Namibia / Botswana / Simbabwe (2013)

Reisebericht

Namibia / Botswana / Simbabwe (2013)

Reisebericht: Namibia / Botswana / Simbabwe (2013)

Eine dreiwöchige Reise mit dem Bus durch Namibia, Botswana und Simbabwe.
Von Windhoek über Sesriem, Swakopmund, Spitzkoppe zum Etosha NP.
Weiter zum Okavango Delta dem Chobe NP sowie den Victoria Falls.

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Von Windhoek nach Sesriem

Tag 1
„Frankfurt“ - „ Johannesburg“

Der Zug fährt fast pünktlich im Frankfurter Fernbahnhof ein. Bei den diversen Wetterkapriolen der letzten Tage, fast ein kleines Wunder. Gut das ich nicht in Mainz wohne. Die haben da auch ein kleines Problem. Bis zum Abflug ist aber noch genügen Zeit. Die Maschine startet erst um 21.00 Uhr. Den „Check-in“, habe ich schon kurz vor der Abfahrt, direkt bei SAA auf deren Webseite durchgeführt. Sowie die beiden dazugehörigen Boardkarten ausgedruckt. Mal schauen, ob das ein Zeitvorteil einbringt. Der Nachtflug führt über „Johannesburg „ nach „Windhoek“. Dort sollte ich dann so gegen Mittag eintreffen.

Am Freitagnachmittag, ist erstaunlich wenig los am Terminal 1. Die Schalter von SAA sind schnell gefunden. Ein separater Schalter, für die Gepäckabgabe ist auch vorhanden. Ein paar kleine Problemen, scheint es aber mit dem Computer zu geben. Werde aber trotzdem abgefertigt. Trotzdem alles noch deutlich schneller, als der „Check-In“ an den traditionellen Schaltern.
Gepäckwagen noch zurückbringen und weiter zum Gate. Passkontrolle und Security werden ohne große Wartezeiten absolviert. Nur mein Kamera / Objektive muss wie üblich zur separaten Sprengstoffkontrolle. Alles Ok. Jetzt bleibt noch genügen Zeit bis zum Boarding.

Pünktlich erfolgt der erste Aufruf. In dem großen Airbus A320, passen verdammt viele Leute hinein. Fast ausgebucht. Im hinteren Teil der Maschine, mach ich es mir bequem. Sind ja erst einmal nur 10 Stunden bis nach „Johannesburg“. Mal sehen, wie gut man in den Sitzen schlafen kann. Nach dem Abendbrot, sowie ein bisschen „Infly“ - Entertainment, probiere ich es auch gleich mal aus.


Tag 2
„Johannesburg“ - „Windhoek“

Mit so einigen Unterbrechungen, viel Lärm und kräftigen geschaukel, habe ich die Nacht hinter mich gebracht. Noch ein kleines Frühstück und die pünktliche Landung in „Johannesburg“ steht an. Bis zum Weiterflug nach „Windhoek“, bleibt noch genügen Zeit, um sich den einen oder anderen „Duty Free“ Laden anzuschauen.

So langsam wird die Anzahl der Mitreisenden überschaubarer. Wer zu meiner Reisegruppe gehört, ist aber noch nicht ersichtlich. In spätestens zwei Stunden, werde ich es ja dann wissen. Der etwas kleinere Airbus, bringt uns auf den direkten Weg, in die Hauptstadt von „Namibia“. Vom Fensterplatz aus, kann man die endlose Ebene von „Botswana“ betrachten. Einzig eine gigantische Mine mit dem entsprechen zugehörigen Loch, bringt etwas Abwechslung in die karge der Landschaft. Sonst gibt es nichts zu sehen.

Der Flughafen in „Windhoek“ ist so klein, dass wir direkt von der Maschine übers Rollfeld zum Terminal gehen können. Die Schlange vor der Immigration ist erstaunlich lang. Den dazugehörigen Zettel, konnten wir schon vorab in der Maschine ausfüllen. Kurze Kontrolle, eine paar Fragen und man darf passieren. Bis mein Gepäck auf dem Band liegt, vergeht so einige Zeit. Da aber auch noch viele Andere warten, mache ich mir noch keine großen Sorgen. Fast als letztes, kommt dann doch noch meine Tasche zu Vorschein. Am Ausgang wartet bereits schon ein Vertreter unserer Reisegesellschaft. Das Schild kann man schnell aus der großen Anzahl der auch anwesenden Konkurrenz ausmachen.

Entscheide mich schon mal etwas Geld abzuheben. Noch ist vor dem Automat keine große Schlange. Auch besteht hier die Möglichkeit Bargeld zu wechseln. Der Geldautomat akzeptiert nur Visakarten. EC-Maestro sowie einige „Visa“-Karten werden abgelehnt. Meine wird anstandslos akzeptiert. In der Stadt gibt es aber ausreichend Alternativen. Mit etwas Namibischen Dollar versehen, geht es zurück zu der inzwischen größer gewordenen Reisegruppe. Insgesamt stellt sich die Gruppe aus 15 Personen einen Koordinator sowie Koch und Fahrer zusammen. Zusammen machen wir uns zum Bus / Truck auf. Das robuste Gefährt, wird uns die nächsten 3 Wochen durch einen kleinen Teil von Afrika bringen.

Der Flughafen liegt etwas außerhalb der Stadt. Unser Hotel für die erste Nacht, liegt direkt im Zentrum von „Windhoek“. Gezeltet wird auf unserer Reise nur außerhalb der Städte.

Eigentlich sollte es keine Einzelzelt auf der Tour geben, habe deshalb für die drei Hotelnächte kein Einzelzimmer gebucht. Fast alle anderen Singles, haben sich aber gegen Aufpreis, ein separates Zelt zusichern lassen und somit auch ein eigenes Hotelzimmer. Muss mir also auf der Reise ein Zimmer / Zelt teilen. Zeitnah haben wir uns für eine kurze Besprechung verabredet. Ein paar Details werden besprochen. Sowie ein optionalen Termin, für ein zünftiges Abendessen, in einem stadtbekannten Restaurant festgelegt. Danach können wir den Rest des Samstagnachmittages, in der Stadt verbringen. Viele Geschäfte haben bereits geschlossen. Nur ein paar Supermärkte haben noch geöffnet. Schnell noch einen Stromadapter für 21 N-Dollar (1,70 Euro) kaufen. Man kann ja nie wissen. Sehr vertrauenswürdig sieht das Plastikding allerdings nicht aus. Hat aber auf den drei Wochen tadellos funktioniert.
Ab 15.00 Uhr mache ich mich auf, um einmal quer durch die Innenstadt zu laufen. Mal zu den beschriebenen Sehenswürdigkeiten. Mal einfach nur der Nase nach. Die Innenstadt ist fast ausgestorben. Nur im Stadtpark und im alten Fort, sind einige Menschen zugegen. Im Park vor dem „Tintenpalast“, findet eine Hochzeit unter freien Himmel statt. Großer Bogen vor dem Traualtar, viele Gäste und gelangweilte Kinder in Anzug und Kleid. Eine prächtige Feier bei besten Wetter (20 C°), mitten im Winter.

Noch eine paar Runden um die Kirche, sowie dem Bahnhof und ich bin auch schon wieder beim meinem Hotel angelangt. Bis zur Abendesse ist es aber nicht mehr lange hin. Mit dem Bus machen wir uns auf die kurze Strecke. Das Restaurant ist wirklich sehr rustikal. Wir machen es uns in einem der Anbauten an einem langen Tisch bequem. Die Karte bietet viel „Game“ Fleisch zur Auswahl. Sprich Steaks von Kudu, Orix oder Impala. Jeder probiert etwas anderes aus. Das allgegenwärtige „Windhoek“ Bier, wird uns in den nächsten Wochen immer wieder begegnen. Gut gestärkt, geht es frühzeitig wieder zurück. Die Rechnung muss Pausschal beglichen werden. Ein großer Batzen an Scheinen, formiert sich in der Tischmitte. An Steuern und Trinkgeld, müssen wir uns aber noch gewöhnen. Ziemlich müde begebe ich mich zu Bett.


Tag 3
„Windhoek“ - „ Sesriem“

Urlaub, aber der Wecker klingelt trotzdem am Sonntagmorgen. Heute ist unsere erster Reisetag in Namibia. Das Frühstücksbuffet ist reichhaltig und sehr gut. Für die nächsten zwei Tage, geht es erst einmal in den Süden nach „Sesriem“ hinab. Pünktlich geht es los. Unterwegs wollen wir noch unsere persönlichen Wasservorräte aufstocken. Die erste Tankstelle in der Stadt, hat keine bis wenige 5 Liter Kanister. Die nächste Tankstelle weiter außerhalb, hat kein Strom und deshalb geschlossen. Eine weiter ist noch nicht fertiggestellt. Schlussendlich finden wir aber einen kleine Supermarkt, mit entsprechendem Sortiment.

Kurz darauf, verlassen wir die asphaltiert Straße und setzen unseren Weg auf der Piste bis nach „Sesriem“ fort. Vor dem Ziel, machen wir noch eine Kaffepause in der kleinen Oase „Solitaire“. Eine sehr schöne Anlage. Die künstlerische Gestaltung ist etwas extravagant. Die „Dessert-Bakery“ aber umso besser. Der hausgemachte Apfelkuchen, ist über alle Grenzen berühmt. Wir lassen uns auch ein großes Stück geben. Im Anschluss bleibt noch genügend Zeit, die naheliegende Umgebung zu erkunden. Auf der letzten Etappe des Tages, sehen wir schon ein paar erste Antilopen. Große Aufregung.
Unser Campingplatz, liegt direkt vor den Toren von „Sesriem“. Etwas hinter der Tankstelle. Es herrscht etwas Skepsis, was Ort und Sanitäre Ausstattung angeht. Vor allen da wir auch ein paar Camping unerfahrene Teilnehmer unter uns haben. Alles etwas staubig. Unsere Begleitmannschaft, zeigt uns am Beispiel des ersten Zelts, den grundsätzlichen Aufbau. Danach dürfen wir selber ran. Am Anfang noch etwas ungewohnt. Wir werden aber von Tag zu Tag besser. Schnell gewöhnen wir uns an den Umgang mit den schweren Stangen und der behäbigen Plane. Schnüre gibt es Gott sei Dank keine. Alles sehr minimalistisch. Stangen spanne, Plane einhängen und fertig.
Als Schlafunterlage, bekommen wir alle eine dicke Matte ausgehändigt. Bis zum Abendbrot, ist noch ausreichend Zeit. Die nahe Tankstelle, versorgt uns noch mit ein paar zusätzlichen Getränken. Auf kleinen Klappstühlen, machen wir es uns bequem. Gegen 18.00 Uhr geht die Sonne unter. Anschließend wird es auch schnell dunkel und die ersten Sterne erscheinen am Nachthimmel. Keine Lichtverschmutzung, wir können die volle Pracht der südlichen Hemisphäre genießen. Viele Sternenbilder sind uns unbekannt. Auch ein mitgebrachter Sternenführer, bringt am Anfang nur wenig erhellende Momente.

Zwischenzeitlich hat unserer heutige Küchenmannschaft, unter der Leitung des Kochs, eine üppiges Mal zubereitet. Bevor wir aber an die Töpfe dürfen, bekommen wir noch eine Unterweisung in sachgerechtem Händewaschen. Hierfür stehen auf der weiteren Reise für alle Malzeiten, zwei Waschschüsseln zur Verfügung. Tische haben wir leider keine. Das Essen wird also mit dem Teller auf den Knien im Dunkeln eingenommen. Gelegentlich blitzt eine Stirnlampe auf. Für den abschließenden Abwasch, ist jeder selbst zuständig. Nur bei den großen Töpfen, ist wieder die Küchenmannschaft gefragt. Alles geht recht zügig vonstatten. Wer will, kann auch noch einen Nachschlag bekommen. Im Anschluss gibt es noch Tee oder Kaffee.

Es wird schnell kalt. Die wüstenartige Landschaft, kann hier keine wärme speichern. Schlotternd begeben sich fast alle sehr früh zu Bett. Für die erste Nacht in der Wüste, sind dicke Sachen, für alle mit Sommerschlafsack angebracht.



Windhoek Stadt


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