The Fog - Hamburg im Nebel des Grauens

Reisebericht

The Fog - Hamburg im Nebel des Grauens

Reisebericht: The Fog - Hamburg im Nebel des Grauens

Soll man sich Hamburg bei eisigen Temperaturen und dichten Nebelschwaden antun? Ich meine unbedingt! Das mystische und ein wenig schauderhafte des Hafens liegt während einem ständig im Nacken. Die Hamburger Originale und vor Kälte geschützten Gestalten tragen ebenfalls zu diesem Klischee bei. Aber es bleibt beim Klischee - die Hafenrundfahrt ist hoch interessant und absolut spannend!

Die Hafenrundfahrt

The Fog - Hamburg im eisigen Nebel des Grauens... kam mir als aller erstes in den Sinn während mir die eisigen Nebelschwaden an den Landungsbrücken ins Gesicht bliesen. Mystisch und ein wenig schauderhaft. Als Kapitän ‚Holzbein’ Prüsse mit seinem alten Kiel in See stach, wurde ich durch den Speaker beruhigt - der Nebel hatte noch nie jemanden verschluckt und wurde für verschollen erklärt. Also genoss ich die Fahrt durch die Fleete bei aufkommender Flut. Vorbei an den Lagerhallen der Speicherstadt. Keine Ahnung mehr wie viele Trillionen Trilliarden Teppiche und Kaffeebohnen hier lagern und zur Weiterverteilung parat stehen. Die Gebäude sind derart gut erhalten oder renoviert worden, dass man am liebsten sofort einziehen möchte. Mir fällt sowieso auf, dass die Hansestadt Hamburg ist extrem sauber ist - und wenn mir als Schweizer so etwas auffällt; dann ist es so. Als ich das Maritime Museum mit der Sonderausstellung 'Tief unten - Der U-Bootkrieg 1914 - 18' erblicke, weiss ich, diese Exposition ist was für Männer, die will ich mir nicht entgehen lassen. Aber ich muss auf dem Kahn bleiben... später dann. Beim Imposanten Bau der Elbphilarmonie geht es wieder um eine sehr hohe Zahl. Dabei ist die Rede von zehn Mal höheren Kosten die bei diesem extravaganten Gebäude entstanden sind - ist wohl in Hamburg ein kleines Politikum. Weiter geht es in der eisigen Kälte. Von Nass- und Trockendocks ist die Rede und von Schleusen die wegen des Schlamms und Sands durchquert werden müssen. Eine solche Schleuse bei der Ellerholzbrücke durchqueren wir - ganz unspektakulär - und gelangen via Ellerholzhafen zum Herzen des Hamburger Hafens. Hier sind die wirklichen Riesen der Weltmeere zu Gast. Ich bin überwältigt von der Grösse dieser Frachtschiffe. Und als mir wieder die Zahlen der Container die hier um-, ab- und verladen werden um die Ohren geschlagen werden, wird es mir leicht schwindelig. Weiter Flussabwärts, wieder in der Norderelbe, befindet sich der Terminal für die Passagierschiffe - im Winter gibt's wohl keine Kreuzfahrten. Schade. Dafür können wir der zu Metall und Beton gewordene Luxusdampfer, sprich das Dockland Office Building, bewundern. Retour geht es am U-Boot U-434 vorbei zum Ausgangspunkt. Die Angst ist weg, das Mystische und Geheimnisumwitterte eines in Dunst gehüllten Hafens habe ich behalten. Ein wenig muss ich sogar schmunzeln. Die Szene mit Peter Sellers als Inspektor Clouseau im Film ‚Revenge of the Pink Panther’ kommt mir in den Sinn, wie er als alter salziger Seebär mit Holzbein und aufblasbarem Papagei verkleidet auf einem nebelbehangenen Pier entlang humpelt.

Ich eile zum Maritimen Museum. Über neun Decks verteilt bewundere ich die Geschichte und Technik der Seefahrt. Die Schiffs-, Motorenmodelle und die Dioramen sind der Wahnsinn. Als gestandener Mann wird man ungewollt wieder zum kleinen begeisterten Jungen. Die Sonderausstellung zum Beginn des U-Bootkrieges, welche noch bis Ende März 2015 dauert, ist ebenfalls hochinteressant. Schon wegen des Gebäudes ein Besuch wert.

Den Fischmarkt in Hamburg Altona habe ich trotz des sonntagmorgens verpasst. Leichter Ärger kommt auf. Was soll's ich komme wieder, egal ob im Sommer oder Winter - Hamburg ist immer eine Reise wert.

Der Remygrant



Speicherstadt Brooksfleet


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Kommentare

  • RELDATS

    Für mich ein interessanter Bericht, weil ich eine Woche vorher auch eine
    Hafenrundfahrt gemacht habe.
    Ich hatte allerdings das Glück, daß zumindest die Sonne schien, saukalt war es trotzdem.
    Nette Grüsse von Josef

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