Vietnam 2011

Reisebericht

Vietnam 2011

Reisebericht: Vietnam 2011

Eine dreieinhalbwöchige Reise mit dem Bus durch Vietnam.
Von Saigon ins tropische Mekong-Delta. Über das Seebads Nha Trang und des geschichtsträchtige Hoi An in
die Kaiserstadt Hue. Sowie der Besuch der Halong-Bucht und der Kolonialstadt Hanoi.

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Nach Saigon

Tag 1

„Frankfurt“ - „Hanoi“

Ein schöner sonniger Sonntagmorgen. Die Mainmetropole (Frankfurt) zeigt sich von Ihrer besten Seite. Der anbrechende Frühling, lässt die ersten grünen Blätter sprießen. Nach einem Ausgiebigen Frühstück, bleibt noch etwas Zeit, um an einigen Wolkenkratzern vorbeizuschlendern und das ein oder andere Motiv abzulichten.

Nach der gestrigen Anreise, hatte ich schon vom Maintower einen Rundumblick auf die Stadt absolviert. Jetzt aber los. Schnell noch die Tasche aus dem Hotel holen und mit der S-Bahn zum Flughafen hinüber.

Habe mich dieses Jahr wieder für eine Gruppenreise entschieden. Hat vor zwei Jahren, schon mit selbigem Reiseveranstalter, reibungslos funktioniert. In Vietnam kann man keinen eigenen Mietwagen fahren (Ist auch Gut so) und „alleine“ mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus / Bahn), habe ich auch keine Lust und Nerven.

Der Schalter von „Vietnam Airlines“, ist schnell gefunden und es gibt auch keine nennenswerte Warteschlange. Leider hat das mit dem Direktflug nicht ganz geklappt und wir müssen über „Hanoi“ nach „Saigon“, Entschuldigung „Ho-Chi-Minh Stadt“ (kurze HCM oder HCMC) fliegen. Eine Boordingcard gibt es allerdings nur für den ersten Teil. Dafür kann ich aber das Gepäck schon bis zum Ziel aufgeben.

Der Besuch von „Terminal 1“ ist obligatorisch. Leider sind hier Heute nur wenige Starts und Landungen zu sehen. Rechtzeitig geht es wieder zurück, um die „Security“ zu passieren. Vor der Zollkontrolle, hat sich eine enorme Warteschlange gebildet. Am Sonntagmorgen, sind nur zwei Schalter geöffnet. Nur langsam geht es vorwärts. Nach hinten hin wird die Schlange immer länger. Weiter in die Halle hinein, reihen sich die wartenden auf. Endlich komme auch ich an die Reihe. Kurts Pass vorzeigen und weiter geht es. Eine zentrale Personen und Handgepäckkontrolle gibt es hier nicht. Jedes „Gate“, verfügt über seine eigene Kontrollstelle. Der Wartesaal ist noch spärlich gefüllt. Kurz vor Abflug, sind dann aber auch alle Plätze belegt. Als letztes gehe ich an Bord. Der Flug scheint gut ausgelastet zu sein.

Die nächsten 10 Stunden, mache ich es mir gemütlich. Nach dem „Abendbrot“, versuche ich etwas zu schlafen. Gut das das Kabinenlicht dazu heruntergefahren wird. Die Nach verläuft ruhig und nur gelegentlich gibt es einige Turbolenzen.


Tag 2

„Hanoi“ - „Saigon“

Ungefähr zwei Stunden vor Ankunft, ist wecken und ein kleines Frühstück wird gereicht. Danach beginnt auch schon die Landevorbereitungen. Bis kurz vor der Landung, gibt es nicht viel zu sehen. Dichte Wolken liegen über der Stadt. Die Landung ist hart und die Maschine schlingert auf der kurzen Bahn beim bremsen ansehnlich.

In der Ankunftshalle angekommen, stellt sich nun die Frage: Bekomme ich meine Bordingcard nach „Saigon“ vor oder hinter der Einwanderungskontrolle. Nebenbei bietet sich auch ein Blick auf den „Visa on Arrival“ Schalter. Hier hat sich schon eine ansehnliche Warteschlange gebildet. Viel Reisende nutzen inzwischen die kostengünstigere Alternative zu dem Visum, dass von der Botschaft ausgestellt wird. Hatte ich eigentlich auch vor, aber durch die zusätzliche Umsteigeaktion, hatte ich dies aus Zeitgründen (Netto 1 Stunde bis zum Bording) wieder verworfen. An einem Schalter für „Connecting flight“, hat sich auch schon eine kleine Schlage gebildet. Stelle mich hier mal an. Nur sehr langsam geht es voran. Jeder Anfrage und Ticketausstellung, wird mittels „Walkie Talkie“ verifiziert. Als ich nur noch wenige Reisende vor mir habe, stellt sich Raus: Hier geht es nur um internationale Weiterflüge. Ein kleiner Hinweis, währe sicherlich hilfreich gewesen. Die „Arrive“ Leute, müssen auch noch etwas Geduld haben. Einige fangen erst jetzt an, ihre Formulare von zu Hause auszufüllen.

In der Zwischenzeit, haben sich die Schlangen, an den Zollposten, komplett abgebaut. Man hat Sage und Schreibe, 10 bis 15 freie Schalter zur Auswahl. Das ist doch mal ein Service. Kurz den Pass mit dem eingeklebten Visum vorzeigen und schon darf ich passieren. Ein Stempel gibt es natürlich auch noch. Beim Verlassen des Ankunftsbereichs, gibt es eine zusätzliche Sicherheitskontrolle. Mal was Neues.

Inzwischen haben sich auch schon einige weitere Mitreisende meiner Reisegruppe, die auch noch keine Bordingcard haben, eingefunden. Zusammen geht es eine Etage zur Abflughalle hinauf. Der Versuch, beim Check-In die ersehnte Karte zu bekommen, erweist sich als gute Idee. Jetzt bleibt noch etwas Zeit, um sich Vorzustellen und zusammen durch den Security-Check in die Inlandsabflughalle hinüberzugehen. Der Check verläuft recht zügig. Ein halbe Stunden später, ist Bording. Mit derselben oder einen anderen 777, geht es nun noch einmal auf den zwei stündigen Weiterflug nach „Saigon“. Diesmal ist die Maschine aber fast leer.

Auch hier ist beim Landeanflug nicht viel zu erkennen. Dichte Suppe. Nach einigen bangen Warteminuten, kommt auch das Gepäck auf dem Förderband zum Vorschein. Beim Rausgehen, wird noch mal der Gepäckabschnitt verglichen (Nicht vorher Wegschmeißen, keine gute Idee), dann darf man in die Ankunftshalle. Viele Schilder mit den diversesten Namen und Reiseveranstalter, werden in die Höhe gehalten. Unserer ist auch dabei. Wir werden gleich weiter zu unserem eigentlichen Reiseleiter geschickt. Der wartet bereits draußen auf uns. Nach einem kurzen Händeschütteln, werden wir gleich zu dem nächsten Geldautomaten geschickt. Am Flughafen sind die maximalen Auszahlungsbeträge in der Regel höher, als an den in der Stadt. Mit sage und Schreibe 4 Millionen Dong (130 Euro) im Portmonee, geht es zu unserem Bus weiter.

Auf der Fahrt zu unserem Hotel in der Innenstadt, bekommen wir schon mal die wichtigsten Informationen zu Programm, Stadt und Verhalten auf der Straße mitgeteilt. Unterwegs kann man auch schon einige Eindrücke, auf den uns bevorstehenden Straßenverkehr bekommen. Im Hotel angekommen, werden die Zimmer schnell verteilt.

Um die Zeitverschiebung zu kompensieren, wird uns empfohlen, gleich mit auf eine erste Tour, durch die Stadt mitzukommen. Immer hinter unserem Reiseleiter, geht es im Gänsemarsch über die ersten Straßen. Gar nicht so einfach. Ampeln gibt es gelegentlich. Aber die Rechtsabbieger, nehmen das nicht so genau. Auch kommt uns das ein oder andere Mal, ein Motorroller auf dem Gehweg entgegen. Die Verkehrsdichte ist einfach unbeschreiblich. Tausende von Fahrzeugen, fahren um und neben einem. Das Ganze wird vom ständigen Hupen begleitet. Vorbei es hier nur um die reine Signalisierung geht.

Bei Straßen ohne Ampeln, wird man regelrecht vom Verkehrsfluss umschlossen. Immer gleichmäßig hinübergehen. Die sicherste Methode. Die Fahrer passen ihre Geschwindigkeit entsprechend an. Nach ein paar weiteren Kreuzungen, haben wird den Dreh raus. Inzwischen sind wird auch schon bei der Kathedrale im Zentrum angekommen.

In einem kleinen Lokal, direkt am Platz, machen wir eine kleine Pause. Bei einem ersten „Drink“, bietet sich auch die Gelegenheit, sich endlich mal vorzustellen und weiter Details der Reise und deren Verlauf zu klären.

Insgesamt sind wir 12 Gäste, ein Reiseleiter und ein offizieller Begleiter des Landes. Bevor es zum Fluss weitergeht, machen wir noch einen Abstecher zum alten Hauptpostamt. Auf der „Promenade“, geht es an der Oper vorbei. Diverse Geschäfte laden zum „Shoppen“ ein. Die Anlegestellen am Fluss, sind nicht wirklich sehenswert. Am Hotel „Majestic“ vorbei, geht es wieder bis zu „Rex“ hinauf. Eine weitere Pause, auf dessen Dachterrasse, wird von allen begrüßt.

Als nächstes steht der Besuch vom „Be-Thanh-Markt“ an. Hier dürfen wir auf eigene Faust, auf Entdeckungsreise gehen. In diversen Sektionen aufgeteilt, kann man hier alles vom Bleistift über Obst und Gemüse bis zum frisch Fleisch bekommen. Auch einige Garküchen sind hier angesiedelt.

Danach steht das Abendessen auf dem Programm. Inzwischen wird es auch so langsam dunkel. Das kleine Restaurant, liegt im „Backpacker-Viertel“. Die Speisekarte bietet viel Abwechslung. Mutig werden die ersten Bestellungen aufgegeben. Beim Bier könne wir zwischen „Red-“ oder „Green-Saigon“ auswählen. Natürlich gibt es auch nichtalkoholische Getränke. Für den Rückweg, nehmen die meisten ein Taxi. Ich entscheide mich für den Fußweg. Immer an den Hochhäusern orientierend, ist eine Navigation zwischen den Häuserschluchten durchaus möglich. Am Abend herrscht noch viel mehr Betrieb, auf den Straßen und Gehwegen. Nicht selten, ist ein Weiterkommen auf der Straße möglich. An jeder freien Ecke, haben sich die Menschen auf kleinen Hockern, zum Essen niedergelassen.

Nach ein paar Kurskorrekturen, ist die Hauptstraße zum Hotel erreicht. Ein kurzer Abstecher in einem Supermarkt und ausreichend Wasser und ein paar Kekse sind auch noch organisiert. Die Wertmarke für das Frühstück, bekommt man nur am Vorabend, an der Rezeption. Der Sozialismus lässt grüßen. Erschöpft geht es zu Bett.


Tag 3

„Saigon“

Die erste Nacht, habe ich gut überstanden. Nur am frühen Morgen, hat ein Hahn aus einem der Hinterhöfe, für etwas Unruhe gesorgt. Der Frühstücksraum befindet sich im Kellergeschoss. Pünktlich findet sich die Meisten aus unserer Reisegruppe ein. Am Vormittag ist eine Rikschas (Cyclos) Tour durch die Stadt geplant.

Das Buffet biete abwechslungsreiche Kost. Vorsichtig werden die ersten für uns untypischen Frühstückscerealien (Warm und Kalt) gekostet. Kaffee uns Saft und viel Obst gibt es zu genüge.

Vor dem Hotel, haben sich inzwischen unserer Fahrer eingefunden. Selbstsicher begeben wir uns in dessen Hände. Im organisierten Chaos, geht es auf die Straße. Neben und hintereinander, bewegen wir uns mitten im Verkehr voran. Manchmal hat des den Anschein, der Gegenverkehr kann nicht rechtzeitig Bremens und landet gleich auf meinem Schoss. An diversen Sehenswürdigkeiten, wird ein Halt eingelegt. Ein kleiner Tempel, darf natürlich auch nicht fehlen. Endstation ist der leider Heute geschlossenen „Binh-Tay-Markt“ in „Cho Lon“. Nach einer weiteren Pause, lassen wir uns in verschiedenen kleineren Gruppen, an die unterschiedlichsten Orte weiterfahren. Für mich geht es noch mal ins Zentrum der Stadt. Von hier, kann man gut seine eigene kleine Rundtour starten.

An diversen Gebäuden und Plätzen, geht es bis in direkte Zentrum. Auch ein Besuch des „Vit-Com“ Center lässt sich einrichten. Der Wohn- und Büroturm, bietet in seinem Erd- und über mehrere Tiefgeschossen, eine Einkaufsparadies der Extraklasse. Alles renommierten Französischen und Italienischen Modedesigner sind hier vertreten. Auch diverse Niederlassung für Diamanten und Gold sind vorzufinden. Ganz unten, findet man dann noch eine Vielzahl von Restaurant und Bars, sowie einen großen Supermarkt und sogar eine Bäckerei. Das ganze ist natürlich voll klimatisiert. Vor dem Gebäude, gibt es einen kleinen Park (mit Wasserspielen), wo man Ruhe, die eingekauften Leckereien essen kann.

Bei der Kathedrale, ist inzwischen die „Hölle“ los. Ein Touribus nach dem anderen, hält vor dem Portal. Die Menschenmassen strömen in allen Richtungen auseinander. Mit etwas Geschick, kann man aber auch ein paar nette Bilder, ohne diverse Köpfe im Bild bekommen.

Langsam mache ich mich auf den Rückweg. Die Sonne hat inzwischen einen idealen Stand (15 Uhr) erreicht. Eine gute Gelegenheit, die Verkehrsmassen an den Kreuzungen abzulichten. Gar nicht so einfach. Immer wider, kommt eine unvorhergesehenes Fahrzeug ins Bild.

Um noch ein Überblicksbild, von der Umgebung des Hotels zu machen, fahre ich mal Versuchsweise, bis in den 12 Stock hinauf. Eine Dachterrasse bietet eine optimale Ausgangslage. Auch Stühlen und Tischen wurde nicht vergessen. Wenn auch alles Eingemottet wurde. Bis zum Aufbruch des gemeinsamen Abendessens (Freiwillig), bleibt noch etwas Zeit, um einen Blick in den Reiseführer zu werfen.

Zu Fuß machen wir uns auf den Weg. Das Ziel ist nach knapp 20 Minuten erreicht. Inzwischen haben sich alle gut an den Verkehr gewöhnt. Problemlos erreichen wir unser Ziel. Das „Restaurant“ ist ein besserer Platz am Marktrand, direkt an der Straße. Gekocht wird direkt hinter uns auf ein paar Brettern und teilweise direkt auf dem Boden. Natürlich alles unter freien Himmel. Das einfache Essen schmeckt aber sehr Gut.

Da der Abend noch jung ist, entscheiden wir uns spontan, für eine kleine Party, auf der Dachterrasse von unserem Hotel. Unterwegs können wir noch eine paar Getränke organisieren. Oben angekommen, sitzen wir fast im Dunkeln, an einigen zusammengestellten Tischen und Stühlen. Leider ist die Brüstung so hoch, dass man im Sitzen nicht über sie hinweg auf den Verkehr sehen kann. Kurz vor Mitternacht, verabschieden wir uns, da ja Morgen ein Tagesausflug auf dem Programm steht.



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