La Réunion: vielfältiges Naturparadies im Indischen Ozean

Reisebericht

La Réunion: vielfältiges Naturparadies im Indischen Ozean

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Sonntag, 4.1.2015 - mit Verspätung ab ins Paradies

Vollmond am Horizont

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Wie praktisch alle Reisenden müssen wir von München erst mal nach Paris - trotz der Länge ist der Flug nach Saint-Denis auf Réunion ein Inlandsflug... Wenigstens müssen wir in Paris nicht den Flughafen wechseln, weil wir uns für den Langstreckenflug mit der auf Réunion ansässigen Air Austral entschieden haben, die ab Charles-de-Gaulle fliegt.
Unser Flieger nach Paris hat auch kaum Verspätung, unser Gepäck geht in CDG durch, wir müssen zwar den Terminal wechseln, aber wir haben ja genug Zeit.
Dafür dauert's aber dann mit unserem Flug ins Paradies! Erst hat der Flieger, der direkt vorher aus Saint-Denis ankommt, schon bei der Ankunft in Paris Verspätung, was uns noch mal eine Dreiviertelstunde Wartezeit beschert. Dann teilt uns der Pilot nach dem Boarding mit, dass es ein Problem mit der Klimaanlage gibt. Im Endeffekt haben wir über zwei Stunden Verspätung beim Start in Paris...
Dann verwöhnt uns die Crew unseres Riesenvogels aber mit tollem Service, einem spitzenmäßigen Abendessen und einigen für Economy nicht gerade alltäglichen Kleinigkeiten.



Montag, 5.1.2015 - Ankunft im Regen

Bei unserer Ankunft am Flughafen Roland Garros in Saint-Denis begrüßen uns nicht nur angenehme Temperaturen, sondern auch ein warmer Regen.
Nach der Landung geht alles sehr schnell und problemlos. 10 Minuten nach dem Aussteigen haben wir unser Gepäck und noch mal 20 Minuten danach unser schönes Leihauto (auch wenn wir wegen des Wetters das Cabrio noch nicht ausnutzen können).
Wegen der genauen Anfahrtsbeschreibung finden wir ohne Probleme nach rund einer Stunde Fahrzeit zu unserer Unterkunft, den "Cases Couleurs". Der Empfang ist sehr nett, wir werden erst mal durch die Anlage geführt und dann bringt uns der Chef zu unserem Studio. Es ist einfach nur schön, trotz Regen!
Bei einer kurzen Runde durch die traumhafte Anlage nach dem Auspacken (und dem Regen) sehen wir schon zahlreiche Vögel, einige Agamen und eine große Achatschnecke.





Gegen Abend fahren wir zum Einkaufen in den nahen Supermarkt und kaufen Wein und Knabbersachen, wir finden auch ein Kochbuch mit kreolischen Rezepten.
Zum Essen fahren wir in den Ort Saint-Leu hinunter, wo wir (wieder einmal) ein tolles Lokal finden. Die kreolische Küche ist einfach genial - und auch das Gläschen Rhum arrangé zum Abschluss...





Dienstag, 6.1.2015 - lebendige Inselhauptstadt und alter Weg

Der Tag fängt für mich mit zwei Fotorunden durch die Anlage an, eine mit dem Tab (damit ich meinem Sohn schon mal was schicken kann) und eine mit der Kamera. Dann steht ein Frühstück auf dem Programm, das uns fast umhaut, besonders die frischen Früchte sind eine Schau!



Blick durch die Palmen



Nachdem das Wetter super ist, beschließen wir, mit offenem Verdeck nach Saint-Denis zu fahren - aber da tut sich gar nichts... Also müssen wir wohl noch mal zur Vermietung am Flughafen, so was wie eine Beschreibung ist nämlich nicht an Bord.
Zuerst fahren wir aber zum Barachois, der langen Promenade am Meer. Wir finden auch gleich einen Parkplatz und machen uns auf den Weg in die Altstadt. Zuerst gehen wir die Rue de Paris hinauf, besuchen die Kathedrale und bewundern die Villen der Haute-Volée des 19./20. Jahrhunderts.



Nicht nur zur Verzierung



Nach einem Abstecher in den Jardin de l'État spazieren wir zum Hindu-Tempel, den wir aber nur von außen sehen, in der Mittagszeit gibt's wohl keine Führung. Schade! Auch die beiden chinesischen Pagoden, die wir nach dem Petit Marché besuchen wollen, sind bis auf einen Nebenraum zu.
Wir gehen durch die Fußgängerzone zur großen Moschee Noor al Islam, der ältesten Moschee Frankreichs. Hier stehen wir nicht vor verschlossenen Türen, wir können alles ansehen, nur den Gebetsraum sollen wir nicht betreten, aber wir können hinein sehen. Danach spazieren wir zurück zum Auto, unterwegs trinken wir noch was und sehen im Meer sogar eine Schildkröte.



Tropisch üppig, aber gezähmt



Bei der Autovermietung ist unser kleines Problem schnell behoben - da hat man nur vergessen, uns bei der Übernahme des Fahrzeugs zu erklären, dass zum Öffnen des Verdecks die Zwischenabdeckung im Kofferraum geschlossen sein muss...
Jetzt können wir die Panoramastraße über La Montagne offen fahren! Über die kurvenreiche Straße geht es hinauf über die Hauptstadt, immer wieder haben wir tolle Ausblicke auf die Stadt und den Ozean.
Wir fahren zum Beginn des Chemin des Anglais, der ältesten Straße der Insel, die heute nur noch zu Fuß erkundet werden kann. Wir lassen das Auto stehen und wandern einige Zeit durch den niedrigen Trockenwald, sehen Agamen, eine große Heuschrecke und sogar ein Paar der seltenen Réunion-Weihen.



Inselhauptstadt am Ozean



Danach fahren wir weiter zur alten Lepra-Station von Saint-Bernard, wo wir nicht nur die alten Gebäude sehen (die inzwischen als Gewerbe genutzt werden), sondern auch einen Bambuswald.
Auf dem weiteren Weg nach La Possession sehen wir beeindruckende Landschaften, viel Natur und eine ziemlich große Kolonie von Dorfwebern.



Früher Zuflucht für Kranke



Nachdem wir die Brandung schon von der Autobahn aus gesehen haben, beschließen wir, nach dem Einkaufen fürs Abendessen (heute wird gegrillt) noch zum Souffleur von Pointe du Sel am südlichen Ortsrand von Saint-Leu zu fahren. Dieses Naturschauspiel ist einfach nur grandios! Durch bestimmte Formationen in der Lavaküste wird Gischt hoch in die Luft gespuckt - allerdings zeitversetzt zur Brandung. Der krönende Abschluss eines tollen Tages!



Naturspektakel


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Kommentare

  • Blula

    La Réunion..... selbst der Name dieser Insel im Indischen Ozean klingt ja schon nach Paradies... . Wie lohnenswert ein Urlaub auf diesem Eiland ist, das kann man in Deinem überaus anschaulichen Tagebuchbericht wunderbar nachlesen. Dass La Réunion schon allein von seiner Lage her ein Naturparadies sein muss, das läßt sich denken, dass es aber auch so viele landschaftliche Schönheiten zu bieten hat, und das quasi auf engstem Raum, das war mir bislang nicht bewußt. Ich kann mir denken, dass Ihr die Insel nochmals besuchen werdet, vielleicht zu einer wettermäßig günstigeren Jahreszeit. Diesmal stand ja bei Euch, wie erwähnt, einfach mal Abschalten und Erholung im Vordergrund. Da hat dieser Urlaub sicher sehr wohl getan.
    Danke für diesen sehr guten Bericht und die herrlichen Bilder dazu.
    LG Ursula

  • INTERTOURIST

    Reiseberichte über La Réunion sollten verboten werden.
    Diese traumhafte Insel ist bis heute ein Geheimtipp und vom Massentourismus verschont geblieben.
    Das sollte nach Möglichkeit auch so bleiben.
    Bekannte von uns, die dort Wanderurlaub machten, haben so davon geschwärmt, dass es auch auf meiner Wunschliste landete.

    LG Jörg

  • Schalimara

    Stimmt - La Réunion ist ein Geheimtipp. Auf unserer Reise 2010 wurden wir dort noch als dt."Exoten" wahrgenommen. Leider habe auch ich einen Reisebericht über diese Trauminsel veröffentlicht und konnte mich seither vor Anfragen bzw. Reisetipps kaum retten :-) Für diese Insel braucht man keinen Reiseveranstalter - einfach ein Auto mieten, einen guten Wanderführer und die ganze Insel erkunden. Die Landessprache ist überwiegend französisch und so erfährt man auch vieles was nicht im Reiseführer steht. (es gibt glaube ich, immer noch nichts brauchbares) Die Menschen auf der Insel sind sehr freundlich und hilfsbereit.

    Jörg - warte nicht zu lange - so langsam wird Reunion bekannt.

    LG Schalimara

  • patsmum

    Hallo zusammen!
    Erst mal danke für eure positiven Bewertungen!
    @ Schalimara + Jörg: Es stimmt, Réunion wird langsam bekannt - aber immer noch sind Deutsche dort selten, fast exotisch. Und ich denke, dass die Insel kein Ziel für Massentourismus wird, zum einen ist es immer noch fast unmöglich, als Individualtourist ohne halbwegs gute Französisch-Kenntnisse durchzukommen, zum anderen ist es ein für die große Masse deutlich zu teures Ziel (für einen Flug ohne Flugplatzwechsel in Paris in den Sommerferien bekommt man locker 3 Wochen mit AI irgendwo am Mittelmeer). Allerdings werden die Besucher mehr, denn jeder, der einmal dort war, will wieder hin...
    LG, Brigitte

  • globetrotter

    Sehr interessanter Bericht mit wunderschönen Bildern:)
    Reunion steht noch auf unserer Reisewunschliste, ich habe jetzt richtig Lust darauf bekommen:)
    LG Ute

  • ursuvo

    Dein interessanter Bericht hätte mir auch Lust gemacht, mal dorthin zu fliegen - diese Insel hat mich schon länger interessiert. Naja - man kann ja nicht alles haben - dafür habe ich Deinen schön bebilderten Bericht genossen!! LG - Ursula

  • weltreisen

    Brigitte, ein informativer und interessanter bericht, der mich an unseren aufenthalt in rèunion erinnert. wir waren im juni 2001 dort, sind von mauritius für eine woche rüber geflogen. zu der jahreszeit hatten wir keinen regen und konnten so alles von der insel im sonnenschein geniessen, was wir uns vorgenommen hatten.
    inge

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