Surfen auf Bali

Reisebericht

Surfen auf Bali

Reisebericht: Surfen auf Bali

Ein Erfahrungsbericht über das Surfcamp Kima Surfaris in Seminyak, Bali, Indonesien.

Surfen auf Bali mit Kima Surfaris

Surfen auf Bali

Wenn es um’s Reisen geht, haben mein Freund und ich meistens unterschiedliche Vorstellungen. Für mich ist ein Zuhause-verbrachter Urlaubstag ein verschwendeter Urlaubstag. Auch all-inclusive Urlaube sind mir zu unspektakulär. Er sieht das anders. Ein Urlaub Zuhause ist für ihn super, auch gegen all-inclusive ist nichts einzuwenden. Also mussten wir einen Kompromiss finden. Da wir beide sportlich sind, haben wir uns für die Sport-Urlaub-Variante entschieden. Surfen stand schon immer ganz oben auf meiner Bucket List und Bali soll ja auch ganz nett sein. Bei den Unterkünften hat uns das Kima Surfaris Surfcamp in Seminyak am meisten angesprochen.

Erste Eindrücke von Bali

Nach einem langen Flug mit Zwischenstopp in Kuala Lumpur sind wir auf Bali (Denpasar) gelandet. Ein Fahrer vom Kima Surfaris Surfcamp stand schon mit einem auffälligen Surfboard-Schild am Ausgang und nahm uns in Empfang. Auf dem Weg zum Auto wurden wir von unzähligen Balinesen angesprochen, die unsere Koffer gegen ein kleines Trinkgeld tragen wollten. Auch die ca. 45-minütige Fahrt zum Surfcamp war nicht weniger chaotisch. Jeder fährt wie und wo er will. 3+ Fahrer auf einem Moped sind nicht ungewöhnlich. Auch ein Berg von zich Körben kann ohne Anstrengung auf einem Moped transportiert werden. Bisher kannten wir diese Bilder eher von 9gag. Obwohl es nicht mein erstes Mal in Südostasien war, muss ich doch sagen, dass es ein großer Unterschied zu den bisher bereisten Ländern gewesen ist.

Kima Surfaris Surfcamp

Das Camp liegt in einer ruhigen Sackgasse von Seminyak, nur ein paar Meter von einer belebten Hauptstraße entfernt, auf der es alle möglichen Shops und Restaurants gibt. Der Strand ist ca. 10 Minuten zu Fuß entfernt. Das Camp ist wirklich schon hergerichtet, mit vielen Pflanzen, so dass man fast vergisst, dass man sich mitten in der Stadt befindet. Der Pool ist umrundet mit Liegestühlen und Sitzsäcken. In der Chill Area gibt es einen großen TV, Sofas und einen Kicker. Den ganzen Tag über läuft (meistens ziemlich gute) Musik (Angus & Julia Stone ftw!). An der Seite befindet sich der Surfplan, in dem man sich für die unterschiedlichen Surf-Sessions für den nächsten Tag eintragen kann. Dort hinter befand sich ein gemütliches Indoor-Kino. Ein kleines “Restaurant” mit einem überdachten Sitzpatio sorgt sich um die Verpflegung seiner Surfer. Dort kann man sich den ganzen Tag über etwas leckeres zu Essen bestellen, was man sich auf sein Zimmer schreiben lassen kann. Das nährreiche Frühstück ist inklusive.

Die Zimmer

Im Camp angekommen, zeigte man uns erstmal unser Zimmer. Es gibt verschiedene Mehrbett-Dorms und ein paar 2er Zimmer, die auf zwei Etagen verteilt sind. Wir haben uns für das etwas teuere 2-Bett Zimmer entschieden. Nach unseren Erfahrungen in 8+-Bett Dorms war uns ein bisschen Privatsphäre doch wichtig. Das Zimmer war quasi direkt am Pool mit einer Bank und einer Vorrichtung vor der Tür, wo man seine nassen Surfklamotten zum Trocknen aufhängen konnte. Der Raum war von der Größer her ausreichend, mit einem Doppelbett und TV mit DVD-Player (DVDs konnte man sich aus dem Kino oder Chill Area nehmen). Neben zwei Nachtschränken gab es einen großen Schrank mit Safe, sowie einen Kühlschrank. Dahinter befand sich das überdachte Freilicht-Bad mit einer offenen Duschen. Ziemlich cool muss ich sagen. Des Weiteren wurden die Zimmer täglich gereinigt. Alles in allem war ich sehr zufrieden damit.

Das Surfen

Unter der Woche werden jeden Tag zwei Surf Sessions für je 2 Stunden angeboten. Einmal morgens zwischen 6-8h (je nach Witterungsbedingungen – Wind & Wellen) und einmal nachmittags gegen 13-15h. Es gibt verschiedene Spots die, je nach Surferfahrungen, angefahren werden (beach-break vs. reef-break). Dementsprechend ist die Teilnehmeranzahl auch oft begrenzt. Der Surf-Spot für die Anfänger (Gado Gado) liegt in Laufdistanz. Jeder Surfer bekommt vom Camp sein eigenes Surfboard, welches er auch an den surffreien Tagen (Samstag und Sonntag) selbstständig benutzen kann. Es ist empfehlenswert eine extra Surfboard-Versicherung gegen einen kleinen Aufpreis abzuschließen. Es ist garnicht so unwahrscheinlich, dass man auf Diese zurück greifen muss. So auch wir.

Ich bin totaler Anfänger – lohnt sich das?

Auf jeden Fall. Wir waren nicht die einzigen Anfänger dort und es gab vor dem ersten Surfgang eine kurze Trockenübung zum Board allgemein und zum richtigen Aufstehen von den Guides. Am Strand wurden uns noch weitere Sachen erklärt, bspw. wie man die Richtung der Strömung erkennt. Zu Beginn geht es erstmal in’s hüfthohe Wasser, wo auf den bereits gebrochenen Wellen (white water) das Aufstehen geübt wird. Sind die Guides der Meinung, dass man reif für das “Green Water” ist – also das tatsächliche Surfen – sagen sie einem bescheid und man kann sich dann auch bei den fortgeschritteneren Surfspots anmelden, die in verschiedene Schwierigkeitsgrade unterteilt sind.

Ausflüge in und um Bali

Wie bereits erwähnt sind Samstag und Sonntag die surffreien Tage. Sprich: Die meisten Guides haben frei. Aber wer dennoch Surfen will, kann sich sein Board schnappen und auf eigene Faust losgehen. Sonntags werden aber auch verschiedene Trips angeboten, die sich die Surfer selber überlegen können und dafür einen Fahrer bekommen. Sehr praktisch, weil dieser sich sehr gut auskennt und noch weitere Tipps geben kann. Des Weiteren bietet das Surfcamp auch mehrtägige Surfausflüge an, die sich zumindest auf dem Papier alle sehr gut angehört haben. Leider hatten wir keine Zeit dafür.

Ausflugsziel Ubud

An unserem Ausflugssonntag haben wir uns mit ein paar Leuten auf den Weg nach Ubud, eine kleine Stadt in der Mitte des Landes, gemacht. Dort machten wir erst einen kleinen Zwischenstopp an einem Wasserfall , sahen uns anschließend das Elephant Cave (Goa Gajah) – ein alter buddhistischer Tempel an und besuchten die Affen im Monkey Forest. Empfehlenswert für Tierliebhaber, die gerne mal einen Affen auf den Arm nehmen wollen. Ansonsten ist es dort, sowie im Elephant Cave, sehr touristisch.

Fazit

Allgemein hatte ich an dem Urlaub nichts auszusetzen. Das Camp war sehr gepflegt, die Zimmer wurden täglich gereinigt. Das Essen war reichhaltig und hat gut geschmeckt. Die Guides waren super, kannten schon nach dem ersten Tag die Namen der Gäste und haben gute Laune verbreitet. In dem Camp selbst waren viele Deutsche, Schweizer und Österreicher – die meisten Guides waren Locals. Notwendige Informationen (bspw. bezüglich Visum und Impfungen) am besten vor der Reise beim Auswärtigen Amt einholen. Empfehlenswert ist es, Tabletten gegen Magenverstimmungen einzupacken. Das Leitungswasser dort sollte nicht getrunken werden, daher auch die Zähne besser mit Trinkwasser putzen. Leider hat Bali meine Erwartungen einer traumhaften Urlaubsinsel nicht unbedingt erfüllt. Durch den boomenden Tourismus, der gleichzeitig eine der wichtigsten Einnahmequellen der Balinesen ist, gibt es viele Baustellen, die ein Hotel nach dem nächsten hochziehen. Jedoch muss ich hinzufügen, dass ich, außer die Gegend um Seminyak und Ubud, nicht viel gesehen habe und es sicher noch andere Orte auf Bali gibt, die noch nicht so touristisch und eher naturbelassen sind.



Aufenthaltsbereich im Surfcamp

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