cusco“ zu übersehen. Bin schon wieder am Berghang. Also Zurück. Stadteinwärts ist das Schild an der Abzweigung besser zu erkennen. Jetzt geht es in einem großen Bogen um „Arequipa“ herum.

Nachdem die Abzweigung zum Flughafen passiert ist, wird es wieder ruhiger auf der Straße. Etliche LKW sind vor mir. Die Straße schlängelt sich schon deutlich Bergauf. Die Kurvenreiche Strecke lässt nicht viele Überholmöglichkeiten zu. Laut Karte dürfte es bis zur Abfahrt nach „Chivay“ nicht allzu weit sein. Irgendwann habe ich das Gefühl, schon wieder eine Abzweigung verpasst zu haben sein. Liege diesmal aber falsch. Erst nachdem ich die Grenze zum Nationalpark überquert habe, kommt auf der Hochebene der Pamap, die lang ersehnte Kreuzung. Die Stichstraße macht einen passablen Eindruck. Also habe ich gute Hoffnung für die nächsten 70 Kilometer.

Gelegentlich wird man von einem Minibus auf der Straße überholt. Die Tagesreisenden von „Arequipa“. Auch gibt es viele Lamas zu sehen. Die Straße führt immer Steiler den Berg hinauf. Dann ist es geschafft, der Pass ist erreicht. Mit seinem 4930 Meter fast Rekordverdächtig. Neben der Straße kann man gut parken. Eine Pause ist jetzt auch angebracht. Überall sind kleine Steinmänchen platziert worden. In der Ferne kann man einige schneebedeckte Berge erkennen. Erst als ich einige Schritte Rückwerts gehen will, merke ich, wie dünn die Luft ist. Ein leichter Schwindelanfall überkommt mich. Also schön langsam. Felsen zum sitzen gibt es genügend.

Auf der anderen Seite vom Pass geht es erst einmal wieder abwärts, aber man kann schon die nächste Steigung sehen. Also doch noch nicht ganz oben gewesen. Dann der Schock. Bauarbeiten. Teilweise ist nur eine Fahrbahnseite passierbar. Schwere Baumaschinen schiebe eine neue Trasse auf. Auf loser Erde folge ich ganz langsam dem Konvoi und hoffe dass kein Gegenverkehr auftaucht. Nach gut 1 Kilometer ist die Passage überstanden. Auch mein Auto hat nur gelegentlich aufgesetzt. Die Kuppe stellt sich als größeres Plato dar. Die Straße ist mit unzähligen Schlaglöchern überseht. Allerdings steht der Bautrupp auch schon in Wartestellung. Vielleicht ist bei meiner Rückfahrt ja alles schon Repariert. Jetzt geht es aber wirklich abwärts. Und das ziemlich schnell.

Die Straße ist in einem ausgezeichneten Zustand. Nach sehr vielen Kurven und Kehren ist das Tal erreicht. Kurz vor der Stadt muss man die Zutrittskontrolle zum „Colca“-Tal passieren. Da ich ja schon mein Ticket habe, kann ich zügig durchfahren. Alle anderen müssen sich erst noch zu dem kleinen Kiosk bemühen. Erleichtert erreiche ich zum Mittag den Hauptplatz.

Polizei und Kirche nehme die eine Seite ein. Hotel, Souvenirshops und kleine Restaurants die anderen. Versuche wir es mal beim „öffentlichen Hotel“. Ein Zimmer scheint Frei zu sein. Allerdings kann die gute Frau nicht verstehen, warum ich es gleich drei Nächte habe will. Im Zimmer befinden sich vier bis fünf Betten. Ein großes Bad mit tropfenden Wasserhähnen und sehr wenig Dekor. Die Fenster haben allerdings einen Vorhang. Genau Richtig. Endlich mal eine Zimmer das nicht zur Straße liegt. Nach einer kurzen Pause steht der obligatorische Rundgang durch die „Innenstadt“ an. Ein paar Touristenhotel und viele weitere Shops kann man sehen.

Wo Park ich bloß meine Wagen. Vor dem Hotel will ich ihn in der Nacht nicht stehen lassen. Auf einem Tor wird mit Farbe auf eine „Garage“ hingewiesen. Mit dem Auto kehre ich zurück und drücke fest auf die Klingel. Eine Frau öffnet eine kleine Tür und fragt was ich wolle. Ich Zeige auf den Wagen und Zeige aufs Tor. Alles klar. Einen Moment. Kurze Zeit später wird das Tor geöffnet. Im Hof ist nicht viel Platz. Überall liegt „Gerümpel“ im Weg. Die Einfahrt wird durch Zementsäcke blockiert. Alles kein Problem. Ich soll ein bisschen warten. Tatsächlich findet sich ein Platz für mein Auto. Bezahlt wird bei der „Seniorar“. Erst einmal für zwei Nächte.

Da noch genug Zeit ist, laufe ich noch ein Stück in die Richtung des „Canyon“. Aus der Fernen kann man schon erkennen, dass die Asphaltstraße bald aufhört. Mit dem eigenen Auto möchte ich die Tour in den „Colca-Canyon“ nicht riskieren. Also wie komme ich nun da hin. Im Ort habe ich eine Travellershop gesehen. Mal vorbei schauen. An der Tür sind einige Karte angeklebt worden. Fast 35 Kilometer bis zum berühmten Aussichtspunkt. Da ich alleine bin, scheint mir eine Fahrt mit dem Jeep + Guide etwas teuer. Aber man könnte ja ein Mountenbike mieten. Der Preis ist auch Ok. Der Besitzer ist nur etwas irritiert über mein Ziel. Eigentlich fahren die Meisten nur einmal ums Dorf. Für Morgenfrüh sage ich mein Kommen zu.

Nach dem Besuch der örtliche Hähnchenbraterei geht es kurzfristig auf das Zimmer. Nach dieser kurzen Pause, bin ich aber schnell wieder auf der Straße. Vor der Kirche ist Viele los. Eine kleine Festlichkeit (Hochzeit?) steht an. Der Pfarrer hält eine Messe. Die Predigt scheint etwas Länger zu dauern. Es wird deutlich Kälter. Lieber in den warmen Schlafsack. Vom Zimmer kann ich aber Leider nicht sehen, wann das vor der Kirche vorbereitetet Feuerwerk gezündet wird. Nach Einbruch der Dunkelheit schaue ich immer mal wieder zur Panoramafront an der Vorderseite vom Hotel vorbei. Rühren tut sich Nichts. Irgendwann schlafe ich ein. Das knallen der Feuerwerkskörper bekomme ich im Halbschlaf noch mit. Pech gehabt.



Tag 7

Kirche

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„Chivay (Colca Canon) II“

Das Gestell für das Feuerwerk ist komplett niedergebrannt. Jetzt liegt es einsamem und verlassen vor der Kirche. Mein Fahrradverleih hat noch zu. Ich habe ganz vergessen zu Fragen, wann er den überhaupt öffnet. Ein Schild ist nicht vorhanden. Also im Stadtpark warten. Ein junger Man kommt auf mich zu und fragt ob ich ein Foto von ihn und der Kirche machen könnte. Kein Problem. Mein Hinweis, dass eine Aufnahme gegen die Sonne nicht viel bringt, wird ignoriert. Wir kommen ins Gespräch. Bzw. verständigen uns mit Händen uns Füßen. Er kann nur wenig Englisch und ich fast kein Spanisch. Er ist Polizist und eine Woche auf Urlaub in den Bergen unterwegs. Unsere Gesprächsthemen sind deutsche Fußballspieler und internationale Musik.

Der Laden will einfach nicht aufmachen und mein neuer „Freund“ hat es anscheinend auch nicht eilig. Gegen 9 Uhr macht der Laden dann doch endlich auf. Die Frühschicht macht jemand anderes. Also alles noch einmal von Vorne. Zum Fahrrad gibt es noch einen Helm, ein Ersatzschlauch und viel Werkzeug. Alles in den Rucksack. Bis 4 Uhr soll ich wieder zurück sein. Sieben Stunden stehen mir also zur Verfügung.

Und nun kann es endlich losgehen. Nach wenigen Kilometern fängt die Schotterpiste an. Laut Höhenprofil geht es mal auf und mal wieder bergab, bevor die letzte steile Steigung zum Aussichtspunkt ansteht. Viel zu schnell fahre ich durch das Tal. Die Straße ist nicht wirklich Gut. Und mit dem Mountenbike kommt man auch nicht so wirklich voran. Die Aussicht in das Tal hinab ist dafür hervorragend. Unzählige Terrasenfelder liegen auf den beiden Seiten des Flusses. Wie wird erst die Schlucht aussehen. Nach 2 ½ Stunden komme ich zum ersten Tunnel. Keine Taschenlampe eingesteckt. Also muss ich den alten Weg Außenrum nehmen. Ist auch viel besser so.

Auf der anderen Seite kann man sehen, wie Steil der Weg jetzt wird. Ich stelle einige Berechnungen an. Die warme Sonne, die Höhe und meine schlechte Kondition raten mir zu einer vorzeitigen Umkehr. Eine Einwegtour wäre deutlich besser gewesen. Auf eine Mitnahme auf dem Rückweg will ich nicht spekulieren (Anmerkung: Sollte eigentlich kein Problem sein. Pickups fahren auf der Strecke zu genüge.). Also drehe ich notgedrungen um. Die Rückfahrt wird zur Qual. Viel zu heiß. Viel zu steil. Zu wenig Wasser und viel zu viel schlechte Straße. Gelegentlich kommt ein klappriger Bus bzw. die klimatisierte Version der Touristen an mit vorbei. Auffällig der nagelneue Toyota mit der jungen blonden Fahrerin am Steuer. Mit einer zugigen Geschwindigkeit geht durch die Schlaglöcher. Mutig. Hätte ich genau hingesehen, währe mir aufgefallen, dass es sich um meine Mitwagen Mitgenossen vom Flugplatz gehandelt hat. Aufklärung Später. Auf der Rückfahrt nehme ich mir Zeit, die kleine Dörfer bzw. Kirchen zu besichtigen und noch so das ein oder andere Foto zu schießen. Jeder Halt, ist eine Willkommene Erholung.

Gegen 16.00 Uhr bin ich wieder in „Chivay“. Ziemlich kaputt. So manche Steigung musste ich schieben. Es ging einfach nicht mehr. Die Nachmittagsschicht ist inzwischen eingetroffen. Stolz erzähle bzw. zeige ich die Strecke die ich zurückgelegt habe Immerhin 50 Kilometer. Schade das mir die letzten 15 Kilometer zum „Mirador Cruz del Condor“ fehlen. Vielleicht Klappt es ja Morgen irgendwie.
Sehr Müde geht es unter die Dusche. Nach diesen Strapazen habe ich mir ein gutes Essen verdient. Mit sehr großem Hunger geht es in die Pizzeria. Man kann zwischen klein, mittele und sehr groß auswählen. Die Mittlere sollte für mich alleine reichen. Ich bin der einzigste Gast. Die Rechnung hält sich in Grenzen. Jetzt muss ich nur noch den Weg zum Bett schaffen. Was auch nicht schwierig ist.



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Kommentare

  • ramirez

    Schöner , abenteuerlicher und ausführlicher Bericht über peru. Viele hilfreiche Informationen. Ich war schon 2 Mal dort .Ist für mich fast wie eine zweite Heimat . Die Anekdokten treffen sehr gut zu die Lebensumstände in Peru.Gratuliere. JB Globetrotter.

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzugeben. Peru 2007 4.75 4

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