Südfrankreich Canal du Midi

Reisebericht

Südfrankreich Canal du Midi

Reisebericht: Südfrankreich Canal du Midi

Im Spätsommer hat es uns nach Südfrankreich zum Canal du Midi verschlagen. Dort haben wir eine wunderschöne ruhige und entspannende Woche auf dem Hausboot verbracht und sind von Argens nach Carcassonne und zurück gefahren. Neben vielen Schleusen gibt es viele hübsche kleine Örtchen auf dieser Reise.

29.08.2014 - Start unserer Tour in Argens

Im Hafen von Argens

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Unser Boot, eine Penichette liegt schon bereit. Mit diesem Boot werden wir nun 6-7 Tage über den Canal du Midi schippern. Das Boot ist startklar und wir wurden eingewiesen sodass unserer Tour nun nichts mehr im Wege steht.



30.08.2014 - Heute geht es nach Puicheric

An der Schleuse in Puichieric

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Wir sind zeitig gestartet, haben nur einen Kaffee getrunken und sind erst mal losgefahren. Da die gesamte Strecke 54 Schleusen beinhaltet und Schleusen nur wenige Boote auf einmal durchlassen, wollten wir möglichst bei den ersten sein. Die Fahrt verläuft sehr angenehm und ruhig, im Moment sind noch nicht so viele Boote unterwegs. Zum ersten Mal halten wir in La Redorte an und trinken dort eine Cola. Wir haben im Parkverbot gehalten, dort wo man nicht anlegen darf, aber für ein halbes Stündchen scheint es kein Problem zu sein. Am Nachmittag fahren wir an Puicheric vorbei und halten bei einer lustigen Schleuse, der Schleusentreppe von L´Aiguille. Hier hat der Schleusenwärter Joel Barthes zahlreiche Skulpturen aus allen möglichen Materialien geschaffen, hauptsächlich aus Holz, aber auch aus Eisenschrott.
Vor dieser Schleuse machen wir halt für die kommende Nacht. Der Besuch in Puicheric ist so wenig erwähnenswert wie der Ort, wobei man dort mitten im Ort zumindest einen Lebensmitteladen vorfindet, der alles hat, was man so braucht. Auf dem Rückweg, ca. 3-4 km haben wir eine nicht ganz optimale Route mit viel Gras und Buschwerk gewählt was den Mücken sehr gut gefiel, da meine Beine sich hervorragend zum Blut saugen eigneten.



31.8.2014 - Auf nach Trébes

Uhrenturm in Marseillette

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Heute haben wir eine richtig schöne, romantische und vielseitige sehenswerte Wassertour hinter uns gebracht. Sofern die Schleusen nicht mit Booten überfüllt sind, geht es recht zügig voran.
Nach etlichen Schleusen-Vorgängen landen wir in Marseilette. Der Ort ist wegen der vielen Schleusen nur mit viel Geduld zu erreichen.
Marseilette ist ein kleiner Ort, dessen Highlight ein Uhrenturm aus dem 18. Jahrhundert ist. Der Ort wirkt ärmlich und wird daher nur von wenigen Touristen besucht. Wir haben ihm aber einen Besuch abgestattet und uns bei einem Getränk in der einzigen Dorfschänke erfrischt. Vielleicht sollte man nicht vergessen, dass man von hier aus einen Blick auf den größten Weinberg der Welt hat…
Zum Nachmittag wurde es auf dem Canal du Midi doch sehr belebt und wir mussten hier und da warten. Den längsten Aufenthalt hatten wir vor der 3-stufigen Schleuse nach Trébes.
In Trébes angekommen suchen wir uns einen geeigneten Liegeplatz für unser Boot. Nachdem das Boot verzurrt ist, schlendern wir durch den gemütlichen Ort. Urlaubsfeeling mit südländischem Flair kommt auf. Und – es ist auch wieder heiß. Das Wetter zeigt sich nach wie vor von seiner Hochsommer-Seite. In Trébes befindet sich eine Kirche aus dem 13. Jahrhundert, die besichtigt werden kann. Mittwochs gibt es einen Wochenmarkt im Ort.
Morgen haben wir Carcassonne auf dem Plan, das wird unser Wendepunkt der Tour auf dem Kanal. Wir erwarten dort das Highlight der Strecke.



Das niedliche Örtchen Trébes lädt zum verweilen ein.

Trébes

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In den Gassen von Trébes



1. September 2014 - Ankunft in Carcassonne

Carcassonne

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Wir trinken in Trébes einen schnellen Morgenkaffee, dann laufe ich zur Boulangerie im Ort und hole ein frisches Baguette. Trébes ist wirklich ein schöner kleiner Ort, den man nicht links liegen lassen sollte. Wir starten vor dem Frühstück und nehmen die ersten 2 Schleusen. Dann halten wir einfach mitten auf der Strecke an und machen das Boot an ein paar dickeren Ästen am Ufer fest. Hier wird gefrühstückt.
Nach weiteren 3 Schleusen und einer längeren Wartezeit wegen Mittagspause haben wir Carcassonne erreicht. Die Stadt hält, was sie verspricht. Eine wunderschöne Altstadt empfängt uns und auch im Hafen finden wir ein schönes Plätzchen. Dusche – WC – Strom, alles ist vorhanden. Wir pflegen unsere Körper und gehen einkaufen. Danach machen wir einen ausgiebigen Stadtbummel durch Carcassonne. Die Stadt wurde im 1. Jahrhundert v. Chr. von den Römern gegründet. Im Mittelalter war sie eine Hochburg der Katharer, die 1209 vertrieben wurden. Danach bekam die Inquisition ihren zentralen Sitz in Carcassonne.
Wir genießen noch einen kühlen Drink in der Abendsonne und gehen anschließend zum Supermarkt um weiteres Proviant einzukaufen.
Heute haben wir beschlossen, nicht auf dem Boot zu kochen und suchen uns ein sehr nettes Restaurant auf dem Place Carnot. Im <<La Longchamp>> genießen wir einen besonders leckeren 3-Gang Menü zum Rosé.
Morgen geht es dann zum ersten Mal flussabwärts. Die Reise zurück nach Argéns steht an.



2.September 2014 immer noch heiß; gefühlte 30 ° C

Marseilette

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Wir starten morgens gemütlich nach einem Kaffee. Das Frühstück verschieben wir wieder nach hinten, wir wollen die ersten 3 Schleusen erst passieren. Vor dem Start war ich noch kurz in der Fußgängerzone in einer Boulangerie und habe für Baguette gesorgt.
Unser Etappenziel heute ist Marseilette. Nach einem heißen, Schleusen-reichen Tag kommen wir gegen Nachmittag an und sind durch Hitze und Bootsaktivitäten erst mal platt. Wir laufen noch kurz in den Ort und bereiten dann unser Abendessen zu. Da es auf der rechten Uferseite keine Möglichkeit zum Anlegen gibt haben wir gewendet und stehen nun wider in Fahrtrichtung Carcassonne. Da wir vor einer Schleuse stehen, gibt es ab und zu Verwirrung und wir müssen ein paar Boote vorbeiwinken, die uns zum Schleusen vorlassen möchten. Die Nacht ist ruhig und angenehm und am nächsten Tag wird Homps unser Ziel sein.



3. September 2014 heute bis 32° C … und es wird noch heißer

Homps

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Wir fahren sehr gemütlich nach dem Schleusen weiter und treffen hier und da ein paar Boote vom Hinweg. Man kennt sich mittlerweile. Der ein oder andere erzählt von Pannen mit dem Boot aber davon sind wir bisher verschont geblieben. Recht früh kommen wir in Homps im Hafen an und belegen einen guten Platz, wo wir rückwärts einparken. Es ist hier sehr gemütlich und die Kölner neben uns geben uns direkt das Gefühl, irgendwie zuhause zu sein. So klönen wir ein bisschen über Gott und die Welt und genießen die herrliche Ruhe. Im Dorf gibt es eine Kapitainerie mit integriertem Weinhandel (auch keine schlechte Idee). Homps ist ein kleiner beschaulicher Ort, der Hafen ist fest in der Hand der Gesellschaft „ LeBoat“. Im Ort gibt es auch einen gut sortierten Supermarkt und so sind wir wieder gut mit Proviant versorgt. Homps war früher ein Handelshafen, von wo Weinfässer mit Minervois und Crbières gefüllt wurden und auf die Reise nach Bordeaux gingen.



4. September 2014 weiter blauer Himmel, heiß

Wir werden mit Musik geweckt, die durch Lautsprecher den Hafen beschallt – Seemannslieder-
Die Idylle bleibt auch an diesem Tag, da stört es auch nicht, wenn ab und zu ein paar Ziegeln von einem Dach geworfen werden, das neu gedeckt wird. Diesmal starten wir sehr spät, sehr gemütlich. Wir wissen noch nicht, dass dies der Tag der Wartezeiten vor den Schleusen wird. Es sind ja nur 3-4 Schleusen nach Argéns. Aber die haben es in sich. Entweder ist gerade Pause oder es sind zu viele Boote vor uns, irgendwie kommen wir schlecht voran, aber schließlich gegen 16:00 Uhr haben wir den Hafen von Argéns wieder erreicht.
Abends regnet es zum ersten Mal. Aber nur von kurzer Dauer. Wir gehen im Ort direkt am Kanal lecker Essen und verbringen die letzte Nacht auf dem Boot, der Coloumbiers.
Resümee: Es war durchweg ein abwechslungsreicher und gelungener Trip auf dem Canal du Midi, den wir sicher wiederholen werden, allerdings darf das Boot beim nächstem Mal etwas größer sein (Kopf ca. 20 Mal gestoßen) und die Strecke sollte mehr oder weniger Schleusenfrei sein …jetzt geht es erst mal ans Meer nach Port La Nouvelle zum Badeurlaub…..



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Kommentare

  • CoraCora

    Hallo, super Bericht, danke! Wir sind in Lattes gestartet und nach Négra gefahren, jaja, die Schleusen.. ;) aber großartig, die Tour :)

    " Resümee: Es war durchweg ein abwechslungsreicher und gelungener Trip auf dem Canal du Midi, den wir sicher wiederholen werden, allerdings darf das Boot beim nächstem Mal etwas größer sein (Kopf ca. 20 Mal gestoßen) " -&gt; mit welchem Boot ward ihr denn unterwegs? Ist das das kleine braune auf dem ersten Bild? Sieht total süss aus, aber wäre für unsere Mannschaft sicher auch zu klein ;) Die Pénichette Terrasse von Locaboat kann ich dir wärmstens empfehlen, schön geräumig und eine tolle überdachte Terrasse, die einen nicht im (Sonnen)stich lässt...

    Wenn du Lust hast, dann guck dir doch mal meinen Bericht an, vielleicht begegnet man sich ja mal auf dem Kanal :), viele Grüße

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