Mit dem Fahrrad an der deutschen Donau, Teil II - Juni 2011

Reisebericht

Mit dem Fahrrad an der deutschen Donau, Teil II - Juni 2011

Reisebericht: Mit dem Fahrrad an der deutschen Donau, Teil II - Juni 2011

Nachdem wir 2009 schon die Teilstrecke von Donaueschingen nach Donauwörth bewältigt hatten, sattelten wir zwei Jahre später erneut die Räder. Diesmal sollte der zweite Teil der deutschen Donau von zuhause bis in die Dreiflüssestadt Passau in Angriff genommen werden - erneut eine interessante Kombination aus sportlicher Betätigung, viel Natur und reichlich Kultur.

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16.06.2011

16. Juni 2011: Von Schwaben nach Altbayern

Wo die Wörnitz in die Donau...

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Wir liegen im Gras. Über uns die breiten Kronen alter Laubbäume, vor uns fließt gleichmäßig und breit die Donau vorbei und von irgendwo weiter hinten im Park tönen gedämpft die Schreie von Kindern aus dem Freibad, in dem an diesem warmen Tag mitten in den Pfingstferien Hochbetrieb herrscht. Unsere Räder haben wir an einen Baumstamm gelehnt, die Brotzeit und das Getränk tun jetzt gut: Die ersten 40 Kilometer auf dem Donau-Radwanderweg sind geschafft, die Fortsetzung der Tour, die uns vor zwei Jahren von Donaueschingen bis an unseren Wohnort Donauwörth geführt hat, hat begonnen und uns bereits weiter nach Neuburg getragen.
Auf zu fremden Gefilden, Neues entdecken: Was uns gemeinhin immer wieder antreibt, ein ums andere Mal den Anstoß zum Reisen gibt, taugt diesmal nicht als Begründung, warum wir uns heute Mittag, nachdem wir tagelang die Wetterprognosen verfolgt haben, mit gepackten Rucksäcken aufs Rad geschwungen haben und losgefahren sind. Die Route entlang der bayerischen Donau führt durch wohlbekanntes Gebiet; mag sein, dass es das eine oder andere Kleinod unterwegs gibt, das wir noch nicht kennen, doch Hauptmotiv dieser mehrtägigen Tour ist neben dem sportlichen Aspekt einfach das Unterwegs-Sein, das Nahe-an-der-Natur-Sein an sich.
Zum „Einrollen“ tut es von Donauwörth aus die flache Südvariante der offiziellen Route, denn auf der Hauptstrecke am Nordufer der Donau hätten wir gleich die ersten paar Kilometer einige kräftige Steigungen zu überwinden gehabt – hinterher wären wir zwar durch schöne Abfahrten belohnt worden, per Saldo wäre der Kraftaufwand aber garantiert höher gewesen als auf dem von uns gewählten Weg.



Bayerisch-heiterer Rokoko...

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So überqueren wir bereits nach einstündiger Fahrt den Lech und sind damit in Rain angekommen. Die frühere Grenzstadt des Herzogtums Bayern markiert den Beginn des altbayerischen Raumes. Bekannt ist sie vor allem durch die ausgedehnten Parkanlagen eines großen Garten-Centers, doch gemütlich ist es auch in der lebendigen, kleinen Altstadt. Einer näheren Erkundung bedarf es in meiner Geburtsstadt, die ja auch Arbeitsort von uns beiden ist, wahrlich nicht; aber eine kurze Pause in einem Eiscafé darf schon sein, ehe die Fahrt weitergeht.





Hoch über dem Donau-Ufer...

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Bis Neuburg geht es aber auch am Südufer der Donau nicht ganz ohne Steigungen ab, bei den schwülwarmen Temperaturen an diesem Nachmittag gestaltet sich das durchaus anstrengend. Die alte, uns gut bekannte Kreisstadt teilt sich im Zentrum in zwei sehr unterschiedliche Bereiche: Da die auf einem Hügel über der Donau gelegene Altstadt mit dem mächtigen Renaissance-Schloss, das im 16. Jahrhundert von den Herrschern des damals neu entstandenen Herzogtums repräsentativ gestaltet wurde, dort die Neustadt, die unten am Fluss im Flachen entstanden ist und heute das belebte Geschäftszentrum mit kleinen Straßen und Gässchen ist.



Jagdschloss der Neuburger...

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Östlich der Stadt erstreckt sich die Tiefebene des Donaumooses. An dessen nördlichem Rand entlang folgen wir dem Lauf der Donau weiter und erreichen nach wenigen Kilometern das in einer friedlichen Wiesenlandschaft vor sich hin träumende Jagdschloss Grünau, das ebenfalls im 16. Jahrhundert im Auftrag der Neuburger Herzöge errichtet wurde.



Durch ruhige Felder und Auen gelangen wir schließlich nach Weichering. Dort steuern wir den Landgasthof Vogelsang an, in dem wir unsere erste Etappe beenden.


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Kommentare

  • Blula

    Lieber Wolfgang!
    Auf diesem Streckenabschnitt, der für mich durch eine der reizvollsten Gegenden Deutschlands führt, bin ich Dir diesmal besonders gerne gefolgt, da mir alle diese Städte mehr oder weniger wohlbekannt sind. Ob man diese Tour nun mit dem Fahrrad macht, wobei auch die sportliche Betätigung nicht zu kurz kommt, oder motorisiert, man kann sie nur jedem empfehlen. Sie bietet für Natur- und Kulturinteressierte unglaublich viele Highlights.
    Dein Bericht und die schönen Bilder dazu hat mir ausgezeichnet gefallen !!
    LG Ursula

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